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Return to Monkey Island


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PC Games Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 19.10.2022
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Bildquelle: PC Games Magazin, Ausgabe 11/2022

Auch Schwertmeisterin Carla ist wieder mit dabei. Richtige Beleidungsduelle gibt?s diesmal aber leider nicht.

Genre: Adventure

Entwickler: Terrible Toybox

Hersteller: Devolver Digital

Termin: 19. September 2022

Preis: ca. 23 Euro

USK: ab 6 Jahren

Es ist das Adventure-Comeback des Jahres: Nach über drei Jahrzehnten (!) kehrt Ron Gilbert wieder zu seiner kultigen Piratensaga zurück und serviert den Fans ein brandneues Monkey Island. Also ein klassisches, abgefahrenes Karibikabenteuer im Point-and-Click-Stil, das an viele alte Lucas-Arts-Tugenden anknüpfen soll. Mit an Bord: liebgewonnene Charaktere, vertraute Schauplätze, jede Menge Geisterpiraten, Voodoo-Magie, verborgene Schätze, schlechte Manieren, fröhliche Musik. Und natürlich der kultigste aller Videospielpiraten: Guybrush Threepwood. Doch kommt es an die Originale ran? Setzt es vielleicht sogar neue Akzente? Und wie wirkt sich der kontroverse Grafikstil auf den Spielspaß aus? Wir haben Return to Monkey Island gleich zweimal durchgespielt. ...

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Nostalgie ist nicht alles

Obwohl die Story ein paar faustdicke Überraschungen auf Lager hat, ist der Großteil des Spiels um eine simple Grundidee gestrickt: Guybrush, mittlerweile spürbar gereift, startet wieder einen Anlauf, um ein für alle Mal das Geheimnis von Monkey Island zu entdecken. Dass er sich dabei ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem Erzfeind LeChuck liefert, versteht sich fast von selbst. Und auch sonst wird nicht an Nostalgie gespart, man verbringt zum Beispiel wieder viel Spielzeit auf Mêlée Island, also der Hauptinsel aus dem allerersten Teil. Die hat sich im Laufe der Jahre natürlich verändert. So hat der Kartenzeichner Wally hier nun seinen Shop eröffnet, die ehemals „Schrecklich Wichtigen Piraten“ mussten ihren Platz in der Scumm Bar räumen und auch in der Gouverneursvilla weht nun ein frischer Wind (mit bekanntem Gesicht). Alles in allem ist das eine sympathische Mischung aus alt und neu, als Fan fühlt man sich direkt zu Hause. Allerdings hätten wir uns gewünscht, endlich mehr von Melée Island zu sehen und neue Bereiche der Insel zu erkunden. Doch daraus wird leider nichts, im Grunde besuchen wir die gleichen Schauplätze wie vor 32 Jahren und genießen dabei keinerlei Freiheiten. Eine verpasste Chance.

Natürlich bereist ihr später aber auch ganz neue Orte, etwa das verschneite Brrrr Muda oder das das Tropenparadies Scurvy Island, auf dem Elaine eine riesige Limettenplantage aufgebaut hat. Auch Terror Island, eine Insel wie aus einem Horrorfilm, zählt zu den neuen Schauplätzen. Das alles sind zwar willkommene Tapetenwechsel, allerdings sollte man hier nicht zu viel erwarten: Auch in diesen Gebieten gibt es erstaunlich wenig zu entdecken, manche Inseln bestehen zum Großteil nur aus Bildschirmen, die absolut nichts zum Gameplay beitragen. Stattdessen schicken euch die Entwickler lieber wieder an alte Schauplätze zurück, zum Beispiel werdet ihr euch häufiger auf Le-Chucks Schiff umsehen müssen und auch Mêlée Island wird in der zweiten Hälfte aufgewärmt. Das ist zwar nicht schlecht und passt gut zum Puzzle-Design, doch etwas mehr Abwechslung hätte es für unseren Geschmack ruhig sein dürfen.

Eher amüsant als lustig

Auch in Sachen Humor ziehen die Entwickler nicht alle Register. Es gibt zwar massenhaft Zoten und Anspielungen, doch so richtige Knaller sind uns nicht untergekommen. Das reicht zum Schmunzeln, aber nicht zum herzlichen Lachen. Gerade die ersten drei Monkey-Island-Spiele wirken im Vergleich deutlich scharfzüngiger, schlagfertiger und schlichtweg witziger als der jüngste Teil.

