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REICH WERDEN: Start mit 25 Euro


Guter Rat - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 11.04.2019

DIE ESPRESSO-TAKTIK Nicht jeder kann auf einen Schlag 5 000 oder 10 000 Euro anlegen. Doch auch ohne ein großes Vermögen gelingt der Start in die finanzielle Unabhängigkeit


Artikelbild für den Artikel "REICH WERDEN: Start mit 25 Euro" aus der Ausgabe 5/2019 von Guter Rat. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Guter Rat, Ausgabe 5/2019

Marian Kopocz redaktion@guter-rat.de


Urlaub, Auto, Hauskauf. Davon träumen die meisten Menschen, und dafür sind sie auch bereit zu sparen. Manchmal jahrelang. Doch geht’s um die Altersvorsorge, sind wir eher knausrig: Zu weit weg, zu abstrakt ist das Thema. Dabei lässt sich mit überschaubarem Aufwand ein kleines Vermögen aufbauen, das Konsumwünsche und Altersvorsorge gleichermaßen ermöglicht. Schon mit 25 Euro im Monat können Sie ...

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... einiges erreichen – das ist der Gegenwert, wenn man einen Espresso pro Werktag trinkt. So viel Verzicht sollte drin sein.

DAS GEHEIMREZEPT Diese 25 Euro markieren die Grenze, ab der Anleger monatlich bei einigen Banken und Brokern in ETFs investieren können. Mehr geht natürlich immer. ETF ist ein englischer Begriff und steht für Exchange Traded Fund. Im Deutschen wird er auch als Indexfonds bezeichnet.

Aber was ist der Vorteil von diesen Produkten? Zum einen erhalten Investoren somit deutlich mehr Aktienanteile für eine kleine Summe. Zum Beispiel beim deutschen Dax-Index: Um jede Aktie des Dax zu halten, müsste man 30 Aktien inklusive Ordergebühren kaufen und dabei mehr als 2 000 Euro aufwenden. Bei einem ETF haben Anleger mit nur 25 Euro ganz kleine Anteile an allen 30 Dax-Unternehmen. Und das für eine jährliche Gebühr von nur etwa 0,1 Prozent.

Gerade diese niedrigen Kosten bringen auf Dauer richtig Gewinn. Anders als bei klassischen Investmentfonds, die aktiv von teuren Managern verwaltet werden, übernimmt bei ETFs der Computer das Tagesgeschäft. Schlechter sind sie deswegen nicht unbedingt. Denn mit einem ETF liegen Sie immer so gut wie der ihm zugrunde liegende Index – zum Beispiel der Dax oder der Dow Jones. Das schaffen längst nicht alle Fondsmanager. Und nur wenige sind in der Lage, ihn regelmäßig zu schlagen. Also zahlen Anleger deutlich höhere Gebühren für eine in etwa gleiche oder gar schlechtere Performance als mit ETFs. Darum lohnt sich ein Investment in diese Indexfonds allemal.

Wie beginnen?

Gerade Menschen, die ihr Geld bislang auf einem Konto oder Sparbuch untergebracht haben, fällt der Schritt an die Börse psychologisch schwer. Auch deshalb sollte man erst einmal mit einem geringen monatlichen Betrag loslegen.

Als Basisinvestment empfehlen sich folgende ETFs: einen auf den MSCI World, einen auf den Stoxx Europe 600 und einen auf den MSCI Emerging Markets sowie auf Staatsanleihen. Der MSCI World ist der Welt-Leitindex. In ihm sind über 1 600 Unternehmen aus 23 Industrieländern vertreten, darunter Amazon, Apple, BMW oder Toyota. Der Anteil von US-Aktien ist mit etwa 60 Prozent allerdings sehr hoch. Daher empfiehlt es sich, einen ETF auf den Stoxx Europe 600 dazuzunehmen. In ihm sind die 600 größten an europäischen Börsen notierten Unternehmen versammelt.

Zusätzlich lohnt ein Investment in die sogenannten Schwellenländer oder Emerging Markets wie China, Russland, Indien oder Südafrika. Diese deckt der MSCI Emerging Markets ab. Zu guter Letzt eignen sich Staatsanleihen. Sie schwanken weniger und dienen als Ausgleich im Depot, wenn es an den Börsen mal etwas ruppiger zugeht. Am besten ist ein weltweiter ETF, es gehen aber auch europäische Anleihen. Welche Produkte Sie genau kaufen können, entnehmen Sie der Tabelle. Sie wurden nach der Rendite auf Jahressicht ausgewählt. Da Indexfonds alle ähnlich strukturiert sind, entscheidet hier am Ende die Höhe der Verwaltungskosten.


Es gibt tausend Möglichkeiten, Geld loszuwerden, aber nur zwei, es zu erwerben: Entweder wir arbeiten für Geld, oder es arbeitet für uns.Bernard Baruch, US-amerikanische Börsenlegende


Wie viel kann ich verdienen?

