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Ratgeber: Rettet unsere Bienen


Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 17/2019 vom 18.04.2019

Warum die kleinen Brummer bedroht sind und was jeder von uns dagegen tun kann


Artikelbild für den Artikel "Ratgeber: Rettet unsere Bienen" aus der Ausgabe 17/2019 von Funk Uhr. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 17/2019

GARTEN-WOLLBIENE
An eine pummelige Wespe erinnert sie wegen ihres Ringelkleids, sie sticht aber nicht, sonder geht mit ihren Dornen nur auf Konkurrenten los


Kennen Sie die wilden Schwestern von Biene Maja?

SANDBIENE
Da sie ihre Nester im Boden baut, leidet sie darunter, wenn er ständig bearbeitet wird


MASKENBIENE
Ihr Markenzeichen ist die helle Gesichtsmaske. Im Totholz, in Stängeln, Mauerfugen, Sandund Lehmgruben findet sie geeignete Nistplätze


BLAUE HOLZBIENE
Mit ihren blauschwarzen, metallisch-schimmernden Flügeln gleicht die ...

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BLAUE HOLZBIENE
Mit ihren blauschwarzen, metallisch-schimmernden Flügeln gleicht die größte einheimische Wildbiene eher einer Hummel


Was meinen Sie, liebe Le ser (innen)?

Machen auch Sie sich auch Sorgen, dass es bald keine Bienen mehr gibt? Haben Sie Angst um unsere Ernährung, wenn keine Pflanzen mehr bestäubt werden? Sind Sie vielleicht schon aktiv geworden? Säen Sie bewusst bienenfreundliche Blumen? Unterhalten Sie zum Beispiel Bienenvölker – vielleicht sogar in der Stadt?

Schreiben Sie uns Ihre Tipps und Anregungen! Wir freuen uns über Ihre Zuschriften per E-Mail an bienen@funkuhr.de oder FUNK UHR, Stichwort Bienen, Rotweg 8, 76532 Baden-Baden.

Mit Ihren Einsendungen erklären Sie sich mit einer Veröffentlichung in unseren Zeitschriften (Funk Uhr, Bildwoche, STV, Die 2 und TVneu!) einverstanden. Sollte das nicht der Fall sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis in Ihrer Zuschrift.

Ein Summen liegt in der Frühlingsluft, Bienen fliegen durchs Blütenmeer, sammeln fleißig Nektar für den Honig. Die Pollen, die an ihren pelzigen Beinchen hängen bleiben, verfüttern sie an ihre Jungen. Einen Teil der Pollen verlieren sie und befruchten damit die Blütenstempel. Ein friedliches Bild, oder? Jetzt stellen Sie sich vor, dass keine Bienen mehr fliegen, weil die kleinen Brummer vom Aussterben bedroht sind …

Die Bedrohung der Bienen ist sichtbar

► Das Honigbrötchen am Morgen, köstliche Kirschen, Tomaten zum Abendbrot – all das gäbe es ohne Bienen nicht mehr. Denn ohne Bestäubung keine Ernte, kein Obst und Gemüse!


► Auch Wildbienen (s. l.) sind vom Aussterben bedroht. Und wir Menschen tragen die Hauptschuld. Wir verwandeln unsere Gärten in eine grüne Ödnis mit Rasen, Steinkörben und Kirschlorbeer. So finden die Bienen keine bunte Blumenvielfalt mehr und werden durch diese magere Speisekarte und einseitige Ernährung geschwächt.
► Nicht zu vergessen die Insektizide in der Landwirtschaft. Gerade prangert der NABU die Notfallzulassung des bienenschädlichen Carnadine an –es schränke die Orientierungsfähigkeit der Tiere ein. Viele finden nicht mehr in ihren Bienenstock zurück und sterben.
► Zu einem Rückgang führt auch die Überzüchtung der Honigbienen. Zwar sind sie sehr fleißig, aber auch anfällig für Krankheiten. Vor allem die Varroa-Milbe, ein Parasit, schwächt häufig die Brut.

