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REISE: Im Reich der Magie


HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 08.03.2019

Paläste, Elefanten und viele Haremsgeheimnisse: In Rajasthan zeigt Indien seine faszinierenden Seiten


Artikelbild für den Artikel "REISE: Im Reich der Magie" aus der Ausgabe 11/2019 von HÖRZU. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 11/2019

Wasserstadt
Udaipur nennt man wegen seiner vielen Seen das Venedig des Ostens


Schließ die Augen und sag einmal: Indien.“ So beginnt „Das Dschungelbuch“ von Rudyard Kipling. Und manchmal auch eine lebenslange Sehnsucht: Einmal das Land der Maharadschas sehen, der Weltwunder und Wüsten, der Tiger, Elefanten und Schlangenbeschwörer. Am besten im Herzen Indiens – in Rajasthan.

Die ersten Stunden in Delhi – verwirrend. Das Gemenge, die knatternden Tuk-Tuks und Karrenschieber, die fremden Gerüche, die leuchtend ...

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... bunten Gewänder der Frauen, die Turbane der Männer. Das Gefühl, die Kamera nicht aus der Hand legen zu wollen, um bloß nichts zu verpassen. Die Basare – ein Feuerwerk an Farben, scharfen Gewürzen, die in der Nase kitzeln. Der Prachtboulevard Rajpath, auf dem man zum berühmten Triumphbogen des India Gate wandert. Und schließlich der Tadsch Mahal in der Nähe, in Agra. Ein Glanzlicht im Licht der untergehenden Sonne. Shah Jahan ließ ihn errichten für seine tote Lieblingsfrau. Ein Grabmal aus Liebe, dessen Anblick sprachlos macht.

Tatsächlich: Indiens Armut scheint hier oft weit weg. Vielleicht lenken die Paläste, die Erinnerung an den Glanz der Vergangenheit auch einfach davon ab. Ganze Tage könnte man in ihnen verbringen, durch ihre Gänge wandeln, sich vom Luxus betören lassen. Kein Problem, viele sind heute Hotels. Von einem Palast zum anderen reisen und das Land erkunden – ein Urlaubstraum für sich. Auf dem Weg zur nächsten Station Jaipur passiert man die Geisterstadt Fatehpur Sikri. Blau glasierte Ziegel, Reste goldener Wandmalereien sind von der Kaiserstadt Akbars des Großen geblieben, Greifvögel kreisen über den menschenleeren Bauten, über die ein eigener Zauber zu wachen scheint.

Buntes Leben
Ein Fest für die Augen: die Märkte Indiens. Früchte und Gemüse leuchten mit den Sarifarben der Frauen um die Wette


Blaue Stunden
Die meisten Häuser in Jodhpur am Rand der Wüste Thar sind hellblau angemalt


Dann geht es nach Jaipur, die rosarote Stadt. Stadtmauer und Häuserfassaden schimmern noch immer in Pink, seit der Maharadscha sie 1876 zu Ehren des Prinzen von Wales so auffallend streichen ließ. Auch den Palast der Winde natürlich. In den Baumwipfeln der Stadt hocken grüne Papageien, die Hitze steht in den Gassen, es riecht nach Lammcurry. Schon am zweiten Tag in Indien hat man das Gefühl, dass einem die Sinne über laufen. Es wird ja nicht weniger. Und man will alles sehen. Jodhpur, die blaue Stadt mit ihrem gewaltigen, majestätischen Fort. Das Shekhawatigebiet mit Städtchen wie Nawalgarh oder Mandawa mit reich verzierten Havelis, den Häusern der wohlhabenden Kaufleute an der Karawanenroute. Die Zitadellenstadt Jaisalmer mit ihren 99 Wehrtürmen und dem siebenstöckigen Stadtpalast, aus Sandstein auf einem großen Felsrücken gebaut – sobald die Sonne sinkt, scheint ihre Altstadt eins zu werden mit der Wüste Thar. Ein kluger Schachzug ihrer Erbauer – so war sie für Angreifer und Plünderer kaum zu sehen.

Kleine Geste, großes Geschenk

Überhaupt, die Wüste: dieses Spektakel, wenn die Sonne aufgeht und die Weite in immer neue Farben taucht. Man möchte ausgelassen eine der Sanddünen hinunterrutschen, will Nomaden zwischen ihren Ziegen-, Schaf- oder Kamelherden beobachten oder ihre kugelrunden Hütten aus Kuhfladen bestaunen.

Auf einer Bootstour auf dem Picholasee findet man Ruhe für den Blick auf gleich vier Paläste. Ein Graufischer steht stolz am Ufer, ein Eisvogel flattert umher. Als die Nacht heranschwebt, spiegeln sich Mond und Paläste im Wasser wie ein Traumbild. Nach Udaipur ist es am nächsten Tag nicht weit. Kleine Shops und Essstuben reihen sich auf dem Weg vom See zur Stadt aneinander. Ein schöner Abschluss einer Traumreise: der Blick vom Jagdish-Tempel auf die Altstadt. Ein Priesterhelfer malt ein paar Frauen lächelnd einen roten Punkt auf die Stirn, das Bindi. Kleine Geste als großes Geschenk: Das Bindi verheißt Glück und Erfolg.

Luftig gebaut
Durch seine fast 1000 Fensterchen weht immer eine Brise: der Palast der Winde in Jaipur


Majestätisch
Ein Palast? Nein, eigentlich nur ein Grabmal. Der berühmte Tadsch Mahal in Agra


Rajasthan So erlebt man es am besten

ANREISE Flüge ab Frankfurt nach Delhi etwa mit Lufthansa ab 558 Euro, lufthansa.com

EINREISE Mit Visum, das mit mindestens sechs Monate gültigem Reisepass bei verschiedenen Dienstleistern beantragt werden kann. Info: indianembassy.de

BESTE REISEZEIT In den Monaten von Oktober bis März ist das Klima meist angenehm warm und sonnig. April, Mai und Juni sind die heißesten Monate

GEFÜHRTE RUNDREISE 16 Tage mit den Highlights Delhi, Bikaner, Jodhpur, Jaipur, Taj Mahal und Palast der Winde inkl. Linienflug mit Lufthansa, Übernachtungen in 4-, 5-Sterne- und Heritage-Hotels, inkl. 14-mal Frühstück, 2-mal Mittagessen, 14-mal Abendessen, pro Person ab 1499 Euro etwa bei Globista, Tel. 06101/ 98 42 97, globista.de

INDIVIDUELL Günstig und charmant mit familiärer Atmosphäre sind kleine Pensionen und Bed & Breakfasts, buchbar z. B. über booking.com

TOURISMUSVERBAND incredibleindia-tourism.org


FOTOS: S. 32-33: PIKOSO/SHUTTERSTOCK; S. 34-35: HELLIER/AWL IMAGES, MORANDI/GETTY IMAGES, GRÄFENHAIN/HUBER IMAGES, WAJ/SHUTTERSTOCK