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Radeon RX 5700 (XT): Rundumschlag


PC Games Hardware Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 06.11.2019

Es ist so weit: Alle Hersteller haben ihre Eigendesigns veröffentlicht – Zeit für eine Marktübersicht. Nach dieser Lektüre wissen Sie, welche Radeon RX 5700 respektive RX 5700 XT die richtige ist.


In den vergangenen Monaten fanden zahlreiche Navi-Grafikkarten den Weg auf den PCGH-Teststand. Nun, da das Angebot weitgehend vollständig ist, ist es an der Zeit für ein Resümee, eine echte Marktübersicht. Zu diesem Zweck analysieren wir nicht nur insgesamt 13 Grafikkarten-Modelle mit AMDs derzeitigem Top-Chip Navi 10, sondern haben außerdem eine vollständige Liste der hierzulande lieferbaren ...

Artikelbild für den Artikel "Radeon RX 5700 (XT): Rundumschlag" aus der Ausgabe 12/2019 von PC Games Hardware Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: PC Games Hardware Magazin, Ausgabe 12/2019

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... RX-5700-Grafikkarten erstellt (Stand: Mitte Oktober). 37 Modelle von sieben AMD-Partnern zeugen von breiter Akzeptanz.

Einzigartig: Unser Sample der Asus RX 5700 Strix OC verfügt laut Firmware über ein GPU-Powerlimit von 180 Watt, arbeitet jedoch selbst in den forderndsten Spielen mit lediglich 140 bis 145 W. Das erklärt den niedrigen Gesamtverbrauch von gut 180 W.


Auch unsere Testmethoden und -tabellen erhalten sporadische Updates. Diesmal dürfen sich vor allem Übertakter freuen: Seit diesem Roundup ermitteln wir nicht mehr bloß den prozentualen Spielraum hinsichtlich des GPU-Powerlimits, sondern rechnen den genauen Wert für Sie aus. Auf diese Weise können Sie sich gezielt Modelle herauspicken, die das größte theoretische Potenzial bieten.

Hotspot-Reminder

Bevor wir zu den Testergebnissen kommen, müssen wir erneut Bezugspunkte herstellen. Die aktuellen AMD-Grafikkarten weisen eine Eigenheit auf, welche auf den ersten Blick ungesund wirkt: weit dreistellige GPU-Temperaturen. Gemeint ist nicht die von gängigen Tools angezeigte GPU-Temperatur, sondern der zweite Wert, „GPU Temp 2“ oder passend als Hotspot bezeichnet. Dabei handelt es sich um den höchsten Wert, den der GPU-interne Verbund aus Thermalsensoren meldet. AMD hat klargestellt, dass 110 und sogar bis zu 113 °C im Rahmen der Spezifikation lägen. Anstatt eine konservative Worst-Case-Throttling-Temperatur für den gesamten Kern festzulegen, boosten die GPUs der RX-5700-Reihe opportunistisch, bis einer der Sensoren die Hotspot-Tempe ratur von 110 °C erreicht. Das Temperaturlimit von Navi liegt ergo bei 110 °C. Erst ab diesem Punkt werden Takt und Spannung drastisch gesenkt, um einem Defekt vorzubeugen. Lange bevor Letzterer eintritt, begünstigt hohe Temperatur Elektromigration und führt somit zu beschleunigter Alterung. Es liegt daher im Interesse aller Beteiligten, die Temperatur im zweistelligen Bereich zu halten. Die gute Nachricht lautet, dass alle Herstellerdesigns trotz werkseitigen Tunings dieses hehre Ziel erreichen.

13 × Radeon RX 5700 (XT): AMDs Oberklasse von oben bis unten beleuchtet. In diesem Test vergleichen wir neun Designs der RX 5700 XT und vier auf Basis der Non-XT-Variante. Modelle, die bereits in der PCGH 10/2019 vertreten waren, spielen in diesem Roundup nur eine Nebenrolle. Damit Sie denoch alle nötigen Vergleiche anstellen können, mischen diese Karten aber in allen wichtigen Disziplinen mit. Da wären die Benchmarks: Wir haben jedes einzelne Hersteller design mit dem zum Testzeitpunkt aktuellen Treiber in zwei Spielen getestet, um die exakte Leistung abzubilden. Letzteres gilt natürlich auch für die (kleine) Preisstufe darunter in Gestalt der Radeon RX 5700. Damit nicht genug, wir kommen auch dem „2 in 1“-Funktionsumfang vieler Herstellerdesigns nach: Verfügt eine Grafikkarte über zwei Betriebsmodi via Firmware (OC/Silent), durchläuft diese jeden Last-Test zweimal. Doppelter Aufwand für uns, doppelter Nutzen für Sie. Die finale Bewertung erfolgt ausschließlich im Auslieferungszustand, der immer dem schnelleren und lauteren OC-BIOS entspricht.

