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RATGEBER INFORMIERT: Das A und O der Lagerung


Ratgeber Frau und Familie - epaper ⋅ Ausgabe 7/2020 vom 26.06.2020

Im Kühlschrank herrschen Regeln, die kaum jemand kennt. Doch wer sich daran hält, darf sich über lang haltbare Waren freuen


Artikelbild für den Artikel "RATGEBER INFORMIERT: Das A und O der Lagerung" aus der Ausgabe 7/2020 von Ratgeber Frau und Familie. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Ratgeber Frau und Familie, Ausgabe 7/2020

Obere Zone (8 – 10° C)

Warme Luft ist leichter als kalte und steigt deshalb nach oben. Das ist auch der Grund dafür, warum es im obersten Fach des Kühlschrankes am wärmsten ist. Für lang haltbare Lebensmittel wie Käse, geräucherte Speisen, Fertiggerichte oder aber auch die Reste des Mittagessens ist es deswegen ein ideales Plätzchen. Achten Sie jedoch darauf, dass Essensreste nur abgekühlt in den Kühlschrank gelegt werden. Sind sie nämlich noch warm oder gar heiß, wird unnötig viel ...

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... Energie verbraucht.

Das Gemüsefach (8 – 10° C)

Der Name verrät es schon: Es ist der beste Ort, um Gemüse und Salat zu lagern. Doch auch Obst kann man hier sehr gut aufbewahren – jedoch sollte man auf eine Trennung verschiedener Sorten achten, da einige das Reifegas Ethylen besonders stark ausstoßen und dadurch andere Früchte schneller verderben. Auf Seite 43 haben wir eine Übersicht zusammengestellt.

Mittlere Zone (5° C)

In diesem Bereich ist es schon deutlich kühler als oben – genau das richtige Wohlfühl-Klima für Milchprodukte. Quark, Joghurt, Milch, Sahne oder Crème fraîche lassen sich an diesem Ort besonders gut aufbewahren.

Die Tür (9° C)

Weit weg vom Verdampfer herrscht in der Tür ein verhältnismäßig mildes Klima. Der ideale Platz um Butter, Margarine und Eier aufzubewahren (letztere halten es auch bei Zimmertemperatur gut aus, wenn sie schnell aufgebraucht werden). Dafür gibt es meist schon einen vorgesehenen Platz im oberen Bereich. Getränke und Soßen wie Ketchup fühlen sich hier ebenfalls wohl.

Untere Zone (3° C)

Hier ist es selbst den Bakterien zu kalt, weshalb sie sich nicht oder nur sehr langsam vermehren. Darum halten sich leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Frischwurst und Fisch im untersten Bereich über der Gemüseschublade am besten.

Und außerhalb des Kühlschrankes?

Der richtige Behälter

Verwenden Sie Dosen, Boxen oder Gläser, die speziell für Vorratshaltung gedacht sind. Vermeiden Sie es, alte Verpackungen wie beispielsweise ausgespülte Joghurtbecher als Vorratsbox zu verwenden. Darin könnten sich nämlich noch Keime befinden, die die Waren schneller verderben lassen. Außerdem ist oft kein passender Deckel oder Verschluss vorhanden, weshalb Feuchtigkeit oder Schädlinge eindringen können.
Alles, was dunkel aufbewahrt werden muss, sollte natürlich nicht in transparente Dosen. Kartoffeln zum Beispiel brauchen einen Ton- oder Keramiktopf. Wer einen Keller hat, kann sie auch in einer Kiste lagern und mit einem dunklen Tuch abdecken.

Trockene Lebensmittel

Reis, Müsli und Mehl werden meist in Kunststoff- oder Papiertüten verkauft. Sind diese Verpackungen erst einmal aufgerissen, bieten sie den Lebensmitteln keinen Schutz mehr: Austrocknen, Verderben oder Aromaverluste sind die Folge. Auch Motten oder andere Schädlinge haben nun leichtes Spiel. Füllen Sie trockene Lebensmittel deshalb in ein Vorratsglas oder einen Kunststoffbehälter um. In jedem Fall sollte es dicht verschlossen werden. Hat man kein passendes Gefäß zur Hand, kann man die Originalverpackung auch mit einem Clip versehen.

