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RETUSCHE: Sommersprossen betonen


DOCMA - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 03.12.2020

Sie wirken niedlich und jugendlich. Sommersprossen erfreuen sich dank ihrer Natürlichkeit schon seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit in der westlichen Beautywelt.Merle Nicksch demonstriert auf den folgenden Seiten ihre persönlichen Lieblingsmethoden, um die frechen Sprenkel bestmöglich herauszuarbeiten.


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Bildquelle: DOCMA, Ausgabe 1/2021

Links sehen Sie das Ausgangsbild und rechts das Ergebnis mit den verstärkten Sommersprossen auf Wange und Nase.


Für das Hervorheben von Sommersprossen ist die fotografische Vorarbeit nicht unerheblich. Wenn Sie ein paar wesentliche Details beachten, schaffen Sie schon während des Shootings die ...

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... bestmögliche Ausgangssituation für Ihre anschließende Retusche. Das erspart Ihnen nicht nur Zeit und Nerven bei der Bearbeitung, sondern führt auch zu einem natürlicheren Ergebnis.

Möchten Sie also eine sommersprossige Person fotografieren, empfiehlt es sich, das - wie der Name nahe legt - im Sommer zu tun. Ihr Model sollte also bereits einige Tage in der Sonne verbracht haben. Sommersprossen werden durch direktes Sonnenlicht nicht nur intensiver, sondern in der Regel auch zahlreicher.

Wählen Sie nach Möglichkeit ein Model, das schon von Natur aus eine ebenmäßige Haut mit wenigen Hautunreinheiten hat und bitten Sie Ihre/n Make-Up-Artist, für das Shooting keine Foundation (deckende Kosmetik) zu verwenden und den Fokus stattdessen auf die Korrektur kleiner Makel zu setzen.

Je mehr und je stärker das Gesicht Ihres Models mit Kosmetika abgedeckt wird, desto schwieriger wird es im Nachhinein für Sie, die Sommersprossen wieder sichtbar zu machen.

Falls Sie das Glück haben, jemanden fotografieren zu dürfen, der so perfekte und gepflegte Haut hat wie unser hier gezeigtes Model Charlott Josefin, können Sie dem nächsten Tipp gerne etwas weniger Beachtung schenken, da in diesem Fall kaum eine Retusche erforderlich war.

Sollten solche perfekten Grundvoraussetzungen nicht gegeben sein, achten Sie darauf, bei Ihrer Hautretusche nicht schon einen Großteil der Sommersprossen zu verlieren. Durch den exzessiven Einsatz des Reparaturpinsels oder durch zu intensives Dodge and Burn besteht die Gefahr, dass diesen Techniken einige Sommersprossen zum Opfer fallen.

Entfernen Sie also lediglich störende Schatten und Hautunreinheiten, um sie während der folgenden Schritte nicht unnötig zu verstärken. Fügen Sie farbige Bildlooks erst im Anschluss an die Intensivierung der Sommersprossen hinzu. Besonders die Hauttöne lassen sich anderenfalls oftmals schwieriger voneinander separieren und es können unschöne Verfärbungen in den Tiefen entstehen.

TIPP : Führen Sie die folgenden Schritte erst im Anschluss an die Basis-Hautretusche durch, und beachten Sie außerdem, dass nicht alle Schritte mit voller Deckkraft anzuwenden sind. Finden Sie unter den verschiedenen Möglichkeiten den Weg, der Ihnen persönlich am meisten zusagt und der das für Sie ansprechendste Ergebnis liefert.

01 Vorbereitung

Generieren Sie zunächst eine neue Ebene aus all Ihren bisherigen Ebenen mit dem Tastenkürzel »Strg/Cmd-Alt-Shift-E« und wandeln Sie diese in der Menüleiste unter »Filter« (a) »Für Smartfilter konvertieren« (b) in ein Smartobjekt um. Durch diesen Schritt können Sie Ihre Einstellungen im Nachhinein immer wieder anpassen, ohne von vorne beginnen zu müssen. Sie erkennen das Smartobjekt an seinem Icon im unteren rechten Bildrand der Ebenenminiatur (c). Wenden Sie anschließend den »Camera Raw-Filter « (d) auf diese Ebene an.

02 Sommersprossen mit dem

Camera Raw-Filter separieren Wählen Sie »Monochrom« als Profil im »Camera Raw-Filter« (a). Sie können nun den »Schwarzweiß-Mischer« nutzen und die Sommersprossen leicht von den restlichen Hauttönen separieren, indem Sie den Wert für die »Orangetöne« verringern und den der »Rottöne« etwas erhöhen (b). Um die helleren Partien des Gesichts wieder auszugleichen, erhöhen Sie den Wert für »Lichter« in den »Grundeinstellungen« (c) und bestätigen Ihre Einstellungen mit »OK« (d).

03 Anpassung und alternative Vorgehensweise

Ändern Sie den Ebenenmodus auf »Luminanz« (a), damit sich Ihre vorgenommenen Einstellungen nur auf die Helligkeit und nicht auf die Farben des Bildes auswirken, und reduzieren Sie die Deckkraft der Ebene (b), um den Effekt abzumildern.

Alternativ zum »Camera Raw-Filter« können Sie auch mit einer Einstellungsebene arbeiten, was vor allem für Anwender von Photoshop CS6 oder Affinity Photo interessant sein dürfte. Legen Sie dafür eine Einstellungsebene vom Typ »Kanalmixer« an (c) und aktivieren Sie die Checkbox »Monochrom« (d). Stellen Sie den Wert des Rotkanals auf -18, den Grünregler auf +40 und Blau auf +85 (e) und passen Sie die Werte dann je nach Hautton an.

