Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 9 Min.

REPORT: SO RÜSTET SONY SICH FÜR DEN WEG ZUM MARKTFÜHRER: Angriff der: Alpha-Tiere


DigitalPHOTO - epaper ⋅ Ausgabe 8/2018 vom 06.07.2018

REPORT | Der Markt der Digitalkameras ist hart umkämpft und muss seit Jahren rückläufige Absatzzahlen verkraften, nicht zuletzt wegen zunehmend besserer Smartphone-Kameras. Die großen Kamerahersteller müssen sich etwas einfallen lassen, und insbesondere Sony zeigt sich hier als fleißiger Innovator.


Artikelbild für den Artikel "REPORT: SO RÜSTET SONY SICH FÜR DEN WEG ZUM MARKTFÜHRER: Angriff der: Alpha-Tiere" aus der Ausgabe 8/2018 von DigitalPHOTO. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: DigitalPHOTO, Ausgabe 8/2018

SCHWERPUNKTE
DIE THEMEN DIESER STRECKE

→ INNOVATION GEFRAGT: DIE HERAUSFORDERUNGEN AUF DEM IMAGING-MARKT
→ VORGESTELLT DAS ALPHASYSTEM IM ÜBERBLICK
→ HIGHLIGHTS: DIE MEILENSTEINE IN DER PRODUKTPALETTE VON SONY IMAGING
→DIE GROSSEN 3: CANON, NIKON UND SONY KÄMPFEN UM MARKTANTEILE
IM DETAIL: TECHNOLOGISCHE BESONDERHEITEN DER ALPHAS ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,49€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von DigitalPHOTO. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 8/2018 von ENDLICH URLAUB! 48 SEITEN SPEZIAL. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
ENDLICH URLAUB! 48 SEITEN SPEZIAL
Titelbild der Ausgabe 8/2018 von HIGHLIGHTS der Heft-CD. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
HIGHLIGHTS der Heft-CD
Titelbild der Ausgabe 8/2018 von 90-TAGE-VOLLVERSION CAPTURE ONE PRO 11: Profiwerkzeug für alle. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
90-TAGE-VOLLVERSION CAPTURE ONE PRO 11: Profiwerkzeug für alle
Titelbild der Ausgabe 8/2018 von TECHNIK: Neuauflage zweier: Zoom-Klassiker. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TECHNIK: Neuauflage zweier: Zoom-Klassiker
Titelbild der Ausgabe 8/2018 von I AM MORE THAN JUST A LENS: #iamtheoriginal. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
I AM MORE THAN JUST A LENS: #iamtheoriginal
Titelbild der Ausgabe 8/2018 von DSGVO: EUROPAWEITES DATENSCHUTZ-UPDATE IM ÜBERBLICK: DSGVO: Das sind die Folgen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DSGVO: EUROPAWEITES DATENSCHUTZ-UPDATE IM ÜBERBLICK: DSGVO: Das sind die Folgen
Vorheriger Artikel
IKONEN: CLAUS GOEDICKE: DINGE, DIE WIR BENUTZEN: Das ist ein Ding
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel OBJEKTIVE: E-MOUNT-STANDARDZOOM IM TEST: Pracht-Zoom
aus dieser Ausgabe

→ INNOVATION GEFRAGT: DIE HERAUSFORDERUNGEN AUF DEM IMAGING-MARKT
→ VORGESTELLT DAS ALPHASYSTEM IM ÜBERBLICK
→ HIGHLIGHTS: DIE MEILENSTEINE IN DER PRODUKTPALETTE VON SONY IMAGING
→DIE GROSSEN 3: CANON, NIKON UND SONY KÄMPFEN UM MARKTANTEILE
IM DETAIL: TECHNOLOGISCHE BESONDERHEITEN DER ALPHAS
HINGESCHAUT: DIE STÄRKEN UND SCHWÄCHEN DES SONYALPHA-SYSTEMS
→ BRANDNEU: DIE RASANTE EDELKOMPAKTE RX100 VI

