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Reise ins Tal der Hundertjährigen


REISE & PREISE - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 08.10.2019

Menschenleer und artenreich wie kein anderes erstreckt sich das kleine Land zwischen Pazifik und Amazonas. Ski pisten und tropische Regenwälder liegen nur wenige Kilometer auseinander. Jeder See, jeder Berg und Vulkan, jedes Tal umgibt ein Mythos, erzählt eine Legende, verspricht ein Abenteuer. VON LISA ALIX BRANDAU


Artikelbild für den Artikel "Reise ins Tal der Hundertjährigen" aus der Ausgabe 4/2019 von REISE & PREISE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: REISE & PREISE, Ausgabe 4/2019

Blick von Quitos Altstadt auf die Statue der»Jungfrau von El Panecillo


H ier ist es sicher, ihr könnt zu Fuß gehen«. Es ist 23:00 Uhr in Otavalo, im Nordosten Ecuadors. Es ist dunkel, kalt, wie ausgestorben.

Trotzdem versichert die junge Frau, die in einem der Restaurants an der Umgehungsstraße ...

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... arbeitet, dass einem hier nichts passiert – und das ist für Südamerika ungewöhnlich. Die Straße ist Teil der legendären Panamericana. An ihr halten in Südamerika fast alle Busunternehmen, statt bis ins Zentrum der Stadt zu fahren. Auch nachts. »In Otavalo leben überwiegend Indios, die Ureinwohner sind ehrbare Menschen. Kriminelle müssen damit rechnen, aus der Gemeinschaft ausgestoßen zu werden«, meint Maria.

Egal ob man die Grenze von Kolumbien oder Peru aus überschreitet, etwas spürt man sofort: Ecuadors positive Energie. Optimistisch. Fröhlich. Selbstbewusst. Dabei galt das kleine Land, das seit 1830 unabhängig ist, vor wenigen Jahrzehnten noch als Bananenrepublik, arm, geplagt von politischen Unruhen.

Mit einem einzigartigen Kraftaufwand jedoch investierte das Land in Bildung, Gesundheitssystem, Infrastruktur. Ecuadors Präsident ist beliebt, die Menschen sind hoffnungsvoll, mit einem starken, stolzen Selbstverständnis. Auch die indigene Bevölkerung, die sich ihre Identität bis heute bewahrt hat. Doch gerade für sie kommt Ecuadors Aufschwung mit einem Preis: Um die riesigen Ölvorkommen des Landes zu erschließen, roden ausländische Firmen den Dschungel – auf Kosten der Natur und der indigenen Völker, deren Heimat systematisch zerstört wird. Das sieht man auch um Otavalo: Wo einst Wälder standen, prägen karge Hügel das Bild. In keinem anderen Land Südamerikas wird so viel ab - geholzt wie in Ecuador. Gut 95 Prozent seines Waldes hat das Land bereits verloren. Vielleicht wirkt Ecuador deshalb weit und verlas- sen, obwohl es die höchste Bevölkerungs - dichte Südamerikas hat. Dennoch: Die Tierund Pflanzenwelt des Landes zählt zu den viel fältigsten des Kontinents. Anden, Küste, Dschungel – Schnee und tropische Hitze sind nur durch wenige Kilometer getrennt.

