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RATCHET & CLANK RIFT APART


Games Aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 7/2021 vom 16.06.2021

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Bildquelle: Games Aktuell, Ausgabe 7/2021

Die Saure-Gurken-Zeit, die nach dem guten Launch-Line-up der PS5 einsetzte, scheint endlich vorbei zu sein. Mit Resident Evil: Village meldeten sich die Third-Party-Blockbuster aus dem verlängerten Winterschlaf zurück und das Action-Feuerwerk Returnal zeigte eindrucksvoll, dass Sony auch auf der Playstation 5 weiter mit exklusiven Highlights punkten möchte. Damit geht es jetzt auch schon weiter, denn seit dem 11.Juni ist das ebenfalls PS5-exklusive Ratchet & Clank: Rift Apart erhältlich, das rasante Action, spaßige Geschicklichkeitsabschnitte, abwechslungsreiche Welten, fantastische Grafik und wunderbar albernen Humor miteinander vereint. Im Rahmen eines digitalen Preview-Events konnten wir uns schon vor dem Launch selbst ein Bild machen. Das Entwickler-Team von Insomniac Games zeigte uns nicht nur etwa 45 Minuten bislang ungesehenes Gameplay, sondern erzählte auch ausführlich von den besonderen ...

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... Features in Ratchet & Clank: Rift Apart, gewährte uns Einblicke in die Story und ging ausführlich auf die Technik des Abenteuers ein. Nach dem Preview-Event waren uns genau zwei Dinge klar: 1. Rift Apart wird ein verdammt tolles Spiel, das so auf der PS4 nicht umsetzbar gewesen wäre, und 2. wir wollen es unbedingt spielen. Und zwar jetzt!

PC

erscheint nicht

PS4 erscheint nicht

PS5

Termin: 11. Juni 2021

Xbox One erscheint nicht

Xbox Series X erscheint nicht

Switch erscheint nicht

Entwickler: Insomniac Games Hersteller:

Sony

GUTE FREUNDE KANN MAN TRENNEN

Bislang war zur Story des Spiels noch nicht allzu viel bekannt, außer, dass das titelgebende Heldenduo gegen Dr. Nefarious kämpft, wegen einer Fehlfunktion des Dimensionators durch verschiedene Dimensionen gescheucht wird und dass ein mysteriöser weiblicher Lombax eine Rolle spielt. Seit der letzten State of Play wissen wir nun, dass diese Ratchet-Version einer anderen Dimension auf den Namen Rivet hört, von Nefarious‘ Handlangern gejagt wird und sie zusammen mit Clank unterwegs ist, der bei der unfreiwilligen Reise durch die Dimensionen von seinem Kumpel Ratchet getrennt wird. Ratchet hingegen sucht nach seinem kleinen Roboterfreund und stolpert dabei durch die fremdartige Dimension Rivets, in der so einiges ziemlich anders ist. Das bunte, strahlende Megalopolis ist hier ein dreckiger dunkler Ort namens Nefarious City und dieser verdammte Nefarious ist hier kein unfähiger Bösewicht mit Doktortitel, sondern Imperator. In unserem Preview-Event gab es jedoch noch mehr Eindrücke, die ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Obwohl das letzte Ratchet & Clank auf der PS4 ein Reboot der Reihe und ein Remake des ersten Serienteils war, spielt Rift Apart viele Jahre später und setzt eine ganze Weile nach den Geschehnissen des PS3-Spiels Into the Nexus ein. Das mag zunächst etwas verwirrend klingen, doch das Team von Insomniac versichert uns, dass niemand, der erst mit dem PS4-Reboot in die Serie eingestiegen ist oder jetzt mit Rift Apart startet, Probleme haben wird, der Geschichte folgen zu können. „Alte Fans freuen sich über viele Anspielungen, aber Neueinsteiger werden trotzdem alles verstehen, denn aufgrund der Dimensionsthematik ist Rift Apart quasi ein von den anderen Teilen losgelöstes Spiel mit ganz eigener Story.“, sagt Game Director Mike Daly.

