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REPORTAGE SPANIEN: Wilder Westen


Alpentourer - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 21.06.2019

Die von Kurven geprägte Landschaft Andalusiens verspricht eine abwechslungsreiche Reise entlang blühender Mandelbäume zu abgelegenen Bergdörfern, lebendigen Märkten, einsamen Stränden sowie Burgen aus der Zeit der Mauren .


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Kurvenreich geht es durchs gebirgige Hinterland (gr. Bild). In Fort Bravo (links) wurden zahlreiche Spaghetti-Western gedreht.


Fotos: Binge Eliasson

Vom Flughafen in Málaga geht es auf direktem Weg zum Verleiher Hispania Tours, um dort unsere Miet-BMW für die nächsten Tage in Empfang zu nehmen. Dann fahren wir zur Playa Misericordia und gönnen uns an der Strandbar einen Fischsalat mit ...

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... frisch gegrillten Sardinen. Diese gehören zum Lebensstil der Stadt unbedingt dazu. Vom Liegestuhl auf der Terrasse bewundern wir den Sonnenuntergang und lauschen den Wellen, die sich am Strand brechen.

Am nächsten Tag steht dann auch schon die erste Tour an. Ganz in der Nähe von Málagas Zentrum beginnt eine kurvige Gebirgsstraße, die nach Granada führt. „Jeden Sonntag fahre ich diese alte Verbindungstrecke auf meiner BMW R80-7, die gerade einmal noch 80 km/h schafft“, erzählt uns David Gonzalez, der in Málaga wohnt.

Ganz besondere Karstlandschaft

Wir folgen seinem Rat, in die Stadt Antequera zu fahren. Von dort ist es nicht mehr weit zum Naturreservat El Torcal, das mit seinen einzigartigen Kalksteinformationen begeistert, die aufeinandergestapelten f lachen Tellern ähneln. Viele Jahrtausende Wind und Regen haben diese ganz besondere Karstlandschaft mit Gipfeln über 1300 Metern geschaffen. „Welch unglaubliche Natur“, sagt auf einmal ein Amerikaner aus Minnesota hinter mir. Auch ihm sei dieser Ausf lug empfohlen worden, erzählt er.

Wir stellen fest, dass man in dieser Gegend außerdem unterirdische Flüsse, Höhlenmalereien, fruchtbare Täler, Orchideen und sogar Steinböcke entdecken kann, die über die Hänge springen entdecken kann. Oben in den Bergen befindet sich zudem ein astronomisches Observatorium, das einen Besuch lohnt. Die Dämmerung bricht herein, in der Ferne sehen wir die Burg von Antequera, die wunderschön angeleuchtet wird.

Hotel am See

Unser Hotel für die Nacht liegt an einem der größten Stauseen von Andalusien, dem Embalse de Iznájar. Hier kann man sowohl Paddeln als auch Rudern, und das ohne störende Motorboote. Ganz in der Nähe des Hotels gibt es außerdem einen Strand, der zum Baden einlädt.

Eine Brücke führt hinüber in die kleine Stadt, die hoch oben auf einem Hügel liegt und von Bergen und Seen umgeben ist. Von der auf der Spitze gelegenen Kirche genießt man eine herrliche Aussicht auf die die Stadt umgebenden Olivenbäume. Aber es ist nicht einfach, mit dem Motorrad durch die steilen Gassen zu fahren. „Das war eine echte Herausfor- derung, und man sollte schon einiges an Erfahrung mitbringen, wenn man hier mit seinem Motorrad unterwegs ist. Und das ganz besonders mit einer schweren Maschine, viel Gepäck und Sozia. Die Fahrt muss gut geplant sein“, sagt mein Lieblingschauffeur Binge Eliasson. Er ergänzt, dass man ordentlich Schwung brauche, um nicht an den steilen Auffahrten ins Straucheln zu kommen, denn dann würde es schwer, die Balance zu halten.

