Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 6 Min.

REISESTATIVE: ACHT REISESTATIVE IM VERGLEICH: Stabil auf Fotoreisen


DigitalPHOTO - epaper ⋅ Ausgabe 7/2019 vom 07.06.2019

STATIVTEST | Endlich! Der Urlaub ist gebucht, die Taschen gepackt. Doch etwas fehlt noch: ein Reisestativ. Möglichst kompakt und günstig soll es sein. Wir haben acht kompakte Reisestative für maximal je 200 Euro hier im Vergleich für Sie getestet.


Artikelbild für den Artikel "REISESTATIVE: ACHT REISESTATIVE IM VERGLEICH: Stabil auf Fotoreisen" aus der Ausgabe 7/2019 von DigitalPHOTO. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: DigitalPHOTO, Ausgabe 7/2019

Egal, ob Tag, Dämmerung oder Nacht: Ein Stativ ist bei etlichen Motiven unterschiedlichster Tageszeiten hilfreich. Je leichter die Kamera und das Objektiv, desto leichter kann auch das Stativ sein, um stabile Aufnahmen zu gewährleisten.


Was nichts kostet, ist nichts wert – das wusste bereits Einstein. Doch ab welchem Preis ist gute Qualität zu erwarten? Wir ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,49€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von DigitalPHOTO. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 7/2019 von NEWS: CSC vor DSLR. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEWS: CSC vor DSLR
Titelbild der Ausgabe 7/2019 von AKTUELLES: SZENE: AUSSTELLUNGEN & MEHR. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
AKTUELLES: SZENE: AUSSTELLUNGEN & MEHR
Titelbild der Ausgabe 7/2019 von PIXUM STARTET FOTOWETTBEWERB: Magische Momente. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
PIXUM STARTET FOTOWETTBEWERB: Magische Momente
Titelbild der Ausgabe 7/2019 von KAUFTIPPS FÜR DEN URLAUB: ACTION-CAM, DROHNE, UNTERWASSER: FOTOZUBEHÖR FÜR DIE REISE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KAUFTIPPS FÜR DEN URLAUB: ACTION-CAM, DROHNE, UNTERWASSER: FOTOZUBEHÖR FÜR DIE REISE
Titelbild der Ausgabe 7/2019 von PANASONIC LUMIX S1 IM TEST: Starkes Schwestermodell PANASONIC LUMIX S1 IM TEST sollte. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
PANASONIC LUMIX S1 IM TEST: Starkes Schwestermodell PANASONIC LUMIX S1 IM TEST sollte
Titelbild der Ausgabe 7/2019 von RICOH GR III IM TEST: Kompakt unterwegs. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
RICOH GR III IM TEST: Kompakt unterwegs
Vorheriger Artikel
UNSER TESTVERFAHREN: PRÄZISE, AUSSAGEKRÄFTIG, VERLÄ…
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel LESERTEST: BEFREE 2N1 IM LESERTEST: Ein Stativ für alle Moti…
aus dieser Ausgabe

... haben uns für diesen Vergleichstest ein Preislimit von jeweils 200 Euro pro Stativ gesetzt. Mehr soll der kompakte Dreibeiner inklusive Stativkopf nicht kosten. Trotz Preislimit ist die Auswahl im Low-Budget-Segment groß. Selbst Stative mit Carbonverarbeitung sind bereits günstig zu haben. In unserer Auswahl haben wir neben dem Preisrahmen auch ein kompaktes Packmaß priorisiert. Alle hier aufgelisteten Stative sind zusammengefahren nur zwischen 31 und 42 Zentimeter lang. Die Traglast liegt zwischen 3,6 und 14 Kilogramm. Zielgruppe dieser kompakten Stative sind Fotografen mit ebenfalls kompakten Kameras, wie spiegellosen Systemkameras oder leichten Spiegelreflexmodellen. Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie alle acht Stative alphabetisch sortiert als Übersicht.

AMAZONBASICS REISESTATIV

Das Amazonbasics Reisestativ aus Carbon ist mit einem sehr niedrigen Neupreis von nur rund 71 Euro unser erster Kandidat in diesem Vergleichstest. Es fällt durch eine schlichte, gänzlich von Markenlogos befreite Aufmachung auf. Schaumstoffgriffe der Stativbeine sucht man vergebens. Die beiliegende Tasche ist ebenso puristisch gestaltet und mit einem Handbuch und Werkzeug ausgestattet. Die Verarbeitung kann mit denen der anderen, zum Teil deutlich teureren, Stative nicht mithalten.

KÜRZESTES PACKMASS IM TESTFELD

Nicht nur der Preis des Carbon-Reisestativs von Amazonbasics ist klein, auch das Packmaß setzt mit nur 31 Zentimetern ein deutliches Ausrufezeichen. Grundlage für dieses kompakte Design sind die um 180 Grad einklappbaren Stativbeine, die übrigens auch alle anderen Stative mitbringen. Die Stabilität geht in Ordnung. Wer auf der Suche nach einem möglichst günstigen Reisestativ aus Carbon ist, wird genau hier fündig.

