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REPORT: 9 Fragen, 27 Antworten: DIE LiEBES-RETTER


Für Sie - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 02.01.2020

Beziehungsstatus: Es ist kompliziert. Unsere Experten erklären, wie Sie Probleme langfristig lösen


Artikelbild für den Artikel "REPORT: 9 Fragen, 27 Antworten: DIE LiEBES-RETTER" aus der Ausgabe 3/2020 von Für Sie. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Für Sie, Ausgabe 3/2020

Nach 18 Monaten endet die rauschhafte Phase der Verliebtheit. Danach kehrt Alltag ein. Die Schmetterlinge verziehen sich in den Winterschlaf, das Loveboat ankert im sicheren Hafen, auch zwischen den Laken wird es von Jahr zu Jahr ruhiger. Und das ist auch okay so, denn mit der Zeit bauen wir unser Liebes- und Lebensglück auf andere Säulen wie Vertrauen, Zusammengehörigkeit und emotionale Nähe. Ist die Beziehung allerdings erst mal so richtig in die Jahre gekommen, dann wenn die Kinder aus dem Haus sind und ...

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... die Leidenschaft gen null strebt, stellen viele Paare plötzlich alles infrage: Soll es das schon gewesen sein? Sind wir uns noch genug? Und: Was ist nur aus unserer Liebe geworden? Wer sich mit diesen Fragen konfrontiert sieht, kommt schnell zu der Erkenntnis, dass sich etwas ändern muss, wenn die Beziehung ihre Midlife-Crisis überleben soll. Der Anker des Loveboats muss gelichtet, das Segel gesetzt und das Schiff zurück ins offene Meer gelenkt werden. Doch dafür braucht es Kommunikation: Sprechen Sie miteinander. Leben Sie nicht nebeneinander her, ziehen Sie sich nicht zurück, auch wenn es verlockend ist zu sagen: „Das kenn ich alles schon.“ Oder: „Das wird doch eh nichts.“ Geben Sie Ihrer Liebe eine Chance und gehen Sie Ihre Probleme gemeinsam an. Fachleute, etwa Paartherapeuten, können Ihnen auf diesem Weg zur Seite stehen: Wir haben für Sie ein Experten-Panel aus zwölf verschiedenen Liebes-Rettern zusammengestellt, die die häufigsten Beziehungsfragen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Unser großes Experten-Forum

Die TV-Moderatorin
PAULA LAMBERT ist Autorin und Deutschlands bekannteste Sexpertin

Der Liebes-Coach
ERIC HEGMANN berät Singles und Paare in der Modern Love School

Die Hautärztin
DR. YAEL ADLER ist Autorin von „Darüber spricht man nicht“ (Droemer)

Die Psycho-Kinesiologin
DANIELA ERNST Die Therapeutin kennt sich mit Paar-Konflikten aus

Die Podcast-Autoren
ELA & VOLKER BUCHWALD In „Sex am Küchentisch“ sprechen sie über die Liebe

Der Sexshop-Mitarbeiter
ERNST KISTNER arbeitet in der „Boutique Bizarre“ auf der Reeperbahn

Die Tantra-Lehrer
LEILA BUST UND BJØRN LEIMBACH Seminar-Infos: tantra.de

Die kath. Eheberaterin
SUSANNE VON GÖNNER ist Leiterin der Beratungsstelle für Ehe und Familie

Der Sexualmediziner
DR. MARKUS VALK arbeitet als Gynäkologe und Sexualtherapeut

Der Psychotherapeut
DR. WOLFGANG KRÜGER ist Autor des Ratgebers „So gelingt die Liebe“ (BoD)


Ich finde meinen Mann körperlich nicht mehr anziehend, möchte aber mit ihm zusammenbleiben. Was kann ich tun?


PAULA LAMBERT:
„Lagern Sie den Sex aus.“

Versuchen Sie herauszufinden, warum die Anziehung verloren gegangen ist. Liegt es vielleicht an der Routine in Ihrer Partnerschaft? Dann können Sie gegensteuern: Ein Forscher-Team aus Kanada hat nämlich gerade herausgefunden, dass gemeinsame aufregende Aktivitäten die gegenseitige Anziehung massiv steigern. Sie können aber auch über eine neue Form des Zusammenlebens nachdenken. Überlegen Sie zum Beispiel, ob Sie die körperliche Liebe in Zukunft „auslagern“ wollen. Sie bleiben jedoch weiterhin als Paar zusammen und ziehen auch die Kinder gemeinsam auf.

DANIELA ERNST:
„Es braucht mehr als Optik.“

Jede Partnerschaft besteht aus verschiedenen Phasen: Manchmal ist man sich näher – und manchmal fühlt es sich eben an, als wäre man ein Stück weiter voneinander entfernt. Das ist völlig in Ordnung. Ebenso verhält es sich mit der Anziehung. Manchmal ist sie stärker, an anderen Tagen schwächer oder gar nicht vorhanden. Mein Vorschlag: Fragen Sie sich, was Sie abgesehen von der Optik bisher an Ihrem Partner anziehend fanden. Was hat ihn liebenswert gemacht? Um Verlangen zu entfachen, braucht es nämlich mehr als das Körperliche.

