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RECORDING: 9 TIPPS FÜR DIE SINGER-/SONGWRITER-AUFNAHME: So gelingt die Recording-Session


Soundcheck - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 12.08.2019

Eine der häufigsten Jobs im Studio sind Recording-Sessions mit Singer-/Songwritern. Damit ihr bestens für eine solche Vocal- und Akustikgitarren-Aufnahme vorbereitet seid, haben wir für euch 9 Tipps als Guideline zusammengestellt.


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Bildquelle: Soundcheck, Ausgabe 9/2019

So banal wie es klingt: ein großer Vorteil bei einer Singer/Songwriteraufnahme besteht darin, dass man es erstmal nur miteiner Person zu tun hat.

Gleichzeitig liegt die Herausforderung darin, die Performance tontechnisch so einzufangen, dass sie groß und nicht eindimensional klingt.

Die Erwartungshaltung an den Auftritt dieses Musikers ist also sehr hoch, da er Gesang und ...

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... Gitarrenspiel meist gleichzeitig vorträgt und diese oft ohne weitere Instrumente zu hören sind. Doch beginnen wir zunächst mit den Vorbereitungen der Session…

#1 Die Optimierung des Aufnahmeraums

Auch wenn ihr über kein High-End-Studio mit teuren Akustik-Elementen und umfangreichen Equipment verfügt, könnt ihr erstklassige Aufnahmen erzielen.

Die wichtigsten Aspekte einer hervorragenden Produktion sind die Aufnahmeraumqualität, die Performance des Musikers und die sinnvolle Mikrofonierung der Signalquellen.

Auch Bücherregale oder Couches in Räumen mit bestenfalls nicht parallelen Wänden (zum Beispiel in einem Spitzdach im Dachboden) können einen herausragend gut klingenden Aufnahmeraum kreieren. Das Weltklang Studio setzt beispielsweise auf einfache Mittel wie Bücherregale zur Diffusion und Absorption. Am besten lasst ihr den Musiker seinen Song während der Soundcheck-Phase an unterschiedlichen Positionen im Raum spielen. Dabei hört ihr ihm analytisch zu und überprüft, wo der beste Aufnahme-Spot ist und wo eine Mikrofonierung Sinn macht. Kaum ein Engineer ist gelernter Akustiker und kann etwa Raum-Spots mit erhöhtem Bass- oder Höhenanteil errechnen. Man verlässt sich auf sein Gehör. Dieses lässt sich nur durch Erfahrungen schulen. Seid darüber hinaus auch vor allem experimentierfreudig. Wenn ihr euch Gedanken zur Soundvorstellung gemacht habt, versucht, den Raum diesen entsprechend auszuwählen. Vielleicht wäre eine Aufnahme in einem großen Lagerraum oder gar in einem engen Flur oder sogar im Badezimmer sinnvoll. Natürlich sollte sich auch der Musiker in der Örtlichkeit wohlfühlen und nicht gezwungen sein, in einer verstaubten Abstellkammer singen zu müssen.

#2 Equipment-Funktionen im Vorfeld checken

Checkt unbedingt mindestens einen Tag vor der Recording-Session das Equipment, das ihr nutzen wollt. Dazu zählen die Mikros, Stative, Kabel, Kanalzüge des Interfaces oder des Mischpults und natürlich den Computer (oder ein anderes Aufnahmemedium). Alles sollte funktionieren.

Im besten Fall habt ihr die Session schon in eurer DAW angelegt und euch im Vorfeld mit Sänger/in über den groben Rahmen der Aufnahmesession ausgetauscht. Dabei solltet ihr folgende Fragen klären:

• Möchte er/sie im Stehen oder im Sitzen spielen?
• Bringt er/sie selbst eine Gitarre mit? Vergewissert euch, dass diese in einem guten Zustand ist mit einigermaßen frischen Saiten!
• Welche Mikros habt ihr zur Verfügung?

#3 Die Performance perfektionieren

Bevor ihr euch mit dem Musiker zu einer Recording-Session verabredet, solltet ihr euch vorher zu einer Probe treffen, bei der ihr euch ein genaueres Bild vom Song und von der Performance-Qualität des Singer-/Songwriters machen könnt. Es ist ärgerlich und nervenaufreibend, wenn ein Musiker die aufzunehmende Musik noch nicht beherrscht und viele Fehler passieren.

