Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 9 Min.

RICHTIG ERHOLEN


petra - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 01.07.2021

So finden wir zur Ruhe

Artikelbild für den Artikel "RICHTIG ERHOLEN" aus der Ausgabe 9/2021 von petra. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: petra, Ausgabe 9/2021

Uff“, seufze ich oft, wenn ich an die vergangenen Monate denke. War das eine anstrengende Zeit! Still und heimlich hat sich da eine Extra-Portion Stress in unser aller Leben geschlichen. Beispiel Home- Office. Klar, am Anfang klang das toll. Der Arbeitsweg fiel weg, die Küche war nah, und durch den Lockdown kehrte vordergründig Ruhe ein. Dann wurde als Erstes den Müttern unter uns bewusst: Auch zu Hause sind die Belastungen hoch – wenn nicht sogar höher! Jonglieren zwischen Job und Homeschooling? Eine echte Herausforderung. Doch auch ohne Kinder führte die Ausgangssperre nicht unbedingt zu mehr innerer Balance. Hinzu kamen Ängste und Unsicherheiten. Wie wird es weitergehen? Können wir unseren Job behalten? Bleiben vor allem unsere Liebsten gesund?

Bei all den Sorgen brauchten wir nichts dringender als Ablenkung. Doch es ging ja kaum etwas. Bars und Restaurants, Kinos und ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 1,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von petra. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 9/2021 von Happy. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Happy
Titelbild der Ausgabe 9/2021 von News&Trends. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
News&Trends
Titelbild der Ausgabe 9/2021 von Runter von meinem Sofa. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Runter von meinem Sofa
Titelbild der Ausgabe 9/2021 von Summer Bliss. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Summer Bliss
Titelbild der Ausgabe 9/2021 von Die 2 IT-Pieces, die perfekt passen Ohrringe & Kette. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Die 2 IT-Pieces, die perfekt passen Ohrringe & Kette
Titelbild der Ausgabe 9/2021 von Bast scho!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Bast scho!
Vorheriger Artikel
African Queen
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Aroma-Akupressur
aus dieser Ausgabe

... Theater – alles lag im Dornröschenschlaf. Treffen mit Freunden? Unmöglich. Zur Strategie aus dem Dilemma wurde der Rückzug. Aus Angst vor Langeweile ließen wir uns meist von Fernsehen, Netflix und Co. berieseln. Aktuelle Studien zeigen: Der Fernsehkonsum ist während des vergangenen Jahres gestiegen. Kein Wunder: Ausgehen ging nicht und immer nur Spazieren auf Dauer eben auch nicht. Die englische Autorin und Psychologin Claudia Hammond beschreibt es treffend, wenn sie sagt: „Das Fernsehen ermöglicht uns die Flucht vor uns selbst. Es hält unseren Geist davon ab, ständig an einen schlechten Tag zurückzudenken oder uns über das Morgen Sorgen zu machen.“

„Lass das Steuer los, trudle durch die Welt, sie ist so schön

– Kurt Tucholsky (1890–1935) –

84 %

der Befragten zwischen 45 und 59 Jahren gaben an, sich im Urlaub in der Natur und Sonne besonders gut zu erholen. Das ergab eine Studie der DAK aus dem Sommer 2020.

Doch auch wenn digitale Entspannung bequem erscheint – es ist wichtig, Langeweile mal auszuhalten. Das fällt aber vielen schwer. Auch deshalb, weil Stress zu einem modernen Statussymbol geworden ist. Nach dem Motto: Wer viel um die Ohren hat, ist wichtig. Claudia Hammond erklärt es so: „Wir sehnen uns nach Ruhe, doch dann befällt uns die Angst, wir könnten womöglich faul sein.“ Dabei ist Langeweile – netter ausgedrückt: Muße – aus psy- chologischer Sicht notwendig, um seelisch ganz gesund zu bleiben. Denn wie beim Schlafen findet unser Gehirn, während wir uns langweilen, Zeit, das Erlebte zu verarbeiten. Doch Langeweile kann noch mehr: Sie verrät uns auch, wenn was schiefläuft, kann etwa darauf hindeuten, dass uns eine Aufgabe nicht erfüllt.