Der größte Kunsthandwerker - markt von Südamerika

Otavalo ist mit seinen gut 53.000 Einwohnern vor allem bekannt für seinen traditionellen Kunsthandwerksmarkt, dem größten Südamerikas, den es schon vor der Zeit der Inka gab. Jeden Samstag findet er auf dem Plaza de Ponchos statt – an den anderen Tagen in kleinerem Umfang. Es herrscht wuseliges Treiben. Verkäufer bieten indigene Kunst, Yak-Ponchos, Nippes, Webkunst und Lederwaren an. Viele der Dinge kommen aus den nahegelegenen Dörfern Peguche, Ilumán und Agato. Es lohnt, über den Markt zu schlendern, aber auch den Kopf zu heben für das Panorama aus Imbabura, Cotacachi und Fuya Fuya, alle drei gut über 4.000 Meter hoch. Die Vulkane und Berge sind nicht nur beliebte Ausflugsziele, sondern auch Heimat vieler Mythen und Legenden, wie die der mörderischen Familie Pucho Remaches, die das Fleisch ihrer Opfer an Wanderer in der Region verkaufte. Oder die von der Lagune Warmikucha, die – einst lebendig – alle verschlang, die an ihrem Ufer spazierten. Am Busbahnhof in Otavalo verkaufen indigene Frauen das typische Gebäck Ecuadors: leicht süßliches, trockenes Brot, mit Zuckerguss verziert, das an einen Lebkuchenmann erinnert. Wie die Verkäuferin lächeln auch die Brotfiguren freundlich drein. Am Nachbarstand brutzelt Ecuadors berühmt-berüchtigte Fleisch-Spezialität:Cuyo , Meerschweinchen vom Grill. Wie immer hängt das ganze Tier über dem Feuer – mitsamt Kopf:»Damit die Leute sehen, dass es keine Ratte ist«, erklärt die zierliche Verkäuferin in traditioneller Tracht, die ihr Baby in einem Tuch auf dem Rücken trägt.

Indigene Frauen auf dem Markt von Otavalo (links).


Ein Lama vor Bergkulisse im Cajas-Nationalpark westlich von Cuenca (rechts)


Trubel in der Hauptstadt Quito

Mit 2.850 Metern ist Quito die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Über 1,7 Millionen Menschen leben hier. Vom Busbahnhof fahren öffentliche Busse direkt in das historische Zentrum der Kolonialstadt, einem quirligen Gewirr aus Kopfsteinpflastergassen und Kirchen, wie der im Inneren mit Gold verzierten Iglesia de la Compania de Jesus und der gotischen Basilika del Sagrado Voto Nacional.

Quito ist das wohl beeindruckendste Erbe des spanischen Eroberers Francisco Pizarro, der 1532 in Peru landete. In kurzer Zeit eroberten die Spanier das gesamte Inka-Imperium und besetzen bis ins 19. Jh. Teile Südamerikas. Während die Besatzer in Reichtum lebten, waren es vor allem die Ureinwohner und Mestizos, Kinder aus Mischehen, die Unterdrückung und Armut erfuhren. Dann führte der venezuelische Freiheitskämpfer Simon Bolivar erst Kolumbien, dann Ecuador in die Freiheit. 1830 wurde Ecuador ein unabhängiger Staat.

Das heutige Quito ist ein Gemisch aus europäischer und indigener Kultur und Kunst. Das Herz der Altstadt ist der PlazaGrande mit dem Präsidentenpalast. Von hier ist es nicht weit bis zum Hügel Panecillo, auf dem die »Jungfrau von El Panecillo« thront. Ihren Blick auf das Gassengewirr der Altstadt gerichtet, ist die Schutzheilige mit Engels - flügeln die wohl bekannteste Heiligenstatue Quitos. Auf den Panecillo kommt man mit dem Bus oder über unzählige Treppenstufen. Vereinzelt stehen Polizisten am Wegesrand. Sie notieren Namen und Passnummern der Touristen und ermahnen, auf demselben Weg sicherheitshalber wieder hinabzusteigen. Denn Raubüberfälle sind keine Seltenheit. Nach dem Abstieg lohnt ein Besuch inLa Ronda , einer kleinen, kurvigen Gasse zu Füßen der Heiligenstatue voller kleiner bunter Kolonialhäuser. La Ronda gilt mit ihren Cafés und Restaurants als Partymeile der Altstadt, zeigt sich tagsüber aber recht verschlafen: Ein alter Mann steht auf einer Leiter vor seinem Haus und erneuert gemächlich den Schriftzug über der Tür. Im Laden gegenüber lächelt ein Mann im Blaumann freundlich hinter dem Tresen. Der Schreiner hat seine Werkstatt hier schon sein Leben lang. Für ihn ist seine Straße der schönste Platz der Stadt. Authentisch und mit Atmosphäre. Ganz anders präsentiert sich das Viertel La Mariscal, von den EinheimischenGringolandia genannt. Hier ist auch tagsüber eine Menge los, hört man überall Gringo-Englisch.Starbucks ,Patagonia und andere hippe Läden reihen sich an Hostels, Bars und Restaurants mit internationaler Küche.