Am größten Stausee Andalusiens lässt es sich in Iznájar wunderbar übernachten (von oben).


Die Straßen durch das Olivenland überzeugen auch bei Regen (li. Seite), das Kopfsteinpflaster in Priego de Córdoba (links) eher nicht.


Olivenstadt Priego de Córdoba

Am nächsten Tag regnet es. Zum ersten Mal seit einem halben Jahr, wie uns die Einheimischen mitteilen. Auf holprigen Straßen nehmen wir dennoch Kurs auf die Stadt Priego de Córdoba. Das Kopfsteinpf laster in dem Ort ist durch den Regen glatt, weshalb wir sehr vorsichtig fahren. Für die Mühe entschädigt die tolle Aussicht von einer Anhöhe in der Nähe der Kirche.

Wir erblicken hunderte von Olivenbäumen, die in Reih und Glied stehen und ein schönes Muster in die Landschaft zaubern. Die Oliven sind gerade reif, die Früchte leuchten in verschiedenen Farben – grün, lila und schwarz – zwischen den Blättern hindurch. Und das alles am gleichen Baum. In Andalusien wachsen 170 Millionen Olivenbäume, und eine ausgeschilderte Olivenstraße führt an einigen ausgewählten Olivenhöfen vorbei, die für ihr Öl schon Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen haben.

Granada zeigt sich rund um die Kathedrale von seiner besten Seite. Motorradparkplätze gibt es reichlich und kostenlos (v. oben).


In Guadix sind zwar typische Häuserfronten zu sehen, gelebt wird aber in dahinter liegenden Höhlen (rechts).


„Hier in Priego de Córdoba werden qualitativ hochwertige Oliven angebaut. Sieben der weltbesten Olivenöle kommen aus Andalusien“, erzählt uns Thomas. Zusammen mit seiner Frau betreibt er einen kleinen Laden, in dem natürlich Olivenöl, aber auch verschiedene Spezialitäten aus der Region verkauft werden. Zudem gibt es im Ort ein arabisches Bad, in dem wir uns aufwärmen können. Dann ist es Zeit zum Mittagessen, und direkt am Marktplatz liegt ein Restaurant, in dem die lokale Spezialität Salmoreja Cordobés – eine dicke Tomatensuppe mit Eiern und Schweinef leisch – serviert wird.

Oberhalb der Stadt Granada steht die berühmte Festungsanlage Alhambra

Nach dem Essen schwingen wir uns auf herrlichen Kurven gen Granada. Oberhalb der Stadt und am Fuße der Berge der Sierra Nevada steht die berühmte maurische Festungsanlage Alhambra, mit deren Bau bereits im zehnten Jahrhundert begonnen wurde. Die rötliche Burg erscheint von außen eigentlich recht schlicht, im Inneren des Palastes entdeckt man jedoch viele Details, die wie aus einer Sage entsprungen zu sein scheinen: Fontänen, gewölbte Dächer, Mosaike, Ornamente, feine arabische Schriftzeichen sowie Ausschmückungen aus Alabaster, Keramik und Holz. Es ist ein künstlerisches Meisterwerk, außerdem der am besten bewahrte arabische Palast aus dieser Epoche.

Am Puerto de La Ragúa erreicht der Pass exakt 2 000 Meter. Kurvenreich geht es danach ins Tal (v. oben).


Christliche Armeen fielen in Granada Ende des 15. Jahrhunderts ein, gerade als die Stadt ihre Glanzzeit erreicht hatte. 1492 besetzten die katholischen Herrscher den Palast und ersetzten die dortige Moschee durch eine Kirche. Dadurch wurde Granada zur ersten christlichen Stadt in Spanien und gehörte während des Mittelalters zu den größten und reichsten Orten des Landes. Im 19. Jahrhundert verwandelte sich die Stadt in ein Räubernest, während Napoleons Besetzung zerfiel die Festungsanlage sogar beinahe. Doch 1870 wurde die Alhambra schließlich zum nationalen Monument erklärt.

