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READER’S DIGEST: DRAMA: KAMPF ums nackte Überleben


Reader´s Digest Deutschland - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 21.12.2018

Zwei Meter hohe Wellen, ein gesunkenes Boot, Unwetter und dann auch noch ein Herzinfarkt – ein Angelausflug wird für zwei Männer zur Hölle


Artikelbild für den Artikel "READER’S DIGEST: DRAMA: KAMPF ums nackte Überleben" aus der Ausgabe 1/2019 von Reader´s Digest Deutschland. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Reader´s Digest Deutschland, Ausgabe 1/2019

EIN BLITZ ZUCKTE HERAB und für Raymond Jacik war klar: Michael Watkins lebte nicht mehr. Im Regen und Hagel sah Jacik den Angelfreund nicht, aber der Blitz war genau dort eingeschlagen, wo er an einem Bohrlochgerüst gestrandet war, sechs Kilometer vor der Küste der Galveston Bay.

„Mike!“, schrie Jacik, aber der Sturm und das Donnern der Wellen verschluckten seine Rufe. Er hielt sich mühsam über Wasser, nur ein paar hundert Meter von Watkins entfernt. Das rostige Gitter ...

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... der Gasquelle, auf dem er stand, schnitt in seine nackten Füße, aber es bot ihm zumindest minimalen Schutz.

Seit Stunden schon brachen meterhohe Wellen wieder und wieder über ihm zusammen und warfen ihn ins tosende Meer. Fiel er hinein, kämpfte er sich zurück auf das Rohr. Ihm war, als werde er langsam zu Tode geprügelt. Ein Ende war nicht abzusehen. Jacik betete.

MONTAG Raymond Jacik, 49, und Michael Watkins, 52, hatten, bevor sie den Jachthafen in San Leon im US-Bundesstaat Texas verließen, die Wettervorhersage nicht mehr kontrolliert. Die Freunde fuhren ein paar Mal die Woche zum Fischen hinaus, und in den vergangenen Tagen hatte sich der April stets mit blauem Himmel und ruhiger See gezeigt. So tuckerten sie an jenem Frühlingstag 2016 um acht Uhr morgens in Watkins’ 6-Meter-Boot mit Außenbordmotor hinaus und freuten sich auf Rotbarsch, Flunder und gefleckte Meerforelle.

Nach zehn Minuten Fahrt tauchten bis zu einem Meter hohe Wellen auf, aber Jacik achtete nicht darauf. Das Boot konnte einiges wegstecken, also fuhren die Männer weiter in Richtung „Weihnachtsbaum“, wie sie einen ihrer liebsten Angelplätze nannten. Er lag sechs Kilometer vor der Küste und bestand aus den Überresten einer alten Gasförderanlage. In Jaciks Fantasie ähnelte das Gerüst mit seinen rostigen Ventilen einem festlich geschmückten Nadelbaum.

Aufgegebene Öl- und Gasquellen findet man in der Bucht von Galveston häufig, und ein Großteil dessen, was von den Anlagen übrig geblieben ist, liegt direkt an der Wasseroberfläche oder knapp darunter. Das Ganze wirkt wie ein Unterwasser-Schrottplatz, aber es gibt auch reichlich Fische hier. Die Männer steuerten weiter ins offene Meer hinaus.


” Eine zweite Welle trifft das Boot. Den Männern bleibt keine Zeit, Schwimmwesten anzulegen


Praktisch unmittelbar nach ihrer Ankunft am Weihnachtsbaum begannen die Probleme. Zunächst fing der Außenborder an zu stottern. Watkins warf den Anker, um nachzusehen, doch dann riss die Ankerleine. Daraufhin vertäute er das Boot am Mast einer alten Bohranlage. Keiner der beiden registrierte, dass der Seegang zunahm.

Plötzlich schlug eine meterhohe Welle ins Heck. Wasser überflutete das Boot. Eine zweite Welle folgte. Den Männern blieb keine Zeit, Schwimmwesten anzulegen, einen Erste-Hilfe-Kasten, Proviant oder Leuchtraketen zu greifen. Die dritte Welle ließ das Boot kentern und schleuderte die beiden Angler ins Meer.