INSEKTENHOTEL
Wildbienen finden hier einen Rückzugsort


Das Bienen-Schicksal liegt in unserer Hand

► Doch jeder von uns kann helfen, die Bienen zu retten, etwa indem wir Garten oder Balkon bunt und bienenfreundlich bepflanzen. Bienen lieben Stauden wie Sonnenauge oder Kissenaster (s. r.), Kräuter wie Oregano und Borretsch, duftenden Lavendel oder Zitronenmelisse … Auch viele Gärtnereien bieten inzwischen extra bienenfreundliche Pflanzen an.
► Verzichten Sie auf chemische Pflanzenschutzmittel – es gibt viele umweltfreundliche Alternativen, etwa Brennnesselsud gegen Blattläuse.
► Wer saisonales Obst aus der Region und Honig von deutschen Imkern kauft, unterstützt nachhaltige Landwirtschaft – denn auch durch den Import von Honig können Bienenkrankheiten eingeschleppt werden.
► Sie können aber auch selbst Imker werden. „Sogar auf einem Balkon in der Stadt fühlen Bienen sich wohl“, weiß Hobby-Imker Erhard Maria Klein. Er hat eine einfache Bienenkiste entwickelt, die jeder ganz leicht nachbauen kann (s. r.).
► Auch Bienen haben Durst, und freuen sich über eine Tränke. Wichtig ist ein flacher Rand zum Herauskrabbeln.

► Wie wäre es mit einer Bienenpatenschaft – z. B. bei bee-good.de (35 Euro Jahr)? Als Dankeschön erhalten Sie jährlich ein Glas Honig Ihrer Patenkinder.
► Wildbienen wohnen in Hohlräumen alter Bäume – doch davon gibt es immer weniger. Ein Insektenhotel mit Bambusrohren bietet ihnen Schutz. Eine Bauanleitung finden Sie z. B. unter www.nabu.de. Es ist also gar nicht schwer, Biene Maja und ihren Schwestern das Leben zu erleichtern.

Auf diese Pflanzen fliegen fleißige Bienen besonders

GLOCKENBLUME
Es gibt sie mit weißen und lila Blüten, wobei die weißen bei den Bienen weit weniger gut ankommen. Durch Schütteln verbreitet sich der Samen.

SONNENAUGE
Der unkomplizierte Dauerblüher fühlt sich an einem sonnigen, windgeschützten Ort besonders wohl und lockt zahlreiche Insekten an. Zur Vermehrung von April bis Mai Stecklinge schneiden.

KISSENASTER
Als Spätsommergruß aus dem Garten steht der Korbblütler bei Bienen, Insekten und Schmetterlingen hoch im Kurs. Alle zwei Jahre nach der Blüte sollte man Astern teilen und umpflanzen. Dies hilft auch, dem Mehltaubefall vorzubeugen.

WILDE MALVE
Ein Schlaraffenland für fleißige Bienchen, denn hier finden sie reichlich Pollen und Nektar. Einige Wildbienen übernachten auch gern in den Blüten. Für den bienenfreundlichen Garten oder Balkon sind einheimische Pflanzen gut geeignet.

UNSER EXPERTE
Hobby-Imker Erhard Maria Klein hat die Bienenkiste mitentwickelt.
Infos zur Kiste (ca. 260 Euro) und eine Bau-Anleitung: bienenkiste.de

Bienenzucht auf dem Balkon – warum nicht?

Eine Holzkiste, einen Smoker, einen alten Hut mit einer Gardine und natürlich ein Bienenvolk – mehr brauchen Sie nicht, um Imker zu werden. Das Volk erhalten Sie von anderen Imkern. Eine Genehmigung ist nicht nötig, allerdings eine Meldung an das Veterinäramt. Außerdem ist eine Haftpflichtversicherung ratsam.

DAS PRINZIP Die Kiste ist in zwei Bereiche geteilt: Im größeren Teil können die Bienen ihr Wabenwerk selbst aufbauen, sodass kaum in die natürlichen Prozesse eines Bienenstocks eingegriffen wird. Der noch leere Teil wird den Bienen erst im zweiten Jahr zugänglich gemacht.

DIE ERNTE Die prall gefüllten Waben lassen sich an der Trägerleiste entnehmen. Um den Honig zu gewinnen, werden sie in einem Eimer klein gehackt und durch ein feinmaschiges Netz in einen zweiten Eimer gefiltert. Anders als beim Schleudern gelangen dabei auch Pollenreste mit ins Glas – die machen das flüssige Gold besonders aromatisch. Der Ertrag liegt bei ca. 15 Kilo.


Fotos: AdobeStock (6), Fotolia, Istock (5), www.bienenkiste.de (3)