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REISE: Paradies im Indischen Ozean


HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 11/2020 vom 06.03.2020

La Réunion bietet traumhafte Landschaften und eine faszinierende tropische Natur. Dazu lockt die französische Überseeregion mit wunderschönen Stränden


Artikelbild für den Artikel "REISE: Paradies im Indischen Ozean" aus der Ausgabe 11/2020 von HÖRZU. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 11/2020

GRANDIOS Schroffe Bergspitzen und tiefe Schluchten prägen das Bild des Cirque de Mafate


Nur noch ein paar Schritte am Hang entlang. Und dann: Wow! Der Wanderer blickt auf ein Panorama, das sprachlos macht. So spektakulär ist die wilde Natur im Kraterkessel Cirque de Mafate, so einzigartig mit ihren kantigen grünen Bergrücken. Wie aus ferner Zeit, als noch riesige Reptilien die Erde beherrschten. Doch die urwüchsige Region, zu der es keine Zufahrtsstraße ...

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... gibt, wird von Menschen besiedelt. Îlets nennt man ihre kleinen Weiler.

Derart bezaubernde Aussichtspunkte finden sich auf La Réunion viele. Die kleine Insel im Indischen Ozean, die zu Frankreich gehört, bietet Natur pur. Ein Paradies für Outdoorfreunde, die das Besondere suchen. Im Herzen des Eilands erwartet sie eine durch Vulkanismus geprägte, bizarr geformte Furchenlandschaft. Mit tiefen Schluchten, in die sich donnernde Wasserfälle ergießen. Und einem märchenhaften Regenwald, dessen Reichtum an Flora und Fauna zum Staunen bringt. Rund 330 Tropenhölzer und 150 Orchideenvarianten wurden bisher identifiziert. Viele Pflanzen sind endemisch, wachsen nur hier. Auch das Spektrum an Tierarten wie Insekten und Vögeln fasziniert. Dank dieser Vielfalt sind rund 40 Prozent der Insel als Nationalpark ausgezeichnet und gehören seit 2010 zum Unesco-Weltnaturerbe.

IMPOSANT Spannende Pfade führen durch den Kraterkessel Cirque de Salazie


GEPFLEGT Der lange Sandstrand von Boucan Canot: ein Traum für Sonnenhungrige


GEWALTIG 250 Meter tief stürzt das Wasser in die Schlucht Trou de Fer


EXOTISCH Einheimische nennen die Chamäleons „Endormis“ (Eingeschlafene)


AROMATISCH Bourbonvanille: Das heimische Edelgewürz trägt den einstigen Namen der Insel: Île Bourbon


La Réunion entstand durch den Vulkan Piton des Neiges, der vor drei Millionen Jahren aus dem Ozean hochwuchs. Bereits vor 12.000 Jahren erlosch er, prägt aber mit seinen 3070 Metern als höchste Erhebung das Relief der Insel. Zudem hat er ihre markantesten Sehenswürdigkeiten geschaffen: drei Talkessel mit bis zu 13 Kilometern Länge: den Cirque de Mafate, den Cirque de Cilaos und den Cirque de Salazie. Dabei handelt es sich um die ehemaligen Magmakammern des Vulkans, die im Lauf der Zeit zusammengesackt sind.

Wie ein Spaziergang auf dem Mond

Auch wenn der Blick von oben in alle drei Täler phänomenal ist, reizvoll sind Touren durch die Kraterkessel. Hier siedelten einst entflohene Sklaven. Die Abgeschiedenheit bot ein ideales Versteck. Noch heute scheint die Zeit in den verstreuten Bergdörfern stehen geblieben zu sein. Der Mafate etwa, der ursprünglichste der drei Cirques, ist nur zu Fuß zu erreichen. Bei einer Tour ist auf genügend Proviant zu achten, denn Lokale oder bewirtete Stationen gibt es kaum. Auf Vorbestellung wird einem aber auf Bauernhöfen traditionelle kreolische Küche kredenzt. Köstlich!

So grün und prachtvoll die Landschaft hier ist, so karg und spröde ist sie im Südosten des Eilands rund um den Piton de la Fournaise – was so viel bedeutet wie „Glutofen“. Er gehört zu den aktivsten Vulkanen weltweit. Zwei- bis dreimal pro Jahr spuckt er heiße Lava, die den Hang hinabfließt und sich mit Getöse ins Meer ergießt. Dennoch können sich Besucher dem Vulkan die meiste Zeit des Jahres gefahrlos nähern. Wichtig ist nur, vorher Informationen einzuholen, welche Pfade aktuell geöffnet sind. Auch wenn der Star der Insel gerade nicht brodelt, sorgt ein Ausflug für unvergessliche Eindrücke. Da ist beispielsweise die Hochebene La Plaine des Sables: eine faszinierende Wüste aus rotbrauner Schlacke. So ähnlich muss es auf dem Mond sein. Ebenfalls imposant: Le Grand Brûlé, übersetzt „die große verbrannte Fläche“. Sie ist gezeichnet von den Lavaströmen, die sich immer wieder rot glühend Richtung Ozean wälzen.

Ausgleich zu den abenteuerlichen Bergtouren in uriger Natur finden Urlauber an der Küste. Sonne genießen, dem Wellenrauschen lauschen. Herrlich! An Traumstränden mangelt es nicht. Überraschend: Es gibt sie nicht nur in Weiß, sondern in vielen Farben, von Anthrazit über Oliv bis fast Schwarz. Leider ist das Schwimmen im Meer nicht überall zu empfehlen: Es gibt mitunter starke Strömungen – und Haie. Sicheres Baden ermöglicht die durch ein Riff geschützte Lagune im Westen. Dort wurden an manchen Stränden auch Natursteinbecken im Ozean angelegt.

Ein Erlebnis sind die bunten Märkte. Beim Bummel durch die Markthalle Le Grand Marché in der Hauptstadt Saint-Denis kann man schöne Souvenirs und Kunsthandwerk entdecken. Authentischer geht’s auf dem offenen Petit Marché zu, wo auch die Einheimischen einkaufen. Händler präsentieren exotische Früchte und Gewürze, darunter Bourbonvanille, für die La Réunion berühmt ist. Himmlisch, diese aromatischen Düfte. Nur eines ist wie daheim: Bezahlt wird mit Euro.

SA 14.3. TV-TIPP

15.00 3SAT

TRAUMGÄRTEN AUF LA RÉUNION DOKU Mit dem Biogärtner auf der Tropeninsel im Indischen Ozean

La Réunion entdecken und genießen

PAUSCHALREISE Zum Beispiel 10 Nächte im Vier-Sterne-Hotel „Le Saint Alexis Hotel & Spa“ am Strand von Boucan Canot, Superior Room, inkl. Flug ab Frankfurt/ Main über Paris, ab 1757 Euro, tui.com

REISEZEIT Beste Reisezeit und Hochsaison ist von Oktober bis Dezember

GESUNDHEIT Die Gesundheitsversorgung entspricht dem französischen Standard. Spezielle Impfungen sind nicht nötig. EU-Bürger sollten die Europäische Krankenversicherungskarte dabeihaben

BUCHTIPP „Réunion: Reise-Taschenbuch“ von Daniela Eiletz-Kaube und Kurt Kaube, Dumont Reiseverlag, 296 Seiten plus Reisekarte, 18,90 Euro


FOTOS: S. 44-45: GETTY IMAGES (GR.), BALATE/ALAMY, BRAUN/DDP; S. 46: SHUTTERSTOCK, GETTY IMAGES, FRANZÖSISCHE ZENTRALE FÜR TOURISMUS