Kostenlose Motorradparkplätze

Wir stellen unser Motorrad in Granada direkt neben der königlichen Kapelle ab – gratis! Diese ist mit der Kathedrale verbunden, besitzt jedoch einen eigenen Eingang. Die katholischen Könige Ferdinand und Isabel sind hier begraben. Zu Fuß spazieren wir nach Abacain. Der Markt ähnelt einem engen arabischen Basar, der Duft unterschiedlicher Kräuter weht einem in die Nase. Früher wurde hier mit Seide gehandelt, in den schmalen Gassen gab es einst über 200 kleine Geschäfte.

Übrigens: Überall in dieser Stadt findet man nicht nur besagte Motorradparkplätze, sondern auch kleine Bars, in denen kleine Tapas-Gerichte – ebenfalls unentgeltlich – zu den bestellten Getränken gereicht werden. Wir entscheiden uns für eine kleine Bar gleich neben der Stierkampfarena und bestellen uns ein kleines Mittagessen.

Ein wenig außerhalb der Stadt, umringt von schneebedeckten Bergen, liegt Guadix, eine Stadt, in der Tausende Menschen in Höhlen entlang der Berghänge wohnen. Von einem Hügel blickt man über die gesamte Gegend, aus der nur die Schornsteine herausragen. In Barrio de las Cuevas gibt es passend dazu ein Höhlenmuseum. Auf einer schmalen und kurvigen Straße mit steilen Abhängen sind wir nun in Richtung Nationalpark Sierra Nevada unterwegs.

Frische vier Grad auf 2 000 Metern

Entlang der Strecke sehen wir spezielle Schilder mit zwei Motorrädern und einem Auto, die darauf hinweisen, dass man Abstand halten soll. Die Landschaft präsentiert sich dramatisch. Mit jedem Meter bergauf spüren wir, dass es kühler und kühler wird. Oben auf dem 2 000 Meter hohen Pass Puerto de la Ragúa angekommen, sinkt die Temperatur auf gerade einmal noch vier Grad Celsius. Auf der anderen Seite des Übergangs schlängelt sich ein schmaler Weg in langen Kurven den Hang hinunter, eine herrlich fahraktive Strecke. Unser Ziel ist Laujar de Anda- rax, wo wir in einer Unterkunft auf einer Anhöhe am Ende des Dorfes übernachten werden.

Schon früh bei Sonnenaufgang sind wir am nächsten Morgen auf den Beinen. Die Sonnenstrahlen liegen wie Gold über dem kleinen Ort. Wir haben heute viele Kilometer vor uns in Richtung der eigentümlich trockenen und bergigen Gegend vor Las Tabernas, wo sich Europas einzige wirkliche Wüste befindet.

Tägliche Westernshows

Hier in der Wüste wurden viele „Spaghetti -Western“ gedreht, direkt bei Tabernas wurde ein Dorf aus dem Wilden Westen nachgebaut. In Fort Bravo gibt es täglich Westernshows mit Cowboys, Saloons, Bordellen und dem Büro des Sheriffs. Oben am Weg werden wir von einem Mann in Cowboykluft und einem roten Halstuch empfangen. „Das habe ich von Willie Nelson bekommen“, sagt El Mexicano, der hier seit 27 Jahren arbeitet und nach eigener Aussage in Filmen zu sehen war, in denen auch Charles Bronson und Harrison Ford mitgespielt haben.

Es ist heiß in Las Tabernas, in den Cafés in der Stadt sitzen viele interessante Menschen, die in der Filmindustrie arbeiten. „Wisst ihr, dass es hier in der Nähe eine Rennstrecke für Motorräder gibt?”, fragt uns ein Filmregisseur. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und fahren kurz entschlossen zum Circuit de Almeria. Der ist jedoch an diesem Tag komplett vermietet. Der ohrenbetäubenden Lärm der mit hoher Geschwindigkeit an uns vorbeifahrenden Maschinen ist nicht zu überhören. In den Kurven liegen die Maschinen so schräg, dass die Knieschoner der Fahrer über den Asphalt schleifen.