Das Tal der 100-Jährigen

UNSERE AUTORIN EMPFIEHLT


Das Dorf Vilcabamba boomt. Nicht alle Ein heimischen profitieren davon


Ganzjährig mildes Klima, klare Luft und eine grüne Umgebung: ideale Bedingungen für einen Luftkurort. In der Region Loja, im Tal der 100-Jährigen, liegt das Dorf Vilcabamba. Zu weltweitem Ruhm gelangte das Örtchen dank seiner Einwohner. Denn hier, so heißt es, gibt es die meisten über 100-Jährigen weltweit. »Es liegt am Wasser und der Ruhe«, erklärt Diego. Der alte Mann sitzt gerne auf dem Platz im Herzen des Dorfes und beobachtet das Treiben. Andere sind sich sicher: Es liegt an Energiefeldern und Magnetismus. Fest steht: Schon die Inka verehrten das Tal mit dem markanten Berg Mandango im Westen Vilcabambas, dessen Hang für viele einem Inkagesicht gleicht. »Aber unser Ort wächst. Mittlerweile haben hier so viele US-Amerikaner Boden gekauft, dass wir Einheimischen uns kein Haus mehr leisten können.« Und auch die Ruhe weicht immer öfters den dröhnenden Boxen der von Touristen überfüllten Cafés und Bars um den Hauptplatz. »Trotzdem:

Hier ist das Herz Ecuadors und wird es immer sein!«, schmunzelt Diego. Loja ist von Cuenca, Quito, Guayaquil per Bus zu erreichen. Schneller geht es per Flieger von Quito und Guayaquil und weiter mit dem Taxi (45 Min., US$ 15).

Das »Madre Tierra Resort«, 2 km außerhalb von Vilcabamba, besteht aus mehreren Cabanas, die sich auf einem wunderschönen Areal mit Blick auf das Tal und den Cerro Mandango verteilen.

Mit Pool, Spa, schönen Hängematten und gutem Restaurant. Ein toller Ort für ein paar relaxte Tage im Tal der Hundertjährigen (Cabaña je nach Ausstattung und Lage US$ 52–100, 00593-99-4464972www.madretierra.com.ec).

Äquator: Wie herum läuft das Wasser ab?

Blumenmarkt in Cuencas Altstadt, die aus der Zeit der


Den Namen hat Ecuador von der Äquatorlinie. 1736 berechnete der Franzose Charles-Marie de la Condamine den Verlauf der Linie, die die Erde in eine Nord-und Südhalbkugel teilt.

Tatsächlich ist die echte Äquatorlinie gut 240 Meter entfernt, ein Besuch amMitad del Mundo , etwa 22 Kilometer außerhalb Quitos, lohnt sich dennoch. Zwar hat es der Eintrittspreis in sich, dafür erhält man auf Nachfrage einen Stempel im Reisepass. Obwohl es kein Geheimnis ist, dass die gelbe Linie am Boden nicht der Äquatorlinie entspricht, führen die Guides den staunenden Besuchern wundersame Phänomene vor: Rechts vom Strich läuft das Wasser links herum ab, links vom Strich rechts herum und auf dem Strich fließt es einfach nur bergab. Dass der Guide beim Eingießen mit einem kleinen Impuls heimlich die Fließrichtung des Wassers beeinflusst, merkt niemand. Den sogenannten Coriolis- Effekt gibt es allerdings tatsächlich, allerdings ist er umso deutlicher, je weiter weg man ist vom Äquator.