Macht ihn bei dieser Probe im Vorfeld darauf aufmerksam, dass er den Song noch etwas mehr üben müsse. Seid dabei freundlich und weist ihn darauf hin, dass sich die Kosten für ihn erhöhen, wenn man länger als erwartet aufnehmen und hinterher umfangreich Fehler editieren muss. Der Künstler sollte den Text und die Begleitung auswendig draufhaben. Je besser er vorbereitet ist, desto mehr kann man den Details wie Emotionen und Intonation in der Session Aufmerksamkeit schenken.

Am Aufnahmetag ist es maßgeblich eure Aufgabe, eine gute Arbeitsstimmung zu erzeugen. Versucht, im Rahmen des Möglichen, den Aufnahmeraum für den Musiker in eine passende Location zu verwandeln. Haltet den Raum sauber und aufgeräumt und kümmert euch um eine schöne und flexible Beleuchtung (mehrere Stehlampen, die man eventuell ausschalten kann). Seid darüber hinaus in guter Stimmung und ein angenehmer Arbeitskollege. Ihr braucht nicht den Pausenclown zu spielen, doch haltet euch an die Tugenden Hilfsbereitschaft, Ruhe, Freundlichkeit und lösungsorientiertes Denken. Probleme auf den Tisch zu bringen hilft in einer produktiven Phase nicht sonderlich.

#4 Die Mikro-Positionierung

Es gibt unzählige Mikrofone und Mikrofonierungsstrategien. Entscheidend für euch ist, über welches Equipment ihr bereits verfügt, was ihr gegebenenfalls von Kollegen und Freunden leihen könntet oder was ihr euch an Anschaffungen leisten könntet.

Der allgegenwärtige Recording-Standard für Akustikgitarren und Stimme sind Großmembran-Kondensator-Mikrofone. Die Preisspanne beginnt bei unglaublichen 40 Euro und reicht bis hin zu vierstelligen Summen. Größere Musikstudios besitzen meist mehrere Neumann (U87) Mikrofone, die im Schnitt bei circa 2.500 Euro liegen. Lasst euch davon nicht entmutigen, denn wie schon erwähnt, macht eine gute Aufnahme die Positionierung der Mikros, die Qualität des Aufnahmeraums und nicht zuletzt die Performance des Musikers aus.

Shure SM57, das universell einsetzbare Arbeitstier.


Günsitge Großmembran, das AKG-C-3000.


In fast allen großen Studios anzutreffen: das Neumann U87.


Ein recht erschwinglicher und beliebter Großmembraner ist das AKG C3000 für rund 120 Euro. Auch das Audio-Technica AT 2035 für knapp 150 Euro macht hervorragende Arbeit.

Es funktioniert aber auch mit dynamischen Mikrofonen, die aber für Gesang geeignet sein sollten. Dazu zählen das Shure SM57 und SM58, das AKG D5 oder das Sennheiser E835S, um nur einige zu nennen, die im Preissegment unter 100 Euro angesiedelt sind. Zumal auch vermutlich viele eurer Kollegen mindestens einen der genannten Kandidaten besitzen und es euch sicherlich leihen. Wenn ihr über mehrere Mikrofone verfügt, dann nutzt eines für den Gesang und positioniert es vor dem Mund des Sängers in etwas niedrigerer Position. Schließlich tendieren Gitarristen, die gleichzeitig singen, dazu, des öfteren einen Blick nach unten auf die Gitarre zu werfen, um die Akkorde zu finden. Also unbedingt beim Soundcheck auf die grundsätzliche Haltung des Musikers achten und dementsprechend einstellen!

Typisch sind Aufnahmen mit einem Mikro vor dem Schallloch und einem weiteren am Griffbrett, zirca beim zwölften Bund. Die Gitarre strahlt den Schall in alle Richtungen ab, jedoch ist der breiteste Frequenzbereich vor der Gitarre wahrzunehmen.

Je weiter ihr das Mikro zum Schallloch hinbewegt, desto höher werden die Bassanteile. Je größer die Entfernung, desto luftiger und desto mehr Diffusschall tritt in die Mikrofonmembran ein. Meist sollte man sich im Bereich zwischen 10 und 40 Zentimetern bewegen.

Das Mikro am Griffbrett soll Feinheiten und die natürlichen Fingergeräusche wahrnehmen, um der Gitarre mehr Charakter zu geben. Am besten positioniert ihr das Mikro in 10 bis 30 Zentimeter Abstand am zwölften Bund und richtet die Kapsel zunächst gerade auf das Griffbrett.

