Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 9 Min.

Renaturierungsprojekt


Pädagogik - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 03.04.2018

Einmischen, Alternativen entwickeln, Selbstwirksamkeit erfahren


Schülerinnen und Schüler mischen sich ein, entwickeln umweltpolitisch bedeutsame Projekte, engagieren sich theoretisch und praktisch »vor Ort«, finden ökologisch nachhaltige Alternativen, renaturieren und gestalten, suchen kommunalpolitisch nach konsensfähigen Lösungen, vernetzen sich international, lernen viel über Ökologie und Partizipation, werden ausgezeichnet, erfahren Selbstwirksamkeit!

»AG hat Soest verändert.«

So lautet die Überschrift eines Berichtes im Soester Anzeiger über die jahrzehntelange Projektarbeit der Bio-AG des ...

Artikelbild für den Artikel "Renaturierungsprojekt" aus der Ausgabe 4/2018 von Pädagogik. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Pädagogik, Ausgabe 4/2018

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 8,99€
NEWS 30 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Pädagogik. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 4/2018 von Natur erfahren. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Natur erfahren
Titelbild der Ausgabe 4/2018 von Naturerfahrung. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Naturerfahrung
Titelbild der Ausgabe 4/2018 von Draußentage. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Draußentage
Titelbild der Ausgabe 4/2018 von Wald erleben als Teil des Schulcurriculums. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Wald erleben als Teil des Schulcurriculums
Titelbild der Ausgabe 4/2018 von Immer mittwochs ist Waldtag. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Immer mittwochs ist Waldtag
Titelbild der Ausgabe 4/2018 von Natur in der Schule – Schule in der Natur. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Natur in der Schule – Schule in der Natur
Vorheriger Artikel
Draußentage
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Wald erleben als Teil des Schulcurriculums
aus dieser Ausgabe

... Conrad-von-Soest-Gymnasiums. Und mit dieser Zeile ist ziemlich genau beschrieben, was Schüler(innen) in über 30 Jahren praktischer Naturschutzarbeit in ihrer Heimatstadt Soest unter der Leitlinie ›Ökologie als Biologie mit politischen Folgen‹ bewegt haben. Besonders wichtig war uns, dass bei all diesen Projekten die wissenschaftliche Arbeit der Schüler(innen) in der Bio-AG, in Projekt- und Leistungskursen Biologie sowie Lernzeiten am Anfang ihrer Untersuchungen stand und anschließend die ermittelten Daten und Fakten ausgewertet wurden. Ihre Untersuchungsergebnisse verschriftlichten sie als ›Ökologische Gutachten‹, stellten sie den zuständigenkommunalen Ausschüssen und Gremien vor und beteiligten sich an der politischen Diskussion ihrer Veränderungsvorschläge. Normalerweise brachte ihnen ihr fachlich fundiertes Auftreten nicht nur die Anerkennung von Politikern und Verwaltungen, sondern führte auch zur Umsetzung ihrer Ideen und Vorschläge. Auf diese Weise wurden in Soest Bachquellen aufgedeckt, Bachläufe renaturiert und ehemalige Gewerbestandorte zu Naturschutzzonen, bzw. zu LSG und NSG umgestaltet. Außerdemwurden ihre ökologischen Studien wie die Beiträge Träger öffentlicher Belange behandelt, so dass sie beispielsweise bei der Aufstellung von FNP’s (Flächennutzungspläne), B-Plänen (Bebauungspläne) und Straßenbauplänen, also im politischen Prozess der Umsetzung mitgewirkt haben. Sie hielten Vorträge in den Sitzungen der zuständigen Ausschüsse und nahmen an Arbeitssitzungen der Behördenvertreter teil. Inder Regel haben sie ihre Ergebnisse auch überregional bei Wettbewerben vorgestellt und sich so einem weiteren fachlichen Diskurs gestellt. Auf Vorschlag des 1. Beigeordneten der Stadt Soest wurde diese Form der fachlichen, pädagogischen und politischen Arbeit zum ersten Mal 1994 in der polnischen Partnerstadt Strzelce Opolskie fortgesetzt. So entstand der erste Gewässeratlas von Strzelce Opolskie. Dies führte dazu, dass Jugendliche heute im Netzwerk der europäischen Partnerstädte: Soest (D), Strzelce Opolskie (PL), Sárospatak (H), Visby (S) und Kampen (NL) auf internationaler Ebene forschen.

