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REISE: La Gomera Wild & wunderschön


TV direkt - epaper ⋅ Ausgabe 21/2019 vom 02.10.2019

Die Kanareninsel für alle, die es ursprünglich und individuell lieben: hübsche Dörfer, stille Strände, herrliche Pfade. Ein Wanderparadies!


Artikelbild für den Artikel "REISE: La Gomera Wild & wunderschön" aus der Ausgabe 21/2019 von TV direkt. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TV direkt, Ausgabe 21/2019

ERHABEN Am Mirador de los Roques geht der Blick bis zum Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa


Einmal tief durchatmen, man muss sich nur trauen. Zaghaft, in wackeligen Trippelschritten, geht es dem Abgrund entgegen. Wirklich noch weiter? Ganz Mutige laufen sogar einmal die gesamte, sieben Meter lange, komplett verglaste Bodenplatte entlang, wagen sich bis an die Panoramascheiben vor. Ihr Lohn: ein spektakulärer Blick auf das Dorf Agulo, Terrassenfelder und den ...

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... tiefblauen Atlantik rund 600 Meter in der Tiefe. Der Mirador de Abrante ist eine der größten Attraktionen von La Gomera, seit fünf Jahren pilgern Touristen zu dem supermodernen Besucherzentrum an der Nordküste.

Wilde Schluchten und Gipfel mit Ausblick

Auch sonst ist La Gomera mit dramatisch schönen Ausblicken reich gesegnet. Das knapp 370 Quadratkilometer kleine Eiland gilt als das wildeste der Kanaren. Fast 1500 Meter messen die höchsten, oft grün überwucherten Gipfel, von dort winden sich rund 50 steilwandige Schluchten hinunter zum Meer. Und die Strände? Nun, die sind grau bis schwarz, manchmal feinsandig, oft von Kieselsteinen durchsetzt – und genau deshalb herrlich einsam. Die Strände sind der Grund, warum es hier keinen Massentourismus gibt wie auf anderen Kanareninseln. Riesige Resorts findet man ebenfalls nicht, sondern kleine Hotels und viele Ferienhäuser oder -wohnungen. Und, ja, die Anreise ist etwas umständlich. Touristen fliegen auf die Nachbarinsel Teneriffa und kommen dann mit der Fähre herüber.

All dies macht La Gomera vor allem zu einem Ziel für Individualreisende, die unberührte Natur suchen. Und die gibt es hier im Überfluss. Der größte Schatz der Insel ist der zum Weltnaturerbe zählende Nationalpark Garajonay. Unterhalb des gleich namigen Bergs wuchert dichter Lorbeerwald. Einen größeren dieser Art gibt es nirgendwo auf der Welt. Nebelschwaden wabern, die Luft ist meistens feucht und kühl. Flechten und Moose überziehen knorrige Bäume und Sträucher, Farne bedecken den Boden. Auf schmalen Pfaden geht’s durch diesen märchenhaften Wald, über Stock und Stein, vorbei an plätschernden Wasserfällen.

GLÜCKLICH
La Gomera hat zahlreiche gut ausgeschilderte Berg- und Küstenwege für jeden Geschmack


EINSAM Die Strände auf La Gomera sind allesamt dunkel. Badeschuhe schützen vor Steinchen


VERWUNSCHEN Die Bäche im Nebelwald bei El Cedro speisen auch den größten Wasserfall der Insel


Strandzeremonie im Tal des großen Königs

Weiter unten ist die Landschaft lieblicher. Feigenkakteen und Agaven gedeihen am Wegrand, auch Bananenplantagen, Palmenhaine und Terrassenfelder prägen die Landschaft in den Tälern und an den Küsten. Wunderschöne Genusswanderungen lassen sich hier unternehmen – auf gut beschilderten Wegen für jeden Geschmack. Einkehrmöglichkeiten gibt es natürlich auch, etwa im Töpferdorf El Cercado. Beliebter Wandertreffpunkt ist hier die Bar Maria. Serviert werden großartige spanische Tortilla, aber auch typische kanarische Spezialitäten, etwa Kaninchen, Käse mit Palmhonig oder Schrumpfkartoffeln mit hausgemachtem Mojo, würzig-scharfer roter und grüner Soße.

Wunderbar entspannt wirken auch die Orte, in denen Touristen übernachten können. Playa de Santiago im Süden etwa, der sonnenreichste Fleck der Insel. Die Plaza del Carmen und die Hafenpromenade locken zum Schlendern, Bars und Restaurants sorgen fürs leibliche Wohl. In Santiago befindet sich auch der einzige Golfplatz der Insel. Doch auch die Orte im öfter mal nebelverhangenen Norden haben ihren Reiz. Vallehermoso liegt in einem fruchtbaren Tal inmitten von Weinreben und Kartoffeläckern. Hermigua hat das größte Bananenanbaugebiet der Insel. Der beschauliche Ort schmiegt sich an die bergigen Ausläufer des Nationalparks. Sehenswert ist das einstige Dominikanerkloster an der Straße zum Strand. In der kleinen Kapelle aus dem 16. Jahrhundert sind wunderschöne barocke Gemälde und eine kostbare Deckenverkleidung zu bestaunen.

Die allermeisten Urlauber allerdings entscheiden sich für den Standort Valle Gran Rey. Kein Wunder: An das Tal des großen Königs im warmen, sonnigen Südwesten grenzen schöne Badestrände. Die umliegenden Berge locken zu ausgedehnten Wanderungen. Mehrere kleine Orte verschmelzen hier zu einem sehr entspannten Feriengebiet, das noch immer ein bisschen Hippie-Flair versprüht: Zum Sonnenuntergang über dem Atlantik erklingen am Strand jeden Abend die Trommeln der Blumenkinder.

TV TIPP

Die Kanarischen Inseln
DOKU über weitere Inseln wie etwa Teneriffa
MI 23.1O.
15.30 3SAT

La GomeraInfos und Reiseangebote

■■ FLÜGE La Gomera hat keinen internationalen Flughafen. Anreise ab vielen deutschen Orten nach Teneriffa Süd, etwa mit Ryanair oder Condor ab 50 Euro

■■ FÄHRE Die Überfahrt dauert ca. 1 Stunde. Ab 32 Euro, z. B. mit den Reedereien Fred Olsen oder Armas

■■ MIETWAGEN ab 80 Euro/Woche, z. B. über rentalcars.com

■■ UNTERKUNFT Es gibt nur kleine, familiäre Hotels, etwa über booking.com: im November Hotel Jardin Tecina in Santiago ab 109 Euro/Nacht oder Hotel Gran Rey im Valle Gran Rey ab 61 Euro/ Nacht. Alternative: Apartments und Ferienhäuser, z. B. über lagomera. de oder gomeralive.de

■■ BUCHTIPP „La Gomera: Die schönsten Küsten- und Bergwanderungen“, Rother, 240 Seiten, 14,90 Euro

MUTIG Der Skywalk am Mirador de Abrante liegt mehr als 600 Meter über dem Meer


ENTSPANNT Die kleine Hauptstadt San Sebastián mit Geschäften und Lokalen ist einen Besuch wert


FOTOS: S. 14–15: REINHARD SCHMID/HUBER-IMAGES (GR.), PARKER/ALAMY; S. 16: KAZMIERCZAK/SHUTTERSTOCK, SCHMID/HUBER IMAGES (2), CREAN/ALAMY