Auch hier setzen Sie den Ebenenmodus auf »Luminanz« und reduzieren gegebenenfalls die Deckkraft der Einstellungsebene.

04 Sommersprossen intensivieren

Fügen Sie eine neue Einstellungsebene vom Typ »Tonwertkorrektur« hinzu, mit der Sie die Mitteltöne (a) leicht abdunkeln. Um die Abdunklung auf besonders ausgeprägte Sommersprossen zu beschränken, aktivieren Sie die Maske der Einstellungsebene, rufen über die Menüleiste »Auswahl > Farbbereich «auf (b) und stellen die Toleranz auf circa 10 % ein (c). Wählen Sie nun mit Hilfe der »Pipette« und des »Hinzufügen«- Werkzeugs (d) einige Sommersprossen aus, die sich in ihrer Farbintensität deutlich vom eigentlichen Hautton abheben. Zoomen Sie das Bild hierbei näher heran, um die Farbtöne so präzise wie möglich aufnehmen zu können.

05 Maskeneinstellungen bearbeiten

Rufen Sie die Maskeneinstellungen der Ebene »Tonwertkorrektur « über das Maskensymbol (a) im Fenster »Eigenschaften « auf und soften Sie die Maske leicht, indem Sie den Regler »Weiche Kante« nach rechts ziehen (hier: auf 6 Px) (b), um die selektive Abdunklung natürlicher wirken zu lassen. Indem Sie mit gedrückter »Alt«-Taste auf die Ebenenmaske klicken, können Sie Ihre Maskierung besser beurteilen (c). Falls sich bei dieser Vorgehensweise in schattigen Bereichen (zum Beispiel unterhalb der Wangenknochen) unschöne Ansammlungen von dunklen Flecken und harte Kanten gebildet haben, maskieren Sie diese mit dem »Pinsel«. Stellen Sie eine sehr weiche Kantenschärfe ein (d) und nutzen Sie als Vordergrundfarbe Schwarz (e). Bei Bedarf können zusätzlich mit weißer Vordergrundfarbe und harter Pinselspitze einzelne Sommersprossen nachgezeichnet werden, die Sie hervorheben möchten.

06 Farben korrigieren und Helligkeit anpassen

Oft leiden die ursprünglichen Hauttöne durch die Anwendung der beschriebenen Techniken und können etwas fahl wirken. Gleichen Sie das durch das Anlegen einer Einstellungsebene vom Typ »Farbbalance« wieder aus. Achten Sie darauf, dass sich Ihre Einstellungen nur auf die Mitteltöne auswirken (a) und setzen Sie das Häkchen bei Luminanz erhalten (b). Erhöhen Sie den Wert des Cyan/Rot-Schiebereglers minimal und verringern Sie den des Gelb/ Blau-Reglers, bis die Farben wieder dem Original entsprechen (c). Verleihen Sie Ihrem Sommersprossen-Look den letzten Feinschliff, indem Sie Ihren Ebenen eine zweite »Tonwertkorrektur«-Einstellungsebene hinzufügen. Hellen Sie die Mitteltöne damit so auf, dass auch die Helligkeitsinformationen des Bildes wieder dem Original gleichen (d).

07 Gruppe aus Ebenen und Maskieren

Damit sich die bisher angewandten Techniken nur auf gewünschte Bereiche der Haut auswirken, erzeugen Sie zunächst eine Gruppe aus Ihren Ebenen und benennen sie „Sommersprossen hervorheben“. Wählen Sie mit »Shift« alle bisher angelegten Ebenen aus und klicken Sie auf das Gruppensymbol in der Ebenenpalette (a). Fügen Sie anschließend mit gedrückter »Alt«-Taste eine schwarze Ebenenmaske hinzu (b) und zeichnen Sie darauf ausschließlich die Bereiche weiß ein, in denen Sommersprossen verstärkt werden sollen (in der Regel auf Nase und Wangen) (c). Achten Sie darauf, mit einer sehr weichen Pinselspitze und einem Fluss von maximal 70% zu arbeiten. Passen Sie die Deckkraft der Gruppe oder auch einzelner Ebenen nachträglich so an, dass ein natürlicher Look entsteht (d). a

08 Ungewollte Strukturen abmildern

Durch die unkonventionelle Hautbearbeitung können Strukturen und Lichter in einigen Fällen ungewollt hervorgehoben werden. Generieren Sie, um dies wieder auszugleichen, erneut eine Ebene aus allen Ebenen (»Strg/Cmd-Alt-Shift-E«), benennen Sie diese mit „Strukturen abmildern“ und kehren Sie sie mit (»Alt-I«) um (a). Konvertieren Sie die invertierte Ebene anschließend in ein Smartobjekt (b), um die Bearbeitung so wenig destruktiv wie möglich zu halten. Wenden Sie den Hochpassfilter (»Filter > Sonstige Filter > Hochpass«) (c) mit einem Radius von etwa 5,0 Pixeln (d) auf Ihr Smartobjekt an.

09 Abmildern-Effekt selektiv anwenden

Ändern Sie den Mischmodus der Ebene auf »Lichtpunkt« (a). Setzen Sie die Deckkraft der Ebene auf einen Wert zwischen 40 und 60 % (b). Fügen Sie eine schwarze Ebenenmaske hinzu und übermalen Sie in der Maske die Bereiche mit weißer Farbe und niedrigen Werten für »Deckkraft« beziehungsweise »Fluss«, in denen Sie den Effekt anwenden möchten (c). (og)


Foto: Merle Nicksch