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RICHTIG SMART ZUM FAIREN PREIS


Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 20/2021 vom 24.09.2021

Günstige Smart-TVs

Artikelbild für den Artikel "RICHTIG SMART ZUM FAIREN PREIS" aus der Ausgabe 20/2021 von Computer Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

HOMEX FT5505 MIT FIRE OS

XIAOMI MI TV P1 MIT ANDROID 1 1

SAMSUNG AU8079 MIT TIZEN

Fast 90 Prozent aller neu verkauften Fernseher sind laut Marktforscher Statista inzwischen Smart-TVs. Die empfangen nicht nur die klassischen TV-Programme via Kabel, Satellit und Antenne, sie bieten auch Zugang zum Internet und damit zu Mediatheken und Streaming-Anbietern. Das klappt wie am Smartphone oder Tablet mit den jeweiligen Apps von Amazon Prime bis ZDF. Und da trennt sich bei Smart-TVs die Spreu vom Weizen: Etliche günstige Modelle laufen auf alten Betriebssystemen, für die es neben YouTube und Netflix kaum weitere Apps gibt.

Ganz anders sieht das bei den drei Testkandidaten aus: HomeX, ein Ableger des Radioherstellers Karcher, nutzt für den UA55FT5505 das Fire-OS-Betriebssystem von Amazon. Xiaomi setzt für seinen Mi TV P1 auf Android-TV in der neuesten Version 11. Und Samsung stattet seine ...

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... Fernseher generell mit dem hauseigenen Tizen-Betriebssystem aus, so auch den GU55AU8079.

Gern auch zwei Nummern kleiner & größer

Zum Test traten alle drei Kandidaten in der beliebten 55-Zoll-Größe mit 140 Zentimetern Bilddiagonale an, damit sind die Geräte etwa 123 Zentimeter breit. Xiaomi bietet den P1 mit sonst gleicher Technik auch in den nächst kleineren Größen 50 Zoll und 43 Zoll mit 127 und 109 Zentimetern an.

Alle Testaussagen gelten also auch für die alternativen Größen.

Diese kleineren Größen baut Samsung in der Modellreihe AU8079 ebenfalls, außerdem drei größere Varianten bis über 2 Meter Bilddiagonale – also passend für so ziemlich jede Wohnzimmergröße. Entscheidend ist dabei der Abstand zu den Zuschauern, idealerweise ist der zwei- bis dreimal so groß wie die Bilddiagonale. Bei den getesteten 55-Zoll-Versionen wären das also 3 bis 4 Meter.

Kaum Platz für guten Ton

Alle drei Kandidaten haben LCD-Bildschirme mit UHD-Auflösung (3840 x 2160 Bildpunkte). Überraschend schmal sind die Rahmen bei Xiaomi und Samsung, das sieht gar nicht billig aus. Samsung speckt außerdem die Gerätedicke auf unter 3 Zentimeter ab, die anderen Kandidaten sind mehr als doppelt so dick – bei Wandmontage nicht so schön.

Der HomeX braucht mit seinem zentralen Fuß wenig Stellfläche, allerdings passt so schwer eine Soundbar vor den Fernseher. Beim Samsung geht’s kaum besser, weil die beiden außen platzierten Füße nur 4 Zentimeter hoch sind. Xiaomi bietet mit 6,5 Zentimetern Höhe am meisten Raum für eine Soundbar.

Samsung geizt mit Anschlüssen

Bemerkenswerte Unterschiede fallen bei der Inspektion der Rückseiten auf: Samsung und Xiaomi bieten mit jeweils drei HDMI-Eingängen genügend Anschlüsse für Zuspieler wie einen Sky-Receiver oder eine Spielekonsole, einer der HDMI-Anschlüsse eignet sich auch als Tonausgang für eine Soundbar (HDMI ARC). HomeX bietet mit vier HDMI-Anschlüssen sogar mehr als genug, darüber hinaus einen analogen AV-Eingang für ältere Spielekonsolen oder Camcorder und sogar einen VGA- Eingang für betagte PCs. Xiaomi hat immerhin einen AV-Eingang an Bord, Samsung nicht. Und wer eine Audio-Klinkenbuchse für Kopfhörer oder auch für eine Stereoanlage benötigt, wird nur bei HomeX und Xiaomi fündig. Bluetooth-Kopfhörer lassen sich mit allen drei Kandidaten koppeln.

