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Ratgeber: So genießen Sie ein sorgenfreies: Leben als Rentner


Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 20/2019 vom 10.05.2019

Den Ruhestand clever planen, das Budget neu aufstellen, den Alltag optimieren


Nicht mehr lange und Sie werden aus dem Berufsleben ausscheiden. Schon jetzt kreisen viele Fragen um den neuen Lebensabschnitt: Wie bereitet man sich am besten darauf vor, wie hoch ist die Rente wirklich? Welche Vorsorge ist noch zu treffen? Wir haben clevere Tricks, mit denen mehr für Sie drin ist.

Trick 1: Umstieg in die Rente planen

Jetzt ist es Zeit, Ihr Rentenkonto zu prüfen. In Ihrer jährlichen Renteninformation (s r.) sind der neben dem Berufsleben auch Schulzeit, Ausbildung, Studium und Kindererziehungszeiten ...

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... berücksichtigt. Entdecken Sie eine Lücke, sollte die schnell geschlossen werden. Bei Bedarf sollten Sie sich bei der Rentenversicherung beraten oder das Rentenkonto klären lassen.

Trick 2: Über verschiedene Arbeitsmodelle nachdenken

Wer früher in Rente gehen will, kann das über Altersteilzeit realisieren. Das Konzept ist einfach: Arbeitszeit halbieren, dann entweder in Teilzeit arbeiten – oder die erste Hälfte der Altersteilzeit voll arbeiten und dann entsprechend früher in Rente gehen. Überwiegend funktioniert das Ganze nach dem so genannten Blockmodell. Das heißt: Sie arbeiten drei Jahre voll und danach drei Jahre gar nicht und werden über den gesamten Zeitraum entsprechend einer Teilzeitstelle entlohnt.

Weiteres Modell: die Flexirente (s u.), bei der die festen Hinzuverdienstgrenzen entfallen. „Sie macht es den Menschen einfacher, den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand individuell und auf ihre Lebenssituation zugeschnitten zu gestalten”, erklärt Hans-Werner Veen von der ehrenamtlichen Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Bund.

Trick 3: Den Rentenantrag schon frühzeitig stellen

Die Rente gibt es nicht automatisch. Den Antrag sollten Sie mindestens drei Monate vor dem geplanten Eintritt stellen. Wird er zu spät gestellt, werden Leistungen für zurückliegende Monate nicht nachgezahlt.

Wer Angehörige pflegt, erhöht seine Rente

Etwa 76 Prozent der fast 3,5 Millionen Pflegebedürftigen werden von Angehörigen versorgt. Das wird von der Rentenkasse belohnt. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Ihr Angehöriger hat mindestens Pflegegrad 2, die Pflege muss insgesamt mindestens zehn Stunden, verteilt auf wenigstens zwei Tage pro Woche, ausgeübt werden. Der Pflegebedürftige hat Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung. Sie als Pflegender sind maximal 30 Stunden in der Woche erwerbstätig und üben die Pflege nicht hauptberuflich aus.

Flexirente und ihre Bedeutung

Hans-Werner Veen Deutsche Rentenversicherung Bund


Früher in Rente gehen und dann noch etwas hinzuverdienen, oder auch nach Erreichen des Rentenalters, der sogenannten Regelaltersgrenze, weiter arbeiten – die Flexirente eröffnet dafür ganz neue Möglichkeiten.

Möglichkeit 1: Rente mit 63 plus Hinzuverdienst
Wer mindestens 35 Beitragsjahre nachweisen kann, darf mit 63 Jahren in Rente gehen. Wer eine solche Altersrente in Anspruch nehmen möchte, muss zwar Rentenabschläge in Kauf nehmen, darf aber auch 6.300 Euro im Jahr hinzuverdienen, ohne dass die Rente gemindert wird. Dabei ist es unerheblich, ob dieser Betrag in einem Monat oder verteilt auf mehrere Monate erwirtschaftet wird. Ein darüber hinausgehender Hinzuverdienst wird zu 40 Prozent angerechnet.

Möglichkeit 2: Trotz Regelaltersgrenze länger arbeiten
Für jeden Monat, den man später in den Ruhestand geht, erhöht sich die Rentenzahlung um 0,5 Prozent. So hat man zum Beispiel nach zwei Jahren einen um 12 Prozent höheren Rentenanspruch. Darüber hinaus erhöhen zusätzlich gezahlte Beiträge die Rente.