Charmant ist das Ganze natürlich trotzdem, auch dank der ausgezeichneten englischen Sprecher. Ganz vorne mit dabei: Dominic Armato, der Guybrush schon seit 1997 seine unverwechselbare Stimme leiht. Deutsche Sprachausgabe gibt es allerdings nicht, ihr müsst also mit Untertiteln und übersetzten Texten vorliebnehmen. Wer so eine geniale deutsche Vertonung wie in Curse of Monkey Island erwartet, guckt in die Röhre.

Mit Schwert und Verstand

Bei den Puzzles erwartet euch endlich wieder ordentliche Adventure-Kost nach dem klassischen Lucas-Arts-Schema. Das hat schon in Thimbleweed Park unheimlich Spaß gemacht und funktioniert auch hier wieder prima: Ihr führt ausführliche Dialoge, erhaltet mehrere Aufgaben auf einmal, sammelt Hinweise und Tipps. Und natürlich wird wieder alles eingesackt, was nicht niet- und nagelfest ist: Messer, Schlüssel, Schaufeln, Voodoo-Zeugs, Fische, Dämonenpfeffer und vieles mehr kommen bei verschiedensten Puzzles zum Einsatz, die sich ordentlich in die Handlung einfügen und auch nie zu knifflig geraten. Was genau zu tun ist, wird diesmal in einer Aufgabenliste erfasst, die ihr jederzeit einsehen könnt. Dadurch (und durch einen sympathischen Story-Kniff) findet man jederzeit gut zurück ins Spiel, selbst wenn man es mal ein paar Tage lang liegen lässt.

Ein bisschen Kritik gibt’s lediglich für ein paar Puzzles, die mehrfach zum Einsatz kommen. Ihr müsst zum Beispiel häufig Schlösser untersuchen und die passenden Schlüssel anfertigen lassen, was immer nach dem gleichen Muster abläuft. Da stellt sich dann das Gefühl von Wiederholung ein. Außerdem müsst ihr manchmal in alte Räume zurückkehren, wo dann plötzlich neue, wichtige Items rumliegen – das kommt zwar nicht oft vor, kann aber auch mal nerven.

Super dagegen: Wie schon in Monkey Island 2 und 3 gibt’s auch hier wieder zwei Schwierigkeitsgrade. Wir haben für diesen Test den harten Modus durchgespielt, der mehr und kniffligere Rätsel bietet als der Einsteigermodus, aber trotzdem nie überfordert. Falls ihr euch also nicht sicher seid, welchen Modus der richtige für euch ist, raten wir definitiv zur schwierigen Variante! Und solltet ihr doch mal partout nicht weiterkommen, wartet im Inventar nun ein Buch mit mehrstufigen Rätselhilfen auf euch.

Knobeln mit Komfort

Auch eine praktische Hotspot-Anzeige ist diesmal mit an Bord, ihr braucht den Bildschirm also nicht mehr mühsam absuchen wie in Thimbleweed Park. Überhaupt spielt sich Return to Monkey Island wesentlich moderner als die früheren Teile, was man sofort an Guybrushs Lauftempo merkt: Schon im Normalfall ist unser Lieblingspirat äußerst flott unterwegs, doch per Doppelklick rast der Gute förmlich über den Screen – das sieht dann zwar nicht elegant aus, sorgt aber zumindest für kurze Laufwege.

Egal, ob wir gerade etwas sammeln, untersuchen, austüfteln oder kombinieren, die Point-and-Click-Steuerung wurde merklich gestrafft. Aktionsverben wie in Thimbleweed Park findet ihr hier nicht. Stattdessen werden die beiden Maustasten je nach Hotspot unterschiedlich eingesetzt. Oft steht der linke Mausklick einfach für „untersuchen“ und der rechte für eine vorgeschriebene Aktion wie nehmen, benutzen oder ansprechen. Außerdem bekommt ihr Guybrushs Gedanken zu vielen Hotspots gleich angezeigt – dadurch ist oft schon vor dem Klicken klar, was er eigentlich im Sinn hat. Auch im Inventar wurde ausgemistet, wenn ihr hier einen Gegenstand auswählt, erkennt ihr nun gleich am Cursor, ob ihr etwas kombinieren könnt oder nicht. Zeitaufwendiges Rumprobieren fällt flach. Allerdings geht damit auch ein bisschen Charme der früheren Teile verloren, denn das Interface nimmt uns hier fast schon zu viel Denkarbeit ab. Auch so witzige Ideen wie in Curse of Monkey Island, in dem man einfach mal ein bisschen Helium einatmen konnte, finden sich hier nicht – die Steuerung lässt solchen herrlichen Quatsch nämlich gar nicht erst zu.

