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Ratgeber: Was stimmt, was stimmt nicht?: Irrtümer rund ums Erbe


Frau von heute - epaper ⋅ Ausgabe 7/2020 vom 07.02.2020

Im Streit um den Nachlass fühlen sich alle Beteiligten im Recht - und irren sich doch oft. Höchste Zeit, einige Fakten in Sachen Testament darzulegen


RECHT

Artikelbild für den Artikel "Ratgeber: Was stimmt, was stimmt nicht?: Irrtümer rund ums Erbe" aus der Ausgabe 7/2020 von Frau von heute. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Frau von heute, Ausgabe 7/2020

Ein großer Wunsch: Den Nachkommen soll es später an nichts fehlen


Wer kommt im Erbfall zum Zug, wer bekommt wie viel - und muss ich denn überhaupt ein Testament schreiben? Einer der hartnäckigsten Irrtümer lautet nämlich: „Der Ehepartner erbt doch ohnehin automatisch alles!“ Die Annahme stimmt nur, wenn es keine Kinder gibt und keine nahestehenden ...

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... Verwandten mehr leben. Denn: Liegt kein Testament vor, greift die gesetzliche Erbfolge, und der Nachlass muss unter Umständen aufgeteilt werden. Das gilt selbst dann, wenn ein Paar keine Kinder hat. Denn wenn die Eltern des Verstorbenen noch leben, haben diese Anspruch auf den Pflichtteil. Leben sie nicht mehr, rücken unwillkürlich die Geschwister des Verstorbenen nach.

Der Ex-Ehepartner hat keinen Zugriff aufs Erbe

Das stimmt zwar. Denn bei einer Scheidung verliert der Ex-Partner bisherige Erbansprüche. Auch ein gemeinschaftliches Testament wird unwirksam. Doch wer gemeinsame Kinder zu Erben einsetzt, sollte bedenken, dass der Expartner über einen Umweg eventuell doch am Vermögen teilhat: Wenn das gemeinsame Kind erbt und ohne eigene Nachkommen vor dem Expartner stirbt, bekommt dieser das Vermögen des Kindes. Wer das nicht möchte, sollte das Kind zum Vorerben einsetzen und einen Angehörigen aus der eigenen Verwandtschaft zum Nacherben bestimmen.

Fürs Testament braucht man nur Füllfederhalter und Papier


Eine Schenkung ist oft ein vorgezogenes Erbe zu Lebzeiten


Enterben bedeutet: Ein Kind bekommt gar nichts

Falsch! Gesetzliche Erben lassen sich nicht vom Nachlass ausschließen. Nachkömmlinge haben grundsätzlich Anspruch auf den Pflichtteil, auch wenn sie den Kontakt zu den Eltern abgebrochen und sich nicht mehr um sie gekümmert haben. Nur selten (etwa wenn ein Kind sich einer Straftat gegen ein Elternteil schuldig gemacht hat) ist die Enterbung möglich. Die Beweggründe müssen im Testament genannt sein.

Schenkungen werden auf das Erbe angerechnet

Das gilt nicht, wenn die Schenkung mehr als zehn Jahre zurückliegt. Wurde sie aber innerhalb der vergangenen zehn Jahre getätigt, muss sie in die Berechnung des Pflichtteils einbezogen werden.

Schulden kann man auf keinen Fall erben

Falsch! Wer ein Erbe annimmt, erbt nicht nur die Werte, sondern eventuell auch alle Schulden, die zum Nachlass gehören. Dann gilt es, sich innerhalb von sechs Wochen zu entscheiden: beides übernehmen oder das Erbe ausschlagen. Die Frist beginnt mit dem Tag, an dem das Nachlassgericht das Testament eröffnet und dem Erben bekanntgegeben hat. Wer die Frist versäumt, hat die Erbschaft angenommen - mit allen Verbindlichkeiten.

Die Lebensversicherung gehört zum Erbe

Die Versicherungssumme wird nach dem Tod fällig. Doch wer bekommt sie? Nur, wenn im Versicherungsvertrag kein Bezugsberechtigter genannt ist, kann das Geld nach Belieben vererbt werden. Ansonsten gilt das, was im Vertrag steht.

Buch-Tipp

Voller Ratschläge für den Nachlass: Den Ratgeber „Richtig erben und verschenken“ mit Muster-Testamenten gibt es bei den Verbraucherzentralen für 14,90 Euro. Tel.: 02 31/3 80 95 55


Fotos: verbraucherzentrale.de, iStock (2), Shutterstock (4), PantherMedia, Hersteller