Jedenfalls sollen Ratchet und Clank jetzt auf Megalopolis für ihre gesamten Verdienste geehrt werden und eine riesige Parade, die von Skid McMarx und Captain Qwark moderiert wird, findet statt. Ratchet tritt der feiernden Menge skeptisch gegenüber, denn ihre Abenteuer liegen lange hinter unserem Heldenduo und der Lombax fragt sich, ob sie es überhaupt noch drauf hätten, ein weiteres zu bestehen. Clank hingegen nutzt die Gunst der Stunde und schenkt seinem Kumpel den reparierten Dimensionator, mit dem er es Ratchet ermöglichen möchte,dass er seine Familie findet. Allerdings geht dann natürlich alles drunter und drüber. Dr. Nefarious und seine angeheuerten Kopfgeldjäger tauchen auf, der Dimensionator geht wieder kaputt und schon bald finden sich der Lombax und sein blecherner Freund getrennt voneinander in einer fremden Welt wieder. Creative Director Marcus Smith betont, dass die Geschichte von Rift Apart die Motive Freundschaft und Empathie behandeln soll. Ratchet suche verzweifelt seinen besten Freund, zweifle aber auch an sich selbst und an der gebotenen Möglichkeit, vielleicht eine Familie zu finden, die er nie gekannt hat. Rivet hingegen dürfe sich in ihrer Welt nie Schwäche erlauben, lerne nun aber durch Clank die Bedeutung von Freundschaft kennen. Das klingt alles nicht nur echt schön, sondern sieht auch noch so aus.

EIN AUGENSCHMAUS

Das Team von Insomniac erzählt uns, dass es von Beginn an das Ziel war, dass Rift Apart wie ein Film aussehen soll. Vorbilder seien hier Pixar-und Marvel-Filme gewesen. Doch auch ohne diese Aussage wären wir darauf wohl selbst gekommen. Das neue Ratchet & Clank schaut wirklich so unglaublich gut aus, dass man eher denkt, einen Animationsfilm statt ein Videospiel vor sich zu haben. Die Animationen von Ratchet und Rivet sind wunderbar geschmeidig und überhaupt sind die Charaktermodelle genial umgesetzt. Das Lombaxfell ist fein und detailliert. Es reagiert sowohl auf äußere Umstände wie Wind oder Regen, als auch auf die verbesserte und weitaus ausdrucksstärkere Mimik von Ratchet im Vergleich zum Vorgänger. Clank hingegen besteht nun aus verschiedenen Materialien, die dementsprechend unterschied-lich auf Lichteinfall reagieren. Allein auf dem kleinen Roboter sollen sich verschiedene Ray-Tracing-Effekte beobachten lassen. Dafür legen uns die Entwickler den integrierten Fotomodus ans Herz. Doch auch die Waffeneffekte sehen genial aus. Egal ob Laserstrahlen, Explosionen oder Shotgun-Projektile – alles wirkt wuchtig und beeindruckend. Die Entwickler lenken hier unsere Aufmerksamkeit auf den verbesserten Pixelizer. Die Schrotflinten-ähnliche Waffe gab es bereits im Vorgänger und sie verwandelte dort Gegner in 8-Bit-Versionen ihrer selbst, bevor sie zu einzelnen Pixeln zusammenfielen. Nun entstehen durch den Pixelizer nicht nur 16-Bit-Gegner, jeder einzelne Pixel soll zudem eine perfekte Raytracing-Oberfläche sein.

Doch es lohnt sich, ebenfalls in die Ferne zu schweifen, denn die Hintergründe sind unglaublich belebt. In Megalopolis sind überall NPCs unterwegs und Flugschiffe sausen durch den Himmel. Das geschäftige, atemberaubende Treiben erinnert ein wenig an den Planeten Xandar aus dem ersten Guardians-of-the-Galaxy-Film. Nefarious City hingegen besitzt ein paar Elemente aus Blade Runner, während ein staubiger Schrottplanet, der uns vorgeführt wird, ein bisschen Mad- Max-Flair versprüht. Dabei wird aber stets eine gewisse Balance gewahrt, denn der serientypische Humor ist trotz einiger zunächst düster wirkender Abschnitte allgegenwärtig. So erinnern die Nefarious-Handlanger beispielsweise an das übertriebene 50er-Jahre-Design von Außerirdischen oder die Space-Piraten, vor denen Rivet gewarnt wird, entpuppen sich dann tatsächlich als Shantys grölende Piraten mitsamt Schiff, Planke und einem feigen Kapitän namens Pierre, der mit französischem Akzent spricht. Auch das Charakterdesign der Fieslinge ist wunderbar detailliert. In Rift Apart wirkt einfach alles wie aus einem Guss. dank der SSD der PS5 sollen Ladezeiten so gut wie gar nicht bemerkbar sein und Gameplay und Zwischensequenzen gehen nahtlos ineinander über. Wer das Spiel in seiner ganzen Pracht erleben möchte, darf jedoch keine 60 Bilder pro Sekunde, sondern „nur“ konstante 30 fps erwarten. Genau wie bei Spider-Man: Miles Morales lässt sich aber auch ein Performance-Modus aktivieren, in dem Raytracing und ein paar andere Effekte herausgenommen werden, dafür aber dann eben konstante 60 fps geliefert werden.

