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Rallye-WM: Wir werden das Gefühl dieses Sieges auskosten


Top Speed - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 30.01.2020

Rallye-Weltmeisterschaft / Monte Carlo


Die letzten WP-Meter entschieden, wie auch im letzten Jahr, die Rallye Monte Carlo, Auftakt zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2020. Bis zum letzten Meter hielt die Spannung, als schließlich Hyundai-Pilot Thierry Neuville mit 12,6 Sekunden Vorsprung die Rallye für sich entschied. Mit dem Sieg entthronte er den Dauersieger Sebastien Ogier, der seit 2014 die „Monte“ permanent, wenn auch auf unterschiedlichen Marken (Volkswagen, Ford, Citroën) für sich entscheiden konnte. Dritter wurde Ogiers Toyota-Teamkollege Elfyn Evans, der die Rallye zeitweilig anführte. Die WRC2 ...

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Bildquelle: Top Speed, Ausgabe 2/2020

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... entschied Mads Ostberg (Citroën) für sich während in der WRC3 Eric Camilli siegte. Zahlreiche Fans wollten nach dem Wechsel von Ott Tänak und Sebastien Ogier sowie weiterer Fahrer den Auftakt bei überwiegend Sonnenschein in den französischen Alpen miterleben.

Die 88. Aufl age der legendären „alten Dame“ wurde in diesem Jahr wieder einmal abgeändert. Gap als Rallyezentrum mit Shakedown diesmal schon am Mittwoch, Start am Donnerstag an der Promenade im Hafen von Monte Carlo - gleichzeitig dort auch Ziel, da rund um das legendäre und traditionelle Casino Baustelle herrscht - sowie 304 Wertungsprüfungs-Kilometer. Das hieß für einen Rallye- Samstag 75 Kilometer WPStrecke - Zeiten ändern sich.
Startnummern auch.

Neuville / Gilsoul (Hyundai) entschieden den Saisonauftakt zu ihren Gunsten


Die Toyota-Teams Ogier / Ingrassia und …


Nach seinem Weggang von Toyota verzichtete Weltmeister Ott Tänak auf die ihm zustehende Nummer 1. Er trat mit Startnummer 8 an (Ogier 19, Rovanperä 69). Ebenfalls neu: Wegfall der WRC2Pro und dafür nun WRC2, während der Rest der R5-Fahrzeuge sich in der WRC3 wiederfi ndet.
Die Strecken im Tal trocken, auf den Bergen und in Bergecken mit Schnee und Eis, teilweise extrem tückisch, was die Reifenwahl nicht einfacher machte. Mehrarbeit für Eisspione und Wetterfrösche in den Teams.
Natürlich wollte man nach dem Wechsel des Weltmeisters Ott Tänak von Toyota zu Hyundai und die dann folgende Sitzeinnahme von Sebastien Ogier bei Toyota mit dem Ergebnis des Ausstiegs von Citroën aus der WM wissen, wer denn der Gewinner dieser Winkelzüge ist. Ott Tänak war es zum Saisonauftakt definitiv nicht. Der Este verabschiedete sich bereits auf WP 4 (Saint-Clément - Freissinières) spektakulär nach einem Fahrfehler und überschlug sich mehrfach. Ott Tänak wie auch Co Martin Järveoja entstiegen dem Hyundai äußerlich unverletzt, kamen aber aus medizinischen Gründen zur Beobachtung bis Samstag in das Krankenhaus. Vorbei also ein möglicher erfolgreicher Start und ein Kräftemessen - Tänak lag zu diesem Zeitpunkt des Unglücks auf der vierten Position. Somit hing für Hyundai ein möglicher Monte- Sieg an den Fäden von Sebastien Loeb und Thierry Neuville. Ersterer kam nie an die wirklichen Spitzenzeiten heran. „Die Bedingungen sind extrem schwierig, und wir kamen damit nicht so zurecht, wie das Spitzentrio“, resümierte der neunfache Weltmeister. Diese Vorsicht und auch Dreher nagten an Loeb, der sich frühzeitig auf die Absicherung seiner vierten Position einließ. Das sollte aber nicht reichen. Loeb rutschte am Finaltag fast einen Abhang hinunter und konnte nur mit viel Glück die Fahrt mit Zeitverlust fortsetzen. Mit völlig abgefahrenen Reifen war mehr als Platz sechs war für den Franzosen nicht drin.

