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RICHTIG BALLERN SCHARF, SCHÖN & SCHNELL


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Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 22/2021 vom 22.10.2021

Gaming-Monitore

8 GAMING- MONITORE IM TEST

Artikelbild für den Artikel "RICHTIG BALLERN SCHARF, SCHÖN & SCHNELL" aus der Ausgabe 22/2021 von Computer Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 22/2021

Beim Gaming kommt es nicht nur auf den Computer oder die Konsole an. Damit die Spielewelten in voller Brillanz erstrahlen, ist auch ein fähiger Monitor vonnöten. Und nicht nur die Darstellungsqualität ist wichtig, sondern auch das Tempo zählt. Wenn Zocker in Multiplayer-Spielen wie „League of Legends“ blitzschnell auf Aktionen des Gegners reagieren müssen, darf der Monitor bei der Bildwiedergabe nicht lange fackeln. Deshalb muss ein richtiger Gaming-Monitor her. Nur welcher ist der richtige? COMPUTER BILD hat Gaming- Monitore mit 27-Zoll-Diagonale, einer Auflösung von mindestens Full HD und einer Bildwiederholrate von 144 Hertz getestet. Wer verdient den Platz vor der Nase?

Kommt es auf die Größe an?

Warum 27-Zoll-Monitore? Diese Modelle bieten mit einer Diagonale von umgerechnet etwa 68,5 Zentimetern eine große, aber nicht zu große Bildfläche. Die Augen ...

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... haben nämlich nur ein begrenztes Sichtfeld. Bei größeren Monitoren mit höheren Auflösungen verpasst der Spieler so im entscheidenden Moment vielleicht ein wichtiges Detail.

Richtig scharf? Muss gar nicht

Die gängigste Auflösung bei 27-Zöllern bis 250 Euro ist Full HD. Sie stellen Inhalte mit 1920 x 1080 Bildpunkten dar. Das klingt zwar nicht sonderlich beeindruckend, reicht aber in dieser Größenordnung für einen scharfen Bildeindruck völlig aus. Der Samsung Odyssey G5 sticht mit WQHD-Auflösung (2560 x 1440 Pixel) heraus. Bei einer so hohen Auflösung muss aber auch die Grafikkarte mächtig Power haben, damit die Wiedergabe nicht ruckelt. Modelle aus Nvidias RTX-3000er-Geforceoder aus AMDs RX-6000er-Radeon-Serie kommen damit zurecht. Bei Full-HD-Auflösung bieten auch günstigere Grafikkarten der RTX- 2000er-Reihe von Nvidia und der 5000er-Reihe von AMD genug Leistung fürs Zocken mit voll aufgedrehten Effekten.

WARUM GAMING-MONITORE?

„Ein schlechter Monitor trübt den Spielspaß.“

Patrick Nowak Redakteur

Gamer, spart nicht am Monitor! Stellen Sie sich Folgendes vor: Im Louvre gibt es zwei Schlangen zur Mona Lisa. Die eine kaufte günstige Tickets, die andere etwas teurere. Während Käufer der teuren Tickets in den vollen Genuss kommen und das Gemälde mit eigenen Augen betrachten, müssen die Sparfüchse durch eine Glaswand gucken. Die Farben verlieren an Brillanz, und alles wirkt dumpfer. Ähnlich ist das auch bei Monitoren: Geizige Gamer verpassen was. Damit die tolle Grafik der aktuellen Spiele richtig wirken kann, braucht’s einen guten Gaming- Monitor.

Schön flüssig bitte

Aber warum ein Monitor mit hoher Bildwiederholrate? Solch ein Gerät sorgt für einen angenehmen Bildfluss. Der Testsieger Philips 272E1GAEZ kann mit seiner Bildwiederholrate von 165 Hertz bis zu 165 Bilder pro Sekunde zeigen. So wirken zum Beispiel Bewegungen von Gegnern in einem Multiplayer-Shooter geschmeidiger (siehe Kasten unten). Wer es mit eSports ernst meint, kann auch zu einem 240-Hertz-Monitor wie den AOC C27G2ZE greifen. Profis schwören auf Monitore mit hohen Wiederholraten.

Reaktionszeit wechselhaft

Auch wichtig: eine geringe Schaltzeit der Pixel – im Werbesprech der Monitorhersteller auch Reaktionszeit genannt. Sie bezeichnet die Zeit, die ein Pixel benötigt, um von Schwarz zu Weiß zu wechseln. Je höher die Bildwiederholrate des Bildschirms ist, desto kürzer sollte theoretisch auch die Reaktionszeit ausfallen.

Das ist nicht immer so, wie der Test zeigte: Während der HP X27 mit den besten Schaltzeiten im Test punktete (minimal 3,4 Millisekunden [ms]), lässt der Testsieger von Philips mit 13,6 ms Federn – trotz 165 Hertz. Auch der 240-Hertz-Monitor von AOC lahmt etwas, mit 9,6 ms. Das Gleiche gilt für die Modelle von Samsung und Hannspree. Bei den Monitoren von Viewsonic, Asus und Acer sind die Reaktionszeiten jedoch schön kurz. Da wirkt das Bild auch bei schnellen Bewegungen scharf; hässliche Artefakte bilden sich nicht. Gerade bei schnellen Spielen wie Ego-Shootern ist das ein Segen.

Welches Panel?

Auf die Bildqualität hat auch die Display-Technik Einfluss: Vier der getesteten Monitore setzen auf IPS-Panels, auch der Zweitplatzierte HP X27. Hier drehen sich die Kristalle senkrecht zum Display – das sorgt theoretisch für einen schnellen Bildwechsel und eine geringe Blickwinkelabhängigkeit.

