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Reif fürs Podest


Der Hund - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 07.07.2021

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Bildquelle: Der Hund, Ausgabe 8/2021

Diese Fragen lassen uns seit über 4.000 Jahren keine Ruhe. So lange gibt es sie schon: die Olympischen Spiele. Im Vergleich zum antiken Vorbild hat sich einiges geändert. Heute treten die Wettkämpfer unter Zuhilfenahme einer bahnbrechenden Erfindung namens Sportbekleidung an und nicht mehr im Adamskostüm; statt im Faustkampf und Waffenlaufen misst man sich im Badminton und Golf – und Frauen dürfen auch mitmachen.

Im vergangenen Jahr sabotierte ein 0,12 Mikrometer kleiner Organismus namens SARS-CoV-2 die Austragung des Weltereignisses – es musste verschoben werden. Und auch in Tokio 2021 werden es sicher keine Olympischen Spiele, wie wir sie kennen. Für alle Fans sportlicher Rekorde haben wir ein Trostpflaster: olympiareife Hunde mit staunenswerten Leistungen. Einen Platz auf dem Treppchen haben sie alle verdient – ganz im olympischen Geist: Dabeisein ist alles!

MANN- SCHAFTS- WETTKAMPF

1. Die ...

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... schnellsten Flitzer

Wer mit seinem Auto über die Landstraße cruist, kann einmal auf seinen Tacho achten: 80 Kilometer pro Stunde – das ist die Spitzengeschwindigkeit von Greyhounds. Damit streichen die Windhunde unsere Goldmedaille als schnellste Flitzer im Hundereich ein. Den Rekord im Rückwärtslaufen hält übrigens ein Border Collie namens Kota – die Hündin legt fünf Meter in 2,42 Sekunden zurück. Das sind immerhin 7,44 Kilometer pro Stunde. Wie schnell Greyhounds rückwärtslaufen können, ist nicht bekannt.

2. Die spektakulärsten Schnüffler

Man nennt sie auch die „Supernase mit einem Hund hintendran“: Bloodhounds. Die Schnüffel-Spitzensportler haben rund 300 Millionen Riechzellen – andere Rassen nur 100 Millionen. Einer Fährte können sie über 200 Kilometer folgen und sie erkennen sogar 12 Tage alte Spuren. Ihr Geruchssinn ist unserem tausendfach überlegen. Der Bloodhound Nick Carter aus Kentucky hat als Polizeispürhund zur Festnahme von mehr als 600 Kriminellen beigetragen. Definitiv olympiareif!

3. Die erfolgreichsten Lebensretter

In dieser Disziplin gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen: In den Alpen sollen Bernhardiner als Lawinenhunde im Laufe der Zeit mehr als 2.000 Menschen gerettet haben. Allein dem Bernhardiner Barry, der von 1800 bis 1814 im Einsatz war, verdanken wohl 40 Menschen ihr Leben. Schätzungen zufolge haben auch Neufundländer in ihrer Geschichte viele hundert Menschen aus dem Wasser gefischt. An die Leistungen der berühmten Schweizer Rettungshunde kommen sie aber nicht heran.

4. Die erstaunlichsten Stimmakrobaten

Kein internationales Sportspektakel ohne Eröffnungsfeier mit berühmten Musikern. Bei uns treten die vierbeinigen Stimmakrobaten gegeneinander an: Welche Hundemannschaft legt die virtuoseste Darbietung hin: die gesprächigen Collies? Die heulenden Siberian Huskys? Beide können nur um Silber kämpfen, denn unser Gold geht an: die New Guinea Singing Dogs. Das Jodeln und hochfrequente Trillern dieser verwilderten Haushunde ist einzigartig. Die Sonagramme im Chor singender Neuguinea-Dingos ähneln denen von Walen.

5. Die ohrenbetäubendsten Beller

Achtung, Ohren zuhalten: Welche Hunde bellen am lautesten? Beim Deutschen Schäferhund kann es einem durch Mark und Bein fahren: Sein Gebell bringt es auf bis zu 108 Dezibel – das ist so laut wie eine Motorsäge. Doch Champions in dieser Disziplin sind die Golden Retriever: Den aktuellen Weltrekord hält ein australischer Goldie namens Charlie mit ohrenbetäubenden 113 Dezibel. Das geht schon in Richtung Presslufthammer!

6. Die geschicktesten K letterer

Weltpremiere: Dieses Jahr wird es in Tokio das erste Mal die Disziplin Sportklettern geben. Welche vierbeinigen Wettkämpfer sind die besten Kraxler? Die Tibet Terrier, die Vieh im Himalaja hüteten? Die Louisiana Catahoula Leopard Dogs, die bei der Waschbärenjagd katzengleich auf Bäume klettern? Nein – Sieger sind die Norwegischen Lundehunde, die an den Steilküsten Papageientaucher erlegen: Sie können ihre Beine seitlich abwinkeln und haben an den Hinterpfoten fünf, an den Vorderpfoten sechs Zehen.

Schon gewusst?

Die Erfinder der Olympischen Spiele, die alten Griechen, kannten bereits 65 verschiedene Hundetypen.

In der Mythologie stand der Hund für Loyalität – immerhin war der treue Argos der Einzige, der Odysseus nach 20-jähriger Abwesenheit wieder erkannte. Sokrates hielt den Hund sogar für einen Philosophen, da er in ihm einen wahren Freund des Lernens sah.