Evans / Martin belegten die weiteren PodiumsplätzEvans / Martin belegten die weiteren Podiumsplätze


Thierry Neuville hingegen gehörte zu diesem angesprochenen Trio. Im letzten Jahr verpasste der Belgier den möglichen Sieg gegen Ogier um 2,2 Sekunden. Diesmal hielt er sich in den Spitzengruppe um Ogier und Evans, konnte aber bis zum Finaltag den beiden Toyota-Piloten nicht habhaft werden. „Wir haben doch fünf Prüfungen gewonnen,“ so der Belgier vor dem Finaltag. Doch nach dem Samstag drehte Neuville am finalen Sonntag richtig auf. Während andere Piloten („Die Reifen passen nicht zum Auto, so mein Gefühl“ - Ogier) haderten, zeigte der Belgier, wie schon auf der zweiten Prüfung, sein Können. Führungsübernahme nach vier Bestzeiten auf den vier Prüfungen, gewinn der Powerstage (hauchdünn minimalst vor Ogier) verbunden mit maximaler Punkteausbeute und der Gesamtsieg - Herz was will man mehr! „Es ist einfach fantastisch - das haben wir uns schon immer gewünscht,“ so der Sieger. „Wir werden das Gefühl dieses Sieges die nächsten Tage auskosten.“

Brachten den besten Ford auf Rang vier: Lappi / Ferm


Teamchef Andrea Adamo hatte bei der Rallye die volle Bandbreite der Gefühle. „Mir gehen so viele Dinge durch den Kopf. Thierry und Nicolas ganz oben auf dem Podium zu sehen, das ist etwas Spezielles.“ Gleichwohl machte er sich auch über Loebs Probleme und den Tänak-Unfall Gedanken. „Wir haben noch einiges zu tun. Jetzt wollen wir aber erst einmal den Sieg feiern.“
Der Zweite Ogier war nicht unzufrieden, selbst wenn er als in Gap geborener mit dem zweiten Platz hadern dürfte. „Wir müssen mit dem Ergebnis zufrieden sein. Auf dem Podium mit dem neuen Team zu stehen ist sehr gut,“ so der Franzose. „Trotzdem müssen wir noch mehr Potenzial aus dem Auto herausholen.“ Der Dritte Elfyn Evans, dessen Vater als Eisspion arbeitete, zeigte sich ein wenig erstaunt. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir die Rallye anführen können und gleich um den Sieg mitkämpfen“, so der ehemalige M-Sport-Pilot, der als Punktelieferant für den Markentitel dienen soll. „Bis gestern Abend war ich noch glücklich“ resümierte Evans, der mit dem Finaltag und seiner Leistung nicht zufrieden war.
Esapekka Lappi eroberte nach einem abwechslungsreichen Wochenende noch den vierten Rang, da schon auf der ersten Prüfung die Fiesta-Kühlung Probleme bereitete und viel Zeit kostete. Sehenswert und ohne groben Schnitzer schob sich das Jungtalent Kalle Rovanperä weiter nach vorne. Lange auf dem sechsten Platz liegend, kam er aber an Lappi nicht heran. Rovanperä konnte seinen ersten WRC-Lauf im Toyota als Fünfter beenden.
Bei den R5-Fahrzeugen in der WRC 2 und 3 hielten die Citroën- Teams die Fahnen hoch. Bester wurde WRC3-Pilot Eric Camilli, der die Klasse für sich entschied und im Gesamtklassement Neunter wurde. In der WRC2 am Finaltag kam noch einmal Bewegung in das Klassement. Hyundai-Pilot Veiby warf seinen R5 gegen Felsen und Leitplanke und blockierte so die Strecke, was für einen Abbruch der Prüfung sorgte. Bis dahin lag der Norweger auf dem zweiten Platz. Vorn Mads Ostberg, der die WRC3 am Ende auch für sich entschied. „Es war ein sehr gutes Wochenende“, so der Norweger. „Wir waren hier um zu gewinnen und das haben wir. Wir führen in der WRC3 - wir sind happy!“
Die Pfähle sind eingeschlagen - nun soll es auf Schnee nach Schweden gehen, wo der nächste WRC-Lauf vom 13. - 16. Februar stattfindet. Aufgrund des Schneemangels sowie dem nicht vorhandenen Frostboden ist zur Zeit unklar, ob der zweite WRCLauf stattfinden kann.

Ostberg / Eriksen (Citroen) siegten in der WRC2



Fotos: RedBullContentPool