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REPORT »MUSICPARK« 2019: FANFARE zum Messe-Auftakt


drums & percussion - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 13.12.2019

Mit Spannung wurde die neue Musik-Erlebnismesse »musicpark« in Leipzig erwartet. Vom 1. bis 3. November öffnete sie erstmals ihre Tore. Wir berichten, was es dort zu sehen gab, und haben Besucher und Aussteller nach ihrer Meinung gefragt. Ein Stimmungsbild des Messe-Auftaktes

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musicpark 2019: Weitere Infos online.

Die Mannheimer Combo Brass 2 Go war als Walking-Act in den Hallen unterwegs.


Foto: Cord Radke

Mit Spannung wurde die neue Musik-Erlebnismesse »musicpark« in Leipzig erwartet. Vom 1. bis 3. November öffnete sie erstmals ihre Tore. Wir berichten, was es dort zu sehen gab, und haben Besucher und ...

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musicpark 2019: Online-Infos zu ausgestelltem Equipment.

In Leipzig gab’s Neues zu sehen wie etwa diese »Xist Dark«-Modelle von Istanbul Agop.


Mapex präsentierte zum Jubiläum sein ›30th-Anniversary‹-(All Maple)-Kit.

VIDEOS

Video-Impressionen im d&p-WebTV (s. QR-Codes)

Kompakt in zwei Hallen der Leipziger Messe untergebracht, bot der »musicpark« den Besuchern kurze Wege – abgesehen von den mehreren hundert Metern Fußweg, die bei Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Messebahnhof und Eingang zurückzulegen waren. Die Lage am Eröffnungstag war ruhig und entspannt. Keine Hektik, kein Gedränge wie in einer Bahnhofshalle, keine Warteschlangen. Es war eher auffallend leer. Das mochte daran liegen, dass der 1.11. in Sachsen ein Werktag war.

Positive, gelöste Stimmung

Der positiven Atmosphäre, die in Leipzig zu spüren war, tat das keinen Abbruch: »Die Stimmung ist gelöster, als man es von anderen Messen kennt«, befand Klaus-Die- ter Anders vom Verband deutscher Musikschulen. Diese Meinung teilten viele. Während der beiden darauffolgenden Tage, Samstag und Sonntag, steigerten sich die Besucherzahlen. Die Leipziger Messe vermeldete insgesamt 11.200 Besucher während des Wochenendes.

»Für mein Empfinden eine gut organisierte Veranstaltung. Das Programm, vor allem die Livemusik in den Schallkabinen, ist besonders hervorzuheben. Wie zu erwarten waren nicht so viele Besucher da, aber das kann noch werden. Wir planen auch 2020 wieder auszustellen.«
Sibi Siebert (Box of Trix)

»Wir brauchen den Dialog mit dem Kunden. Dabei entpuppt sich der ›musicpark‹ als passende Plattform, wobei der Auftakt unsere Erwartungen übertroffen hat. Hier erreichen wir gezielt Endkunden, die sich für unsere Marke interessieren und sich von ihrer Qualität überzeugen können – das leistet kein Online-Shop. Von daher sind wir froh, dass unser Mut belohnt wird, von Anfang dabei zu sein, und deshalb planen wir Leipzig für das kommende Jahr definitiv wieder ein.«
Norbert Ibrom (Sennheiser)

Lewitzki: »Ich bin positiv überrascht, obwohl ich es ziemlich klein finde. Fürs erste Mal finde ich das Angebot aber in Ordnung und die Atmosphäre ist auch angenehm. Ich freue mich aufs nächste Mal« – Schmidt: »Ich kann viele Eindrücke mitnehmen und freue mich, wenn die Messe hier künftig noch wächst und wir auch in den nächsten Jahren nach Leipzig kommen können.«
Ralli Lewitzki und Natalia Schmidt (Drummer Meeting Salzgitter) waren als Besucherda

Viele namhafte Marken dabei

Je mehr Besucher in die Hallen strömten, desto mehr schwoll dann der Lautstärkepegel vor allem in Halle 2, die dem Thema »Rock/Pop« gewidmet war – und in der nahezu alle wichtigen Namen der Branche zu finden waren, von Alfred Music bis Zildjian. Viele, die Messen zuletzt dauerhaft ferngeblieben waren, zeigten sich in Leipzig bester Laune. »Die gesamte Stimmung sowohl bei Ausstellern als auch Besuchern war sehr positiv, außerdem war das Publikum insgesamt sehr an den Produkten interessiert«, zieht Frank Boestfleisch von Sonor ein positives »musicpark«-Fazit: »Das erste Mal in Leipzig würde ich durchaus als erfolgreich bezeichnen. Die Organisation war sehr professionell und freundlich, zudem wurde den Besuchern ein umfangreiches Workshopprogramm sowohl zum Zuschauen als auch Mitmachen geboten«.

»Der erste Eindruck stimmt mich positiv, die Atmosphäre ist sehr entspannt und familiär. Was für mich als Schlagzeuger schön ist: Viele relevante Marken sind da.«
Adrian Haußner (Thomann)

»Ich finde es toll, hier die Leute persönlich zu treffen, mit denen ich sonst nur über WhatsApp und E-Mail Kontakt habe – und auch die ganzen Drummerkollegen. «
Lukas Reiß (Besucher)

Schlagwerk präsentierte seine brandneuen Cajonmodelle.