Jacik tauchte wieder auf und rief nach seinem Freund. „Ich kann nicht schwimmen!“, schrie Watkins zurück, während er verzweifelt versuchte, sich über Wasser zu halten. Dann schoss glücklicherweise die große Kühlbox an die Oberfläche. Watkins stürzte sich darauf. Sie hielt ihn über Wasser.

Watkins strampelte Richtung Weihnachtsbaum und Jacik zog ihn vollends heran. Sie standen nun auf einem gut zwei Quadratmeter großen Gitterrost, der etwa einen Meter über dem alten Gasbohrloch aus dem Wasser ragte. Inzwischen stürmte es, anderthalb Meter hohe schaumbekrönte Wellen jagten an ihnen vorbei.

Watkins


Jacik fischen oft gemeinsam


Kilometerweit entfernt konnten sie San Leon erkennen, aber dort würde man sie erst in Stunden zurückerwarten. Sie klammerten sich an das Stahlgerüst, besorgt, dass die nächste größere Welle sie hinwegfegen könnte.

Vielleicht würden Jaciks 14-jährige Tochter Mahlea oder Watkins’ Frau Sherry ahnen, dass etwas passiert war, und die Behörden alarmieren. Stunden verstrichen. Die Schiffbrüchigen sprachen zunächst über ihre Rettung, ihre Familien und über ihre verloren gegangene Ausrüstung. Doch bald hing jeder seinen eigenen Gedanken nach. Sie waren erst seit wenigen Jahren befreundet und wussten abgesehen von ihrem gemeinsamen Hobby nur wenig voneinander.

Watkins war ein pensionierter Bauarbeiter, der in der Gegend aufgewachsen war. Jacik dagegen, ein pensionierter Lkw-Fahrer, lebte erst seit vier Jahren in San Leon. Nachdem seine zweite Ehe in die Brüche gegangen war, zog Jacik ziellos durch den Mittelwesten, bis ihn die Aussicht auf Angeltrips und sonnige Nachmittage an die Küste zog. Mit seiner Tochter Mahlea hatte er sich in dem verschlafenen Fischerdorf niedergelassen.

Während er versuchte, seine Kräfte zu sammeln, ging ihm Mahlea nicht aus dem Sinn. Jacik wollte nur nach Hause und sie wiedersehen.

Watkins machte es zu schaffen, dass er sein Boot verloren hatte. Auch wenn sie gerettet würden, müsste er wohl sein restliches Leben an Land verbringen.

Es dämmerte, und Jacik fragte Watkins: „Glaubst du, deine Frau hat inzwischen die Seerettung alarmiert?“

„Das hoffe ich sehr“, sagte Watkins.

DIENSTAG Die Nacht war kalt, schlafen war unmöglich. Als die Sonne aufging, wurden Wind und Wellen etwas erträglicher. Je nach Wellengang lehnten sie sich gegen das Gerüst, um sich etwas zu erholen, denn zum Hinsetzen war der Platz zu klein.

Schlimmer noch: Jacik war barfuß, und der kantige, gezackte Gitterrost schnitt ihm in die vom Salzwasser aufgeweichten Füße. Sie waren aufgerissen und geschwollen.

Hilfe war weit und breit nicht in Sicht, und am Horizont zog ein Sturm auf. „Wir sind erledigt“, dachte Jacik. Sie mussten etwas unternehmen, denn sie konnten nicht davon aus ausgehen, dass Suchtrupps unterwegs waren. Weniger als zwei Kilometer entfernt lag eine große Bohrplattform, auf der es auch Kabinen für die Belegschaft gab. Möglicherweise würden sie dort ein Funkgerät oder ein Telefon finden. Wenn nicht, wären sie zumindest vor dem Wetter geschützt.

Zwischen der Plattform und dem Weihnachtsbaum lagen zahlreiche geplatzte Rohre und Masten. Sie könnten sich an der Kühlbox festklammern und so von einer Plattform zur nächsten schwimmen. Es war gefährlich, aber Jacik war überzeugt: Je länger sie hier ausharrten, desto geringer wären ihre Aussichten auf Rettung.