Abb. 1: Schüler(innen) bei einer Renaturierungsmaßnahme im Außenbereich


Abb. 2: Schüler(innen) bei der Bestimmung der Gewässergüte des Soestbaches


Insgesamt wurden in Soest und Umgebung ca. 100 größere und kleinere Projekte durchgeführt und indie kommunale Umsetzung gebracht, an denen weit über 1000 Schüler(innen) beteiligt waren. Auf internationaler Ebene waren es in 23 Projekten etwa 800 Jugendliche aus sieben Nationen. Auf europäischer Ebene firmieren die Jugendlichen unter »Diplomaten in Gummistiefeln« und wurden für ihre Arbeiten mit dem Westfälischen Friedenspreis und dem Europäischen Jugend-Karlspreis ausgezeichnet.

Die Anfänge der AG-Arbeit

Bereits das erste größere Projekt ›Soester Bäche‹ hat zu politisch-praktischen Ergebnissen geführt: Die Freilegung von Quellen und von Bachabschnitten, das Ausbaggern von Teichen, die Sicherung von Uferrandstreifen und die Fortführung von Renaturierungsprogrammen sind vom Rat der Stadt und vom Kreis Soest beschlossenworden. Die Schüler(innen) konnten sich über positive Resonanz freuen – bei der Vorstellung ihres Buches, beim Auftreten vor Sponsoren, in Stadtratssitzungen und in Fernsehberichten. Das in Gemeinschaftsarbeit erstellte Buch ist eine lesenswerte Aufklärungsschrift über die Zusammenhänge unserer Kultur- und Fortschrittsleistungen mit deren Folgekosten sowie über die Eingriffe in die natürlichen Grundlagen des ÖkosystemsWasser . Der wesentliche Bildungsgehalt des Projektes liegt – über diese greifbaren Ergebnisse hinaus – in der Erfahrung, dass ein wichtiges Thema des schulischen Unterrichts praktische Bedeutung für das Alltagsleben in der Kommune und für eine verantwortliche Umweltpolitik des Gemeinwesens hat.