Cuenca – die koloniale Schönheit von Ecuador

Für viele ist Cuenca, die weiße Kolonialstadt mit ihren 332.000 Einwohnern, breiten Kopfsteinpflasterstraßen und lebhaften Cafés am Fluss Tomebamba, die schönste Stadt Ecuadors. Die grüne Flusspromenade »3 de Noviembre«, geziert von schicken Cafés in prächtigen Villen und studentischen Bars in - mitten großer Gärten, lädt ein zum Schlendern.

Gleich hinter der Promenade liegt das Viertel La Blas. Anders als das schicke Zentrum um den Park Calderon mit seinen alten Kirchen und teuren Markenläden ist La Blas Heimat vieler kleiner individueller Läden und Cafés. Statt Mittagstisch für gestresste Unternehmer gibt es hier vegane Schokobrownies, statt Anzugträgern prägen rauchende Studenten das Straßenbild. DasMuseo del Sambrero lehrt Touristen und Einheimische ein über 6.000 Jahre altes ecuadorianisches Handwerk: das Flechten des Panamahuts aus den Blättern der Torquilla-Palme. Seinen Namen trägt der Hut aufgrund einer Verwechslung: Als er um 1855 seinen Weg nach Europa und zu Napoleon III. machte, verschiffte man ihn auf dem Panamakanal – mit einem panamaischen Zollstempel.

Ecuadors bedeutendste Inkastätte Ingapirca liegt nur knapp 50 Kilometer entfernt von Cuenca. Der elliptisch geformte Sonnentempel ist das bekannteste Bauwerk der auf 3.200 Metern Höhe gelegenen Kultstätte und ein einzigartiger Mix der Kulturen: Im 15. Jahrhundert unterwarfen die Inka auf ihrem Eroberungszug das dort ansässige Volk der Canari und bauten die bestehende Tempelanlage aus. Das Ergebnis: ein architektonisches Mysterium, dessen Bedeutung und Geschichte auch heute noch Rätsel aufgeben.

spanischen Kolonisation stammt (links). Vilcabamba im »Tal der 100-jährigen« liegt in einer malerischen Gebirgslandschaft auf etwa 1.600 m Höhe (rechts)


Aufstieg zu den Ruinen der Inka-Kultstätte Ingapirca (links).


Wer es mag: Gegrillte Meerschweinchen sind eine ecuadorianische Spezialität (rechts)


INFO Ecuador

Fläche: 283.561 qkm.Einwohner: 17 Mio.Hauptstadt: Quito (1,8 Mio.)Religion: 80 % Christen.Zeitverschiebung: im Winter - 6 Std., im Sommer - 5 Std.Netzspannung: 110/120 V, Adapter erforderlich

EINREISE
Deutsche, Österreicher und Schweizer erhalten bei der Einreise eine 90-tägige Aufenthaltserlaubnis.

GELD
Währung ist der US-Dollar. Bargeld kann an ATM abgehoben werden. Größere Scheine in Banken wechseln, denn Kleingeld ist Mangelware. Kreditkarten werden in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert.

GESUNDHEIT
Seit Juli 2018 ist eine Reisekrankenversicherung vorzuweisen. Ratsam ist Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Hepatitis, Tollwut und Typhus. Für Reisen in den Osten des Landes ist eine Gelbfieberimpfung empfohlen. Guten Mückenschutz mitnehmen, um eine Übertragung von Chikungunya, Denguefieber und Malaria zu vermeiden.

BESTE REISEZEIT
Die Temperaturunterschiede sind im Jahresverlauf gering. Die beste Reisezeit ist von Juni bis September, hier sind die Tage angenehm warm und trocken. Im Norden liegt die Temperatur bei rund 25 °C, in der Andenregion ist es kühler. Regenzeit ist von Oktober bis Mai mit kühleren Temperaturen und heftigeren Regenschauern zwischen Dezember und Mai.