Zur Wiedergabe von Fotos und Filmen haben alle drei TVs je zwei USB-Anschlüsse an den Rückseiten. TV-Aufnahmen auf USB-Festplatten (USB-Recording) sind mit den Testkandidaten aber nicht möglich.

Wenig auszusetzen gibt’s an den Streaming- Fähigkeiten (siehe unten). Die Menüs reagieren zwar langsamer als die teurerer TVs oder neuerer Fire TV Sticks, Filme und Serien starten aber schon nach wenigen Sekunden. Auch Sprachsteuerung ist mit allen Geräten möglich, die Mikrofone dafür sitzen mitsamt Aktivierungstasten in den Fernbedienungen. Xiaomi baut Mikrofone außerdem im Fernseher ein, sodass freihändige Steuerung möglich ist – praktisch, wenn der Fernseher beim Kochen nebenbei läuft und auf Kommando die Lautstärke ändert. Per Schiebeschalter neben dem Mi-Logo an der Front sind die Mikrofone aber auch abschaltbar. In jedem Fall gilt: Sprachsteuerung ist eine nette Ergänzung und kann zum Beispiel bei der Suche nach YouTube-Videos helfen. In etlichen Fällen stehen die Assistenten aber auch auf dem Schlauch, sodass einem die übliche Tipperei auf der Fernbedienung nicht erspart bleibt.

Logisch, dass der HomeX mit seinem Fire OS mit Alexa zusammenarbeitet, während im Xiaomi mit Android der Google Assistant auf Anweisungen wartet. Samsung-Nutzer haben die Wahl zwischen beiden und können alternativ auch die Samsung-Assistentin Bixby bemühen. Seltsam: Im Samsung-TV findet keine der Assistentinnen Filme und Serien bei Netflix, bei HomeX und Xiaomi klappt das dagegen. Weil mit Bixby Sendersuche und TV-Einstellungen besser funktionieren, nehmen sich die Sprachassistenten unterm Strich nichts.

DIE MENÜS IM VERGLEICH

Die drei unterschiedlichen Betriebssysteme der Fernseher bieten die wichtigsten Streaming-Apps – teils ab Werk installiert, ansonsten über die jeweiligen App-Stores verfügbar. Die Bedienkonzepte fallen recht unterschiedlich aus: Fire OS und Android-TV zeigen nach dem Druck auf die Home-Taste jeweils ein Vollbild-Menü, das Nutzer nur in engen Grenzen ihren Bedürfnissen anpassen können. Bei Samsung verdeckt der Homescreen nur den unteren Teil des Bildes und zeigt nur die vom Nutzer gewünschten Apps.

Samsung: Tizen

Ein Druck auf die Home-Taste blendet den sogenannten Smart-Hub mit installierten Apps und wichtigen Funktionen ein. Unter den zahlreichen Streaming-Apps findet sich auch die für Sky Ticket. Für Sky-Abonnenten mit Q-Receiver ist der Samsung außerdem der ideale Zweitfernseher: Mit der Sky-Q-App holt er fast das gesamte Portfolio des Pay-TV-Anbieters per Netzwerk auf den Bildschirm.

HomeX: Fire OS

Wer eine der Fire-TV-Varianten kennt, findet sich auch gleich mit dem HomeX zurecht. Die Bedienoberfläche ist die gleiche, nur dass hier im Reiter „Live TV“ neben Live-Streaming auch die per Kabel, Sat oder Antenne empfangbaren TV- Kanäle wählbar sind. Der Mix aus App-Symbolen sowie empfohlenen Filmen und Serien lässt den mehrseitigen Startbildschirm allerdings überladen wirken.