Langeweile als entstressendes Element also – ob das reicht? „Nicht ganz“, würde das internationale Team von Stressforschern wohl antworten, das 2014 die optimale Erholung untersucht hat. Ob wir nun gut oder weniger gut relaxen können, hängt demnach von mehreren Aspekten ab. Wichtig etwa: Herausforderungen. Klingt komisch? Ist aber so – denn Neues zu wagen macht zufrieden und entspannt, weil wir uns voll und ganz auf die ungewohnte Tätigkeit konzentrieren. Ob eine fremde Sprache, ein anderer Sport oder der Kletterkurs im Urlaub, ist dabei übrigens egal.

HIER IST ES: DAS PERFEKTE RELAX-REZEPT

Damit es mit der Selbstfürsorge in Zukunft besser gelingt, kommen hier die ACHT WICHTIGSTEN AKTIVITÄTEN, bei denen wir uns garantiert ganz schnell – und vor allem nachhaltig – besser fühlen

TAGTRÄUMEN

Tagträumer haben keinen guten Ruf. Dabei machen sie es instinktiv richtig. Wer regelmäßig Löcher in die Luft guckt, schenkt dem Gehirn eine Aktivitätspause, in der es erlebte Ereignisse verarbeiten kann. Wenn wir die Kontrolle abgeben und den Geist einfach machen lassen, was er machen will, entspannen wir automatisch.

„MANCHMAL BRAUCHE ICH EINE HÜTTE FÜR MICH ALLEIN“

Wer diesem Satz zustimmt, sollte sich den Raum für sich selbst unbedingt nehmen. Und auch wenn wir gerne unter Menschen sind: Zeit alleine tut gut, und sie lässt einen Tag langsamer vergehen. Abende allein kommen einem mitunter endlos vor. Gut so! Die Hektik des Alltags ist durchbrochen.

ERST MAL NATURBADEN

Viele von uns spüren instinktiv, dass die Natur erholsam ist. Warum? Das kann die Wissenschaft bislang nicht eindeutig belegen. Einige sehen den Grund in dem Kontrast zur geschäftigen urbanen Umgebung, andere in den Farben. Um herauszufinden, wie gut uns Natur persönlich tut, können wir zu unterschiedlichen Zeiten fragen: Welchen Ort mag ich am meisten und welchen am wenigsten? Spannend: Die meisten zieht es bei Stress in die Natur.

ERHOLUNGSBOX ANLEGEN

Diese Idee ist auch ein gutes Geschenk für gestresste Freundinnen: Eine Erholungskiste mit lauter Dingen, die uns zur Ruhe bringen. Darin kann eine Duftkerze sein, eine Liste mit fünf Lieblingssongs, ein Regentage-Brief oder das Lieblingsbuch.

ERHOLSAMES MUSIKHÖREN

Eine schwedische Studie ergab, dass Entspannung die im Zusammenhang mit Musikhören am häufigsten geschilderte Emotion war. Warum also nicht mal ganz bewusst Lieblingssongs lauschen? Am besten mit Freunden oder Family, denn im Beisein anderer empfinden wir die von der Musik ausgelösten Emotionen als intensiver.

ENTSPANNUNGS-ZONEN GESTALTEN

Es gibt Gegenstände, die beruhigen uns schon bei ihrem Anblick. Vielleicht ist es das weiche Licht der Lampe aus dem Urlaub, die das Gefühl von Entspannung verbreitet, oder das Notizbuch, dass Stress frisst. Egal was für Dinge es sind, die uns ein gutes Gefühl geben: Es lohnt sich, sich mit ihnen zu umgeben.

FÜR RUHEPAUSEN SORGEN

Gerade wenn wir viel Stress haben und uns sagen „Eine Pause ist wirklich nicht drin“, sollten wir sie einlegen. Sich selbst 15 Minuten Ruhe zu verschreiben ist für unsere Gesundheit notwendig und hilft, wieder produktiv zu werden. Am geeignetsten sind Tätigkeiten, die uns Freude bereiten, wie Gärtnern, Joggen oder Malen.

