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Psychologie: Mehr Lebensfreude mit dem richtigen Hobby


Lisa - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 23.01.2019

Sie sind viel mehr als reiner Zeitvertreib. Sie sind eine Art Zaubermittel gegen Stress, helfen beim Abschalten – und wenn man schlau wählt, können sie sogar richtig heilsam sein


Artikelbild für den Artikel "Psychologie: Mehr Lebensfreude mit dem richtigen Hobby" aus der Ausgabe 5/2019 von Lisa. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lisa, Ausgabe 5/2019

Lesen erweitert nicht nur den Horizont, es schützt uns auch vor Depressionen


Stricken liegt im Trend. Aber wussten Sie auch, dass es die Vernetzung neuronaler Zellen fördert und damit das Risiko für Demenz senkt?


Ein Handarbeitskurs auf Rezept? Tanzunterricht als Therapie? Hört sich lustig an, gehört in den USA aber schon zum Alltag: Dort „verordnen“ Psychiater ihren Patienten nämlich erst einmal ein kreatives Hobby, wie z. B. ...

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... Stricken, bevor sie ihnen Antidepressiva verschreiben. Denn ein Hobby, das uns erfüllt, sorgt nicht nur für mehr Lebensfreude, sondern verbessert nachweislich auch unsere Gesundheit.

Positive Gefühle stärken das Immunsystem und damit die Fähigkeit unseres Körpers, mit Krankheiten besser fertigzuwerden. Und selbst ruhige Freizeitbeschäftigungen wie Lesen haben erstaunliche Auswirkungen. Wir stellen hier die gesündesten Hobbys vor:

Topf-Glück

Ob man Kirschmarmelade einkocht, ein neues Rezept für Käsekuchen ausprobiert oder ein komplettes thailändisches Menü zaubert: Wer regelmäßig den Kochlöffel schwingt, wer gerne brät, backt und kulinarisch experimentiert, baut Stress ab und stärkt die Seele. Bei vielen werden zudem positive Kindheitserinnerungen wach, beispielsweise daran, wie man mit Mama oder Oma Kuchen und Kekse gebacken hat.

Kochen sorgt auch noch dafür, dass wir gesünder essen und weniger Kalorien zu uns nehmen. Weil wir automatisch frischere und qualitativ bessere Zutaten verwenden, als uns Fast Food, Tiefkühlpizza und Fertig-Tütchen liefern. Also eine wahre Win-win-Situation für Körper und Seele.

Lese-Freuden

Lesen inspiriert, beflügelt und macht uns schlau. Je nachdem, in welches Buch man eintaucht, können wir uns – frei nach Pippi Langstrumpf – unsere Welt gestalten, wie sie uns gefällt: Denn in Gedanken spinnen wir die gelesenen Geschichten oft weiter oder malen uns aus, darin selbst eine Rolle zu spielen. Das hat günstige Folgen für die Motivation und Lebenseinstellung.

Lesen entspannt, mindert Stress, verbessert die Konzentrationsfähigkeit und verlängert das Leben: Eine Studie der Yale Universität zeigt, dass Vielleser (mehr als 3,5 Stunden pro Woche) eine um 23 Prozent höhere Lebenserwartung haben als Lesemuffel.

Garten-Spaß

Das Buddeln und Graben in der Erde, egal, ob im Garten oder auf dem Balkon im Blumenkasten, lässt uns im wahrsten Sinn „aufblühen“ – wir fühlen uns tiefenentspannt und die Sorgen fliegen davon. Das ist sogar messbar: Nach 30 Minuten Gartenarbeit sinkt der Level des Stresshormons Cortisol im Körper um fast ein Viertel! Gartenarbeit hat demnach den gleichen Effekt wie eine Massage oder eine ganze Stunde Schlaf!

Auch die Psyche profitiert: Das Ackern unter dem freien Himmel beugt einem Burn-out vor.

Man kann frei gestalten – etwas, das viele im Berufsleben vermissen: Man plant und bestellt selbstbestimmt ein Fleckchen Erde und freut sich, wenn die Saat aufgeht oder die Blumen blühen. Das gemächliche Wachstum in der Natur regt auch dazu an, das eigene Tempo zu drosseln – Balsam für Geist und Psyche. Man wird ruhiger, Stress und Anspannung lassen nach.