ELA & VOLKER BUCHWALD:
„Entdecken Sie ihn neu.“

Die Frage ist doch: Was ist der Grund für die verlorene Anziehungskraft? Nachlässigkeit und mangelnde Hygiene? Dann sollten Sie freundlich darüber sprechen, ohne Vorwürfe. Die zweite Frage lautet: Was bedeutet „körperlich nicht mehr anziehend“ genau? Könnte es sein, dass Sie einfach nicht mehr so viel Interesse an Ihrem Partner haben? Dass ein Gefühl von „Kenn ich alles schon!“ eingezogen ist? Dann hilft nur eines: Öffnen Sie Ihr Herz und entdecken Sie die innere Schönheit Ihres Partners neu. Sie hat nämlich einen tollen Vorteil: Sie wird mit dem Alter größer und hat keinen Bauch.


Nach 25 Jahren ist unser Sexleben ziemlich langweilig geworden. Wie können wir wieder neuen Schwung ins Schlafzimmer bringen?


ERNST KISTNER:
„Sextoys können helfen.“

Versuchen Sie, von Ihrem Sexleben der jungen Jahre innerlich Abstand zu nehmen. Im Laufe des Lebens verändern sich die sexuellen Bedürfnisse nämlich, das ist ganz normal. Darum ist es aber auch umso wichtiger, mit dem Partner über die eigenen Fantasien und Sehnsüchte zu sprechen. Bei der Umsetzung können anspruchsvolle erotische Filme und anregende Sextoys helfen. Dildos und Vibratoren für das weibliche Wohl, für den Mann ein Masturbator. Kümmern Sie sich umeinander und entdecken Sie sich wieder auf ganz neue Weise.

LEILA BUST & BJØRN LEIMBACH:
„Überraschen Sie ihn.“

Das Sexleben kann ein Spiegel für die Beziehung sein. Vermutlich ist Ihr Miteinander insgesamt ziemlich langweilig geworden. Sie sind routiniert, abgeklärt und erwarten nichts Aufregendes mehr von Ihrem Partner. Ein guter Grund, selbst für mehr Erotik und Sinnlichkeit zu sorgen. Springen Sie über Ihren Schatten und überraschen Sie Ihren Mann, z. B. mit einer erotischen Massage, einem Sexspielzeug oder mit einem Tantra-Seminar für Paare. Dort lernen Sie, sich und die Erotik neu zu entdecken.

ELA & VOLKER BUCHWALD:
„Fühlen Sie in der Tiefe.“

Silberhochzeits-Zeit: viel erlebt und viel geschafft. Aber gleichzeitig scheinen auch alle Geheimnisse gelüftet, alle Stellungen ausprobiert, scheint alles Reizvolle ziemlich schal geworden zu sein. Aber das macht nichts! Wir brauchen gar nicht so viel Neues aus dem außen, sondern eigentlich nur mehr Wahrnehmen und Fühlen auf der inneren Ebene. Versuchen Sie, jede Berührung ganz bewusst zu fühlen. Egal ob im Alltag oder im Bett. Sie werden feststellen, dass sich jeder Kontakt – in der Tiefe gespürt – immer wieder neu und anders anfühlt. Also: ran ans Fühlen!


Mein Mann macht mir überhaupt keine Komplimente mehr …


PAULA LAMBERT:
„Das ist nicht böse gemeint.“

Sprechen Sie mit Ihrem Partner, und versuchen Sie herauszufinden, ob er Ihre Leistungen wertschätzt oder nicht. Erklären Sie ihm ruhig, dass es Ihnen wichtig ist, auch im Alltag Anerkennung zu bekommen, und dass Ihnen Komplimente Freude bereiten. Bedenken Sie dabei aber auch, dass es möglich ist, dass Ihr Partner gerade einfach nur mit seinem eigenen Leben beschäftigt ist. Häufig erwarten wir nämlich Dinge von anderen, die diese in dem Augenblick gar nicht geben können. Es muss also nicht böse gemeint sein, wenn Sie keine Komplimente mehr bekommen.

DR. WOLFGANG KRÜGER:
„Fördern Sie Ihre Stärken.“

Wir machen einander Komplimente, solange es eine Mischung von intensiver Nähe bei gleichzeitigem Abstand gibt. Das ist die Phase in der Verliebtheit, in der man den anderen noch nicht ganz für sich eingenommen hat und leidenschaftlich um sein Gegenüber wirbt. Danach wird es automatisch weniger, das ist normal. Werden Sie sich darum erst mal selbst darüber klar, was toll an Ihnen ist. Fördern Sie Ihre Stärken, lernen Sie etwas Neues. Machen Sie sich selbst Komplimente, weil Sie wunderbar sind.

ELA & VOLKER BUCHWALD:
„Lieben Sie sich selbst.“

Sind Sie sicher, dass es Ihnen wirklich um Komplimente geht? Klar, ein Lob fürs Aussehen oder seine Wesensart zu bekommen ist immer schön, weil wir alle so programmiert sind, Bestätigung im außen zu suchen. Blöderweise haben wir jedoch ziemlich schlechte Karten, dabei „satt“ zu werden, denn es ist selten genug an Lob. Darum: Fangen Sie bei sich selbst an. Gehen Sie freundlich und wertschätzend mit sich um. Erfreuen Sie sich an dem, was Sie tun. Danach richten Sie Ihren Blick liebevoll auf Ihren Partner. Schätzen Sie ihn ebenfalls wert. Sagen Sie ihm, was Ihr Herz bewegt und berührt.