Die Renaturierung des Soestbachs

»Nach 100 Jahren wieder Wasser im Kolk«, lautete die Schlagzeile des Soester Anzeigers im Frühjahr 1998. Angefangen hatte alles im Sommer 1991 mit der Untersuchung des zu großen Teilen ›unter Tage‹ verlaufenden Soestbachs im Stadtgebiet (Abb. 1). Im Rahmen einer Führung durch die Soester Altstadt stellten Schüler(innen) der AG den Mitgliedern des Umweltausschusses der Stadt erste Untersuchungsergebnisse wie beispielsweise die entdeckten Quellen – von denen eine stärker schüttet als die Donauquelle – und Wasserläufe vor und warben für ihre Idee, den ›verdeckelten‹ Soestbach wieder offen zu legen, damit das im Stadtgebiet überwiegend unterirdisch abfließende Soestbachwasser nach 100 Jahren wieder erfahrbar wird. Motiviert durch den großen Zuspruch der Politiker(innen) vertieften sie sich in die Archivarbeit und werteten historische Karten und Texte aus. Anschließend führten sie eine chemische Gewässergüteuntersuchung des Soestbachwassers durch (Abb. 2). Dabei stellten sie fest, dass das Soestbachwasser beste Trinkwasserqualität besitzt, es sei denn auf den Feldern an der Haarwird zu intensivgedüngt. Dies führt nämlich dazu, dass Nitrat- und Phosphatgehalt aller Gewässer im Quellhorizont nördlich der Bundesstraße 1 ansteigen und in den Sommermonaten vor allem durch die Quellen im Großen Teich in der Mitte der Soester Altstadt zu verstärkter Algenblüte führen. Außerdem führten die Schüler(innen) eine Bestandsaufnahme von Flora und Fauna des offen fließenden Soestbaches durch, um nach seiner möglichen Offenlegung eine Vergleichsbasis zu haben. Für Untersuchungen ›unter Tage‹ stiegen die Schüler(innen) durch Kanaldeckel in der Straße in die Kanalisation ein und analysierten die Situation ›unter Tage‹ auf einer Strecke von ca. 500 Metern. Schließlich stellten sie ihre Untersuchungsergebnisse im Stadtrat vor und diskutierten diese mit den Lokalpolitikern – im-mer mit der Zielsetzung der ›Wiederoffenlegung des Soestbaches‹. Nach Zustimmung von Politik und Verwaltung wurde schließlich nach ca. sieben Jahren mit der Offenlegung des Soestbaches mit öffentlichen Mitteln begonnen. Die Bepflanzung des renaturierten Bachbetts mit standorttypischen heimischen Pflanzen führten die Schüler(innen) durch. Außerdem dokumentierten sie die Wiederansiedlung zahlreicher ans Wasser gebundener Arten wie Insektenlarven, Libellen, Stichling, Bachforelle, Bachneunauge, Gebirgsstelze und Eisvogel.


Konstruktives ›Sich Einmischen‹ macht Ernstcharakter von Lernen aus, wirkt nachhaltig bei Zukunftsgestaltung.


Abb. 3: Lebensnahes Lernen mit politischen Folgen


Weg von fachlicher Kontextuierung, Handlungsbezug zu schrittweise sich vergrößernder Öffentlichkeit.


Nach dem ersten Renaturierungsabschnitt wurden im Jahr 2002 alle innerstädtischen Soester Quellen wieder aufgedeckt, der 2. Abschnitt des Soestbaches in der Innenstadt renaturiert und 2017 der 4. Abschnitt. Somit ist das unterirdisch abfließende Wasser des Soestbachs nach 100 Jahren wieder erfahrbar und bereichert – zusätzlich zu seiner Funktion als gefahrloser Spielplatz für Kinder und Erholungsraum für Erwachsene – durch seine Geräuschkulisse anstelle von Autolärm das Klangbild der Innenstadt. Im Rahmen des DWA-Gewässerentwicklungspreises 2007 wurde das Projekt belobigt und bundesweit mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Übernahme (umwelt)-politischer Verantwortung

Da wir versuchen, unsere Projekte an konkreten und aktuellen Problemlagen aufzuziehen, ist der damit implizierte innovative Charakter häufig integraler Bestandteil und somit zugleich auch Motivationsgeber und Motor des Schüler(innen)engagements. Indem sie in Umweltfragen Alternativen entwickeln und diskutieren, nach konsensfähigen Lösungen suchen und schließlich demokratisch legitimierte Entscheidungen treffen müssen, fördern Ökologische Bildung und Umwelterziehung Kommunikationsfähigkeit, demokratisches Bewusstsein und die Fähigkeit zur politischen Teilhabe, vor allem wenn Schüler(innen) zur Durchsetzung ihrer Verbesserungsvorschläge diese in politischen Gremien vorstellen und an deren Realisierung in Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden aktiv beteiligt sind (Lernen mit Ernstcharakter).

In diesem Sinne tragen Ökologische Bildung und Umwelterziehung zur (umwelt)politischen Bildung, zur Entwicklung eines Verantwortungsgefühls und zur Partizipation am gesellschaftlichen Leben bei (vgl. Abb. 3).

