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ratgeber: ALLES PLASTIK ODER WAS?


familie & co - epaper ⋅ Ausgabe 13/2018 vom 28.11.2018

Umweltbildung ist genauso wichtig wieLesen, Schreiben und Rechnen – und sie lässt sich bestens fächerübergreifend in den Unterricht integrieren


RATGEBERSCHULE

Artikelbild für den Artikel "ratgeber: ALLES PLASTIK ODER WAS?" aus der Ausgabe 13/2018 von familie & co. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: familie & co, Ausgabe 13/2018

Der Rekordsommer 2018 hat erneut bewusst werden lassen, was uns die Wissenschaft seit einem halben Jahrhundert immer wieder sagt: Der Klimawandel bedroht unsere Existenz. Daneben gefährden die Verschmutzung der Meere, die weltweite Abholzung der Wälder und unser Umgang mit Müll die Lebensgrundlagen auf diesem Planeten.

Schulen sollten selbst die Initiative ergreifen

Um dem gegenzusteuern, brauchen wir dringend mehr Umweltbildung. Die ...

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... Bildungspläne sehen in der Grundschule dafür nur den Sachunterricht vor, wenn nicht engagierte Lehrkräfte Umwelt-Sachaufgaben in Mathematik und Umweltthemen in Texten oder im Religionsunterricht aufgreifen.

Es braucht also viel persönlichen Einsatz, um „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ voranzubringen. Das Bundesumweltministerium hilft dabei und hat neben der Ministeriumspräsenz eine weitere Website ins Netz gestellt: www. umwelt-im-unterricht.de. Von ihr können sich Lehrer Unterrichtsmaterialien herunterladen und Anregungen für den Unterricht holen.

Natürlich bieten auch Umweltschutzverbände wie Greenpeace Bildungsmaterialien an. Für den Grundschulunterricht sind die Themen „Bienen“ sowie „Meer entdecken“ und ergänzend dazu „Plastikmüll im Meer“ mit Materialblättern aufbereitet. Außerdem kann man in vielen Städten „Greenspeaker“ zum Thema „Was schwimmt denn da im Meer?“ in den Unterricht einladen. Sie zeigen den Kindern die Einzigartigkeit des Lebensraums Meer auf und lassen sie praktisch erfahren, wie Müll und Fischerei ihn gefährden.

Am intensivsten können Schulen den Umweltschutz in eigener Regie betreiben. So hat beispielsweise die Grundschule Achternmeer im niedersächsischen Wardenburg die Ökologie auf vorbildliche Weise in den Schulalltag integriert. Sie bewirbt sich nicht nur regelmäßig um die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“, sondern gestaltet auch das Schulgelände als naturnahen Erfahrungsraum und organisiert einen Gartentag. Sie pflegt eine Zusammenarbeit mit dem regionalen Umweltzentrum, unternimmt Ausflüge in Wald und Moor, beteiligt sich an der „Aktion Klima“ und animiert die Kinder, ihre Pausenverpflegung in abwaschbaren Behältern mitzubringen.

Aber das Umweltengagement von Schulen reicht nicht aus, wenn Eltern nicht in die gleiche Richtung erziehen. Das Leverkusener Naturgut Ophoven (www.naturgut-ophoven.de) hat deswegen ein Forschungsprojekt „Familien in der Natur“ durchgeführt. Es ging darum herauszufinden, wie man Eltern motivieren kann, mehr Freizeit mit ihren Kindern draußen zu verbringen. Unter anderem hat das Naturgut-Team Angebote entwickelt, die Lust auf Draußen-Freizeit machen sollen: Familien-Entdeckertouren, Naturerlebnistage, Baumentdeckungsreisen und vieles mehr.

Auch Eltern können die Umweltbildung fördern

Dass Umweltbildung nur am PC oder mit Büchern nicht reicht, ist eigentlich klar. Aber es gibt Bücher, die praktisches Umweltengagement anstoßen. Beispielsweise ist „Kinder, die die Welt verändern“ von Anne Jankéliowitch (Gabriel, 16,99 Euro) ideal für gemeinsames Blättern, um Fotos anzuschauen, zu lesen und drüber zu reden. Vielleicht motivieren die 45 Porträts von Kindern aus aller Welt, die Umweltprojekte initiiert haben, sich ebenfalls zu engagieren. Außerdem können Kinder ermuntert werden, sich Verbänden anzuschließen: Der Naturschutzbund NABU hat die Jugendorganisation NAJU, der BUND macht Angebote für Kinder und Greenpeace hat Kinder- und Jugendgruppen.

Auf jeden Fall ist eine Zeitschrift für Kinder sinnvoll, z. B. GEOmini, GEOlino, Tierfreund, Löwenzahn oder Bimbo. Die Zeitschrift Kinatschu wird vom Bundesamt für Naturschutz herausgegegeben und kann unter www.bfn.de/infothek/ informationsmaterial.html kostenlos heruntergeladen werden.

Umweltbildung ist überlebenswichtig. Auch Imker, Förster und Landwirte können mit entsprechenden Angeboten das Umweltbewusstsein unserer Kinder stärken.

Detlef Träbert
ist Diplom-Pädagoge, freier Schulberater und Autor mehrerer Elternratgeber


FOTOS: MAURITIUS IMAGES/JUICE IMAGES; PRIVAT