BENRO FSL09CN00

Das gut verarbeitete Benro FSL09CN00 tritt im schwarzblauen Design auf. Packmaß und Gewicht des Reisestativs aus Carbon sind in jedem Fall reisetauglich. Der Hersteller gibt eine maximale Traglast von vier Kilogramm an, die wir dem kompakten Kugelkopf auch abnehmen. Die vergleichbar kleine Schnellwechselplatte macht allerdings auch deutlich, dass sich das Stativ eher an kompakte Kameras richtet. Direkt unter der Stativplatte befindet sich eine Libelle.

RUDIMENTÄRER KUGELKOPF

Der Kugelkopf ähnelt im Funktionsumfang dem des Cullmann- Stativs: Die waagerechte Panoramaachse kann leider nicht unabhängig von der sonstigen Ausrichtung eingestellt werden. Ein Pluspunkt stellt die Einbeinstativfunktion dar. Dieses eine Stativbein ist zudem mit Schaumstoff ummantelt. In Summe verpasst das Benro unser Gut-Testlogo nur um 0,5 Prozent. Der Preis von 160 Euro fällt angesichts der Leistung etwas hoch aus.

CULLMANN MUNDO 522TC

Von Cullmann haben wir das 522TC der Reisestativserie Mundo im Testfeld. Mit einem Neupreis von 129 Euro bewegt sich das Carbonstativ im Mittelfeld. Gleiches gilt für die Leistung, die das Stativ in unserem Test zeigte. Die Schwächen offenbaren sich im Stativkopf ohne unabhängige Panoramaeinstellung (wie beim Stativ von Benro). Außerdem kommt das Stativ ohne eine Einbeinstativfunktion oder integrierte Spikes aus. Die Mittelsäule ist umkehrbar und mit einem Haken ausgestattet.

EIN STATIV, DAS IMMER IM LOT STEHT

Dank zweier Wasserwaagen und einer Libelle gelingt die Stativausrichtung im rechten Winkel ohne Probleme. Zudem ist es gut, dass Cullmann dem Mundo 522TC eine kompakte Makrosäule beilegt, mit der bodennahe Kameraperspektiven möglich sind, ohne die Mittelsäule umkehren zu müssen (was ebenfalls möglich ist). Die Verarbeitung ist prima und die Stabilität auf Höhe des Stativs von Benro und Amazonbasics.

MANFROTTO ELEMENT TRAVELLER

Dank eines Gewichts von 1,3 Kilogramm wiegt das große Element Traveller Carbon Kit von Manfrotto im mitgelieferten Tragebeutel nicht allzu schwer. Dennoch ist es eines der schwersten Stative im Testfeld. Gleiches gilt für das Packmaß, das mit 42 Zentimetern das größte dieses Tests ist. Das wirft das Manfrotto-Stativkit im Vergleich um ein möglichst kompaktes Packmaß nach hinten. Ein Vorteil für große Fotografen ist die mit bis zu 165 Zentimeter großzügige Arbeitshöhe.

MIT EINBEINFUNKTION UND SPIKES

Neben dem Stativ inklusive Kugelkopf sind im Lieferumfang außerdem Spikes enthalten. Top! Die Verarbeitung ist gut und die Bedienung problemlos: Die Drehverschlüsse lassen sich bequem verstellen. Dank integriertem Einbeinstativ lässt sich das Element schnell umbauen. Auch Spikes sind vorhanden. Die Stabilität geht in Anbetracht des Gewichts voll in Ordnung. Folglich ist das Manfrotto unser Testsieger zum sehr guten Preis.

SIRUI AM-025K + D10-K

Das AM-025K vertreibt Sirui als Teil einer exklusiven Amazon-Serie. Das Carbonstativ wird auf dem Online- Marktplatz aktuell für 162,05 Euro gehandelt. Dafür erhält der Kunde ein mangelfrei produziertes Stativ. Ebenso wie die Verarbeitung kann auch die Handhabung überzeugen. Die Stativbeine lassen sich dank der sehr ergonomisch gummierten Drehverschlüsse hervorragend bedienen. Der Stativkopf ist samt Stativplatte zwar klein, aber ebenfalls sehr gut verarbeitet.

LEICHTESTES STATIV IM TESTFELD

Mit einem Gesamtgewicht von nur 0,9 Kilogramm ist das Sirui das in diesem Testfeld leichteste Stativ. Zudem ist das Packmaß mit nur 32 Zentimetern ebenfalls kompakt. Die Stabilität ist gut, der Funktionsumfang in Ordnung. Eine Einbeinstativfunktion ist nicht vorhanden, ebenso wenig Wasserwaage und Spikes. Dafür gibt es aber dank abschraubbarer (nicht umkehrbarer) Mittelsäule eine Makrofunktion für bodennahe Aufnahmen.