Viele tolle Offroadstrecken

An einer Tankstelle direkt am Ortseingang steht eine Gruppe von Motorradfahrern, die mit einem Hochdruckreiniger den Lehm von ihren völlig verdreckten Enduro-Maschinen spült. Es ist eine geführte Gruppe aus Deutschland, die von Stuttgart nach Spanien gefahren ist. „Hier in Spanien gibt es viele tolle Offroadstrecken”, erzählt uns Alexander Métayer, der die BMW GS Trophy gewonnen hat und vor einigen Jahren Enduroweltmeister war. „Wir waren jetzt sechs Tage unterwegs, und das alles ausschließlich auf Schotterpisten“, ergänzt er.

Für uns geht es auf einer echten Traumstraße mit gefühlt hundert Kurven Richtung Nijar weiter. Oben sind die Berge zu erkennen, unten blicken wir auf das blau schimmernde Meer. „Mag man Kurven, so wird man diese Strecke lieben. Der Asphalt ist in bestem Zustand, die Kurven sind eng, aber nur wenige Bäume behindern die Sicht“, sagt Binge euphorisch.

Die Rambla Honda ist eine der feinen Motorradstrecken der Region. Und Offroader finden hier eine Menge Auslauf (v. oben).


Das Grün trügt, denn rund um Las Tabernas (links) gilt das gesamte Gebiet als Wüste (li. Seite).


Der Duft von Apfelsinenbäumen liegt über der kleinen, mit weißen Häusern bestandenen Stadt, als wir uns Nijar nähern. In den Gassen sind die Geräusche der Webstühle deutlich zu vernehmen. Nijar ist bekannt für sein Keramikhandwerk und seine gewebten und gefilzten Teppiche. An den Straßen liegen viele kleine und familiengeführte Geschäfte, in denen man bunte Krüge und Tassen, Schüsseln und Schalen in arabischem Design kaufen kann, deren Formen, Muster und Farben das maurische Erbe widerspiegeln. Kreative neue Handwerker aus den verschiedensten Teilen der Welt sind hierhergekommen und experimentieren mit einem neuen Design.

Die Sonne versinkt über dem Strand

Die Stadt liegt am Rande des vogelreichen Naturreservats Cabo de Gata, durch das etliche Wanderwege führen – auch zu Seen mit einsamen Stränden. Wir jedoch fahren weiter nach Almería, wo die Sonne langsam über dem breiten Strand versinkt. Während die Tapas-Restaurants in der Stadt langsam öffnen, genießen wir die letzten Sonnenstrahlen. Auf einem Platz tauchen plötzlich ein paar Jungs in mittelalterlichen Kleidern auf. Sie haben Instrumente dabei und singen mehrstimmig den alten Klassiker Guantanamera.

Almería ist eine sehr lebendige Stadt, und auf einem Hügel über dem Ort thront die maurische Festung Alcazaba. In den schmalen Gassen des Alt- stadtviertels liegen die Restaurants dicht an dicht, außerdem bietet sie auch eine tolle Markthalle.

Die Playa Cantarriján lockt zum kühlenden Sprung ins Mittelmeer. In Almería gibt es auch schon mal spontan Begleitmusik zum Stiefelbier (v. oben).


Entlang des Küstengebirges

Am letzten Tag machen wir uns auf den Rückweg nach Málaga und haben uns dafür einmal mehr tolle Straßen ausgesucht, die sich durch die Berge entlang der Küste schlängeln. Immer mal wieder nehmen wir aber auch die Autobahn, die durch die dicht mit Gewächshäusern bestandenen Hügel Andalusiens führt. Es ist eine außergewöhnlich schöne Autobahn, die vom Meer und den Bergen umgeben ist. Plötzlich kommt ein Motorradfahrer auf einer kleinen Sportmaschine heran und überholt uns in einer Kurve. Er grüßt mit dem Fuß und legt sich so sehr in die Schräglage, dass seine Knie auf dem Asphalt schleifen.