Hobbygärtner haben mehr Sozialkontakte, denn im Freien ist man viel gesprächiger


Zudem atmen wir im Freien automatisch tiefer und freier – das Atemvolumen steigt um bis zu 50 Prozent, was ein enormes Plus an Sauerstoff und Energie bedeutet: Wir fühlen uns wie neugeboren.

Sanges-Lust

Sie singen im Chor oder spielen in einer Band? Wunderbar! Musik berührt, weckt schöne Erinnerungen und verändert auf diesem Weg unsere Stimmung in eine positive Richtung. Man weiß, dass Singen ausgleichend wirkt. Es reduziert Aggressionen, Ärger und macht kontaktfreudiger. Nicht zuletzt wirkt Musik auf das Belohnungszentrum im Gehirn: Glückshormone werden ausgeschüttet, die Aktivität unseres Angstzentrums wird herabgesetzt und wir fühlen uns rundum wohl. Versuchen Sie mal, beim Singen böse zu gucken – es wird Ihnen nicht gelingen …

Strick-& Näh-Genuss

Etwas mit eigenen Händen zu erschaffen – sei es ein selbst genähtes Kleid oder „nur“ ein gehäkelter Topflappen – macht uns stolz und zufrieden. Aber nicht nur das: Negative Gedanken lösen sich auf, Körper und Geist entspannen sich. Außerdem zeigen Studien, dass Handarbeit genauso wirksam den Blutdruck senkt, Stress abbaut und die Hirnaktivität steigert wie Yoga und Meditation. Omm!

Tanz-Vergnügen

Tanzen vermindert Stress und beschert uns durch die Ausschüttung von Wohlfühlhormonen ein Flow-Gefühl, das uns förmlich schweben lässt. Zudem fördert es die Motorik und Koordination. Und werden die trainiert, bilden sich im Gehirn neue Synapsen – man kann also sagen, dass Tanzen schlau macht. Besonders Paartanzen, weil man sich dabei auch noch an die Bewegungen des Partners anpassen muss. Und natürlich macht Tanzen auch einfach Spaß – da lässt die gute Laune nicht lange auf sich warten!

Wer selbst kocht, lebt automatisch gesünder!


Psycho-News

Mann, Mann …

* Ein amerikanisches Forscherteam interessierte sich für die Frage: Wie reagiert ein Mann, wenn er sich in seiner Männlichkeit angegriffen fühlt? Um das herauszufinden, machten sie mit Männern psychologische Tests und gaben ihnen dann Rückmeldung zu ihrer Männlichkeit – unabhängig von ihren Antworten! Die Probanden, denen ein niedriger Level bescheinigt wurde, betonten dann in weiteren Tests besonders stark ihre männlichen Eigenschaften: Sie distanzierten sich stark von als weiblich angesehenen Produkten und Verhaltensweisen und übertrieben zum Beispiel bei der Anzahl ihrer Sexualpartnerinnen oder ihrer angeblichen Kraft.

Prahlen als Hilfe fürs Ego


Die Last der Disziplin

* Wer über viel Selbstkontrolle verfügt, bekommt sein Leben besser auf die Reihe. Er lebt gesünder, kommt in seinen Beziehungen besser klar und gilt zudem als liebenswert. Alles bestens also? Ja, aber nicht nur. Eine Studie hat nachgewiesen, was disziplinierte Menschen erwartet: Sie bekommen tatsächlich mehr Aufgaben aufgebrummt und werden häufig ausgenutzt. Das empfinden sie natürlich als lästig.

Ansteckende Macht?

* Warum ist die Welt, wie sie ist? Warum passieren schlimme Dinge? Dafür suchen viele Menschen nach Erklärungen. Eine mögliche: übermenschliche Einflüsse. Tatsächlich glauben viele, dass das Gute und das Böse real existierende Mächte sind, die auch Einfluss auf das Handeln von Personen haben können. Je stärker diese Überzeugung ausgeprägt ist, desto stärker ist die Angst, sich bei unmoralischen Menschen mit dem Bösen anzustecken, so eine aktuelle Studie.


Fotos: Fotolia (2), Shutterstock (2), Westend 61