Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 2 Min.

Ratgeber: Ist das schon Schwarzarbeit oder noch okay?


Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 18/2019 vom 26.04.2019

► Pflegekraft
► Putzhilfe
► Gefälligkeit

Artikelbild für den Artikel "Ratgeber: Ist das schon Schwarzarbeit oder noch okay?" aus der Ausgabe 18/2019 von Funk Uhr. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 18/2019

AUF DIE HAND
Viele Handwerker verdienen sich laut Statistik ein Zubrot mit Schwarzarbeit


PUTZHILFE
Es lohnt sich für Auftraggeber, die Putzfee anzumelden: So winken Steuervorteile


GARTENHELFER
Teile des offiziellen Honorars kann man als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen


Erwin H. möchte seinen echten Namen nicht gedruckt sehen, zu unangenehm ist ihm die Sache: „Wir wohnen auf dem Land und besitzen ein großes Grundstück. Doch die Gartenarbeit fällt ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 0,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Funk Uhr. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 18/2019 von Willkommen, liebe Leserinnen und Leser!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Willkommen, liebe Leserinnen und Leser!
Titelbild der Ausgabe 18/2019 von Diese Woche zum Mitreden: Kennen Sie diese schon? Naturwunder. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Diese Woche zum Mitreden: Kennen Sie diese schon? Naturwunder
Titelbild der Ausgabe 18/2019 von Diese Woche besser fernsehen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Diese Woche besser fernsehen
Titelbild der Ausgabe 18/2019 von Unser Stream-Highlight der Woche: Maria Callas: Nichts war, wie es schien. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Unser Stream-Highlight der Woche: Maria Callas: Nichts war, wie es schien
Titelbild der Ausgabe 18/2019 von Ratgeber: Mein zauberhafter Sommer-Balkon. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ratgeber: Mein zauberhafter Sommer-Balkon
Titelbild der Ausgabe 18/2019 von Ratgeber: Die schönsten Garten-Trends. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ratgeber: Die schönsten Garten-Trends
Vorheriger Artikel
Ratgeber: Die schönsten Garten-Trends
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Lex Barker (†), am 8. Mai würde er 100: Fünfmal …
aus dieser Ausgabe

... mir mit meinen 75 Jahren zunehmend schwer. Also habe ich einen Gehilfen aus der Nachbarschaft engagiert, der zehn Euro pro Stunde auf die Hand bekommt – dafür schneidet er Hecken, mäht den Rasen und fährt den Grünschnitt weg.“ Tätigkeiten, die wie so oft auch hier ohne offizielle Anmeldung ausgeführt werden, auch wenn das stark nach Schwarzarbeit riecht.

ES DROHEN HOHE STRAFEN für die Auftraggeber

319 Milliarden Euro werden 2019 in der „Schattenwirtschaft“ voraussichtlich umgesetzt. Und die Steuer dafür fehlt in der Staatskasse! Besonders in der privaten Pflege und beim Putzen sind illegale Helfer die Regel. Rund 400 Euro verdient eine „Haushaltshilfe“ im Schnitt pro Woche, Putzhilfen ca. 10 Euro pro Stunde – bar auf die Hand. Sozialabgaben oder Versicherungen? Bezahlter Urlaub? Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Sparen sich die Auftraggeber. Ein klarer Fall von Schwarzarbeit, der allerdings selten vom Zoll kontrolliert wird. Dabei droht auch für private Auftraggeber ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro.

GEFÄLLIGKEITEN UND HILFE unter Nachbarn sind oft legal

Anders liegt der Fall für sporadische Dienst- oder Werkleistungen, die von Angehörigen erbracht werden: Sie sind Privatsache. Auch „Gefälligkeiten“ und „Nachbarschaftshilfe“ sind okay: Ein Blumenstrauß fürs Kinderhüten, eine kleine finanzielle Anerkennung oder Sprit- und Trinkgeld – das alles ist legal. Kritisch wird’s, wenn mit der Arbeit Gewinn erzielt werden soll. Dann muss sie bei der Minijob-Zentrale (Tel. 03 55/2 90 27 07 99) angemeldet werden: Die Auftragnehmer sind dann unfallund krankenversichert. Ohne solch einen Vertrag könnten Schwarzarbeiter im Streitfall nicht einmal ihr Honorar einklagen: Laut BGH besteht auf illegale Zahlungen kein Rechtsanspruch (Az. VII ZR 241/13).

ANGE MELDETE MINIJOBS bieten viele Steuervorteile

Das gilt sogar, wenn nur Teile des Lohns schwarz bezahlt werden. Dann ist laut BGH der ganze Vertrag unwirksam, nicht nur der „schwarze“ Teil. Anders herum haben Auftraggeber keinen Anspruch darauf, dass die Arbeit sachgerecht ausgeführt wird: Pfusch in der Pflege? Schief geschnittene Hecken? Krumme Mauern? Auf solchen Risiken bleibt sitzen, wer Schwarzarbeiter engagiert. Auch deshalb möchte Erwin H. die Gartenarbeit nun legalisieren und als 450 Euro-Job bei der Minijob-Zentrale melden. Denn das hat mehrere Vorteile: Bis zu 20 Prozent des Honorars für die Arbeitszeit lässt sich als „haushaltsnahe Dienstleistung“ von der Steuer absetzen. „Bei mir sind das 510 Euro im Jahr“, sagt H. Und für den Gartengehilfen ist der Verdienst sogar steuerfrei: Ein 450-Euro-Job gilt als geringfügige Beschäftigung.


90% der ausländischen Betreuungskräfte in deutschen Haushalten arbeiten schwarz: ohne Vertrag und Versicherungen



Fotos: AdobeStock, iStock (2)