Mit unserem monatlichen Startgeld von 25 Euro schaffen wir es zwar noch nicht zum Millionär. Aber immerhin: Wer diesen Betrag 20 Jahre lang Monat für Monat anlegt und dabei einen Gewinn von fünf Prozent pro Jahr macht, der hat nach 20 Jahren etwas mehr als 10 000 Euro im Depot. Und wer jetzt feststellt, dass die Börse kein Hexenwerk ist, und sich etwas mehr zutraut, der kann auch mehr erreichen. Mit 100 Euro im Monat etwa sind nach 20 Jahren schon beachtliche 42 000 Euro drin. Zudem sind unsere fünf Prozent Gewinn konservativ gerechnet. Schließ- lich schaffte der Weltleitindex MSCI World zwischen 1975 und 2017 im Durchschnitt eine jährliche Rendite von 7,7 Prozent. Rechnen wir mit dieser, so werden aus den monatlichen 25 Euro nach 20 Jahren bereits mehr als 14 000 Euro. Und 200 Euro an monatlicher Investition summieren sich am Ende auf 115 000 Euro. Das ist dann schon ein sehr ordentliches Zubrot für die Altersvorsorge.

ANFÄNGER Mit wenig Geld viel erreichen

DAS PROBLEM Studenten und Berufseinsteiger haben oft genug Probleme, ihren Alltag zu finanzieren. Selbst mit Nebenjobs, BAföG und elterlichen Zuschüssen bleibt kaum etwas übrig, das man noch anlegen könnte.

DIE LÖSUNG Schon ab 25 Euro im Monat lohnt sich eine Wertanlage in ETFs. Ja, es wird schwierig, das Geld zusammenzubekommen. Aber es wird sich lohnen.

DIE UMSETZUNG Studenten und Berufseinsteiger haben noch Zeit und können mehr Risiko gehen. Sie sollten also 30 Prozent in einen ETF auf den MSCI World anlegen, 20 Prozent in einen auf den Stoxx Europe 600, weitere 20 Prozent auf den MSCI Emerging Markets und den Rest in Staatsanleihen.

FAMILIEN Mitten im prallen Leben

DAS PROBLEM Alleinstehende haben nach einigen Jahren im Job meist eine gute finanzielle Ausgangssituation. Sie sollten also ausreichend Geld zur Verfügung haben. Doch Familien brauchen das Geld meistens für die Kinder. Was also tun?

DIE LÖSUNG Wer es nicht schafft, 25 oder 50 Euro im Monat anzulegen, der kann etwas vom Kindergeld abzwacken. Dieses Kindergeldsparen sorgt dafür, dass die Kinder im Jugendalter oder zum Studium bereits ein finanzielles Polster haben.

DIE UMSETZUNG 25 Prozent MSCI World, 20 Prozent Stoxx Europe 600, 15 Prozent MSCI Emerging Markets, 30 Prozent Staatsanleihen und 10 Prozent Gold.

VORRUHESTÄNDLER Jetzt drängt die Zeit

DAS PROBLEM Wenn die Kinder aus dem Haus sind, ist meist genügend Geld da. Aber jetzt fehlt die Zeit, und es rächt sich, wenn man nicht richtig vorgesorgt hat.

DIE LÖSUNG Wer schon einiges besitzt, der legt nun größere Beträge sicher an. Wer weniger Geld zur Verfügung hat, der macht es wie Berufseinsteiger oder Familien, aber mit etwas weniger Risiko.

DIE UMSETZUNG Wenn möglich, 200 bis 300 Euro pro Monat zurücklegen, allerdings in relativ sichere Anlagen. Denn jetzt geht es darum, das Geld zu vermehren und gleichzeitig zu sichern. Dafür setzt man 20 Prozent auf den MSCI World, 25 Prozent auf einen weltweiten Dividenden-ETF, 40 Prozent auf Staatsanleihen und 15 Prozent auf Gold.

DIE BESTEN RENDITEBRINGER Fünf ETFs für die wichtigsten Märkte

GELDANLAGEN IM VERGLEICH Tagesgeldkonto und monatlicher Sparplan

Sinkflug Seit der Finanzkrise geht’s mit den Zinsen abwärts. Was die Wirtschaft befeuern soll, ist für den Sparer schlecht. Statt drei oder vier Prozent gibt es heute fast nichts mehr


Sparpläne kontra Einmalanlage Wer regelmäßig kleinere Beträge investiert, steht am Ende besser da als bei einer großen Anlage. Und muss dabei weniger riskieren


Wichtig ist dabei der Zeitfaktor: Je früher man anfängt, desto weniger Geld muss man aufwenden. Zwar spielt der viel beschworene Zinseszins-Effekt bei den aktuellen Magerzinsen nicht mehr die entscheidende Rolle wie früher. Doch das wird sich über die Jahre auch wieder ändern. Wer dagegen erst zehn oder fünfzehn Jahre vor der Rente mit dem Anlegen beginnt, muss größere Summen aufwenden. Und risikiert, dass er ausgerechnet dann in eine Phase kommt, in der es an den Börsen einmal nicht so gut läuft.

Einmalanlage oder Sparplan?

Hier lautet die Antwort: Sparplan. Denn mit der Einmalanlage ist das Risiko groß, einen schlechten Zeitpunkt an der Börse zu erwischen. Beim Sparplan hingegen ist der Cost-Average-Effekt des Anlegers bester Freund: Verlieren Aktien, bekommt man für seinen monatlichen Einsatz mehr ETF-Anteile. Steigen sie wieder, bekommt man weniger, profitiert aber von steigenden Kursen.

FAZIT Eine Alternative zur regelmäßigen Fondsanlage gibt es derzeit kaum. Für Tagesgeld oder Festgeld gibt es fast keine Rendite mehr. Für regelmäßige Sparer dagegen schon. Auch wenn sie nur 25 Euro im Monat zurücklegen und dafür auf ein paar Tassen Kaffee in der Woche verzichten.

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Jennifer Senninger (22), Marian Kopocz (25), Johanna Lucke (26) und Marcel Wollscheid (27)


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