Umfang und Extras

Ein Nebeneffekt des flotteren Spieldesigns: Das Abenteuer könnte einem kürzer vorkommen, als es tatsächlich ist. Je nachdem, wie lange man an den Aufgaben knabbert, dürftet ihr sieben bis zehn Stunden beschäftigt sein, zumindest auf dem schweren Modus. Echte Rätselprofis sind vielleicht schon schneller durch, doch für ein klassisches Adventure geht der Umfang trotzdem absolut in Ordnung.

Etwas mehr Spielzeit könnt ihr übrigens noch mit den kleinen Quizkarten rauskitzeln, die zufällig in manchen Screens verteilt werden (die Staubkörner aus Thimbleeed Park lassen grüßen). Wenn ihr die Quizkärtchen einsammelt, werden die Dinger automatisch in eurem Rätselbuch eingeheftet. Die Fragen sind zum Teil ziemlich knifflig und richten sich klar an Monkey-Island-Experten, sind aber nie verpflichtend, da sie auf das eigentliche Spiel keinerlei Auswirkungen haben. Sie schalten lediglich Achievements frei und dazu noch ein Easter Egg, in dem Guybrush für sehr kurze Zeit eine Bonusinsel erkunden kann. Spielerisch ist das alles aber unbedeutend.

Wer die Vorgänger nicht mehr so richtig im Gedächtnis hat, kann sich im Hauptmenü ein Fotoalbum anschauen, um ein paar Erinnerungen aufzufrischen. Dazu noch ein kleiner Tipp, sobald ihr das Spiel durchgespielt habt: Schaut euch das Album unbedingt erneut an, denn nach dem Abspann wartet hier ein kleines Extra auf euch! Und wo wir schon bei Extras sind, werft auch mal einen Blick ins Optionsmenü und aktiviert dort die Einstellung „Writer’s Cut“. Dahinter verbirgt sich nämlich kein Audiokommentar der Entwickler, sondern zusätzliche, optionale Dialoge. So begegnet ihr dann zum Beispiel gleich im ersten Akt den Piraten-Anführern und könnt mit ihnen über vergangene Zeiten plaudern. Ohne aktivierten Writer’s Cut tauchen die Anführer dagegen erst viel später auf.

Kantige Karibik

Über die kontroverse Grafik mit ihrer betont schlichten Märchenbuch-Optik wurde schon vor dem Release heftig diskutiert. Auch im Test wird deutlich, was die Trailer schon vermuten ließen: Viele Animationen wirken eher schlicht als detailverliebt und die Qualität der Cutscenes ist weit von dem entfernt, was man zum Beispiel in Curse of Monkey Island geboten bekam. Natürlich sollen Entwickler ihre Werke ganz nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten, anstatt sich an unerreichbaren Fan-Wünschen entlangzuhangeln. Ob einem das Ergebnis dann aber gefällt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wir finden: Die detailarme Grafik entfaltet hier und da ihren ganz eigenen Charme, gerade die Gesichter sind in manchen Szenen überraschend ausdrucksstark. Ein liebevoll gepixelter Retro-Stil oder ein schickes Cartoon-Design wäre uns aber trotzdem wesentlich lieber gewesen.

Zumindest an der Musikuntermalung dürften sich aber nur die wenigsten stören, denn die ist so hübsch geworden wie erwartet. Die originalen Komponisten Michael Land, Peter McConnell und Clint Bajakian sind wieder mit an Bord und bringen viele bekannte Melodien aus den Vorgängerspielen zurück. Das klingt grundsätzlich toll, wenn auch etwas unauffällig im Vergleich zu Guybrushs früheren Abenteuern. Hier und da hätten wir uns auch etwas aufwendigere Tracks wie in Curse of Monkey Island gewünscht, das in dieser Hinsicht immer noch das Highlight der gesamten Monkey-Island-Serie bleibt.

Das „echte“ Monkey Island 3?

