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Report: Frauen in besonderen Berufen: Arbeit mal anders


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 37/2018 vom 05.09.2018

Spannend und auch etwas kurios, womit manche Menschen so ihr Geld verdienen. Wir stellen Ihnen fünf tolle Beispiele vor


Artikelbild für den Artikel "Report: Frauen in besonderen Berufen: Arbeit mal anders" aus der Ausgabe 37/2018 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 37/2018

In großer Robe: Svenja als Cinderella. Unter www.yourfairytale.de findet man sie in vielen romantischen Rollen


Die Prinzessin: Svenja Hansen (29) aus Köln: „Mein Nebenjob ist einfach märchenhaft“

Svenja macht die Träume von Kindern wahr. Verkleidet als Aschenputtel, Schneekönigin oder Dornröschen ist sie das Highlight auf jeder Geburtstagsfeier.

„Wenn ich auf der Party auftauche, fangen die Augen der Kleinen an zu strahlen, und ich werde sofort mit tausend Fragen bombardiert“, sagt Svenja. ...

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... Für eine halbe oder auch eine Stunde verbringt sie mit den Kurzen eine tolle Zeit. Dabei wird gespielt, gesungen und sich auf Augenhöhe begegnet – für Svenja etwas ganz Entscheidendes. Aber nicht nur die Kinder haben großen Spaß, auch für Märchen-Fan Svenja ist der Job eine willkommene Abwechslung zu ihrem sonst eher trockenen Alltag im Büro. „Das Schönste ist, wenn die Kinder mir zum Abschied Kusshände zuwerfen, mich drücken und gar nicht mehr gehen lassen möchten.“

Andrea ist Deutschlands einzige Briefträgerin, die ihre Post mit einem Kahn zustellt


Die Postbotin: Andrea Bunar (47) aus Briesen: „Über das Wasser zu fahren, entschleunigt mich sofort“

Fast lautlos gleitet Andrea mit ihrem Kahn durch die schmalen Fließe bei Lehde. Das Boot ist beladen mit Briefen, Päckchen und Paketen. Genau 65 Haushalte beliefert sie täglich. Häuser, die nur übers Wasser oder Fußwege und kleine Brücken zu erreichen sind.

Die Tradition der schwimmenden Post gibt es schon seit rund 110 Jahren. Seit sechs Jahren hat Andrea ihr Amt inne. Ihre Vorgängerin hat sie in die Kunst der Steuerung eingewiesen. Dazu gab es Privatunterricht von einem Fährmann. Acht Kilometer treidelt sie täglich mit dem Kahn. Das kostet sie natürlich einiges an Armkraft.

Bis Oktober ist Andrea noch auf den Fließen im Einsatz. Danach bringt sie die Post bis zum Frühling zu Fuß und per Handkarren. In dieser Zeit sehnt sich Andrea oft nach ihrem Kahn – die Zeit auf dem Wasser ist für sie eine echte Erholung.

Die Kuschlerin: Elisa Meyer (32) aus Leipzig: „Jeder Mensch braucht Nähe“

Elisa (hinten) findet: Kuscheln ist ein Grundbedürfnis. Genau wie essen, schlafen und atmen


Elisa liebt Berührungen nicht nur, sie ist regelrecht süchtig danach. „Schon als Kind konnte ich stundenlang schmusen.“ Aber dass sie mit ihrer Kuschelfreudigkeit mal Geld verdienen würde, hätte sie nicht gedacht. Vor drei Jahren las sie von Kuschel-Profis in den USA und entschloss sich, dort eine Ausbildung zu machen. „Mit Sex hat das Ganze nichts zu tun, es geht nur um die Berührung“, sagt Elisa.

Für Kuschel-Sitzungen schlüpft sie in Yogahose und Shirt. Im Gespräch lernt sie ihre Kunden zuerst kennen. Die Regeln werden besprochen und ein Vertrag unterschrieben. Anschließend wird gekuschelt, eine Stunde lang. Viele von ihren Kunden haben niemanden, der sie in den Arm nimmt. Oft leiden sie an Burnout oder Depressionen.

Mit der „Kuschel Kiste“ hat Elisa 2016 einen eigenen Verein gegründet. Außerdem bildet sie andere Leute zu professionellen Kuschlern aus. Dass viele ihren Beruf missverstehen, ist die junge Frau gewohnt. „Kuscheln gehört für viele Leute ins Schlafzimmer. Ich möchte es dagegen als Unterstützung bei anderen Therapien etablieren und zeigen, dass es das Leben von Menschen positiv verändern kann.“

Die Hotel-Testerin Andrea Labonte (40) aus Berg am Starnberger See: „Ich reise an die schönsten Orte“

Wellness-Hotels testen und dafür bezahlt werden? Für Andrea ist das tatsächlich ihr täglich Brot. Ihren Traumjob hat sie selbst kreiert, davor war sie lange im Marketing tätig. Für andere Sprachen und Reisen hat sie sich schon immer begeistert. Vor gut zwölf Jahren fasste sie mit Ehemann Tassilo den Entschluss, genau diese Leidenschaft zum Beruf zu machen. Dabei kamen ihr sowohl ihre Kenntnisse in Sachen Wirtschaft als auch Tassilos Händchen fürs Programmieren gelegen. 2006 entstand ihr Online-Portal „Wellness Heaven“, auf dem sie die Bewertungen der besuchten Hotels veröffentlichen.

Wenn es um die Beurteilung geht, ist das Ehepaar sehr streng. Vom Einchecken an der Rezeption über die Anwendungen bis hin zum Zimmerausblick wird alles einer genauen Prüfung unterzogen. Wie Arbeit fühlt sich das Ganze natürlich trotzdem nicht an. Oft kann Andrea ihr Glück selber kaum fassen: „Ich glaube, es gibt keinen besseren Job auf der Welt.“ Andrea bloggt auf www.wellness-alarm.com

Was für eine tolle Aussicht! Andrea am Strand von Villasimius auf Sardinien


Fotos: Deutsche Post, Heiderose Kay, Iza Hegedüs, Privat, Tobias Welschenbach (2)

Die Event-Sängerin: Anke Scheer (37) aus Hamburg: „Mein Ziel: die Leute tanzen sehen“

Anke singt auf verschiedenen Events und liebt es, gute Stimmung zu verbreiten


So weit ich zurückdenken kann, habe ich alles mitgesungen, was ging“, erzählt Anke. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hat sie 1996 auf dem Sommerfest ihrer Schule. Sie singt „Killing me softly“ von den Fugees. Seit diesem Tag ist sich Anke sicher: Ich will Sängerin werden.

Einige Jahre später nimmt sie an der Castingshow „Popstars“ teil, aus der sich später die Band „No Angels“ formiert. Anke gewinnt zwar nicht, sammelt aber wertvolle Erfahrungen für weitere musikalische Projekte. Bald steht sie auf kleinen und großen Bühnen und zieht das Publikum mit ihrer Stimme in den Bann. Man bucht sie für Hochzeiten, Geburtstage, Firmenfeiern und andere Events. Inzwischen hat Anke mit ihrer Band im Mai 2016 sogar ihr erstes eigenes Album veröffentlicht.

Obwohl Anke jetzt schon seit über 15 Jahren als Sängerin im Geschäft ist: Routine kommt in ihrem Job niemals auf. Jeder Auftritt ist neu und anders – und so bunt wie das Leben. „Das Größte ist für mich, wenn ich es schaffe, aus einem wippenden Fuß einen tanzenden Fuß zu machen.“ Mehr von Anke unter: www.liebekannmansingen.de