Carsten Mohr: Test & Technik

Nicht einmal fünf Jahre ist es her, dass mit der Sony Alpha 7 erstmals eine Vollformatkamera mit Wechselobjektiven in der Größe einer Kompaktkamera – zu einem verhältnismäßig erschwinglichen Preis – erschien. Bis dahin war es auf dem Kameramarkt erstaunlich ruhig geblieben. Die Marktführer Canon und Nikon wiegten sich mit ihren DSLR-Modellen in Sicherheit und müssen nun zusehen, wie sie einen Fuß in die Tür bekommen. Tatsächlich ist Sony Vorreiter in Sachen spiegellosem Vollformat gewesen. Und abgesehen von Leica-SLoder M-Modellen, die sich in ganz anderen Preisregionen bewegen, besitzt Sony hier nach wie vor eine Monopolstellung. Setzen sich diese Systeme langfristig durch, dürften die Japaner von ihrem Entwicklungsvorsprung profitieren und eventuellen „Nachfolgern“ das Leben schwermachen. Vielleicht ist auch dies ein Grund, warum wir bisher keine solchen Kameras von Canon oder Nikon gesehen haben. Dabei dürfte der Erfolg der EOS-M-Reihe im japanischen Heimatmarkt Canon ermutigen, in Richtung Vollformat zu denken. Rein ökonomisch kann es aber sogar Sinn machen, ein neues Segment durch andere (hier: Sony) „testen“ und erschließen zu lassen – was natürlich immer auch eine Frage von Überzeugungsarbeit und Finanzmitteln ist – und sich dann mit Hilfe der entsprechenden Marktdurchdringung (hier: Canon und Nikon) einige Jahre später einzuklinken.

Alpha 7 und Alpha 9

Wir haben uns die Frage gestellt, was das Sony-System so interessant macht und ob sich der Hersteller über kurz oder lang die Vormachtstellung erarbeiten wird. Schauen wir uns dazu zuerst die spiegellosen Vollformatsystemkameras Alpha 7 und Alpha 9 an. Sie bilden das Herzstück der Alpha-Reihe. Die Modelle der Alpha-7S-Serie richten sich mit ihrer geringeren Auflösung an Videofilmer oder Nachteulen, die auch bei wenig vorhandenem Licht noch extrem rauscharme Aufnahmen zaubern wollen. Die Alpha-7R-Geräte bieten hingegen eine enorme Auflösung, was insbesondere dem Anforderungsprofil von Landschafts- oder Studio- und Werbefotografen entspricht. Die „normalen“ Alpha-7-Bodys (also ohne S oder R im Namen) bieten einen sinnvollen Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Auflösung. Und sie stellen (allein schon preislich) eine interessante Alternative für Enthusiasten dar, die eher eine Allroundkamera als ein Spezialgerät suchen. Die Sony Alpha 9 wiederum ist auf extreme Geschwindigkeit getrimmt und richtet sich an Sport- und Eventfotografen, bei denen es auf jede Millisekunde ankommt.

>>Üppige Auswahl: In kürzester Zeit ist ein ansehnliches Objektiv-Arsenal zusammengekommen: Vom Fischauge bis zur 500mm Telelinse – im Vordergrund die G-Master-Objektive.




Mein erster Wechsel-Impuls zu Sony war dem ultraschnellen Fokus und dem kleinen Gewicht der Kameras geschuldet. Mittlerweile habe ich mich aber auch so sehr an die Vorzüge des EVF gewöhnt, dass ich nie wieder zurück will.
Steffen Böttcher, Profifotograf