7. Die stärksten Schwimmer

Otterhounds gehören zu den stärksten Schwimmteams der Hundewelt. Gegen die Portugiesischen Wasserhunde haben sie jedoch keine Chance: Seit Jahrhunderten auf die Fischerei spezialisiert, waren sie sogar als schwimmende Brieftauben auf dem Wasser im Einsatz. Beide müssen sich hingegen dem Labrador Retriever geschlagen geben: Die beiden Labbi-Mixe Gypsi und Kai aus Hawaii durchquerten den 15 Kilometer langen Lahaina-Kanal in sechs Stunden und 23 Minuten. Weltrekord!

EINZEL- WETTKAMPF

1. Der beste Weitspringer

Im Jahr 1968 gelang dem Athleten Bob Beamon bei den Olympischen Spielen von Mexiko ein Jahrhundertsprung: 8,90 Meter – olympischer Rekord! Weiter sprang nur der legendäre Mike Powell bei der Leichtathletik-WM 1991 – und das nur um fünf Zentimeter. Kann ein vierbeiniger Wettkämpfer das toppen? Ja: Der Whippet Sounders sprang 2019 auf einem Dog Diving Wettkampf im kalifornischen Santa Rosa stolze 11,02 Meter weit vom Dock ins kühle Nass.

2. Der schnellste Skateboarder

Skateboard – eine Olympia-Disziplin? Allerdings: In diesem Jahr werden erstmals Skateboarder in einem Parcours mit Hindernissen und akrobatischen Tricks um die Medaillen kämpfen. Favoriten sind die US-Amerikaner. Auch die vierbeinigen Skateboarder stammen aus den USA: Ein Hund namens Jumpy schafft die 100-Meter-Strecke auf dem Board in 19,65 Sekunden. Spektakuläre Stunts wie der Ollie oder der Kickflip bleiben allerdings den zweibeinigen Sportlern vorbehalten.

Schon gewusst?

Das erste offizielle Maskottchen der Olympischen Spiele war – ein Dackel. Er wurde 1972 von dem berühmten Designer Otto Aicher entwickelt und trug den Namen Waldi. Der bunt gestreifte Vierbeiner verkaufte sich als Fan-Artikel viele Millionen Male.

3. Der brillanteste Ballkünstler

Manuel Neuer, Oliver Kahn oder Sepp Maier mögen ganz passable Torhüter sein. Doch Bahn frei – hier kommt die Beagle-Hündin Purin! Die ballverrückte Japanerin sorgt dafür, dass das Runde nicht ins Eckige kann – und schnappt den Ball mit den Vorderbeinen. In einer Minute hält sie bis zu 14 Bälle. Die vierbeinige Sportlerin verbucht noch einen Rekord: Auf einem Gymnastikball schafft sie zehn Meter Strecke in nur 10,39 Sekunden – wenn das nicht olympiaverdächtig ist!

4.Der fleißigste Frisbeefänger

Diskuswerfen ist eine der ältesten olympischen Disziplinen. Bei unseren vierbeinigen Athleten wird der Diskus nicht geworfen, sondern gefangen. Er ist nicht aus stahleingefasstem Holz, sondern aus Kunststoff – und man nennt ihn Frisbee. Unsere Goldmedaille für den fleißigsten Frisbeejäger geht an den kanadischen Whippet Davy, der eine 122,5 Meter weit fliegende Scheibe einholte und fing. Zum Vergleich: Der Weltrekord im Diskuswerfen liegt bei 74,08 Metern. Sie wollen das Frisbee-Talent Ihres Vierbeiners testen? Bitte dran denken, dass Hunde nicht auf den Hinterbeinen landen sollten. Der Wurf sollte also möglichst lang und flach sein, damit der Hund die Scheibe gut fangen kann.

5. Die meisten Tricks

Wie viele verschiedene Tricks kann ein Hund lernen? 50? 100? Die kleine Chanda-Leah brachte es auf ein Repertoire von fantastischen 469 Tricks. Die Hündin aus Kanada war nicht etwa ein Border Collie, sondern ein Zwergpudel. Um den Border Collie kommen wir aber in dieser Disziplin nicht herum: Der ebenfalls kanadische Hero alias The Super Collie schafft 60 verschiedene Tricks in nur einer Minute. Wir finden: Der Pudel ist einfach flauschiger und verdient Gold!

6. Der rasanteste Seilchenhüpfer

Schon wieder ein Border Collie – wenn auch ein halber: Der Border-Collie-Kelpie-Mischling Geronimo hat eine Schwäche fürs Seilspringen, auch Rope Skipping genannt. Fans dieser Trendsportart kämpfen um die Aufnahme ins Olympische Programm. Geronimo wäre ein guter Kandidat fürs Treppchen: Er hüpft 91-mal in einer Minute über das Seil. Die zweibeinigen Profis sind noch ein bisschen schneller – hier liegt der Rekord bei 108 Sprüngen in 30 Sekunden.

7. Der cool ste Surfer

Gibt es etwas Cooleres als Surfen? Nein – deshalb ist Surfen jetzt endlich eine Olympische Sportart. Dog Surfing liegt in Nordamerika ebenfalls im Trend. In der Hundewelt ist Abbie Girl die unangefochtene Königin auf dem Board: Die Australian-Kelpie-Hündin surfte auf dem offenen Meer mit einer Welle 107,2 Meter weit. Ihr Herrchen Michael hat die erstaunliche Distanz bei einem Dog Surfing Event im kalifornischen Ocean Beach bei San Diego per GPS gemessen.