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Resilienz


founders magazin - epaper ⋅ Ausgabe 27/2021 vom 30.07.2021

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Albert Einstein konnte nicht sprechen, bis er vier Jahre alt war und konnte erst mit sieben lesen. Vincent van Gogh hat ein einziges Gemälde zu Lebzeiten verkauft und das an einen Freund. Walt Disney wurde Erzählungen nach über dreihundertmal von Banken abgelehnt, die ihm seine Träume nicht finanzieren wollten. J. K. Rowling bekam zwölf Absagen von Verlagen, bevor Harry Potter dann doch veröffentlicht wurde. Keanu Reeves erzählte in einem Interview, dass er schwer unter Depressionen litt. Steve Jobs wurde mit 30 aus seinem eigenen Unternehmen geworfen. Die Beatles wurden von den »Decca Recording Studios« in ihren Anfängen abgelehntmit der Begründung, dass sie mit diesem Sound keine Zukunft in dem Business hätten. Was haben all diese Persönlichkeiten gemeinsam und diese Liste ließe sich noch fortsetzen…? Sie alle gehören zu den erfolgreichsten Persönlichkeiten unserer jüngeren Geschichte und haben in ihren jeweiligen Feldern grandiose Resultate erzielt. Trotz Rückschlägen, trotz düsterer Prognosen, trotz persönlicher Einschränkungen und Handicaps, trotz sogenannter Misserfolge, trotz Ablehnung. Diese Fähigkeit des Durchhaltens nennt man Resilienz. Sich biegen oder gebogen werden ohne zu brechen, ähnlich wie ein Bambusrohr. Stabil und beweglich zugleich. Wann, wenn nicht jetzt, brauchen wir alle genau diese Fähigkeiten? Bei einigen von uns boomt das Business wie noch nie, andere stehen vor dem Ende ihrer aktuellen beruflichen Existenz, sie müssen sich überlegen, das Business oder die Branche zu wechseln. Egal, zu welcher Gruppe man gehört, wir sind gefordert. Gefordert, kreative Lösungen zu finden für die krassen Probleme unserer Zeit, die uns nicht nur sozial einschränken, sondern auch wirtschaftlich extrem herausfordern. Wie lange halten wir durch? Ganz einfach: So lange es sein muss und so lange, bis wir wieder Erfolg haben. Auch diese Zeit wird kommen. Jammerer finden immer Gründe, sich zu beschweren. Lösungsorientierte Menschen machen Mut und kommen ins Handeln. Sie inspirieren sogar andere.

»Jammerer finden immer Gründe, sich zu beschweren. Lösungsorientierte Menschen machen Mut und kommen ins Handeln.«

Wenn wir ins Tun kommen, indem wir vorher die richtigen Fragen stellen, dann kommen postwendend Ergebnisse ins Spiel. Was sind allerdings richtige Fragen? Sie alle haben mit dem Moment, der Gegenwart, der Zukunft und Lösungen zu tun, zum Beispiel: Das sind meine zehn Lieblingsfragen, mit denen ich selbst motiviert bleibe. Das Betrachten von Erfolgsgeschichten und besonderen Persönlichkeiten motiviert auch, genauso wie gute Freunde, Musik, Ziele, gute Gedanken, schöne Orte. All das kann uns keiner nehmen, all das steht uns jederzeit zur Verfügung, auch wenn es so scheint, als dürften wir (fast) nichts mehr tun und als wären wir all unserer Freiheiten beraubt. Das stimmt zum Teil auch, aber darauf richte ich keine Aufmerksamkeit, sondern darauf, wie ich in dieser Situation das Beste für alle machen kann: Für meine Familie, meine Freunde, Kunden und mich selbst. Dazu braucht es zuallererst einen guten Zustand und dieser wird durch die richtigen Fragen hergestellt. Motivation entsteht zuallererst im Kopf. Dort geht es los. Dort hast du 100 Prozent Zutritt und nur die, denen du das gestattest. Deshalb: Welche Medien »ziehst« du dir rein? Welche Freunde umgeben dich, welche Bücher liest du? All das wird deine Gedanken beeinflussen und du erlaubst all diesen Informationen Zutritt zu deinem wichtigsten Steuerorgan: Deinem Gehirn. Dort beginnt alles. Eine weitere gute Nachricht: Diese von Vera Birkenbihl inspirierte Weisheit ist mehr als wahr. Sie erinnert auch daran, dass sich keiner schlecht fühlen muss, egal, wie die Umstände aussehen. Wenn wir in der eigenen »Schaltzentrale der Macht« beginnen, wird etwas Besonderes entstehen. Aber nur, wenn wir es aktiv betreiben. Passivität führt sehr schnell in eine hilfsbedürftige, schlecht gelaunte Opferhaltung. Gerade jetzt, beim Schreiben dieses Textes, sitze ich im Bluebird.space neben der Panzerhalle in Salzburg, einem wunderbaren shared.office mit dem Anspruch, ein inspirierender Ort für »New Work« zu sein. Das ist er auch. Leser sind herzlich eingeladen, mich (nach kurzer Voranmeldung) jederzeit gerne zu besuchen, um sich selbst ein Bild zu machen. Hier fließt Kreativität! Während ich schreibe, läuft »Rondo Veneziano« in meinen Bose QuietComfort Kopfhörern. Begonnen habe ich heute meinen Arbeitstag mit der Frage: Was ist jetzt gerade am Wichtigsten? Welches Ergebnis bringt mich und andere jetzt gerade weiter?