SPRACHE
Spanisch. Viele indigene Völker sprechen Quechua, Englisch wird vor allem in den Städten gesprochen.

HANDY & INTERNET
Die Landesvorwahl ist 00593, Gratis-Internet gibt es in Hotels, Restaurants und Cafés.

GEOGRAFIE
Die Küstenregion (Costa) im Westen ist geprägt von mildem Küstenklima, die zentrale Andenregion (Sierra) von kühlem, rauerem Klima, das östliche Amazonasbecken (Oriente) von tropischer Hitze.

Die besten Hotels in allen Preisklassen

In den indigenen Regionen des Nordens und im östlichen Amazonasgebiet findet man hauptsächlich einfache Hotels, rund um Otavalo komfortable ländliche Gasthäuser. Quito und Cuenca bieten Unterkünfte aller Preisklassen. Einfache Doppelzimmer sind ab US$ 20 zu haben, die Mittelklasse beginnt in den Städten bei US$ 80, wer sich nach Luxus sehnt, sollte mindestens US$ 170 einplanen. Die folgenden Preise gelten für Einzel-/Doppelzimmer Mitte Oktober inklusive Tax (12 %) und ggf. Service Charge (10 %).Quito: Das »Blue House Youth Hostel & Bar« im Ortsteil La Mariscal hat eine Küche für seine Gäste (Joaquin Pinto E8-24 y Diego de Almagro, 00593-980268620,www.bluehousequito.com; Mehrbettzimmer ab US$ 8/Pers. ÜF, DZ ab US$ 25 ÜF). Ansprechend ist das 400 m von der Basilika entfernte »Hotel Casa Ecua Treasures« (Benalcazar N9-53 y Oriente, 00593-98445- 7784,www.hotelecuatreasuresquito.ec, EZ/DZ ab US$ 122/145 ÜF). Online DZ ab US$ 129 ÜF,booking.com .Otavalo: Zur drei Kilometer außerhalb der Stadt auf einem steilen Hügel gelegenen »Hostería Rose Cottage« gehören mehrere Cottages (00593-997728115,www.rosecottageecuador.com, EZ/DZ ab US$ 35 ÜF, Cottage für 2 Pers. US$ 75 ÜF); toller Ausblick. Gute Anbindung an Quito, das Taxi kostet maximal US$ 4. Im Herzen der Stadt, nur wenige Gehminuten vom Markt, liegt das »Hostal Doña Esther« in einem Kolonialgebäude mit schönem Patio (Juan Montalvo 4-44, 00593-6-2920739,www.otavalohotel.com, EZ/DZ US$ 65 ÜF).Cuenca: Das B&B »Casa Macondo « im Zentrum bietet helle, schöne Räume verschiedener Preiskategorien, gruppiert um einen sonnigen Patio (00593-7- 2821700,www.hostalmacondo.com, EZ/DZ mit Bad ab US$ 23/38 ÜF). Küchenmitbenutzung erlaubt. Ein charmantes historisches Herrenhaus in der Altstadt ist das »Inca Real« (General Torres 8- 40/Sucre & Bolivar, 00593-7- 2823636,www.hotelincareal.com; EZ/DZ ab US$ 70/90 ÜF).