SCHNELLER, HÖHER, WEITER

Doch es hat sich natürlich nicht nur technisch was getan, auch spielerisch entwickelt sich die Ratchet-&-Clank-Reihe mit Rift Apart weiter. Vor allem hinsichtlich des Movements hat man bei Insomniac Hand angelegt. Außerhalb der Kämpfe bewegte man sich immer recht frei, hatte aber nie besonders viele Möglichkeiten. Man konnte normal springen, Weitsprünge ausführen, mit Hilfe der Heli-Erweiterung gleiten und sich per Greifhaken an manchen Stellen herumschwingen. Im Kampf war das Spielgeschehen sogar ein wenig starr. Man visierte Gegner an und konnte dabei nach links und rechts springen, um feindlichen Geschossen auszuweichen. Nun wurde das Bewegungsrepertoire von Ratchet (und Rivet) aber gehörig aufgestockt. Die Protagonisten können nun an speziellen Wänden entlanglaufen und in sämtliche Richtungen einen Dash ausführen. Das klingt nicht sonderlich spektakulär, ist es aber, denn das Spieltempo und die Varianz werden so gewaltig erhöht. Ratchet und Rivet verketten Dash, Wandläufe und Schwunghaken und fegen so rasend schnell durch die Level. Zudem besitzen beide spielbaren Helden nun Düsenschuhe, die sich wie Rollschuhe nutzen lassen und so für noch mehr Speed sorgen. Besonders die Kämpfe, in denen nun noch mehr Gegner beseitigt werden wollen, werden so noch spektakulärer. In einem uns vorgeführten Abschnitt haben es mehrere Piraten sowie ein Miniboss auf Rivet abgesehen. Sie rennt also herum, weicht pfeilschnell per Dash dem feindlichen Beschuss aus, nimmt selbst Gegner aufs Korn, wechselt die Waffen, schafft mit den Düsenschuhen etwas Abstand zwischen sich und den Fieslingen, zieht sich mit einem Gadget durch ein kleines Dimensionsportal, wodurch sie den Piraten in den Rücken fällt, ballert herum und springt auf die nächste Plattform. Das Shooter-Gameplay ist so actionreich, dass es uns tatsächlich ein wenig an die letzten beiden Doom-Titel erinnert. Nur eben weitaus kindgerechter.