Eine wichtige Frage, die uns schon seit der Ankündigung beschäftigt: Wo ordnet sich Return to Monkey Island überhaupt ein? Ron Gilbert hatte vorab versprochen, dass das Spiel an das kontroverse Ende des zweiten Teils anknüpft. Gleichzeitig sollen aber auch alle Nachfolger danach erhalten und Teil der Lore bleiben. Ist das also ein Monkey Island 3a? Oder eher Monkey Island 6? Das zu beantworten, wäre ein dicker Spoiler, darum verraten wir nur so viel: Die Entwickler haben tatsächlich einen sympathischen Weg gefunden, um ihr Spiel so in die Serie zu quetschen, dass es am Ende halbwegs Sinn ergibt!

Das heißt aber nicht, dass alles wirklich perfekt zusammenpasst. Kenner von Monkey Island 2 und Curse of Monkey Island dürften sich vor allem zu Beginn über manche Entscheidung wundern, ein paar Details werden nämlich einfach unter den Tisch gekehrt oder ausgeblendet. Erst nach dem Durchspielen werden viele Dinge klarer, auch weil man spätestens hier merkt: Den Autoren geht es nicht darum, nur ein lustiges Piratenabenteuer zu erzählen. Es ist diesmal auch eine Geschichte, die vom Erzählen selbst handelt. Das Finale ist auch deshalb ein Fall für sich: Es ist nicht unbefriedigend, aber definitiv unkonventionell und trifft sicher nicht jedermanns Geschmack. Denn es trägt eindeutig die Handschrift von Ron Gilbert, der gerne mit Erzählstandards bricht und von einem „Happy End“ seine ganz eigenen Vorstellungen hat. Anders als in Thimbleweed Park hat uns das Ende diesmal aber trotzdem ziemlich gut gefallen, auch dank der allerletzten Einstellung, die uns richtig ans Herz ging. Und das kann man nun wirklich nicht über jedes Adventure sagen. Monkey Island mag reifer geworden sein und vieles hat sich verändert – doch manche Qualitäten bleiben eben zeitlos.

MEINE MEINUNG

Felix Schütz

Sympathisches Comeback für meinen Lieblingspiraten.

Ist Return to Monkey Island das lang erwartete Meisterwerk, mit dem die Serie wieder zu alter Stärke findet? Ich sage: nein. Für mich ist es einfach nur das, was die Entwickler vorab versprochen hatten: Ein sympathisches, klassisches Point-and-Click-Abenteuer, das sich auf alte Tugenden besinnt, aber deshalb nicht in der Vergangenheit hängen bleibt. Was Handlung, Gags und Schauplätze betrifft, haben die drei ersten Serienteile klar die Nase vorn, hier verschenken die Autoren leider massig Potenzial. Trotzdem macht das Abenteuer von vorn bis hinten Laune, denn es spielt sich rund und bis auf ein paar Wiederholungen sind die Rätsel auch gut ausbalanciert. Was mich aber erstaunt, ist die Art, wie Gilbert und Grossman ihre Geschichte erzählen. Anfangs war ich nicht mit jeder Entscheidung glücklich und das eigenwillige Ende hat mich wieder mal eiskalt erwischt. Doch je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt es mir. Eine gute Wertung ist darum ohne Weiteres drin, doch eine uneingeschränkte Empfehlung kann ich schon allein wegen der Grafik nicht geben: Mir persönlich war das eigenwillige Design nach einer Weile ziemlich egal, weil ich mich lieber auf die Puzzles konzentriert habe. Es lässt sich aber nunmal nicht leugnen, dass wir Monkey Island schon viel, viel schicker erlebt haben. Trotzdem rate ich jedem Fan, dem Spiel eine Chance zu geben und sich nicht von der Optik abschrecken zu lassen. Ein neues Monkey Island aus der Feder von Ron Gilbert erscheint schließlich nicht alle Tage.

PRO UND CONTRA

+ Grundsympathisches, klassisches Abenteuer, das sich gelungen in die Serie einreiht

+ Tolle englische Sprecher

+ Dicker Nostalgiebonus

+ Schlanke Point-and-Click-Steuerung

+ Überwiegend gutes, faires Puzzle-Design ohne Frustgefahr

+ Hotspot-Anzeige und eingebaute Rätselhilfe

+ Gute Musikuntermalung

+ Fairer Preis (23 Euro)

+ Eigenwilliges, herzliches Finale ...

- ... das vieles unbeantwortet lässt und manche Fans enttäuschen wird

- Detailarmer, gewöhnungsbedürftiger 2D-Grafikstil

- An mehreren Orten gibt es überraschend wenig zu entdecken

- Ein paar unnötige Wiederholungen

- Keine deutsche Sprachausgabe

- Die Gags sind eher amüsant als wirklich lustig

WERTUNG 8