Watkins hielt am Rand des Gitterrosts inne und packte einen Träger der Kühlbox, während Jacik den anderen ergriff. Watkins war klar: Sollte er den Halt an der Kühlbox verlieren, würde er ertrinken.

„Wenn, dann jetzt“, sagte Jacik zu Watkins. Sie standen am Rand des Gitters, atmeten einmal tief durch, dann sprangen sie. Doch im Wasser ergriff Watkins die blanke Angst. Er ließ die Kühlbox los und kletterte zurück auf den Weihnachtsbaum.

Die Strömung riss Jacik, der sich an den Eisbehälter klammerte, weg. Er trieb hinaus aufs offene Meer – die Plattform lag in Gegenrichtung. Jacik erreichte ein weiteres Bohrgerüst, konnte sich aber nicht festhalten, der Wellengang war zu stark. Nachdem er eine zweite Bohrstelle verpasst hatte, spürte er einen stechenden Schmerz in der Brust, die Luft blieb ihm weg – ein Herzinfarkt!


” Die kantige, rostige Oberfläche des Metalls schneidet in Jaciks Füße, Schultern und Arme


Panik erfasste ihn. Vergebens versuchte Jacik, auf die Kühlbox zu klettern. 30 Meter vor ihm sah er eine letzte Gasquelle, dahinter nur noch offenes Meer. Seine Gedanken kehrten zu seiner Tochter Mahlea zurück. Er durfte sie nicht allein lassen!

Er strampelte in Richtung des Gerüsts und versuchte, die Schmerzen in der Brust zu ignorieren. Mit Mühe konnte er den Kopf über Wasser halten. Einen Meter vor der Anlage hechtete er nach dem Rohr. Seine Hand umschloss das rostige Metall, er schlingerte in der Strömung.

Als Jacik sich umdrehte, sah er, dass sein Kumpel wieder auf den Weihnachtsbaum geklettert war. Das Förderrohr, an dem Jacik nun gestrandet war, ragte etwa 1,50 Meter aus dem Wasser und durchmaß 30 Zentimeter. Horizontal verlief etwa einen halben Meter über dem Wasser ein zweites Leitungsrohr. Während Jacik hinaufkletterte, trug eine Welle die Kühlbox hinaus aufs Meer.

Er arbeitete sich weiter hinauf, und als er sich hinstellte, schnitt ihm die kantige, rostige Oberfläche in die Füße. Versuchte er, sich gegen den vertikalen Teil zu lehnen, schnitt ihm das Metall in Schultern, Rücken und Arme. Die Wunden bluteten stark. Die Brust schmerzte schlimmer.

Auch Watkins hatte zu kämpfen. Die Wellen drohten ihn vom Gitterrost zu spülen, also klammerte er sich an ein Ventil. Er wusste nicht, was mit Jacik geschehen war. Da er seine Brille verloren hatte, als das Boot gekentert war, sah er nicht genug. Würde er Jacik wohl lebendig wiedersehen?

Doch Jacik befand sich nur wenige hundert Meter weiter – und er wusste, dass die Rettungskräfte unterwegs waren. Schon seit dem Nachmittag hatte er immer wieder Hubschrauber über der Bucht kreisen sehen. Bevor sie jedoch zu der Stelle kamen, an der Jacik und Watkins um ihr Leben kämpften, drehten die Helikopter ab. Mittlerweile war es dunkel, die Hubschrauber arbeiteten mit Suchscheinwerfern und näherten sich den Schiffbrüchigen bis auf etwa einen Kilometer.

Im heulenden Wind und den tosenden Wellen waren keine Geräusche zu hören, weiter draußen über dem Golf zuckten Blitze. Wolken jagten heran, es kühlte ab. Jacik zitterte unaufhörlich. Er bedeckte den Kopf mit seinem T-Shirt und versuchte, sich etwas Wärme auf die Brust zu atmen, aber das Zittern wurde schlimmer.

Watkins (ganz links) und Jacik danken ihren Rettern


MITTWOCH „Bitte, Gott, lass es nicht regnen“, betete Jacik in den Stunden vor Sonnenaufgang. Das Wetter gewährte ihm diese Atempause.

