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REINE ZELLEN


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Natürlich - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 25.04.2022

SERIE BESSER LEBEN TEIL 9: KÖRPER & ZELLE

Artikelbild für den Artikel "REINE ZELLEN" aus der Ausgabe 3/2022 von Natürlich. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Natürlich, Ausgabe 3/2022

Maria Braun, Wissenschaftsjournalistin

1 FRISCHES WASSER

Kein Stoffwechsel ohne Flüssigkeit

Ohne Wasser läuft in unserem Körper nichts. Besonders wichtig ist es für die Nieren. Sie sind dafür verantwortlich, alle Stoffe aus unserem Körper zu schwemmen, die wir nicht mehr brauchen oder sogar schädlich für uns sind. Mindestens so wichtig ist Wasser für unser Gehirn, das ständig mit Nährstoffen versorgt werden muss. Wasser ist hier nur indirekt das Transportmittel, denn die Nährstoffe werden eigentlich vom Blut transportiert. Doch woraus besteht Blut? – Es besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Stellt man sich also vor, dass unser Blut ununterbrochen durch den Körper fließt, weil es nicht nur das Gehirn versorgen muss, sondern auch alle anderen Organe und alle Muskeln, dann haben wir einen unaufhörlichen Wasserstrom im Körper. Dieser beliefert alle Regionen mit ...

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... wichtigen Nährstoffen und transportiert ebenso alle Abfallstoffe ab. Hochgerechnet kreisen etwa 2.000 Liter Wasser pro Tag durch unsere Nieren und rund 1.400 Liter durch das Gehirn. Wasser ist für uns also lebensnotwendig, und das ist eigentlich noch untertrieben, denn unser Körper besteht zum großen Teil aus Wasser. Ein Neugeborenes weist einen Wasseranteil von 70 bis 80 Prozent auf, bei einem 85-Jährigen sind es nur noch 45 bis 50 Prozent. Der Großteil des Wassers befindet sich aber nicht, wie wir meinen würden, im Blut, sondern in unseren Zellen. Das Wasser verteilt sich in unserem Körper etwa wie folgt: Eine Person, die 70 Kilogramm schwer ist, besteht aus ca. 42 Litern Wasser, davon stecken 28 Liter in den Zellen, ca. 10,5 Liter im Zellzwischenraum und nur 3,5 Liter im Blut.

UNSER TIPP:

Das Wasser von

»Staatl. Fachingen« hat einen natürlich hohen Gehalt an Hydrogencarbonat.

www.fachingen.de

2 GÄ NSEBLÜMCHEN

Regt den Lymphfluss an

Das Gänseblümchen steht für Unschuld, Reinheit und Sauberkeit. Aus diesem Grund wird es auch gern auf Produkten wie Naturjoghurt, Taschentüchern oder Tampons abgebildet. Doch das war nicht immer so. Im »Lehrbuch der biologischen Heilmittel« von 1938 weist der Mediziner Gerhard Madaus darauf hin, dass das Gänseblümchen im 18. Jahrhundert für schädlich erklärt wurde und ausgerottet werden sollte. Eine missbräuchliche Anwendung als Abtreibungsmittel war der Grund. Eine Einschätzung, die heute nicht mehr nachvollziehbar ist. Fest steht aber, dass das Gänseblümchen in seiner Wirkweise nicht zu unterschätzen ist. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind Saponine, Gerb-und Bitterstoffe, Flavonoide, Schleimstoffe sowie Vitamin C und etwas ätherisches Öl. In der Traditionellen Europäischen Natur- heilkunde (TEM) wird Bellis perennis als eine Heilpflanze beschrieben, die vor allem in den Verdauungsorganen zum Einsatz kommt und dort verflüssigend und entkrampfend wirkt. Sie zerteilt zähe Flüssigkeit und leitet übermäßige Stoffwechselprodukte aus. Auch den Lymphfluss soll sie anregen. Das deckt sich mit den Beschreibungen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Im Handbuch »TCM mit westlichen Pflanzen« steht, der Reinigungsprozess, den das Gänseblümchen im Körper bewirke, sei beachtlich. Erwähnt wird auch die vermehrte Ausscheidung von Gewebeschlacken und die milde Beeinflussung des Lymphflusses. Gänseblümchen zählen zu den Korbblütlern wie auch Kamille, Ringelblume und Arnika. So gilt in der TCM die Ringelblume seit jeher als hervorragendes Lymphmittel, doch das Gänseblümchen soll den Lymphfluss noch breiter anregen als die altbewährte Ringelblume.

UNSER TIPP:

Kräuter und Moor stecken in der Trinkkur »So gut wie neu«, darunter Gänseblümchen, Birkenblätter und Goldrute.

www.sonnenmoor.at

3ARTISCHOCKENKRAUT

Kurbelt den Fettstoffwechsel an

Liebevoll wird die Artischocke auch als »Gemüse mit Herz« bezeichnet. Doch um das schmackhafte Herz geht es hier nicht, sondern um Cynarae folium – die Artischockenblätter. Diese sind reich an Bitterstoffen wie Cynarin, der den Stoffwechsel der Leber anregt. Den Blättern wird eine cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben. Unterschiedliche Mechanismen sollen dafür zuständig sein. So kommt es zu einer vermehrten Ausscheidung von Cholesterin sowie zu einer gehemmten Neubildung in den Leberzellen. Verwendet werden die getrockneten Artischockenblätter. Ihre Anwendung gilt als lipidsenkend und unterstützt eine Behandlung bei Fettstoffwechselstörungen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bezeichnet Artischockenblätter in einer Bewertung als »Arzneimittel zur Linderung von Verdauungsstörungen sowie bei Völlegefühl und Blähungen«. Diese Erkenntnisse basieren auf der »traditionellen Anwendung« von Artischockenblättern. Was bei der EMA bedeutet, dass die Wirksamkeit dieser pflanzlichen Arzneimittel plausibel ist und dass sie seit mindestens 30 Jahren sicher auf diese Weise verwendet werden, obwohl keine ausreichenden Beweise aus klinischen Studien vorliegen.

