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Ratgeber: WIE SIE Unfälle VERMEIDEN im Haushalt


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Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 49/2019 vom 29.11.2019

Eigentlich ist das eigene Zuhause einSICHERER ORT – man kennt sich aus, alles ist vertraut. Dennoch passiert hier am meisten. Diese Experten-Tipps sollten Sie kennen


Artikelbild für den Artikel "Ratgeber: WIE SIE Unfälle VERMEIDEN im Haushalt" aus der Ausgabe 49/2019 von Funk Uhr. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 49/2019

Erschreckend: Mehr Todesfälle zu Hause als im Straßenverkehr

Schnell ist es passiert: Eine kleine Brandblase, weil der Topf zu heiß war oder ein Schnitt in den Finger beim Gemüse schnippeln – das tut zwar weh, endet aber in der Regel glimpflich. Doch leider bleibt es nicht immer bei solch harmlosen Unfällen, wie ein Blick auf die Unfallstatistik (s. u.) zeigt. Allein im Jahr 2017 kamen über 11.000 Menschen durch häusliche Unfälle ums ...

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... Leben. Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin von „Aktion Das sichere Haus“ (www.das-sichere-haus.de) kennt die häufigsten Gefahrenstellen in den eigenen vier Wänden und gibt Tipps, wie Sie diese vermeiden können.

!Auf genügend Lichtquellen und freie Böden achten

Verlängerungskabel quer durch den Raum, Schuhe mitten im Weg oder ein Teppich, der rutscht – kurz mal nicht aufgepasst und schon ist man gestürzt. „Wegen nachlassender Sehkraft und abnehmender Muskelmasse sind besonders ältere Menschen gefährdet“, weiß Susanne Woelk.
■ Um solche Stolperfallen zu umgehen, rät die Expertin zu rutschhemmenden, beidseitig klebenden Teppichbändern. Praktisch sind auch kleine Strahler mit Bewegungsmelder. So hat man blendfreies Licht, das sich beim Vorbeigehen automatisch einschaltet – wichtig auch für den nächtlichen Weg zur Toilette. Lose herumliegende Kabel möglichst in Kabelkanälen an der Wand verstecken.
■ Hausschuhe mit rutschfester Sohle sind vielleicht nicht modisch, dafür aber sicher.
■ Zu Schnittwunden kommt es, wenn man ein stumpfes Messer verwendet und mit diesem abrutscht. Auch Schneidebretter, die nicht fest auf der Arbeitsplatte liegen, bergen ein Verletzungsrisiko. Achten Sie bei Küchenutensilien auf gute Qualität.

UNSERE EXPERTIN

Dr. Susanne Woelk Geschäftsführerin „Aktion Das sichere Haus“

!Bloß nicht auf Stühle oder gar das Bügelbrett steigen

Fürs Fenster putzen steigen viele auf einen wackeligen Hocker, den Tisch und sogar auf Fenstersims oder Bügelbrett. Achtung, das ist leichtsinnig – eine unbedachte Bewegung reicht, um schwer zu stürzten und im Krankenhaus zu landen.
■ Eine gute Haushaltsleiter erkennen Sie am GS-Prüfsiegel, von Vorteil sind breite Tritte mit rutschfester Riffelung. Die Leiter sollte aber nicht im Keller sein, sondern griffbereit in der Wohnung stehen.
■ Nicht zu weit nach außen beugen – die Leiter könnte kippen. „Achten Sie darauf, immer eine Hand zum Festhalten frei zu haben. Material und Werkzeug können in speziellen Taschen verstaut werden“, empfiehlt die Expertin.

STURZ AUF PLATZ 1

Jeder Dritte über 60 und jeder Zweite über 80 fällt mindestens einmal im Jahr – Stürze sind damit die häufigste Ursache tödlicher Haushaltsunfälle. Gerade Älteren fehlt oft die Einsicht, dass sie vieles ohne Hilfe nicht mehr schaffen. Vergiftungen (z. B. durch Spülmaschinenpulver) betreffen meist Kinder. Den Giftnotruf Ihres Bundeslands erfahren Sie in Kliniken oder im Internet

!Beim Bohren unbedingt den Strom abschalten

Sicherheitshinweise werden nicht ohne Grund gemacht. Beim falschen Umgang mit der Bohrmaschine etwa können sich Haare oder Kleiderbändel um den Bohrer wickeln. Wer eine elektrische Leitung anbohrt, begibt sich in Lebensgefahr. Um auf Nummer Sicher zu gehen: Leitungssuchgerät benutzen, Sicherungen abschalten.
■ Ganz wichtig: Nie etwas in Eile und unkonzentriert erledigen. Denn unter Stress passieren noch mehr Unfälle, wie Susanne Woelk bestätigt.

!Die Installation von Geräten lieber Fachleuten überlassen

Achten Sie schon beim Kauf elektrischer Geräte auf Sicherheits- und Prüfzeichen. Am bekanntesten sind das CE-, GS- und VDE-Zeichen. Das gilt übrigens auch für Lichterketten in der Adventszeit.
■ Überlassen Sie Fachleuten die Installation neuer und die Reparatur alter Geräte.
■ Schutz vor einem tödlichen Stromschlag bietet ein FI-Schutzschalter. Er kann nachträglich eingebaut werden, in Neubauten ist er sogar Vorschrift.

!Gerade im Advent nie die Kerzen aus den Augen lassen

Echte Kerzen am Weihnachtsbaum – immer wieder schön, aber auch sehr gefährlich. „Stellen Sie den Baum in ausreichendem Abstand zu brennbaren Gegenständen wie Möbeln oder Vorhängen“, rät die Expertin.
■ Kerzen immer von oben nach unten anzünden und in umgekehrter Reihenfolge löschen. Baum nie unbeaufsichtigt lassen und Geschenke nicht direkt darunter legen.
■ In der Nähe des Baumes einen Eimer Wasser und eine Löschdecke griffbereit haben. Praktisch sind Feuerlöscherdosen, mit denen sich ein kleiner Brand schnell löschen lässt.

!Kinder vor allem in der Küche vor Gefahren schützen

Vor allem die Küche ist für die Kleinsten ein wahrer Abenteuerspielplatz. Denn es gibt hier viel zu entdecken.
■ Pfannen immer mit dem Griff nach hinten auf das Kochfeld stellen, oder sogar ein Herdschutzgitter montieren, damit Kinder weder an Töpfe noch an die Herdplatte kommen.
■ Reinigungs- und Putzmittel sowie Medikamente in einem abschließbaren Schrank verstauen.

GEFÄHRLICHE AKROBATIK Wer barfuß auf der Leiter steht, hat zu wenig Halt. Besser flache Schuhe tragen, die fest am Fuß sitzen


KEIN SPIELPLATZ Kleine Kinder nie unbeaufsichtigt in der Küche lassen, Gefährliches außer Reichweite aufbewahren


HEIMWERKEN Gebrauchsanweisung beachten, beim Hantieren mit der Stichsäge das Material fest einspannen


Fotos: AdobeStock, DSH (2), iStock (3)