Platine & Kühlung: Jeder Hersteller verwendet eine angepasste Platine, Printed Circuit Board oder kurz PCB genannt. Eine hieb-und stichfeste Beurteilung deren Qualität maßen wir uns nicht an, quantitativ ist jedoch ein großes Board mit vielen oder doppelt bestückten Spannungswandlerphasen vorteilhaft. In diesem Fall wird der Strom nicht nur auf mehr Leistungsträger verteilt und die Last somit entzerrt, sondern dem Kühler auch eine größere Angriffsfläche geboten. Beides lohnt sich im Falle der schnellsten Probanden zweifellos, denn hier gilt es, bis zu 230 Watt GPU-Power zu bewältigen – das ist mehr, als die AMD-Referenzkarte der Radeon RX 5700 XT insgesamt verbraucht (225 Watt Boardpower)! Je nach Design führt eine üppig ausgestattete Platine jedoch zu größerem Stromdurst als ein effizienter Kompaktbau.

*Wurde mit BIOS F2 vom August ausgeliefert (190 W GPU-Power, 2.000 U/min Lüfterziel. Mit aktuellem BIOS von Mitte September schneller und lauter (wie abgebildet). **Karte verfügt nur über ein BIOS-ROM. Silent-BIOS muss bei MSI heruntergeladen werden (Flash-Vorgang überschreibt das Standard-BIOS).

Während sich PCB-Größe und -Bestückung kaum auf die Leistung einer Grafikkarte auswirken, wird dem Kühlsystem eine sehr wichtige Rolle zuteil. In dieser Disziplin setzte Powercolor mit der RX 5700 XT Red Devil in der PCGH 10/2019 die Messlatte hoch, trifft nun jedoch auf würdige Gegner. Vor allem die MSI Gaming X hat es faustdick hinter den Lüftern, ihr Kühlblock ist insgesamt noch etwas voluminöser, gefolgt von der Asus Strix. Die Sapphire Nitro+ und Asrock Taichi X verfügen ebenfalls über effektiv drei Slots hohe Kühler, bauen aber auch in die Länge: Mit 30,7 respektive 31,0 Zentimeter gehören diese Grafikkarten zu den längsten „Brettern“, die Sie kaufen können. Daneben sieht die Gigabyte RX 5700 XT Gaming OC beinahe klein aus, doch auch hier haben wir es mit einem 2,5-Slot-Design zu tun.

Nur Gigabyte, Powercolor und Sapphire haben ihren Kühlblock so ausgelegt, dass die GDDR6-Speicherbausteine direkten Kontakt zu ihm haben. Asus, MSI und Asrock setzen hingegen auf mehr oder minder profilierte Metallplatten zur Kühlung des Speichers, die den Luftzug von oben abbekommen. Tests haben ergeben, dass sich hier unter ungünstigen Bedingungen ein Ungleichgewicht der Hotspots ergeben kann, sodass wir die erstgenannte Lösung mit Vollintegration aller Leistungsträger für überlegen halten.

In der Praxis zählen jedoch nicht nur Lamellen, Heatpipes und Wärmeleitpads, sondern vor allem die Belüftung. Während MSI bei allen RX-5700-Grafikkarten auf zwei Propeller mit möglichst großem Durchmesser setzt, installieren die Mitbewerber auf ihren XT-Modellen drei etwas kleinere Lüfter. Um die Gesamtlänge nicht in 33-Zentimeter-Gefilde zu treiben, sind diese oft nicht gleich groß, beispielsweise bei Asrock und Sapphire: Der mittlere Lüfter ist kleiner als die Kollegen am Rand, was die Symmetrie wahrt. Gigabyte installiert stattdessen drei nur 75 mm durchmessende Propeller. Mit jedem hinzukommenden Rotor kann die Fördermenge pro Umdrehung erhöht werden, doch es steigt auch das Risiko für (hörbare) Verwirbelungen.

Blickt man auf die maximale Lautheit, rangieren viele Karten auf Augenhöhe. Im Leerlauf ist die