EINFACH MAL NEIN SAGEN

Keine Frage: Da draußen lockt jede Menge Zerstreuung – und gerade jetzt, nach den Lockdowns sehnen wir uns nach Action – trotzdem ist es wichtig, auch Ruhezeiten einzuplanen und nicht atemlos von Termin zu Termin zu hetzen. Doch nur wenn wir die Zahl unserer Aktivitäten auf ein gesundes Maß bringen, bleibt Raum für wichtige Me-Time.

„ Die ständige Verfügbarkeit von Ablenkung zerstreut unsere Innensicht, die nur durch Langeweile entstehen kann

– Dr. Leon Windscheid, Psychologe –

Die Hauptsache ist, dass wir uns in unbekannte Gewässer wagen! Fest steht: „Der Mensch braucht Stunden, wo er sich sammeln kann und in sich hineinlebt“, sagte der Arzt und Philosoph Albert Schweitzer einst. Auch der Psychologe Dr. Leon Windscheid betont in seinem neuen Buch („Besser fühlen“, Rowohlt) die Wichtigkeit von Ruhe, ja, sogar Langeweile: „Die permanente Verfügbarkeit von Ablenkungen jeder Art zerstreut unsere Innensicht, die nur in der langen Weile entstehen kann“, meint er.

Ganz entscheidend in Sachen Erholung ist laut Forschern jedenfalls, dass wir Entspannung selbst in die Hand nehmen – aktiv sein statt uns berieseln zu lassen also. Wie schrieb Kurt Tucholsky einst: „Entspanne dich, lass das Steuer los, trudle durch die Welt, sie ist so schön.“ Doch man darf dem Trudeln ruhig einen Impuls geben. Das gilt übrigens auch für den Alltag.

Die Frage ist doch: Wie können wir unser tägliches Leben so gestalten, dass es mehr an Urlaub als an Alltag erinnert? Sicher, das klingt vielleicht etwas zugespitzt, aber schon kleine Auszeiten wie Atemübungen, Tagträumen oder ein Mittagsschläfchen reißen uns aus dem immer gleichen Rhythmus heraus und schenken neue Kraft. Übrigens haben die Forscher noch einen wichtigen Aspekt erkannt: Wer Sinn in seinen Tätigkeiten empfindet – im Job oder Hobby –, reduziert sein Stresslevel automatisch.

11

Tage sind laut Studien perfekt, um Tiefenentspannung zu erreichen. Alle weiteren Tage seien nett, aber nicht zwingend notwendig – außer es liegt eine extreme Erschöpfung vor.

Wie gut, dass jetzt die Ferien warten. Sie sind der perfekte Zeitpunkt, um den Dreiklang aus Herausforderung, Mini-Auszeiten und Sinn- Erleben für den Alltag einzuüben. Also, Kletterkurs buchen – auch wenn etwas Muffensausen dabei ist – und das Handy endlich mal wirklich abschalten. Und für die Sinnfrage dem Hotel-Personal das Leben erleichtern, indem man mithilft und auch mal lobt, oder Müll am Strand sammeln. Klingt doch ziemlich entspannt, oder?

WELCHER ERHOLUNGS- TYP SIND SIE?

MACHEN SIE DEN TEST: Brauchen Sie eher Ruhe und Stille zum Relaxen, oder mögen Sie es aktiv und sportlich beim Thema Erholung?

Wie bekommen Sie in stressigen Zeiten am besten den Kopf frei?

Ich fahre raus ins Grüne. An der frischen Luft komme ich auf andere Gedanken.

Mir geht es am besten, wenn ich in guter Gesellschaft bin.

Ich ziehe mich zurück und versuche in Stille, belastende Gedanken loszulassen.

Beim Sport kann ich Stress und Sorgen hinter mir lassen.

Was erwarten Sie von einem perfekten Urlaub?