KEINE DUMMEN WUMMEN

Ihr merkt schon, serientypisch wird wieder viel geballert. Und ebenso typisch für die Reihe, schießt man nicht mit irgendwelchen Standard-Langweiler-Waffen, sondern mit besonders abgefahrenen und teilweise sogar richtig lustigen Wummen. Laut Insomniac muss sich jede Waffe in drei verschiedenen Kategorien beweisen, denn das Team bewertet die Knarren anhand davon, wie spektakulär, wie nützlich und wie witzig sie sind. Erreicht die Waffe nicht zumindest in einem Fall eine Bewertung von 10/10, kommt sie nicht ins Spiel. Das merkt man auch sofort, denn neben halbwegs normalen Blastern sehen wir beispielsweise die Ricochet-Kanone, bei der sich die abprallenden Geschosse selbst steuern lassen, oder den Megaton Collider, der einen gewaltigen Energiestrahl loslässt. Ein echtes Highlight ist der Topiary Sprinkler, den man zwischen die Gegner feuert und der diese dann zunächst nass spritzt, was wiederum dafür sorgt, dass sie in Sekundenschnelle von Pflanzen überwuchert werden und sie sich somit kurzzeitig nicht bewegen können. Zudem werden die Waffen natürlich wieder besser je häufiger man sie benutzt. So wird die zweiläufige Shotgun beispielsweise zur vierläufigen Shotgun, wenn man sie regelmäßig einsetzt. Besonders schön: Kauft man mit einem der Helden eine neue Waffe, hat sie auch der andere Lombax im Arsenal, wenn das Spiel wieder die Perspektive wechselt. Das gilt auch für Waffen-Upgrades sowie die Erfahrungspunkte, welche sich auf die Lebensenergie auswirken. Zudem versprechen die Entwickler, die besonderen Features der PS5 ausgiebig zu nutzen. Das haptische Feedback des DualSense soll für mehr Wucht sorgen und die adaptiven Trigger sollen mehr Kontrolle verleihen. Drückt man den Trigger mit ausgerüsteter Shotgun beispielsweise halb durch, gibt man einen Schuss ab. Drückt man ganz durch, leert man sämtliche Läufe. Jede Waffe soll auf ihre eigene Weise von den Features des Dual-Sense-Controllers profitieren. Doch auch 3D-Audio war für Insomniac ein großes Thema. So soll die Orientierung in manchen Levels allein durch den Sound möglich sein. Als Beispiel nannten die Entwickler einen Abschnitt, in dem Ratchet einen Club ausfindig machen soll. Dank 3D-Audio kann man sich hier einfach akustisch leiten lassen.

NEUE MÖGLICHKEITEN

Frühere Spiele der Reihe waren stets ziemlich linear. Klar, es gab oftmals mehrere Routen, die man für verschiedene Ziele ablaufen konnte, doch allgemein waren die Schauplätze auch recht klein. Das ändert sich mit Rift Apart nun. Die Planeten, auf denen man im Verlaufe des Abenteuers unterwegs ist, sind nun viel weitläufiger als noch in den Vorgängern. Die Route zum nächsten Ziel ist meistens offensichtlich, doch es gibt jetzt viel mehr Abzweigungen und sogar richtig offene Gebiete, in denen sich Geheimnisse entdecken und Nebenquests erledigen lassen. Die Entwickler sagen, dass auch Rift Apart kein Open-World-Spiel ist, an manchen Stellen aber den Eindruck einer offenen Welt erwecken soll. Wer die Augen offen hält, entdeckt sogar an manchen Stellen spezielle Dimensionsrisse, die in sogenannte Pocket-Dimensionen führen, in denen absolutes Chaos herrscht. Hier drin lassen sich spezielle Rüstungsteile finden. Ja, richtig gehört, Rüstungsteile. Wer also die Geheimnisse der optionalen Risse löst, erhält Rüstungs-Sets, welche spezielle Boni verleihen. Selbst wenn man die Rüstung gar nicht ausrüstet, weil sie einem optisch nicht gefällt, profitiert man von diesen Boni. Jeder Spieler soll belohnt werden und sich wohlfühlen. Passend dazu betont Insomniac, dass besonderes Augenmerk auf das Balancing der Schwierigkeitsgrade gelegt wurde. Rift Apart soll gleichermaßen Action-Profis, Standard-Gamer, Kinder und alle Zocker dazwischen ansprechen. Zudem wurden umfangreiche Funktionen für barrierefreies Spielen eingebaut. Hier ging man jedoch noch nicht ins Detail. Dafür durften wir uns schon ausgiebig von der hervorragenden Präsentation wegblasen lassen. Schon allein der Spielbeginn ist genial inszeniert, wenn Nefarious’ Schergen die Parade stürmen und Ratchet über gigantische Ballons springt, um die Miesepeter abzuknallen. Richtig bombastisch wird es jedoch auf dem Schrottplaneten mit Rivet, als sie zusammen mit Clank erst zahlreiche Piraten erledigt, nur um schließlich einen riesigen Roboter aufzuwecken, der die Helden dann spektakulär über ein Schienennetz jagt.Ratchet & Clank: Rift Apart macht einfach in jeglicher Hinsicht einen so unfassbar guten Eindruck, dass wir uns, obwohl wir es selbst noch nicht spielen konnten, absolut sicher sind: Das wird ein echter Hit!