Ein breites Portfolio an Kameras macht den Systemwechsel deutlich angenehmer, denn wer sich einmal an die Benutzerführung eines Herstellers gewöhnt hat, wechselt nur ungern zwischen verschiedenen Systemen hin und her. Sie brauchen eine rasante Kamera für Sport- und Wildlife-Aufnahmen? Die Alpha 6500 sorgt mit ihrem Crop-Faktor für entsprechende Reichweite. Sie wollen große Drucke atemberaubend detaillierter Landschaftsaufnahmen anfertigen? Die A7R II und die A7R III bieten Auflösung satt mit 42 Megapixeln und tiefpassfilterlosem Sensor. Doch lieber eine Festbrennweite und jackentaschentauglich, ohne auf Auflösung verzichten zu müssen? Der gleiche stabilisierte Sensor findet sich auch in der RX1R II. Wenn es richtig klein werden soll, können Sie zur RX100-Reihe greifen. Und selbst auf eine Action-Cam mit 4k-Video müssen Sie dank der RX0 nicht verzichten. Und getreu dem Motto „Totgesagte leben länger“ überraschte Sony vor einiger Zeit mit dem Nachfolger des Profiboliden SLT-A99: Die SLT-A99 II kombiniert ein klassisches Gehäuse mit der SLTTechnologie, entsprechend rasantem Autofokus und einem hochauflösenden Bildsensor.

SONY MEILENSTEINE

2006 Alpha 100

>> Der Einstieg Das erste Alpha-Modell von Sony nach Übernahme des Systems von Konica Minolta.

2008 Alpha 900

>> Digitales Vollformat Der Einstieg in die Profiliga als DSLR, mit Vollformatsensor und 100%-Sucher.

2011 SLT-A77

>> SLT-Technologie Die A77 und die A77 II (2014) sind die Highlights der APS-C-Klasse mit A-Mount.

2013 Alpha 7-Reihe

>> CSC-Vollformat Die ersten beiden Modelle der A7-Familie (A7 und A7R) lassen die Fotowelt aufhorchen.

Unser umfassendes Handbuch rund um Sony-Kameras: Die SonyBIBEL – jetzt im Handel. www.falkemedia-shop.de

Kurzum: Sony hat sich in Rekordgeschwindigkeit breit auf dem Markt aufgestellt – bedient nicht nur den ambitionierten Fotoenthusiasten und den erfahrenen Profi, sondern auch Anfänger und Hobbyfotografen.

Ein Stückchen vom Kuchen

Bei allem Wirbel um den Erfolg von Sony muss man sich allerdings klar machen, dass sich Canon und Nikon immer noch den Löwenanteil des Imaging-Weltmarktes teilen, und das hat nicht allein mit Kameras und Objektiven zu tun. Insbesondere professionelle Fotografen legen Wert auf einen guten Support mit kurzen Austauschzeiten und Ersatzgeräten im Ernstfall. Diese Netzwerke haben Canon und Nikon über viele Jahre hinweg kontinuierlich ausgebaut, so dass Profis schon allein deshalb oftmals nicht besonders wechselbereit sind. Sony steuert mit einem eigenen Sony Imaging Pro Support allerdings dagegen, der professionellen Fotografen einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf Ersatzgeräte und Reparaturleistungen bieten soll. Zurück aber zunächst zu den Marktanteilen: Betrachten wir den japanischen Heimatmarkt der drei großen Hersteller, ist das Bild eindeutig: Laut BCN Awards (= Verkaufszahlen in Japan) liegt Canon aktuell mit über 20% Marktanteil bei spiegellosen Systemkameras knapp vor Sony. Das mag daran liegen, dass Canon insgesamt die Nummer eins ist und einen entsprechenden Ruf genießt (Marktanteil Japan DSLRs: 61%), aber auch daran, dass Sony im spiegellosen Bereich eher auf entsprechend kostspieligere Highend-Produkte setzt und Canon hier auch mit der EOS-M-Reihe den Einsteiger- und Mittelklassemarkt bedient – und so schlicht mehr Einzelgeräte absetzt. Am stärksten zu kämpfen unter den „drei Großen“ hat aktuell Nikon, denn an Canon reicht man mit knapp der Hälfte deren Marktanteile bei den DSLRs nicht heran, und im Bereich der spiegellosen Systemkameras findet sich aktuell nichts mit hinreichend großen Sensoren (APS-C und aufwärts), so dass Nikon dieses Feld bisher komplett Sony überlässt. Nach der Rücknahme der eigentlich für 2016 geplanten Einführung der DL-Kameras aufgrund deutlicher Spartenverluste ist Nikon nach wie vor stark von Spiegelreflexkameras abhängig. In den USA übernahm Sony im Bereich der Vollformatkameras mit Wechselobjektiven nach eigener Aussage Anfang 2017 sogar Platz zwei von Nikon.