Service Learning

Schüler(innen) leisten mit diesen Projekten einen Dienst am Gemeinwohl (Service), erarbeiten dabei aber gleichzeitig Lerninhalte, wenden diese an und erlangen so verschiedene Kompetenzen, oftmals weit über den üblichen Rahmen hinaus (Learning). In derartigen Service Learning-Projekten wird schulisches Lernen grundlegend anders organisiert, zumal wenn es in einer AG durchgeführt wird. Daher handelt es sich nicht um eine extracurriculare Aktivität, sondern im Normalfall um Fächer verbindendes, viele Fähigkeiten erforderndes und Kompetenzen förderndes Lernen.

Öffnung durch Projektarbeit

Im herkömmlichen Fachunterricht, in dem Leistungsbeurteilung anhand der curricularen Bezugsnorm (Lernvorgaben) erfolgt, kann ›Demokratie-Lernen‹ – wenn überhaupt – nur eine untergeordnete Rolle spielen. Will man aber dem Wandel der Entwicklungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen Rechnung tragen, kann das nur bedeuten, Unterricht und Schule zu öffnen. Im Rahmen einer Öffnung nach innen würde das offene Formen wie Mitbestimmung, Entscheidungsmöglichkeiten sowie individuelle Förderungsmethodennach sich ziehen. Im Kontext von Differenzierung und Individualisierung sollten Lehrer(innen) lernen, die Verstehenswege von Kindern nachzuvollziehen und bei Leistungsbeurteilungen angemessen zu berücksichtigen. Beurteilung von Lernleistungen muss sich aus Sicht der Demokratiepädagogik überwiegend an Verständnis und an Produkten orientieren.

Nach unseren langjährigen Beobachtungen und Erfahrungen implizieren Projektunterricht und Projektarbeit mehr Handlungsspielraum für Schüler(innen) beim Lernen und damit die Förderung ihrer Selbsttätigkeit und Selbständigkeit, zumal wenn die Lebenswelten von Jugendlichen wahrgenommen und in die Arbeit einbezogen werden.

Fazit

Aus der Durchführung solcher Umweltprojekte wird neben dem Aspekt der nachhaltigen Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen und dem Aspekt der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) grundsätzlich auch noch eine weitere Ebene deutlich, nämlich dass in solchen demokratiepädagogisch wirksamen Vorhaben Themen-, Praxis- und Handlungsbezug sowie deren Verankerung in institutionellen Bereichen miteinander verflochten sind. So werden in diesen Projekten Lerninhalte, die in Biologie, Chemie, Erdkunde, Geschichte und anderen Unterrichtsfächern zum fachunterrichtlichen Standardrepertoire gehören, in dreifacher Weise didaktisch kontextualisiert. Sie gewinnen dadurch die Qualität verständnisintensiven Lernens und werden zugleich für die Schulentwicklung wirksam. Dies erfolgt durch fachliche Kontextuierung, Handlungsbezug, aber auch durch eine schrittweise vergrößerte Öffentlichkeit, die in der Schule selbst beginnt und dann darüber hinaus in den kommunalen, regionalen und sogar in den internationalen Raum führt.

Ergebnisse dieser Arbeit mit Schüler(inne)n zeigen sich in der Schulentwicklung am Conrad von Soest Gymnasium, wo den Lernenden die Wissenschaftsorientierung und die politische Partizipation am Beispiel der pädagogischen Hand (Naturwissenschaftlicher Fünfschritt) in Abb. 4 und 5 verdeutlicht wird.