Mitmachen war Trumpf

Mitmachen war Trumpf in den sogenannten »Playzones« – zum einen für Drumcircles, zum anderen für E-Drums. »Wir hatten insgesamt 355 Teilnehmer von drei bis 80 Jahren in zwölf Drumcircles. Ich empfand die Atmosphäre bei uns in der ›Playzone‹ als sehr angenehm«, sagt Ricarda Raabe, die mit José Cortijo Besucher zum Trommeln animierte: »Da waren José und ich uns einig.« Auch Ralf Mersch von Yamaha ist sehr zufrieden: »Wir haben jeden Tag sechs Unterrichtseinheiten in der ›Playzone E-Drums‹ gemacht, und alle Besucher waren absolut begeistert. Egal, ob jemand schon spielen konnte oder kompletter Anfänger war – jeder konnte mitmachen und hatte sofort Lernerfolge.«

»Doom«, »sweatbloodtears«?

Auch der »Room of Doom« lud zum Ausprobieren: Hier standen Akustiksets bereit. Jedoch erschloss sich das nicht auf den ersten Blick. Daher ging das Angebot offenbar an vielen vorbei. Dass es dort meist nicht allzu voll war, hatte auch sein Gutes, denn hätte dort ein Dutzend Drummer gleichzeitig losgelegt, hätte der Lärmpegel sicher die Schmerzgrenze überschritten. Vielleicht könnte man das künftig effektiver lösen. Es gab ferner zwei »sweatbloodtears«-Boxen für Drummer und Gitarristen, in denen bekannte Künstler auftraten. Das Konzept mitsamt Autogrammstunden kennt man von der Musikmesse Frankfurt. Auch in Leipzig wurde es gut angenommen.

Dirk Brand führte Pearls neue »e/MERGE«-E-Drums vor


Frank Boestfleisch (Sonor) ist stolz auf Jost Nickels neue Signature-Snare.


Go Shopping!

Der »musicpark« ist eine Endverbrauchermesse. Wer sein Musikerlebnis gleich in einen Einkauf münden lassen wollte, konnte das im »Market«-Bereich von »musicpark« tun. Wir fragten Jan Draheim von Justmusic Berlin nach seinem Fazit: »Feinabstimmung zwischen Vertrieben, Herstellern und Einzelhändlern wäre nötig, um zu klären, wer was präsentiert und verkauft.« Generell bescheinigt Draheim dem »musicpark« ein »gutes Konzept: nettes Messepersonal, schönes Gelände, gute Infrastruktur und Logistik«. Auch ein paar Verbesserungstipps hat er: »Mehr Werbung wäre nötig, on- wie offline. Die Besucher kamen hauptsächlich aus Sachsen, und insgesamt waren es zu wenig.«

Sabian zeigte Becken seiner neuen »HHX Complex«-Serie.


Im »Market«-Bereich konnte man Equipment shoppen, wie hier in Halle 2.


Resümee und Ausblick

Dass es hier und da noch Luft nach oben gibt, darin waren sich die meisten einig. Aber ein vielversprechender Anfang ist gemacht. »Der Standort Leipzig hat […] gezeigt, dass er für die Verbindung von Messe und Musik steht wie kaum ein zweiter. Das […] sind hervorragende Rahmenbedingungen […], um den ›musicpark‹ in den nächsten Jahren zu einer der wichtigsten Messen für die Instrumentenbranche und für alle Musikinteressierten weiterzuentwickeln «, resümmiert Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe. Der nächste Termin: 6. bis 8. November 2020.

Limitierte Auflage: Ludwigs »Legacy Mahogany Van Buren«-Kit


In »Playzones« wurden Besucher selber aktiv, ob im Drumcircle mit José Cortijo und Ricarda Raabe


Foto: Leipziger Messe GmbH/Tom Schulze

Reichlich Percussion zum Ausprobieren gab’s am Meinl-Stand.


In »College & Academy«-Clinics konnte man sich bei Cracks wie Patrick Metzger Tipps abholen.


Zusammen mit Alfred Music präsentierten wir Jost Nickel im Bühnentalk über sein neues »Snare Book«.


oderbeim Gruppen- E-Drumming mit Ralf Mersch


Im Klassikkonzertsaal von Halle 4 war Platz für ein ganzes Orchester und viel Publikum.


In den »sweatbloodtears«-Kabinen konnte man Topdrummer hautnah erleben, hier Cherisse Osei (Simple Minds).


Robbie-Williams-Drummer Karl Brazil bei der Autogrammstunde


NETZ

www.musicpark.de

Am Stand von Adams war klassisches Schlagwerk in der Ausstellung: Mallets, Pauken, Röhrenglocken, Große Trommel u.v.m.


Im »Room of Doom« von Halle 2 standen etliche Drumkits antestbereit.

INFO

Premiere: 1.11.2019, Neue Messe Leipzig
Besucher 2019: 11.200
Ausstellerzahl 2019: 200
Marken der Schlagzeugbranche 2019: Bosphorus, Dimavery, Roland, GigPig, Ludwig, Istanbul Agop, Schlagwerk, Meinl, Pur Cajones, Mapex, Metal Drum Power, Sonor, Pearl, Rohema, Rockstroh Drums, Sabian, Tama, Dream, Vater, Adams, Studio 49, Yamaha (Playzone), Zildjian, Vic Firth u.a.
Eintritt: 19 Euro Tageskarte
Line-up Drums & Percussion: Karl Brazil, Senri Kawaguchi, Patrick Metzger, Jost Nickel, Max Grösswang, Simon Gattringer, José Cortijo, Will Hunt, Stephan Maass, Moritz Müller, Michael Schack, Gary Wallis
Nächster Termin: 6. bis 8.11.2020