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REISE: „Ich mag die bunte Mischung“


TV direkt - epaper ⋅ Ausgabe 22/2019 vom 17.10.2019

TV-Star Klaus J. Behrendt verrät seine ganz persönlichen Highlights in der Hauptstadt


AUFREGENDES BERLIN

Artikelbild für den Artikel "REISE: „Ich mag die bunte Mischung“" aus der Ausgabe 22/2019 von TV direkt. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TV direkt, Ausgabe 22/2019

ANGESTRAHLTDas Brandenburger Tor, einst Stadttor, ist heute Symbol der deutschen Einheit


ORTSKUNDIGKlaus J. Behrendt, Markenbotschafter eines Modelabels, lebt seit 26 Jahren in Berlin


S ein Arbeitsplatz liegt an 20 Wochen im Jahr in der „Tatort“-Stadt Köln, doch die Wahlheimat von Klaus J. Behrendt ist seit 26 Jahren Berlin. Warum er nach Dreharbeiten so gern nach Hause zurückkehrt und welche Orte er am liebsten aufsucht, verrät der 59-Jährige exklusiv in TVdirekt:

„Berlin, wat haste dir verändert“, ...

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... hört man hier oft. Stimmt, vieles hat sich gewandelt. West-und Ostberlin sind gut zusammengewachsen. Einiges gibt’s doppelt: den Flughafen etwa, den Zoo, das Planetarium, das Opernhaus sogar gleich dreimal. Weil Berlin so riesig ist – von West nach Ost sind es 45 Kilometer, von Nord nach Süd 38 Kilometer – entdecke auch ich immer wieder Neues in der Stadt.

Wer allerdings noch nie zuvor hier war, nimmt sich erst einmal all die Sehenswürdigkeiten vor, die für mich mittlerweile selbstverständlich sind: Brandenburger Tor, Kanzleramt, Reichstag, Schloss Bellevue. Solche Prachtbauten mit langer Geschichte stehen in Mitte zuhauf, sodass für den einst geteilten Innenstadtbezirk gut und gerne ein ganzer Tag draufgeht. Wer zwischendurch Lust zum Einkaufen hat: Die Potsdamer Platz Arkaden bieten 130 Shops, darunter individuelle Fachgeschäfte und namhafte Modeketten wie etwa Walbusch. Als Botschafter des Solinger Bekleidungsunternehmens kenne ich den Laden natürlich. Ansonsten gehe ich gern ins Bikinihaus. Ich schätze die originellen Läden dort, die anderswo in Deutschland nicht zu finden sind, und die 7000 Quadratmeter große begrünte Dachterrasse.

GLANZVOLLDer Reichstag mit seiner 23 Meter hohen Glaskuppel


PRÄCHTIGDas Bode-Museum in neobarockem Baustil auf der Museumsinsel


HERBSTIDYLLLaubbäume am Wannsee wechseln ihre Farben


FOTOS: S. 14–15: WIRTH/INTERFOTO (GR.), WALBUSCH, PIERRE ADENIS, DIXON/STOCK ADOBE; S. 16–17: SPREMBERG/STACHE/DPA PICTURE-ALLIANCE (2), FRANK BRUCEK, BELLM/STIFTUNG TOPOGRAPHIE DES TERRORS, STEFFENS/DDP

Berlin pulsiert, nicht nur in Mitte. Deutschlands Metropole ist weltstädtisch und gemütlich, ständig in Bewegung, aber nicht hektisch und wirkt auf mich wie ein Konglomerat aus vielen Dörfern. Jeder Stadtteil hat seinen ganz eigenen Charme. Mal ist der eine, mal der andere angesagt. Zurzeit sind es Kreuzberg, Mitte und Neukölln. Am wohlsten aber fühle ich mich in Charlottenburg, wo ich auch wohne. Das ist ein alter Szenetreffpunkt, der wohl nie wirklich aus der Mode kommen wird. Hier trifft Alt auf Jung. Ich mag die bunte Mischung. Von allem ist etwas da.

Hauptsache, es schmeckt

Berlin ist die Hauptstadt des Frühstücks. Das könnte man zumindest meinen, denn jedes Café, das etwas auf sich hält, offeriert „Frühstück von 9 bis 19 Uhr“. Ich selbst frühstücke aber am liebsten zu Hause. Dafür gehe ich ab und zu mal abends essen. Berlin hat so viele gute Restaurants, Ratschläge verbieten sich eigentlich. Zwei Empfehlungen gebe ich dennoch: das Restaurant „Engelbecken“ am Lietzensee in Charlottenburg und das „Wiesenstein“ am Schöneberger Viktoria-Luise-Platz. Mein Kriterium ist: Hauptsache, es schmeckt. Ich bevorzuge die bayerisch-schwäbische Küche. Und, na klar, nicht nur im Kölner „Tatort“, auch in Berlin habe ich gelegentlich Appetit auf eine Currywurst mit Pommes. Mein Top-Tipp für eine Imbissbude: Bier’s Ku’damm 195. Nach turbulenten Drehtagen nehme ich mir immer wieder mal Zeit für einen Museumsbesuch. Besonders interessant finde ich die Galerie Mensing, die zeitgenössischen Kunstgenuss verspricht, das Jüdische Museum, das in Ausstellungen etwa das jüdische Leben von heute dokumentiert, und das Areal „Topographie des Terrors“, wo sich zwischen 1933 und 1945 die wichtigsten Einrichtungen des NS-Terrorapparats befanden, etwa SS und Gestapo. Heute ist es eine Dokumentationsstätte des Grauens. Ich bekomme jedes Mal eine Gänsehaut, wenn ich dort bin.

NS-GRAUENErinnerungsort „Topographie des Terrors“


BAYERISCHE KÜCHEDas alpenländische „Engelbecken“ am Lietzensee


TOP-AUSSICHT 285 Stufen führen zur Plattform der Siegessäule


AM ZOO Die begrünte Dachterrasse des Bikinihauses


Und manchmal will ich einfach nur meine Ruhe haben. Dann mache ich einen Spaziergang im Grunewald. Oder es geht raus an den Wannsee, zum Tretbootfahren mit meiner Frau. Ich liebe die Stille, das Licht, die Farben der Laubbäume. Eigentlich neige ich nicht zum Schwärmen, aber hier muss es einfach sein.

BERLINHotels, die Behrendt empfiehlt

■ HOTEL ZOO am Kurfürstendamm: Es war in den 1920er-, 50er-und 60er-Jahren eine beliebte Adresse für Filmstars und Künstler. Heute ist es ein exklusives Haus mit extravagantem Design. Preis: Doppelzimmer mit Frühstück ab 150 Euro pro Nacht; Tel. 030/88 43 77 30, hotelzoo.de
■ HOTEL AM STEINPLATZ in Charlottenburg: Das Jugendstil-Juwel, erbaut vor über 100 Jahren, zählt zu den schicksten Adressen der Stadt. Preis: DZ ab 212 Euro pro Nacht; Tel. 030/554 44 40; hotelsteinplatz.com