Experimentiert auch hier mit der Ausrichtung der Membran auf das Schallloch und in Richtung des Gitarrenhalses. Das Mikro am Hals sollte eher Feinheiten wahrnehmen, da der Schallwandler vor dem Schallloch schon für Druck und Gesamtklang „zuständig“ ist. Wenn ihr nur ein Mikro für die Akustikgitarrenaufnahme habt, dann solltet ihr es zunächst vor dem Schallloch in gewohntem Abstand von 10 bis 40 Zentimetern positionieren.

Experimentiert mit der Aufstellrichtung. Grundsätzlich gilt: Je weniger Mikrofone ihr zur Verfügung habt, desto klarer müsst ihr euch schon im Vorfeld über den Endsound des Instruments im Mixdown sein.

Positioniert es am besten zentral vor dem Sänger und der Gitarre. Hört beim Soundcheck, ob ihr es bei leiserem Gesang eher Richtung Musikerkopf oder bei zu lautem Gesang Richtung Gitarre positionieren solltet.

Wenn es den Singer-/Songwriter nicht stört, soll er in ein Mikro mit Pop-Schutz singen.

Nutzt ihr ein Vocal- und mindestens ein Gitarrenmikro, so ist ein Pop-Schutz für das Gesangsmikrofon sinnvoll. Nehmt ihr alles mit einem Mikro auf, so ist der Pop-Schutz meist überflüssig.

#5 Der Kopfhörer-Mix

Die meisten Sänger bevorzugen einen Hall auf der Stimme und der Gitarre. Gestaltet den Kopfhörer-Mix so, dass sich der Musiker wohlfühlt und gut hört. Kontrolliert sicherheitshalber, ob der HP-Mix ausgewogen und nicht viel zu laut oder zu leise ist. Nicht jeder Musiker hat Studioerfahrung und kann genau beurteilen, ob der Mix passabel ist oder nicht.

Sollte der Musiker nicht mit Kopfhörer spielen können oder wollen, ginge das bei einer Singer-Songwriter-Aufnahme sogar in Ordnung. Zwar muss man dann auf eine Aufnahme mit Clicktrack verzichten, doch die Performance-Qualität des Singer-Songwriters hat höchste Priorität. Zumal ein Clicktrack in diesem Genre nicht zwingend notwendig ist. Etwaige Nachbearbeitungen werden aber ohne Clicktrack bedeutend schwerer! Dies müsst ihr dem Sänger allerdings auch vermitteln.

#6 Der Soundcheck und das Pegeln

Der Soundcheck sollte neben der Mikrofonierung, der Positionsfindung und dem Warmspielen des Musikers natürlich auch technische Aspekte beinhalten. Der Musiker soll seinen Song zumindest zeitweise mit der gleichen Intensität spielen, wie er es auch bei der richtigen Aufnahme beabsichtigt. Falls ihm dies nicht gelingt, bittet ihn einfach, sehr laut Gitarre zu spielen und ein bisschen ins Mikro zu rufen/schreien.

Denn auf Audio-technischer Seite müsst ihr ständig den Pegel im Blick haben und auf keinen Fall Clipping aufnehmen. Beim Einpegeln können zirka -12 dB (Peak) angesteuert werden, um noch ausreichend Headroom für eine nachfolgende Bearbeitung und das Mastering zu haben. Für etwaiges „heißes“ Aufnehmen, bei dem man auf analoger Seite im roten Bereich pegelt, solltet ihr euch erst informieren, in diesem Thema Erfahrung sammeln und nicht zuletzt euer Equipment dazu sehr gut kennen.

Seid ihr noch Anfänger im Recording so solltet ihr so pegeln, dass das Eingangssignal selbst bei lauten Passagen nicht übersteuert.

Wichtig: Beim Aufnehmen immer den Pegel im Auge behalten und kein Clipping zulassen.


#7 Das richtige Interface

Am besten besorgt ihr euch ein Interface mit mindestens zwei besser aber vier XLR-Eingängen, bei dem eine optische Pegelanzeige mit den Farben grün, gelb und rot erkenntlich ist. Die meisten einfachen Interfaces bieten das.