Die Stärken der Alphas

Schauen wir zunächst auf bauartbedingte Aspekte: Das geringe Auflagemaß (also der Abstand zwischen Sensor und Auflagefläche des Objektivs) der spiegellosen Alphas macht die Gehäuse nicht nur kompakt, sondern bietet den großen Vorteil, dass sich per Adapter zahlreiche Optiken anderer Hersteller nutzen lassen. Das stellte insbesondere bei der Einführung einen echten Mehrwert dar, weil nicht sofort alle Objektive neu gekauft werden mussten. Das manuelle Fokussieren älterer Optiken macht dank Focus-Peaking Spaß, und die Sensorstabilisierung ermöglicht scharfe Resultate bei längeren Verschlusszeiten – mit jeder Optik.

Der Autofokus kommt ohne separates Modul aus, sondern nutzt direkt den Bildsensor. Das hat den enormen Vorteil, dass eine Autofokus-Justage, wie wir sie von DSLRs kennen, schlicht überflüssig ist. Zudem sehen wir im elektronischen Sucher oder auf dem Display sofort, wie das Bildergebnis ausfallen wird. Apropos elektronischer Sucher: Bei Dunkelheit kann dieser fast wie ein Nachtsichtgerät wirken, und auch bei blendendem Sonnenschein noch eine Bildbeurteilung erlauben – Situationen, in denen DSLRs aufgeben müssen. Die durch den Spiegel bei DSLRs entstehenden Vibrationen entfallen, und dank der zuschaltbaren elektronischen Verschlüsse aktueller spiegelloser Modelle können Sie sogar lautlos fotografieren und Verschlusszeiten erreichen, die mit mechanischen Verschlüssen undenkbar wären.

RX100 VI: NEUE EDELKOMPAKTE

Nicht nur in der Alpha-Klasse tummeln sich zahlreiche Modelle für unterschiedlichste Ansprüche, auch die RXReihe punktet mit Action-Cams, Superzoomern und ultrakompakten Reisebegleitern. Der jüngste Spross ist die RX100 VI (1.299 Euro) – die Neuauflage der beliebten Edelkompakten im Hosentaschenformat. Das verbaute ZEISS-Vario-Sonnar-Zoomobjektiv bietet einen beeindruckenden Brennweitenbereich von 24-200mm (analog zu Kleinbild) bei einer Lichtstärke von f/2,8 bis f/4,5 im Telebereich. Die rasante Scharfstellung erfolgt mit Hilfe von insgesamt 315 Phasen-Detektionspunkten. Der mehrschichtige 1-Zoll-Sensor und der überarbeitete Prozessor ermöglichen bis zu 24 Einzelbilder pro Sekunde sowie 4K-Video ohne Pixel-Binning. Der hochauflösende OLED-Sucher lässt sich auf Wunsch ausfahren, kann für den Transport aber praktischerweise eingefahren werden. Das nach oben und unten schwenkbare Display bietet eine Touch-Funktionalität. Die Ausstattung wird abgerundet durch Wi-Fi, Bluetooth, optische Bildstabilisierung, einen lautlosen elektronischen Verschluss und NFC.

2014 Alpha 6000

>> Rasant Die A 6000 trumpft mit sehr schnellem Autofokus und großem APS-C-Sensor im kleinen Gehäuse.

2015 Alpha 7R II

>> Auflösung pur Das Flaggschiff der 7er-Reihe begeistert Fotografen mit BSI-Sensor und immenser Auflösung.

2015 Alpha 7S II

>> ISO-Gigant Schon die A7S sorgte für Freude bei Filmern und Nachteulen, die A7S II toppt das noch.