Öl

Oliven-, Sonnenblumen- oder Rapsöle sollten dunkel, zum Beispiel in einem Küchenschrank, gelagert werden. Oft sind die Flaschen schon verdunkelt, dann kann man sie auch in einem offenen Regal verstauen.
Bei Leinöl empfiehlt sich nach dem Öffnen eine dunkle und kühle Lagerung. Eine Alter - native zum Kühlschrank ist das Gefrierfach, denn Leinöl reagiert erst ab etwa -20 Grad. Hier bleibt es also noch etwas länger haltbar, behält Aromen und bleibt gebrauchsfähig.
Bei Leinöl gilt allgemein: Da die Haltbarkeit ohnehin nicht sehr lange ist, kaufen Sie es nur, wenn Sie es gerade brauchen (also nicht auf Vorrat) und greifen am besten zu einem kleinen Fläschchen.

Am besten hält sich Brot lichtgeschützt bei Zimmertemperatur. Ton- oder Keramiktöpfe mit Holzdeckel eignen sich hierfür wunderbar. Roggenbrote brauchen nicht zwingend einen zusätzlichen Schutz, stellen Sie es einfach mit der Schnittfläche nach unten auf ein Holzbrett.
Im Kühlschrank hat Brot aber nichts verloren. Durch die Kälte trocknet es schneller aus. Denn die im Mehl befindliche Stärke gibt das durch den Backprozess gebundene Wasser teilweise wieder ab. Das Wasser gelangt an die Oberfläche des Brotes, also an die Kruste, und verdunstet dort. Diesen Vorgang nennt man Retrogradation. Das Brot ist zwar noch essbar, schmeckt aber altbacken.
Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wenn, wie jetzt im Sommer, die Temperaturen auf über 30 Grad klettern und es zudem auch noch schwül ist, schimmeln Brot und Toastbrot besonders schnell. Das lässt sich im Kühlschrank hinauszögern. Länger als ein bis zwei Tage empfiehlt sich die Lagerung hier jedoch nicht, denn der oben beschriebene Prozess des „Altbacken werdens“ findet trotzdem statt.

Schokolade

Sie fühlt sich bei einer Temperatur zwischen 12 und 18 Grad am wohlsten. Deshalb sollte sie auch nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Kälte lässt sie schnell bröckelig und glanzlos werden. Trocken und dunkel mag Schokolade es aber allemal, denn durch zu viel Licht und Luft bildet sich nach einiger Zeit eine weiße Schicht. Das liegt daran, dass das Fett nach außen dringt. Geschmacklich mag das ein paar Abzüge geben, aber essbar sind Pralinen, Riegel und Co. trotzdem noch. Da Schokolade geruchsempfindlich ist, sollte man zudem auf eine neutrale Lagerung achten und sie nicht in die Nähe von stark riechenden Lebensmitteln legen.

Obst und Gemüse

Einige Exemplare sollten nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bei Obst gilt: Die meisten Südfrüchte wie Ananas, Mangos, Papayas, Orangen oder Bananen warten besser außerhalb des Kühlschrankes auf ihren Verzehr. Die kälteempfindlichen Exoten verlieren in der Kühle ihren Geschmack oder verderben teilweise sogar schneller. Gleiches gilt für Tomaten, Auberginen, Kartoffeln oder Kürbis.
Die Ausnahme sind angeschnittene Stücke. Diese müssen vor Keimen geschützt werden und sollten daher in den Kühlschrank.

Ethylen

Einige Früchte haben einen besonders hohen Ausstoß des Reifegases Ethylen. Dieses lässt umliegendes Obst und Gemüse schneller verderben – unabhängig davon, ob sie sich im oder außerhalb des Kühlschrankes befinden. Wir haben hier eine Übersicht zusammengestellt, welche Sorten besonders viel Ethylen abgeben und daher gesondert gelagert werden sollten:

• Hoher Ausstoß: Äpfel, Physalis, Passionsfrüchte
• Mittlerer Ausstoß: Aprikosen, Avocados, Birnen, Cantaloupe-Melonen, Feigen, Nektarinen, Pfirsiche, Papayas, Pflaumen
• Mäßiger Ausstoß: Bananen, Kochbananen, Blaubeeren, Mangos, Tomaten