Das Interface ist die Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Welt. Es wandelt eure reale Performance in Nullen und Einsen um, sodass ihr die Signale in eurer Audio Workstation im Computer bearbeiten könnt. Echte Geheimtipps im Preisbereich bis etwa 110 Euro sind das Mackie Onyx, mit zwei Eingängen mit hochwertigen Mikrofon-Voverstärkern, so wie das Behringer UMC404HD, das über vier Eingänge verfügt. Beide Kandidaten sind mit Phantomspeisung ausgestattet, die bei Kondensator-Mikrofonen notwendig ist.

Audio-Interfaces: das Behringer UMC404HD …


… und das Onyx Producer 2.2 von Mackie.


#8 Layering

Im Anschluss an die Aufnahmen der wichtigsten Elemente Main-Vocals und Akustikgitarre, solltet ihr überlegen, ob man noch Layer trackt.

Vielleicht kann der Sänger Backing-Vocals beisteuern, die er sich vorher überlegt hat. Ihr könnt aber auch in der Aufnahme-Session gemeinsam mit ihm Backing-Vocals erarbeiten, wenn die Zeit dafür vorhanden ist.

Denkt auch darüber nach, die Akustikgitarre zu doppeln oder zusätzliche Stimmen einzuspielen. Dies können ganz einfache Passagen sein, die zum Beispiel im Chorus besondere Momente erzeugen können. Schlussendlich muss von diesen Layern nichts genutzt werden. Nicht jeder Song braucht zusätzliche Spuren. Versteift euch nicht zu sehr darauf, aber seid offen für Layer-Experimente.

#9 Ordnung

Arbeitet mit Back-Ups und sichert die Session am besten in den Aufnahme-Pausen auf einer externen Festplatte. Haltet die Session darüber hinaus immer ordentlich. Schmeißt überflüssige Takes direkt in den Mülleimer und beschriftet die Spuren kurz und sinnvoll.

Nehmt euch dafür die nötige Zeit, damit ihr hinterher im Mixdown kein Chaos erlebt. Orientiert euch an der Zeitmanagement-Regel, dass man Aufgaben, die maximal zwei Minuten andauern, sofort erledigt.

Kurze Pausen werden dem Musiker guttun. Macht euch Notizen, welche Takes zu den Besten gehören.

Tobias Mertens

arbeitet als Musiker, Dozent, Tontechniker und Songwriter. Er schreibt als multi-instrumentaler Autor für die bei PPVMEDIEN erscheinenden Magazine DrumHeads!!, guitar-, Keys-, Soundcheck und Recording-Magazin. Tobias ist Endorser für Meinl, Tama, Evans, Audix, Rohema, Ibanez, Roland, Boss und D'Addario. Als Live- und Studio-Musiker, Audio-Engineer und Songwriter arbeitete er mit Künstlern und Bands wie Stahlzeit, Thomas Lang, Lord Of The Lost, Subway To Sally, Nachtsucher und vielen weiteren zusammen. Als Musiker und Audio-Engineer arbeitet(e) er für Studio Blue Moon Studio, Bishop-Audio-Productions, Chameleon-Studio, Braindead-Studio.

Er ist als Clinician in ganz Europa unterwegs und Dozent an verschiedenen Musikschulen in Hamburg.

Neben der Play-Along-CD-Produktion arbeitet er aktuell mit zwei Metal-Bands in seinem Home-Studio und realisiert sein erstes Solo-Album.

Youtube: tobiasmertens1991
Instagram/Facebook: tobiasmertensmusic

Abschluss

Die Maxime für eine erfolgreiche Produktion ist das Erreichen einer möglichst optimalen Performance des Musikers. Dafür seid ihr als Audio-Engineer zuständig. Versucht, die Wünsche des Singer-/Songwriters zu ermöglichen und euch bestmöglich musikalisch-künstlerisch einzubringen. Verliert nie die Audio-technischen Basics (Clipping vermeiden, ausreichend Pegel, Aufnahme-Session sichern und ordentlich halten, Back-Ups, …) aus dem Auge.

Bleibt experimentierfreudig und denkt immer daran, dass die Voraussetzung für eine hervorragende Produktion nicht von hochwertigem Equipment abhängt, sondern vom Aufnahmeraum, der Mikrofonpositionierung und von der Funktionsfähigkeit eurer Tools!

Versucht, auf Fachwörter zu verzichten, wenn ihr offensichtlich mit einem unerfahrenen Musiker zu tun habt.

Geht auch immer davon aus, dass er gewisse Studioabläufe noch nie erlebt hat. Setzt nichts als selbstverständlich voraus und nehmt euch die nötige Zeit, Dinge kurz und einfach zu erklären.