In Ecuador unterwegs

Airporttransfer Quito: Pendelbusse vonAeroservicios (www.aeroservicios.com.ec) fahren ins Zentrum (ca. 45 Min., je nach Ziel US$ 8–16, Mo–Fr vom Airport 4:30–0:45 Uhr alle 30 Minuten, Sa/So stündlich ab 5:00 Uhr). Öffentliche Busse fahren zum Busbahnhof Interparroquial in der Avenida Río Coca im Norden und zum Quitumbe-Terminal im Süden (1–2 Std., US$ 2). Ein Taxi ins Zentrum kostet US$ 25–35 (20–30 Min.).Taxis: fahren mit Taxameter (Grundgebühr US$ 1,50 plus US$ 1,50/km).Uber -Taxis sind gängig und oft günstiger. Außerhalb der Städte rechnet man US$ 1/km.Busse: Eine Stadtfahrt in Quito kostet US$ 0,25–1,50. Von Quito aus ist die TouristenattraktionMitad del Mundo leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen (Metrobus zur Station Ofelia US$ 0,25, weiter mit dem Bus »Mitad del Mundo«, US$ 0,25). Auf Langstrecken fahren spezielle Busse, z. B. vonLos Largos von Otavalo nach Quito (2,5 Std., US$ 2). Die Fahrt mit dem Bus von Quito nach Cuenca dauert 10–12 Stunden und kostet etwa US$ 10. Informationen erhält man am besten im jeweiligen Busbahnhof.Mietwagen: Mit guter Haftpflichtversicherung (wichtig!) und ohne Selbstbeteiligung ist ein Kleinwagen ab Quito vorausgebucht ab € 233/Woche zu haben, ein SUV mit mehr Bodenfreiheit ab € 373/Woche (GetRentalCars.com , Metapreisvergleichwww.REISEPREISE/mietwagen).

Essen & Trinken

Die Küche ist so vielfältig wie die Klimazonen des Landes: Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse – das landestypischste:Yuka (auch bekannt als Maniok), eine Wurzelknolle, die gekocht, frittiert oder in Suppen verzehrt wird.Cuy – gegrilltes Meerschweinchen – ist das für Ausländer wohl außergewöhnlichste Gericht Ecuadors. Ob an Straßenständen oder in Restaurants, es gilt als Delikatesse. Serviert wird es im Ganzen mit und ohne Erdnuss- Soße, als Beilage gibt es gekochte Kartoffeln (ab US$ 12).Ceviche aus Shrimps, Muscheln oder Fisch gibt es ab US$ 6.Caldo da Gallina ist eine wohlschmeckende Hühnersuppe mit Reis, gehackten Karotten, Zwiebeln, Erbsen, Petersilie und Koriander (US$ 3). Die gängigen Sorten Bier »Pilsener « und »Club Premium Lager«

DER BESONDERE TIPP

Quito: Wohnen mit historischem Flair

Das stilvolle Heritage- Boutiquehotel »La Casona de la Ronda« in der Altstadt der Metropole ist in einem Kolonialgebäude von 1738 untergebracht. Die gemütlichen Zimmer gruppieren sich um einen Patio (Calle Morales OE1, 00593-2-2287501,www.lacasonadelaronda.com, EZ/DZ ab US$ 171 ÜF).

Fürs Smartphone: QR-App downloaden, Code abfotografieren und Info-PDF aufs Handy herunterladen.


schmecken gut und kosten im Laden weniger als US$ 1 und im Lokal ab US$ 2,50. Cola und andere Softdrinks gibt es für US$ 1,50, einen Cappucino für US$ 2. Das Nationalgetränk der indigenen Bevölkerung istChicha , ein alkoholhaltiges Getränk aus fermentiertem Mais oder Yuca (ab US$ 1). In Quito empfiehlt sich zum Frühstück das »En Dulce« in der Altstadt (Calle Guayaquil y José Joaquín Olmedo, N6- 56, Schoko-Croissants US$ 0,60 Frühstück US$ 2,75). Ein Mittagessen aus Suppe, Reis und Eintopf gibt es auf demMercado Central für unter US$ 3. Quiteños genießen ihreCeviche bei »Las Palmeras« (Shrimps- Ceviche US$ 9), Filialen gibt es u. a. in La Carolina nahe dem botanischen Garten (Calle Japón N36-87 Ecke Naciones Unidas).Gut informiert von A bis Z