Möglichkeit 3: Freiwillige Sonderzahlungen ab 50
Wer einen vorzeitigen Ruhestand plant, kann ab 50 Jahren freiwillige Sonderzahlungen an die Rentenversicherung leisten, um spätere Abschläge auszugleichen. Wie dies im Einzelfall funktioniert, erfahren Sie bei der Rentenversicherung.

Herbert (77)

IM RUHESTAND

Durch den Verkauf seines Hauses kann der Rentner sorgenfrei leben. Ihm und seiner Frau genügt eine Zwei-Zimmer-Wohnung, die viel weniger Arbeit macht

Anna (66)

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Die rüstige Arzthelferin denkt noch lange nicht über den Ruhestand nach. Sie will – solange ihre Gesundheit das mitmacht – arbeiten

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Da seine Rente nicht sehr üppig ist, hat Alois Anspruch auf Grundsicherung. Sie ist keine Rente, sondern wird vom Sozialhilfeträger gezahlt

Gerda (67)

PFLEGE-BONUS

Die Kölnerin hat drei Jahre lang ihren Mann gepflegt. Das wurde belohnt, indem mehr Beiträge für ihre Rente gutgeschrieben wurden

In der Rente

Mit dem Eintritt in die Rente verändern sich Einnahmen und Ausgaben. Als Faustregel gilt: Sie brauchen etwa 80 Prozent Ihres heutigen Einkommens. Berechnen Sie, was monatlich zu bezahlen ist und wie hoch Ihr Rentenanspruch ist. Ordnen Sie Ihre Ausgaben in drei Gruppen: notwendig, verzichtbar, angenehm. So sehen Sie schnell, wo Sie den Rotstift ansetzen können. Denken Sie auch an einen Versicherungs-Check. Eine Berufsunfähigkeitspolice etwa brauchen Sie nicht mehr – Achtung, sie endet nicht automatisch, muss gekündigt werden. Lebensversicherung oder Sparverträge werden fällig? Das Geld können Sie verplanen oder evtl einen Immobilienkredit damit ablösen – die Rate fällt dann weg.

Trick 4: Bei Bedarf Sozialleistungen beantragen

Keine Angst vor Altersarmut! Liegt Ihr monatliches Einkommen unter 838 Euro? Dann haben Sie in der Regel Anspruch auf Grundsicherung. Neben einer Regelleistung (424 Euro für Alleinstehende, 382 Euro pro Person bei Ehepaaren) werden auch Miete und Heizkosten sowie die Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung übernommen.
Alle, die eine im Verhältnis zum Einkommen hohe Miete zahlen, haben Anspruch auf Wohngeld. Allerdings sind die Einkommensgrenzen nicht einheitlich, da sie vom Mietniveau abhängen. Zuständig ist das Sozialamt der Stadt oder Gemeinde.

Trick 5: Wohnsituation den Bedürfnissen anpassen

Die 4-Zimmer-Wohnung oder das Haus mit Garten sind jetzt zu groß? Wer sich räumlich verkleinert, spart Geld. Auch der Verkauf einer eigenen Immobilie kann zu einem guten Auskommen beitragen.
Auch ein barrierefreies Zuhause ist jetzt ein großer Vorteil. Von der Pflegekasse gibt es maximal 4.000 Euro Zuschuss zum altersgerechten Umbau, viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für kleinere Umbauten, z. B. Handlauf oder Haltegriffe.

IM RUHESTAND Rechtzeitig vorsorgen – und die neue Freiheit genießen


Verstehen Sie Ihre Renteninformation?

jährlich zugeschickt Hieraus sind Ihre Ansprüche ersichtlich – Sie sollten alles nachprüfen.
1ZEITPUNKT der Regelaltersgrenze.
2HI NWEIS auf mögliche künftige Steuerzahlungen.
3ANSPRÜCHE Oben befindet sich der Rentenanspruch im Fall der vollen Erwerbsminderung, in der Mitte der aktuell erworbene Anspruch auf eine Altersrente, unten der hochgerechnete Rentenanspruch, wenn Sie weiter so verdienen wie bisher.
4RENTE bei einer angenommenen jährlichen Rentenanpassung von ein oder zwei Prozent. 5KAUFKRAFTVERLUST durch Inflation mit Rechenbeispiel.


Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund, *in Euro/Monat (pro Pflegejahr)