Entspannen, zur Ruhe kommen, loslassen und nichts tun.

Ich möchte relaxen, aber auch was erleben, gut essen, Menschen kennenlernen.

Stress abbauen, Job und Alltag hinter mir lassen, aktiv sein.

Wellness-Anwendungen, Ausflüge ins Grüne und viel Zeit für mich.

Haben Sie Spaß an Wellness-Anwendungen?

Ein ausgiebiger Mittagsschlaf ist für mich Wellness genug.

Massagen finde ich sehr entspannend. Aber erst mal geht’s ins Fitnessstudio.

Ich setze mich lieber an den Pool und gehe eine Runde schwimmen.

Absolut. Zuerst eine Massage, danach ein Kräuter-Peeling.

Probieren Sie gern mal Neues aus?

Ja, am liebsten im Bereich Do It Yourself. Alle neuen Trends muss ich testen.

Auf jeden Fall. Immerzu nur die gleiche Aktivität langweilt mich.

Ich genieße es vor allem, neue Menschen und ihre Geschichten kennenzulernen.

Eher nicht. Ich fühle mich am wohlsten an Orten, die ich kenne.

Wie stehen Sie zum Meditieren?

Meditation und autogenes Training helfen mir, Abstand vom Alltag zu nehmen.

Auf diese Weise zur Ruhe zu kommen, fällt mir schwer.

Ich gehe lieber eine Runde joggen und mache danach ein paar Atemübungen.

Entspannungsübungen tun mir gut, vor allem, wenn sie draußen stattfinden.

HIER GEHT’S ZUR AUSWERTUNG:

Der kreative Typ

Um Ihre Batterien wieder aufzuladen, brauchen Sie Zeit für sich. Ruhe gibt Ihnen Kraft. Dann kommt auch Ihre Fantasie in Gang, und Sie haben die besten Ideen.

Der aktive Typ

Nur wenn Sie sich so richtig auspowern können, bauen Sie Stress ab und entspannen. Idealerweise in der Natur auf langen Radtouren oder Wanderungen.

Der gesellige Typ

Einsamkeit ist nicht Ihr Ding. Sie entspannen sich in Gesellschaft. Ob bei einem Glas Wein oder einer Feier: Gute Gespräche lassen Sie richtig aufblühen.

Der ruhige Typ

Ein Tag am Meer, barfuß durch den Wald oder entspannt auf dem Sofa: Für Sie kann es gar nicht still genug sein. Am meisten Kraft gibt Ihnen die Natur.

1/4

der Berufstätigen muss auch außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit erreichbar sein. Dadurch entstehen Defizite bei Schlaf und Erholung, wie eine iga-Studie ergab.

EXPERTIN CLAUDIA HAMMOND:

„OFT STIMMT DIE BALANCE NICHT“

Nie war ABSCHALTEN eine so große Herausforderung wie heute. Fakt ist doch: Kaum jemand findet Zeit zum Verschnaufen. Schließlich gilt: Wer viel tut, ist gefragt. Doch was macht das Ruhe-Defizit auf Dauer mit uns?

Die Psychologin

In ihrem neuen Buch „Die Kunst des Ausruhens“ (Dumont, 22 Euro) zeigt uns Claudia Hammond, wie Abschalten gelingt

Frau Hammond, es ist Urlaubszeit. Doch auf Knopfdruck zu relaxen fällt vielen schwer. Was hilft da?

Wer vorhat zu verreisen, sollte es unbedingt vermeiden, auf den letzten Drücker zu packen. Denn das löst Stress aus, noch bevor der Urlaub überhaupt begonnen hat. Wer in den Ferien zu Hause bleibt, hat den Reisestress nicht. Hier ist der Trick, die eigene Routine zu durchbrechen. Also wegzukommen von den typischen Beschäftigungen des Alltags und nur das zu tun, wozu man wirklich Lust hat.

Welche Tätigkeiten sollten wir im Urlaub unbedingt vermeiden?

