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RICHARD O’GORMAN WOHNT BUNT, ABSTRAKT UND EIN BISSCHEN FUTURISTISCH.


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Mollie Makes - epaper ⋅ Ausgabe 73/2022 vom 01.06.2022

REINGESCHNEIT ...

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Viele von uns haben im Lockdown Heimwerkerprojekte in Angriff genommen, aber keiner war so ehrgeizig wie Richard O'Gorman, der als Booker in einer Modelagentur gearbeitet hat. Im März 2020 kaufte er ein viktorianisches Reihenhaus in Birmingham und ing an, seine Kreativität und seine Liebe zu Farben und Formen auszuleben. „Ich dachte, so viel freie Zeit werde ich nie wieder haben,“ erinnert er sich. „Also habe ich mir einen Pinsel geschnappt, gemalt, was das Zeug hält, und nicht mehr aufgehört.“

Richard begann, die Renovierung auf Instagram @househomo zu dokumentieren, und sein Maximalismus wurde über Nacht zur Sensation. Als dieser Artikel geschrieben wurde, hatte Richard bereits über 41 000 Follower. Inzwischen konnte er sein angeborenes Talent für Interior Styling zum Beruf machen, indem er mit Marken wie Lust Home,Wickes oder Bombay Sapphire zusammenarbeitet.

Wenn man sich in ...

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... Richards Wohnung umschaut, die er bald mit einem kleinen Hund und seinen „Haustierplanzen“ teilen will, fühlt man sich wie in einem Gemälde von Giorgio de Chirico, das in den frühen 80er Jahren mit knalligen Farben überarbeitet wurde. Richard beschreibt seinen Stil als Retro-Futurismus mit Schwerpunkt auf Farben. Die Leute bezeichnen meinen Stil oft als Colour Blocking, aber das trifft es nicht“, sagt Richard, zu dessen Einlüssen die Arbeiten des Designers Peter Tarka und Sitio (@__sitio) gehören. „Es ist mehr Bewegung. Ein Rundbogen wirkt wie ein Wanddurchbruch und erzeugt räumliche Tiefe. Darum male ich so gern Rundbögen.“

Richard gab ein Angebot ab, das binnen fünf Minuten angenommen wurde.

„Ich habe den Entwurf für die Neonleuchte skizziert, und eine Woche später hat Yellowpop sie produziert.“

Sechs Wochen später zog er ein. Weil die Bausubstanz in Ordnung war, konnte er sich auf den dekorativen Aspekt der Renovierung beschränken und sich auf seine Wandmalereien konzentrieren. Weitere sind für Flur und Treppenhaus geplant.

„Das Wandbild hinter dem Klavier entstand in Zusammenarbeit mit Lucy & Yak.“

Allerdings hat er Bodenbeläge wie das abgenutzte Linoleum in der Küche erneuert. „Ich habe ganz impulsiv alles herausgerissen und geliest, obwohl ich das noch nie gemacht hatte“, lacht er. „Was ich mir vorgenommen habe, wurde kurzerhand umgesetzt.“

Jeder Raum hat sich eigenständig entwickelt. „Ehrlich gesagt, hatte ich keinen Plan. Und ich mag es, dass die Räume so unterschiedlich sind. Trotzdem gibt es natürlich verbindende Elemente, „einfach ein Bewusstsein für das Licht und die Funktion des Raums oder die Stimmung, die durch die Farben entsteht.“

Nichts ist festgelegt. „Ich inde, dass ein gut gestaltetes Haus nie fertig ist. Ich stelle gern Dinge um“, schwärmt Richard. „Das Einzige, was ich nicht verschieben kann, ist der Kakadu auf dem Kaminsims im Wohnzimmer. Ursprünglich hatte ich den gelben Kreis hinter ihm für eine Planze gemalt, aber er passt einfach perfekt zu dem Vogel. Jedes Mal, wenn ich ihn umstelle, fühlt es sich einfach nicht richtig an.“

Richard rät, viele Planzen aufzustellen, weil sie Räume weicher und lebendiger wirken lassen. Im Esszimmer, seinem Lieblingsraum, sieht man auch, dass er gern Altes und Neues kombiniert. Diesen Raum hat er gerade in Zusammenarbeit mit The Pickleson Paint Co. neu gestrichen. „Sie sagten, ich dürfe mich ruhig austoben. Also habe ich mit mosaikartigen Formen gespielt. Das entspricht meinem Stil. Ich kann es kaum erwarten, Gäste einzuladen und ihnen den Raum zu zeigen.

Richard kam über die Mode zum Raumdesign. „Als ich das Haus besichtigte, schrie es förmlich nach Farbe. Alles war cremeweiß und beige. Ich war schon immer ein Fan von Farben und Mustern, was ich in meiner Kleidung auch ausgelebt habe.“ Er liebt Mode, „vor allem die großen Shows von Prada und Louis Vuitton. Vor der Pandemie habe ich jede Menge Kunstausstellungen und Vernissagen besucht, alles, was mit Farbe zu tun hatte. Schlichtheit, Ruhe und Langeweile kann ich nicht aushalten.“

Das zeigen in Richards Haus die Neonleuchten, die auffälligen Kontraste und Texturen nur zu deutlich. Besonders aufwendig hat er das Marmor-Sideboard im Wohnzimmer gestaltet. „Es ist ein gebrauchtes Stück. Ich habe es mit Beinen und Fransen ausgestattet, dadurch bekommt es mehr Bewegung. „Wenn morgens die Sonne die Luft erwärmt, bewegen sich die Fransen vor allem. Es ist faszinierend, das zu beobachten.“

Auf MADE.com und regionalen Websites sucht Richard oft nach gebrauchten Möbeln, die er umgestalten kann, um ihnen mehr Persönlichkeit zu verleihen.

Ein Lieblingsstück ist jedoch das luftgetrocknete Ton-Ei an der Wand in der Küche, das ihm seine Schwester Soph letztes Jahr zur Einweihung geschenkt hat. „Ich habe ein Foto davon auf Insta hochgeladen“, lächelt Richard. „Jeder wollte eins haben. Das war der Startschuss für ihr neues Vollzeitgeschäft, den Soeuf Shop.“

Richards aktuelle Lieblingsstücke sind seine Teller mit reaktiver Glasur von M&S und ein Sideboard, das er online ergattert hat. „Ursprünglich war es schwarz, jetzt hat es ein helles Blau mit Akzenten in Gelb und Türkis. Erst beim Streichen habe ich bemerkt, dass auf der Vorderseite zwei Hs eingearbeitet sind. Das sollte wohl so sein.“

Die ganze Entwicklung hat wohl auch mit Glück zu tun. „Meine Mutter sagte, sobald ich durch die Tür des richtigen Hauses gehe, würde ich es wissen. Die Vorbesitzerin, Marie Gorman, hat in den 80er Jahren das 'O' aus ihrem Nachnamen gestrichen. Womöglich sind wir verwandt.“ Und sie hatte einen Westie, der dem von Richards Mutter ähnlich sah. „Ich fühle mich mit diesem Ort sehr verbunden.“

Weitere Wandmalereien und Einrichtungsinspirationen auf Instagram @househomo und unter #feelslikehomo.