Doch dann brach die Hölle los. Ein Hagel- und Regensturm peitschte durch die Bucht. Jacik hatte das Gefühl, jemand bearbeite ihn mit einem Sandstrahler. Er wickelte sich ein Stück Seil, das vom Leitungsrohr herabhing, ums Hand gelenk. Welle um Welle spülte ihn von dem Rohr und einzig das Seil verhinderte, dass die Strömung ihn davontrug. Mehrmals zog er sich am Rohr wieder hoch.

Dann schlug ein Blitz direkt beim Weihnachtsbaum ein. Spätestens jetzt war sein Freund tot, davon war Jacik überzeugt. Tatsächlich schlug der Blitz nur wenige Meter von Watkins entfernt ein, doch er war nicht tödlich. Watkins war einige Stunden lang taub, blieb aber sonst fast unverletzt.

Am Vormittag klarte das Wetter auf. Jacik wusste nicht, wie er den Sturm überlebt hatte. Zu seiner großen Erleichterung sah er, dass Watkins auch noch lebte.

Inzwischen war Jacik unterkühlt, und die Schmerzen in der Brust klangen nicht ab. Einen weiteren Tag würde er nicht durchhalten. Ob sein Freund es schaffen würde, hielt er auch für fraglich. Jacik dachte an seine Tochter und was aus ihr würde, sollte er nicht überleben.

Minuten später hörte er einen Hubschrauber der Küstenwache, der über die Bucht von Galveston flog. Wie wild winkte Jacik, aber der Helikopter drehte ab in Richtung Küste. Wenig später jedoch hielt der Hubschrauber direkt auf Watkins zu, der sich noch immer an den Weihnachtsbaum klammerte. Über ihm blieb das Fluggerät in der Luft stehen. Der Helikopter flog hinüber zu Jacik, dann kehrte er zu Watkins zurück. Ein Rettungsschwimmer wurde herabgelassen.

Watkins war überwältigt. Nachdem er geborgen worden war, kümmerte sich der Rettungsschwimmer um Jacik. Der hatte seine letzten Energiereserven aufgebraucht. Er zitterte heftig und hatte starke Schmerzen. Aber jetzt war er endlich in Sicherheit.

Der Hubschrauber sei fast auf Reserve geflogen, erfuhren die beiden Schiffbrüchigen später. Die Seenotretter hätten noch 26 Minuten fliegen können, bevor die Besatzung die Suche hätte abbrechen müssen. Wie gering die Wahrscheinlichkeit gewesen war, diesen Sturm zu überleben und gerettet zu werden, realisierte Jacik erst zu diesem Zeitpunkt.

Die beiden Angler wurden ins Krankenhaus geflogen, wo man sie wegen Dehydrierung, Unterkühlung, Erschöpfung und ihrer Verletzungen behandelte. Die Untersuchungen bestätigten, dass Jacik tatsächlich einen leichten Herzinfarkt erlitten hatte.

Erst am folgenden Tag durfte er seine Tochter Mahlea sehen. „Sie reagierte ganz cool“, erzählt er. „Aber als wir endlich nach Hause kamen und allein waren, redete sie eine Stunde lang am Stück. Dann klappte sie zusammen. Vor lauter Sorge um mich war sie völlig erschöpft.“

EIN HUBSCHRAUBER der Küstenwache entdeckte das kieloben treibende Boot rund sieben Kilometer von der Stelle entfernt, an der es gekentert war. Das Boot wurde in den Hafen geschleppt, war aber so schwer beschädigt, dass es nicht wieder repariert werden konnte.

Einige Monate später zogen Michael Watkins und seine Frau weg aus San Leon, um näher bei ihrer Familie zu sein, die im texanischen Freeport lebt.

Raymond Jacik ist in San Leon geblieben und angelt so viel wie eh und je, aber der Vorfall belastet ihn noch immer. „Bis heute kann ich nicht gut schlafen“, sagt er. Er träumt von Wellen und davon, ins Wasser zu stürzen.


(VORIGE DOPPELSEITE) ILLUSTRATION: © COLIN ANDERSON/GETTY IMAGES

FOTOS: MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG DER UNITED STATES COAST GUARD

FOTO: MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG DER UNITED STATES COAST GUARD