2016 Alpha SLT-A99II

>> Profibolide Die lang ersehnte Nachfolgerin der A99 bietet einen rasanten Autofokus und 4K-Video.



”Die Bildqualität war der entscheidende Punkt für den Wechsel. In meinen Augen bietet gerade die aktuelle A7R III im Kleinbildbereich die beste Bildqualität. Daneben schätze ich die geringe Größe und Gewicht.



Alexander Heinrichs, Profifotograf

>> Überflieger: Der BSI-Sensor der A7R II holt maximale Details selbst aus widrigen Lichtverhältnissen heraus.


Wo Licht ist …

Ausgereifte Blitzsysteme stellen insbesondere für die Fotografie on location (etwa bei Events) ein wichtiges Entscheidungskriterium dar. Nikon hat mit seinem Creative Lighting System hier in puncto Funktionalität und Ausgereiftheit die Nase vorn, auch wenn Sony mit seinem Funkauslöser-System hier aufgeholt hat. Eventfotografen vermissen aber immer noch das praktische Autofokus-Hilfslicht von Aufsteckblitzen – das ist mit den spiegellosen Kameras von Sony nämlich nicht möglich.

Apropos Blitz: Der Blitzschuh der Alpha-Kameras verfügt über eine Vielzahl elektronischer Kontakte, um die Kommunikation zwischen aufgesetzten Geräten und der Kamera zu ermöglichen. Die Konstruktion hat aber den Nachteil, dass die Füße von Aufsteckblitzen zumindest teilweise aus Kunststoff bestehen müssen, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Das wiederum kann unter harten Bedingungen zu Stabilitätsproblemen führen, von denen andere Modelle mit Blitzfüßen aus Metall natürlich weniger stark betroffen sind.

Optimierungsbedarf

Ein genereller Nachteil spiegelloser Systemkameras ist ihr Energiehunger, da Sensor und elektronischer Sucher kontinuierlich versorgt werden wollen. Zudem beschränken die kompakten Abmessungen die theoretisch mögliche Akkugröße, um den höheren Energiebedarf zu kompensieren. In den dritten Versionen der Alpha-7-Kameras hat Sony nachgebessert und die Auslösezahl pro Akkuladung auf ca. 530 (Sucher) steigern. An die Leistung von DSLR-Kameras reicht dies allerdings noch nicht heran.

SONY MEILENSTEINE

2016 RX1R II

>> Klein und stark Mit der Vorgängerin betrat Sony Neuland, die zweite Version überzeugt auf ganzer Linie.

2016 Alpha 6500

>> Nachschlag Die dritte Version der Alpha-6000er-Reihe lässt praktisch keine Wünsche mehr offen.

2016 G-Master

>> Meisterklasse Mit dem wichtigen Schritt hin zu Objektiven für allerhöchste Ansprüche begeistert Sony.

2016 Drahtlos blitzen

>> Lichtkontrolle Mit dem Funksystem zur Blitzsteuerung schließt Sony eine wichtige Lücke für Profis.

SLT-TECHNOLOGIE MIT STARRSPIEGEL

→ Ein starrer, teildurchlässiger Spiegel ersetzt hier den Schwingspiegel.

→ Vibrationen und Sucherblackouts durch Spiegelschlag werden vermieden.

→Der Autofokus kann kontinuierlich weiterarbeiten.

→ Die SLT-Technologie findet sich aktuell nur in den A-Mount-Kameras wie SLTA77II oder SLT-A99II.

5-ACHSEN-SENSORSTABILISIERUNG

→ Der in 5 Achsen stabilisierte Sensor erlaubt längere Verschlusszeiten mit allen (auch älteren) Objektiven.

→ Einige Optiken (Tele) bieten optische Stabilita. Die Systeme arbeiten zusammen, so dass Sie von den Vorteilen beider Ansätze profitieren.

→ Das Sucherbild ist (da direkt vom Sensor ausgelesen) ebenfalls stabilisiert.

ELEKTRONISCHER SUCHER (EVF)

→ Das Sucherbild gibt die Kameraeinstellung wieder.