Die anderen vier, beispielsweise der Testsieger von Philips, kommen mit VA-Panels (VA: Vertical Alignment). Hier drehen sich die Kristalle waagerecht zum Display. Das Tempo beim Bildaufbau ist bei dieser Technik oft etwas langsamer, was sich auch im Test zeigte. Etwas größer ist die Blickwinkelabhängigkeit.

Unabhängig von der Art des Panels braucht es für ein gutes Bild auch LEDs, die für eine gute Hintergrundbeleuchtung sorgen. Das klappte bei nahezu allen Kandidaten recht ordentlich – und das kommt der Farbdarstellung zugute.

HERTZ-SCHLAG

Ein Monitor mit hoher Bildwiederholrate sorgt für flüssige Bilder. Ein Rechenbeispiel: Theoretisch liefern 120-Hertz-Monitore alle 8,33 Millisekunden ein Bild. Zwar nimmt das menschliche Durchschnittsgehirn nicht alle Bilder bewusst wahr, Bewegungen, etwa von Spielfiguren, wirken jedoch flüssiger (siehe Bild rechts).

Wichtig fürs Ballern

Gelegenheits- oder Strategiespieler kommen mit 60-Hertz-Monitoren aus. Wer jedoch schnelle Ego-Shooter wie „Call of Duty – Warzone“ spielt, greift besser zu einem Bildschirm mit mindestens 144 Hertz. Viele eSport-Profis spielen sogar mit 240-Hertz-Monitoren für eine noch geschmeidigere und zackigere Bildwiedergabe – ein entsprechend starker Rechner vorausgesetzt.

Enges Rennen beim Bild

Fast alle Testkandidaten zeigten im Sichttest eine ordentliche bis gute Bildqualität. Nur der Asus schaffte keine befriedigende Note (3,5), weil er starke Ausbleichungen („Backlight Bleeding“) am Bildrand zeigte. Auch beim Acer fielen die störend auf. Ähnliche Probleme hatten aber viele Prüflinge, wenn auch nicht so deutlich sichtbar. Der Testsieger von Philips ist mit 244 Candela pro Quadratmeter etwas dunkel, kann das aber mit ordentlichen Schwarzwerten und für die Preisklasse soliden Kontrasten kompensieren. Er lieferte deshalb im Sichttest das insgesamt beste Bild. Alle anderen Monitore sind zwar etwas heller, hatten aber mit anderen Problemen zu kämpfen. AOC und Hannspree enttäuschten etwa mit einer blassen Farbdarstellung.

Und die Ausstattung?

Egal, ob Gaming- oder normaler Monitor: Auch die Ausstattung ist wichtig. Die Testkandidaten haben mindestens einen HDMI- und DisplayPort-Eingang und erfüllen damit die Pflicht. Ein USB-Hub als Kür wäre für Gamer praktisch. Damit ließen sich Tastatur oder Maus bequem anschließen, ohne dass der Nutzer unter den Tisch krabbeln müsste. Aber dieses Extra fehlt allen Prüflingen. [pn]

FAZIT

Dank hoher Bildwiederholrate, guter Farbtreue sowie hoher Farbraumabdeckung sorgt der Test- und Preis-Leistungs-Sieger Philips 272E1GAEZ für eindrucksvolle Spielewelten beim Zocken. Dank kurzer Schaltzeiten und satter Farben macht auch der HP X27 viel Spaß. Insgesamt sind aber alle Testkandidaten gut und leisten sich in der Summe keine dicken Patzer. Nervig ist nur das sogenannte Bleeding, also das Durchscheinen der Hintergrundbeleuchtung am Bildrand. Hier fielen Asus und Acer negativ auf. Abgesehen davon sind aber auch diese Modelle gute Gaming-Monitore.

FREESYNC VS. G-SYNC

Ein noch besseres Spielerlebnis ist drin, wenn der Gaming- Monitor AMDs FreeSync-Technik (für alle Grafikchips) oder Nvidia G-Sync (für Nvidia-GPUs) draufhat. Beide Techniken synchronisieren die Bildwiederholfrequenz des Bildschirms mit der Bildrate des Grafikprozessors. Das verhindert versetzte Bildzeilen (Tearing) oder Ruckler. FreeSync können mittlerweile beinah alle aktuellen Gaming-Monitore. Darauf abgestimmte Bilder liefern Nvidia-Grafikkarten ab der Pascal-Reihe (1000er-Modelle).

FreeSync dominiert im Einsteigerbereich

Günstige Gaming-Monitore wie die im Testfeld bieten „nur“ AMDs FreeSync-Technik. Warum? Anders als G-Sync ist FreeSync frei von Lizenzgebühren und benötigt keine teuren Hardwaremodule. Aber immerhin: Inzwischen verstehen sich G-Sync-Monitore auch mit AMD-Radeon-Grafikkarten – früher zeigten sie nur im Zusammenspiel mit Nvidias Geforce- Bildmachern synchronisierte Bilder.

WARUM KEIN 4K-FERNSEHER?

Die meisten günstigen 4K-Fernseher haben eine niedrigere Bildwiederholrate und schwächere Farben als Gaming-Monitore. Mit Größen ab 55 Zoll sind die meisten TVs auch viel zu groß für den Schreibtisch. Manche Zocker hängen sich teure OLED-Geräte mit besserer Bildqualität wie den LG CX48 (ab 1200 Euro) an die Wand. Allerdings sollten Gamer solche Giganten eigentlich an die Konsole im Wohnzimmer koppeln, wenn sie „FIFA 22“ mit Kumpels zocken wollen. Denn sitzen sie vor dem Schreibtisch, können sie lediglich einen kleinen Bereich des großen Bildes erfassen, sodass sie in schnellen Shootern spielentscheidende Details erst zu spät oder gar nicht erkennen.

MON ITORE IM VERGLEICH