UNSER TIPP:

Als Begleiter für Fastenkuren eignet sich der »7x7 Kräutertee«. Er enthält 49 Kräuter, darunter auch Artischockenkraut.

www.p-jentschura.com

4 SC HACHTELHALM

Sp ült die Harnwege durch

Viel e kennen den Schachtelhalm vielleicht noch aus der Grundschule: Im Sachunterricht wird er gern durchgenommen, weil die Pflanze mit einem Alter von 400 Millionen Jahren zu den ältesten Pflanzen unserer Erde zählt. Auch die Menschen erkannten früh, dass der Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) viel zu bieten hat. Schon Dioskurides, griechischer Arzt im Römischen Reich, sprach von der Pflanze, die den Harn treibe, Uterusblutungen stille und den Husten lindere. Zwischenzeitlich geriet die Heilkraft des Krauts etwas in Vergessenheit, bis Sebastian Kneipp im 19. Jahrhundert den Schachtelhalm sozusagen wiederentdeckte. Zu Heilzwecken werden die grünen Sommertriebe genutzt. Sie enthalten etwa zehn Prozent mineralische Bestandteile wie Kieselsäure und Silikate sowie Flavonoide, die harntreibend wirken. Acker-Schachtelhalm als Tee wird zur Durchspülung bei den ersten Anzeichen einer bakteriellen oder entzündlichen Harnwegserkrankung angewendet.

5 BIRKE

Blätter mit harntreibender Wirkung

Schon im 16. Jahrhundert erkannte der Arzt und Botaniker Matthiolus, dass die Birke diuretische Eigenschaften besitzt, also eine harntreibende Wirkung hat, und beschrieb die Birke als »Nierenbaum«. Etwa 100 Jahre später befasste sich der englische Arzt und Apotheker Nicholas Culpeper mit der Birke und war insbesondere von ihrem Saft fasziniert. In seinem damals viel beachteten Werk »The Complete Herbal« schrieb er »vom Baum der Venus, dessen Saft Nierenund Blasensteine auflösen kann«. Dieses Buch wurde seinerzeit vielfach illegal nachgedruckt, was die Popularität des Werks unterstreicht. Birkensaft ist eine klare Flüssigkeit, die im Frühjahr aus der Birke abgezapft werden kann. Im März oder April kann eine Birke mehr als zehn Liter Birkensaft liefern. Für die Gewinnung reicht es, etwa fünf Zentimeter tief durch die Rinde zu bohren. Birkensaft, auch Birkenwasser genannt, wird eine entgiftende und entschlackende Wirkung nachgesagt. Eindeutiger belegt ist die Wirkkraft der Blätter. Zubereitungen aus Blättern haben harntreibende Eigenschaften und werden für die Behandlung entzündlicher und bakterieller Erkrankungen der Harnwege eingesetzt, insbesondere bei einer unkomplizierten Blasenentzündung bei Frauen. Zu den aktiven Inhaltsstoffen gehören die Flavonoide.

UNSER TIPP:

Das Kräuterelixier »Freetox Gerstengras-Birke« wird mit Wasser verdünnt und über den Tag verteilt getrunken.

www.salus.de

UNSER TIPP:

Grüner Tee mal anders: Im Mehrfruchtsaft »Für gesunde Zellen« stecken entkoffeinierter Grünteeextrakt und viele Früchte.

www.rabenhorst.de

6 GRÜNER TEE

Flexible und elastische Gefäße

Egal ob grün oder schwarz, die Teeblätter stammen von derselben Pflanze: Camellia sinensis. Der Verarbeitungsprozess entscheidet, ob aus ihnen grüner oder schwarzer Tee wird. Für Grüntee werden die Blätter nicht fermentiert, sondern nur getrocknet. Dieses Verfahren ist schonender und die Blätter behalten eine Vielzahl ihrer gesunden Inhaltsstoffe. Die Rede ist hier von sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, genauer gesagt den Catechinen. Ihnen wird auf vielen Gebieten eine heilende Wirkung zugesprochen, wie etwa bei der Vorbeugung von Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei den Untersuchungen zur Wirksamkeit der Catechine handelt es sich aber meist um Labor-oder Tierstudien, was ihre Aussagekraft eingeschränkt. Alltagstauglicher ging es Dr. Mario Lorenz an, Molekularbiologe an der Berliner Charité. Er wollte wissen, inwiefern der Konsum von grünem Tee die Gesundheit beeinflusst. In der Studie kam er zu dem Ergebnis: Das Trinken von einem halben Liter starkem grünen Tee führte dazu, dass die Blutgefäße der Versuchsteilnehmer elastischer und flexibler reagierten. »Wir konnten in dieser Studie zeigen, dass der Tee in der Lage ist, kurzzeitig eine Gefäßerweiterung zu erzeugen«, so Lorenz. Auch andere Studien deuten darauf hin, dass Menschen, die regelmäßig grünen Tee trinken, gesünder sind und länger leben. Doch hier müsse man vorsichtig sein, so Lorenz, denn häufig hätten Menschen, die grün en Tee trinken, einen allgemein gesünderen Lebensstil.

UNSER TIPP:

Mit der Kraft des Schachtelhalms: »Regulatpro Active DTX + Dr. Niedermaier Detox Kur«. Auch Vitamine, Mineralstoffe sowie Extrakte aus Olive und Ginseng aktivieren die Ausscheidungsorgane.

www.regulat.com