3LT PUNKS COREY + AIRHED NEO

Jetzt wird’s bunt: Zwar ist das Punks Corey Reisestativ von 3 Legged Thing das teuerste Stativkit im Testfeld, allerdings mit rund 200 Euro immer noch erschwinglich. Es ist wie alle anderen Stative dieses Tests mit vier Stativbeinauszügen ausgestattet und bildet gemeinsam mit dem Modell von Kaiser Fototechnik die Allianz der Aluminiumstative in diesem Test. Dennoch muss sich das Stativ nicht vor den Modellen aus Carbon verstecken. Dank kompaktem Packmaß ist es reisetauglich.

FÜR HOHE TRAGLAST AUSGELEGT

Mit einem Gesamtgewicht von 1,5 Kilogramm ist das 3 Legged Thing schon beinahe ein Koloss in diesem Testfeld. Doch wer viel wiegt, kann auch viel tragen: Der Hersteller gibt eine maximale Traglast von 14 Kilogramm an – den vergleichbar großen Stativbeindurchmessern sei Dank. Toll ist die Einbeinstativfunktion. Zudem lassen sich die Stativfüße wechseln. Spikes sind aber nur optional erhältlich. Es ist ähnlich stabil wie das Manfrotto.

TILTALL 2GO TE-225 K

Das Tiltall 2go TE-225 K von Kaiser Fototechnik überzeugt mit grandioser Handhabung. Auch die Verarbeitung des Aluminiumstativs konnte uns im Test überzeugen. Die um 180 Grad einklappbaren Stativbeine bieten mit den Drehverschlüssen einen hohen Bedienkomfort. Zusammengeklappt misst es lediglich 32 Zentimeter. Voll ausgefahren erreicht es eine Höhe von nur 129 cm, alle anderen Stative dieses Tests bieten mehr. Mit 1,3 Kilogramm ist es für lange Fototouren geeignet.

SEHR GUTER STATIVKOPF

Die umkehrbare Mittelsäule lässt sich auch beim Tiltall zweifach ausfahren. Maximale Stabilität erreicht das Stativ allerdings (wie alle weiteren Reisestative ebenfalls) mit einer möglichst niedrigen Mittelsäule. Der Stativkopf Tiltall BH-07 verspricht tolle Ergonomie. Die maximale Traglast beträgt sieben Kilogramm. Unser Fazit zum Modell von Kaiser Fototechnik: tolles Alu-Stativ zu einem angemessen Preis mit nur kleinen Abzügen.

VANGUARD VEO 2 235CB

Das achte und letzte Stativ unseres Vergleichs stellt Fotozubehörhersteller Vanguard mit dem 235CB der Veo-2-Serie dar. Das Carbonstativ wird in perfekter Verarbeitung in einem recht dickwandigen Transportbeutel geliefert. Die fünfsegmentigen Stativbeine lassen sich problemlos ein- und ausfahren. Der Widerstand des Stativkopfes ist vergleichbar hoch eingestellt. Hier ist zum Beispiel das Tiltall-Stativ besser aufgestellt. Dennoch gut, dass an eine Panoramaskala gedacht wurde.

INKLUSIVE MAKROSÄULE

Die Kombination aus einem Packmaß von 33 Zentimetern und einem geringen Gewicht von nur 1,1 Kilogramm spielt Reisefotografen in die Karten. Die maximale Arbeitshöhe von 150 Zentimetern kann ebenso überzeugen wie bodennahe Perspektiven: Vanguard legt dem Stativ nämlich eine Makrosäule bei. Die Stabilität geht für ein Reisestativ voll in Ordnung. Eine Einbeinstativfunktion ist nicht vorhanden. Spikes gibt es optional.

ALUMINIUM ODER CARBON?

Beide haben Vor- und Nachteile: Stative aus Aluminium und Carbon im Vergleich. Auch Alu-Stative können hochwertig sein


Gewöhnlich sind Stative aus hochwertiger Carbonverarbeitung im Direktvergleich mit selbigen Modellen aus Aluminiumverarbeitung teurer. Doch unser Test der Reisestative zeigt, dass die Frage nach dem Material keine Frage des Preises ist. Zwei der acht Stative sind aus Aluminium und in diesem Testfeld sogar die teuersten Modelle. Carbonstative werden demnach auch im Hobby- und Einsteigersegment immer gängiger und erschwinglicher. Das zeigt auch unsere Umfrage auf unserem Instagram- Kanal (@digitalphoto_magazin), bei der jeder zweite Teilnehmer angegeben hat, ein Stativ aus Carbon zu bevorzugen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es ist leichter, schwingungsunanfälliger und im Gegensatz zu Aluminium kälteresistent. Dennoch kann auch Aluminium überzeugen.