Xiaomi: Android-TV

Das Android-TV-Betriebssystem sieht anders aus als das Smartphone-Android, schließlich soll es per Fernbedienung statt per Fingertipp steuerbar sein. Auch die App-Auswahl konzentriert sich auf für Fernseher sinnvolle Anwendungen. Alle wichtigen Streaming-Apps sind verfügbar, außerdem lassen sich Filme in Smartphone-Apps auswählen und dann per Chromecast-Funktion auf dem Fernseher abspielen.

Die Farben sind entscheidend

Ist die Wahl zwischen den drei Kandidaten also eine Geschmackssache? Das lassen die technischen Daten der Bildschirme zumindest teilweise vermuten: UHD-Auflösung sorgt für knackige Schärfe, nur in schnellen Bewegungen lässt die sichtbar nach – es sind nun mal 50-Hertz-Bildschirme. Die Helligkeit geht mit gut 300 Candela pro Quadratmeter für dämmerige Wohnzimmer durchweg in Ordnung. Ordentlich tiefes Schwarz sorgt für maximale Kontrastverhältnisse um 5000:1, das sieht schon recht knackig aus. Nur dürfen Zuschauer nicht zu weit seitlich sitzen, denn sonst verblassen die Bilder deutlich.

Markante Unterschiede offenbarten sich im Test allerdings bei den Farben: Die zeigt der HomeX eher etwas fahl, außerdem nimmt er es mit den Farbtönen nicht so genau – da tendiert der Himmel schon mal ins Violette, Gesichter sehen etwas ungesund aus. Zudem ist die Helligkeit weniger gleichmäßig als bei den Konkurrenten verteilt. Das gelingt Xiaomi besser – und auch dem Samsung, trotz der rekordverdächtig flachen Bauweise. Außerdem zeigt der Samsung Farben am natürlichsten.

Filme und Serien mit größerem Farb- und Kontrastumfang (HDR, High Dynamic Range) können prinzipiell alle drei Testkandidaten wiedergeben. Der HomeX dampft die Brillanz des HDR-Materials allerdings auf die Möglichkeiten seines Bildschirms ein – das sieht dann kaum anders aus als mit Standard-Dynamik (SDR). Xiaomi und Samsung können für HDR zwar ebenfalls keine Helligkeitsreserven mobilisieren, gefallen aber mit beachtlicher Farbenpracht. Immerhin rund 90 Prozent des möglichen Spektrums deckten die beiden im Test ab, der HomeX nur knapp 80.

Der Ton ist in keinem der drei Fälle preisverdächtig. Für Nachrichten und Dokus geht der Sound in Ordnung, bei Musik-Shows und Spielfilmen kommt dagegen wenig Stimmung auf. Wer nicht bereits eine Stereo- oder Heimkinoanlage hat und mehr Klangfülle will, sollte dafür ab 200 Euro aufwärts für eine Soundbar einkalkulieren. [cdl]

FAZIT

Beim Ton haben alle drei Hersteller erkennbar gespart, da schoben die Fernseher im Test nur Dienst nach Vorschrift. Ganz anders sieht das beim Streaming aus, da ließen die Kandidaten kaum Wünsche offen. Wer sich in der Fire-TVoder Android-Welt zu Hause fühlt, darf getrost zu den Smart-TVs von Xiaomi und HomeX greifen – besonders zu letzterem angesichts des niedrigen Preises. Samsung gestaltet den Mix aus Fernsehen und Streaming übersichtlicher, ohne gegenüber den Betriebssystemen der Internet-Giganten Kompromisse zu erfordern. Außerdem ist da die Bildqualität sichtbar besser, sodass sich der Aufpreis bezahlt macht.