Literatur

Dalhoff, Benno (1994): Projektbeispiele aus der Praxis eines Lehrers In: Praxis der Umweltbildung. Neue Ansätze für die Sekundarstufe II. Bd II. Bielefeld
Dalhoff, Benno (1997): Projekte zum Natur- und Umweltschutz und ihre Bedeutung für die Öffnung von Schule. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung. Soest
Dalhoff, Benno (1999): Projektplanung – Grundlagen des Projektunterrichts. Stuttgart
Dalhoff, Benno/Dellbrügger, Ulrich (2010): Leistungsanerkennung und Zertifikate bei den »Diplomaten in Gummistiefeln« des Conrad-von-Soest-Gymnasiums. In: Beutel, Silvia-Iris/Beutel, Wolfgang (Hg.): Beteiligt der bewertet? Leistungsbeurteilung und Demokratiepädagogik. Schwalbach/ Ts., S. 185–204
Dalhoff, Benno/Dellbrügger, Ulrich (2006): Ökologische Bildung und Umwelterziehung durch Projektarbeit am Conrad-von-Soest-Gymnasium. In: Schulprogramm des Conradvon-Soest-Gymnasiums. Soest
Dalhoff, Benno/Hoppenau, Stefan/ Ohly, Karl-Peter (1994): Fachübergreifende Versuche zur Umweltbildung. In: Neue Ansätze für die Sekundarstufe II. Bd I. Bielefeld
Dellbrügger, Ulrich (1994): Außerunterrichtliche Arbeitsgemeinschaften. In: Neue Ansätze für die Sekundarstufe II. Bd I. Bielefeld
Dellbrügger, Ulrich/Grade, Jochen (Hg.) (2000): Diplomaten in Gummistiefeln. Die europaweiten Projekte des Conrad-von-Soest-Gymnasiums. Warstein
Dellbrügger, Ulrich (2000): Vom Schulteich zur internationalen Partnerschaft. In: Orientierung durch Selbstorganisation. Tutzinger Stiftung zur Förderung der Umweltbildung. Dieckhoff, K.-H./Roth, J. (Hg.): Umweltbildung, Bd 2. Ökom
Dellbrügger, Ulrich (2017): Praktisches ökologisches Handeln »Schüler verändern eine Stadt«. In: NUAncen, Forum der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW 65/2017. Recklinghausen

Abb. 4: Naturwissenschaftlicher Fünfschritt, Conrad von Soest Gymnasium. Nach: The Scientific Method. Quelle:Nicole Brinker , Soest 2017


• Kompetenzerwerb der Schüler(innen) (Schule, außerschulische Lernorte)
• Erstellen vonSchülerkonzepten (Projektbeschreibungen, »ökologische Gutachten«, …)
• Vorstellen der Projekte in der Öffentlichkeit (z. B. Rathaus, Ausschüsse, Presse, …), Präsentationen und Diskurs
• Umsetzen von Schülerkonzepten (z.B. Renaturierungen, Revitalisierungen, Naturschutzzonen, NSG, Aufnahme in FNP und BP, Informationstafeln, …)
• Anwendungs- und Transferprozesse (Schulentwicklung, Transfer in undvon Partnerschulen, Netzwerkarbeit auf europäischer Ebene)

Abb. 5: Ergänzung zu Abb. 3 und 4: Die 5 Ebenen (Fünfschritt) konzeptioneller Pädagogik im MINT-Bereich am Conradvon Soest Gymnasium (Pädagogik aus einer Hand)

Ulrich Dellbrügger ist Studiendirektor am Conrad-von-Soest-Gymnasium in Soest/Westf. mit den Unterrichtsfächern: Biologie, Chemie, Naturwissenschaften, MINT-Beauftragter, Gründer und Betreuer der Biologie-AG seit 1984, Initiator und Betreuer der Projektgruppe »Diplomaten in Gummistiefeln « (seit 1994).
Adresse: Am Hellweg 20, 59494 Soest-Ampen
E-Mail: ulrich.dellbruegger@t-online.de

Benno Dalhoff ist Oberstudienrat a. D. am Conrad-von-Soest-Gymnasium in Soest/Westf. mit den Unterrichtsfächern: Biologie, Chemie; Promotion 1996, ehemaliger Betreuer der Bio-AG, Lehrerfortbildner und Naturschützer bis ins tiefe Sibirien, jetzt freischaffend zwischen Ökologie und Kunst mit dem Schwerpunkt ›Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima‹.
Adresse: An Lentzen Kämpen 9, 59494 Soest
E-Mail: benno.dalhoff@gmx.de