1. Was kann ich jetzt tun, um mich neu zu erfinden?

2. Wen kenne ich, dem ich was Gutes tun kann?

3. Wer kann mir helfen, voranzukommen?

4. Wer ist schon dort, wo ich hinwill?

5. Wen kenne ich, der mir Kontakt zu dieser Person herstellen kann?

6. Wie kann ich mich täglich weiterbilden?

7. Was kann ich besonders gut und wie kann ich mehr davon tun?

8. Was gibt mir Kraft, tut mir gut und stärkt mich?

9. In welcher Umgebung bin ich besonders produktiv?

10. In 5 Jahren: Welche Geschichte möchte ich rückblickend über mich erzählen?

»Es gibt immer mehr Gehirnbenutzer und nicht nur Gehirnbesitzer!«

– Vera Birkenbihl

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Gabriel Schandl ist langjähriger Unternehmensberater, Redner, Trendscout und Autor. Mit seinem Team begleitet er Unternehmen im Aus-und Weiterbildungsbereich.

Warum erzähle ich das? Weil ich feststellen möchte, dass all diese Techniken und Strategien funktionieren. Nur deshalb sind sie es wert, erwähnt zu werden. Sie sind weder besonders neu noch kompliziert oder akademisch. Genau das ist das Gute daran. Sie wirken nur, wenn man sie lebt und umsetzt, und das kann schnell und einfach gehen. Wenn wir das auf einer täglichen Basis machen, entstehen Ergebnisse. Dann hat es zur Folge, dass ein Albert Einstein Jahre später einen Nobelpreis erhält. Ein Vincent van Gogh wird einer der berühmtesten und teuersten Maler der Geschichte. Ein Walt Disney gründet ein Unterhaltungsimperium, das lange nach seinem Tod erfolgreich ist und Alt und Jung glücklich macht. Eine J. K. Rowling wird zur Bestseller-Autorin mit 500 Millionen verkauften Büchern in 80 Sprachen (erfolgreicher ist nur noch die Bibel), die allesamt auch verfilmt wurden und weltweit bekannt und geschätzt sind. Ein Keanu Reeves gehört zu Hollywoods Schauspiel-Elite. Ein Steve Jobs wird als Kind zur Adoption freigegeben, als Erwachsener gründet er eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, in das er auch nach seinem Rauswurf nochmals zurückkehrt und den Erfolg weiter ausbaut. Die Beatles gehörten zu den berühmtesten Musikern der Welt und haben nicht nur eine ganze Generation geprägt mit ihrem neuen Musikstil, sondern sich ein unauslöschliches Erbe in unseren Ohren und Herzen erspielt. Müssen wir jetzt alle erfolgreich wie diese genannten Persönlichkeiten werden? Nein, natürlich nicht. Erfolg beginnt immer im Kleinen und wird dann groß. Warum nicht als erstes am frühen Morgen das eigene Bett machen, so wie es ein hoch dekorierter US- General vorgeschlagen hat? Damit beginnt Erfolg. Mit uns persönlich. In unseren Köpfen. Egal, in welcher Zeit wir leben. Uns allen wünsche ich ein gutes Durchhaltevermögen, hohe Resilienz und die Fähigkeit, sich die richtigen Fragen zu stellen!

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