TOUREN UND AKTIVITÄTEN
Inka-Stätte Ingapirca: Der Bus von Cuenca kostet US$ 2,50 und braucht zwei Stunden. Wer es abenteuerlich mag, läuft den 40 Kilometer langen Inkatrail nach Ingapirca. Die Wanderung beginnt im gut fünf Busstunden von Cuenca entfernten Dorf Achupalla. Kompass und Karte sind Pflicht, der Weg ist kaum markiert.Quito: Die höchstgelegene Seilbahn Südamerikas, dieTelefériQo, fährt auf den gut 4.000 m hohen Gipfel des Berges Cruz Loma (US$ 8,50,https://teleferico.com.ec).
Vom Gipfel des Cruz Loma führt ein 3,5 stündiger Aufstieg auf den Gipfel des Vulkans Rucu Pichincha auf 4.680 m Höhe. Achtung: der Pfad ist nichts für Ungeübte. Unbedingt vorher über die Wetter- und Sicherheitslage informieren.
Der Parque La Carolina nahe dem Viertel Mariscal lockt mit botanischem Garten und ist schön für Spaziergänge.Otavalo: Die auf 3.720 m Höhe liegenden Kraterseen Karikucha, Yanakucha und Warmikucha sind gut 17 Kilometer entfernt. Öffentliche Verkehrsmittel dorthin gibt es keine, ein Taxi von Otavalo kostet etwa US$ 20.
Zu den indigenen Dörfern Peguche, Ilumán und Agato fahren alle 30 Minuten Busse vonImbaburapac (vom Busterminal, US$ 0,35), ein Taxi dorthin kostet etwa US$ 3. Die Bewohner sind bekannt für ihre Mischung moderner und traditioneller Webkunst und traditionellen Lebensweisen: In Ilumán nutzen Shamanen Meerschweinchen zur Diagnose von Krankheiten. Alles, was das Meerschweinchen hat, hat auch der Patient. Das Blütenfest Pawkar Raymi, andiner Karneval und Fruchtbarkeitsfest der Erde, findet jährlich im Februar in Peguche statt und ist das größte Fest der Andenvölker.

NACHTLEBEN
Quitos bekanntes Partyviertel La Mariscal hat viele Bars, Kneipen und Diskos. Im Dunkeln allein durch die Straßen zu laufen, empfiehlt sich nicht. Nur das nötigste Bargeld mitnehmen und nach dem Kneipenbesuch ins Hotel zurück mit dem Taxi fahren, dann ist man relativ sicher.

SICHERHEIT
In Großstädten wie Quito und Cuenca kommt es immer wieder zu Raubüberfällen, vor allem nachts. In öffentlichen Transportmitteln auf Geldbeutel und Handtasche achten. Neben lizenzierten Taxen istUber ein günstiges und sicheres Verkehrsmittel. Die Polizei ist in Notfällen auf Spanisch rund um die Uhr unter der Telefonnummer 911 zu erreichen.

AUSKÜNFTE
Tourismusministerium Ecuador:www.ecuador.travel/de/

REISEFÜHRER
Aktuelle Führer zu Ecuador und den Galápagosinseln gibt es vonMairdumont (Reise-Handbuch,DuMont Reiseverlag,Lonely Planet , beide von 2018, je € 24,99).

PAUSCHALANBIETER
Aventoura (0761-2116990,www.aventoura.de);Diamir Erlebnisreisen (0351- 312070,www.diamir.de);Papaya Tours (0221-3555- 770,www.papayatours.de).

FLÜGE BUCHEN

Air France/KLM ,Air
Europa undIberia (via Madrid) bieten gute Verbindungen nach Quito, pro Strecke ist mit 17–20 Std. Flugdauer zu rechnen. Die Preisspanne liegt zwischen € 680 und 900.
Tipp: DerKLM -Gabelflug Quito//Guayaquil geht jew. nonstop ab/bis Amsterdam).


Fotos: Shutterstock/Aurora Nordnes, Corbin17/Sébastien Lecoq/Alamy Stock Photo

Fotos: Thomas Ives/Nicolas De Corte/Burt Johnson/Alamy Stock Photo, Shutterstock/Jess Kraft/ireneuke