Arbeits-Mails zu lesen. Am besten ist es, sich eine Abwesenheitsnotiz bzw. beim Handy eine Ansage einzurichten, die deutlich macht, dass wir nicht erreichbar sind.

Welche Aktivitäten tun uns im Urlaub besonders gut?

Zunächst sollten wir nicht in die Falle tappen, dass ein entspannter Urlaub bedeutet, möglichst wenig zu tun und faul am Pool zu liegen. Klar, wenn Faulenzen ihr Ding ist, super! Aber wenn Sie im Alltag eine aktive Person sind und Ihr Terminkalender oft voll ist, werden Sie beim Faulenzen keine Erholung finden. Viele Menschen entspannen sich besser bei anstrengenden Aktivitäten wie Tauchen, Wandern oder Klettern. Was jeder als erholsam empfindet, ist also äußerst individuell.

Und wenn es trotzdem einfach nicht klappen will mit der Entspannung?

In dem Fall ist es entscheidend, nicht zu selbstkritisch mit sich zu sein. Unser Gehirn ist ein rastloses Organ. Studien konnten zeigen, dass es genau dann besonders aktiv ist, wenn wir nichts tun – mehr sogar, als wenn wir uns auf eine Sache konzentrieren. Den Geist zu beruhigen ist also nicht einfach.

Beschäftigt zu sein ist zum Aushängeschild geworden. Wie können wir das ändern?

Der „Ruhe-Test“, eine globale Umfrage unter rund 18.000 Menschen aus 135 Ländern, ergab, dass sich zwei Drittel der Befragten mehr Zeit für Erholung wünschen. Das zeigt: Wir spüren, dass unsere Balance zwischen Arbeit und Freizeit nicht stimmt. Es ist also sehr wichtig, dass wir das Thema Erholung alle etwas ernster nehmen. Wir sollten uns in erster Linie selbst die Erlaubnis geben, entspannen zu dürfen – ohne Schuldgefühle zu haben.

Wie kann das gelingen?

Indem wir Erholung in unseren Tagesplan integrieren. Ich persönlich verschreibe mir beispielsweise täglich 15 Minuten Gartenarbeit – egal wie beschäftigt ich bin. Ich tue das, weil ich weiß, wie wichtig es für mein Wohlbefinden und meine Gesundheit ist. Ich spüre aber auch, dass diese Zeit meine Kreativität und Produktivität fördert. Ausruhen ist, wenn wir es richtig anstellen, eine klassische Win-win-Situation.

LANDSCHAFTEN FÜR DIE SEELE

Es lohnt sich sehr, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und die UMWELT BEWUSST ZU ERLEBEN. Je nachdem, wo man ist, kann das unterschiedlich wirken

MEER

Am Wasser fühlen sich viele Menschen instinktiv wohl. Die Erklärung, die Evolutionsbiologen dafür fanden: Wasser war und ist für uns überlebenswichtig. Ist es in der Nähe, empfinden wir Sicherheit. Außerdem sorgen die sanften Blautöne für Entspannung und Ruhe und können sogar nachweislich Blutdruck und Puls senken.

BERGE

Einfach stehenbleiben und durchatmen. In den Bergen erleben wir besonders frische und reine Luft. Wer einen Berg besteigt, wird meist mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Dieser Überblick ist es, den der Mensch braucht, um sich zu orientieren und neu auszurichten.

WALD

Vögel zwitschern, ein Bach plätschert, und durch das Blätterdach scheint die Sonne.

Wälder sind wahre Ruheoasen und Kraftorte. Denn die Farbe Grün beruhigt und erholt. Noch lieber mag der Mensch übrigens Landschaften, die eine gute Übersicht und gleichzeitig Schutz bieten, wie eine Wiese mit Bäumen ringsum.

STADT

Klar: Die meisten Menschen flüchten aus der Stadt in die Natur, um Lärm und Trubel zu entkommen. Doch auch eine Stadtumgebung kann entspannend wirken. Forscher fanden heraus: Fasziniert uns eine Umgebung, wie ein atemberaubender Sonnenuntergang am Hafen, erholen wir uns leichter.