Sprung ins kühlende Nass

In der Nähe von Nerja biegen wir auf einen schöne Straße Richtung Cerro Gardo ab. Von einer Anhöhe aus genießen wir eine tolle Aussicht über das Naturreservat und die dramatische Küste. Zwischen den Klippen liegen kleine, geschützte Buchten, die man nur über steile Pfade und Treppen erreicht. Wir finden die Abfahrt zum Strand Cantarriján, der von schwarzem Sand bedeckt ist, außerdem seit 27 Jahren ein Restaurant beherbergt. Hier kann man nackt baden. Schnell steige ich aus den Motorradklamotten und springe in das kühlende Nass. Nach dem Baden gönnen wir uns ein Mittagessen im Strand- Restaurant mit frischen Muscheln und Sardinen, außerdem ein Glas Wein.

Wir müssen weiter nach Málaga, stoppen zuerst in einer in den Gassen der Stadt in der Nähe der Festung gelegenen Bar, bevor wir die Motorräder wieder abgeben. Bei der Vermietfirma treffen wir auf eine Gruppe, die gerade nach Marokko aufbricht. Das macht uns ein wenig neidisch. Wir stellen fest, dass Andalusien ein perfekter Ausgangspunkt ist für alle möglich Reisen, sogar in das nördliche Afrika. Das wäre vielleicht auch mal eine Idee …

ALPENTOURER: INFORMATIONEN

ANREISE

Diverse Fluggesellschaften fliegen von verschiedenen deutschen Flughäfen direkt nach Málaga.

MOTORRADVERMIETUNG

Hispania Tours liegt nur fünf Minuten vom Flugplatz entfernt. Verliehen werden BMW, auf Wunsch mitsamt Bekleidung.

hispania-tours.de

UNTERKUNFT

Casa de la Catedral bietet frisch renovierte Zimmer und liegt sehr zentral nahe der Kathedrale in Granada.

casadelacatedral.com

Hotel Caserio de Iznájar ist ein Landhotel etwas außerhalb des hübschen Städtchens Iznájar im Herzen Andalusiens. Bis zum Badesee Iznájar ist es nur ein Katzensprung.

hoteliznajar.com

Casa Baños de la Villa bietet ein charmantes Ambiente in der kleinen Stadt Priego de Córdoba. Im gleichen Haus befindet sich ein arabisches Bad mit Massage und Aromatherapie.

casabanosdelavilla.com

Hotel Villa de Laujar de Andrax ist schön gelegen und bietet eine tolle Aussicht über das Dorf Laujar de Andrax. Das Essen ist preiswert und auf der Weinkarte stehen gute Tropfen aus der Region.

villasdeandalucia.com

ESSEN & TRINKEN

La Barranca befindet sich seit 27 Jahren am tollen Strand Canarriján, wo man nackt baden kann. Im Restaurant bekommt man frischen Fisch und Schalentiere, genießen kann man die Sonnenstühle, Stand-Up-Paddling und Livemusik.

restaurantebarranca.es

Málaga Virgen ist ein beliebter Weinkeller mitten in der Stadt und existiert bereits seit 1885. Hier werden Tapas und gute Weine serviert.

elpimpi.com

Wer in Málaga ist, sollte unbedingt eines der Restaurants vonCervantes besuchen, die es an vier verschiedenen Stellen in der Stadt gibt.

latabernadecervantes.com

Restaurante Califato ist ein beliebtes Restaurant nahe des Schlosses und mitten auf dem Marktplatz von Priego de Córdoba. Auf den Teller kommen typische spanische Speisen.

restaurantecalifato.es

ImCasa Puga findet man selten freie Plätze – und das seit der Eröffnung im 19. Jahrhundert.

barcasapuga.es