→ Effekte wie Schwarzweiß können direkt bei der Aufnahme beurteilt werden.

→ Optimale Bildbeurteilung und Komposition auch bei Dunkelheit oder Gegenlicht

→ Erlaubt eine abgeschirmte Bildkontrolle, wenn auf dem Display aufgrund des Lichts nichts mehr zu erkennen ist.

Ein weiteres leidiges Thema ist nach wie vor die Menüführung: Zwar lässt sich alles nur Erdenkliche einstellen, doch müssen Sie die entsprechenden Menüpunkte erst einmal finden. Das überarbeitete Menü der neueren Modelle gefällt uns zwar schon deutlich besser (auch dank der verbesserten Individualisierbarkeit), doch die Aufteilung der Unterpunkte und die Benutzerführung gelingen bei anderen Herstellern schlichtweg intuitiver. Warum Sony da nicht nachbessern kann, bleibt ein Geheimnis. Ein echtes Kaufhindernis ist dies allerdings nicht, denn mit etwas Einarbeitung lassen sich Benutzertasten frei belegen und ein Schnellzugriff-Menü so bestücken, dass Sie die wichtigsten Parameter im direkten Zugriff haben.

Goldene Zeiten

Spätestens seit den 2017er-Modellen bietet Sony mit dem E-Mount ein System, das kaum mehr Wünsche offen lässt: Autofokus, Geschwindigkeit, Bildqualität, Objektivpark – wenn Sony so weitermacht und wir zudem annehmen, dass DSLRs langfristig an Bedeutung verlieren werden, müssen Canon und Nikon Gas geben – denn Sony fährt gerade auf der Überholspur.
(cm)

NACHGEFRAGT!

GERRIT GERICKE, SONY DEUTSCHLAND

Überrascht Sie der Erfolg etwas?
Nach Einführung der ersten A7 haben wir gemerkt, dass unser Ansatz ein unglaubliches Potenzial hat. Viel Herzblut, Arbeit und letztlich auch Geld ist in die Entwicklung neuer Innovationen geflossen. Wir sind glücklich, dass sich unsere Anstrengungen auszahlen. Im Mai 2018 waren wir sogar im Markt für Kameras mit Wechselobjektiven und im Objektivmarkt die klare Nummer eins in Deutschland.

Wo sehen Sie Wettbewerbsvorteile?
Hinter Sony steckt viel Power. Wenn wir uns für ein Segment entscheiden und den Fokus darauf lenken, können wir dank unseres Know-hows viel erreichen. Weil wir seit Jahren der weltweit größte Produzent für Kamerasensoren sind, haben wir – abgesehen von unseren eigenen Produkten – ein festes Standbein in der gesamten Foto-Industrie weltweit.

Welche konkreten Ziele verfolgen Sie?
Wir wissen, dass wir noch viele Hausaufgaben zu erledigen haben, und sehen uns weiter in der Position des Herausforderers. So ist garantiert, dass wir nicht müde werden und alles daran setzen, noch besser zu werden. Trotzdem ist unser Ziel klar: Wir wollen dauerhaft die Nummer eins bleiben – bei Kameras und auch bei Objektiven.

2017 RX0

>> Actionkamera Markteinstieg in das hart umkämpfte Segment der ultrakleinen und robusten Action-Cams.

2017 Alpha 9

>> Höchstgeschwindigkeit Das auf Performance getrimmte Modell zielt auf Profis im Action-& Sportbereich.

2017 Alpha 7R III

>> Spitzenleistung Die A7R III kombiniert Geschwindigkeit mit enormer Auflösung für höchste Ansprüche.

2018 Alpha 7 III

>> Einfach stark Sony packte viel Profitechnik in das neue Spitzenmodell für ambitionierte Fotografen.


Fotos: Hersteller, kanzefar/AdobeStock; Texte: Carsten Mohr

Fotos: Hersteller, Steffen Böttcher; Texte: Carsten Mohr

Fotos: Hersteller, Alexander Heinrichs, Carsten Mohr; Texte: Carsten Mohr