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Road to Tokyo: Schmidt/ Boehme und Kohlhoff/ Stuhlemmer berichten


Segler-Zeitung - epaper ⋅ Ausgabe 90/2019 vom 21.08.2019
Artikelbild für den Artikel "Road to Tokyo: Schmidt/ Boehme und Kohlhoff/ Stuhlemmer berichten" aus der Ausgabe 90/2019 von Segler-Zeitung. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Justus Schmidt/Max Boehme blicken auf aufregende Wochen in der ersten Saisonhälfte zurück.


Foto: Felix Diemer

Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 hat der Seglerverband Schleswig-Holstein zwei heiße Eisen im Feuer. Bei den 49ern kämpfen Justus Schmidt/Max Boehme, bei den Nacra 17 Paul Kohlhoff/ Alica Stuhlemmer (alle Kieler YC) um das jeweilige Ticket für Tokio. Hier berichten sie über den aktuellen Stand ihrer Kampagnen.

Justus Schmidt/Max Boehme
Nach einer erfolgreichen ersten Hälfte der Saison 2019 und der Qualifikation für die Preolympics erlebten wir mit der Kieler Woche einen Dämpfer. Angekommen ...

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Justus Schmidt/Max Boehme
Nach einer erfolgreichen ersten Hälfte der Saison 2019 und der Qualifikation für die Preolympics erlebten wir mit der Kieler Woche einen Dämpfer. Angekommen auf dem Olympischen Gewässer ist es nun an der Zeit zu zeigen, dass wir aus unseren Fehlern lernen können!
Gerade eben erst hat die Saison 2019 für uns begonnen und schon ist bereits mehr als die Hälfte wieder Vergangenheit. Die ersten sieben Monate eben dieser Saison vergingen für uns wie im Fluge, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Den Dezember vergangenen Jahres verbrachten wir noch zur Vorbereitung der kommenden Weltmeisterschaft in Neuseeland, im Januar waren wir in Miami zum ersten World Cup der Saison, es folgte ein Training in Portugal, gefolgt von weiteren Trainings und Regatten in Spanien, Italien, England und zu guter letzt natürlich auch im heimischen Kiel.
Die erste Hälfte dieser Saison stand ganz im Zeichen der Qualifikation für die Preolympics in Tokio. Der deutsche Qualifikationsmodus bestand aus der Regatta vor Mallorca im April, sowie der Europameisterschaft im Mai in England. Mit den Plätzen 5 und 6 hatten wir in der Summe das beste deutsche Ergebnis und uns somit den Platz für die Preolympics gesichert. Außerdem knüpften wir mit diesen Ergebnissen an die Leistung, die wir über die gesamte Saison bisher abrufen konnten, nahtlos an.
Wir wären allerdings nicht im Sport, wenn immer alles nach Plan liefe. Auch wenn die Kieler Woche, anders als die vorhergehenden Regatten, keine Qualifikationsregatta war, war unser Anspruch natürlich auch diesmal kein anderer: Wir wollten unsere beste Leistung abrufen und eine Medaille einfahren. Das vorbereitende Training absolvierten wir mit erstklassigen, internationalen Trainingspartnern. Schon zum Start der Regatta lief es allerdings mehr schlecht als recht, zu häufig verpatzten wir den Start und verloren entscheidende Zweikampfsituationen. Wir bekamen diese Probleme bis zum Ende der Regatta nicht in den Griff und verfehlten unser Ziel weit. In der Zwischenzeit haben wir eine ausgiebige Analyse gemacht und sind bereit, aus unseren Fehlern zu lernen.
Die Chance, es besser zu machen, bekommen wir nun in Japan auf dem olympischen Revier. Wir absolvieren hier ein vorbereitendes Training mit unseren spanischen und englischen Trainingspartnern. Mitte August kommen wir dann für die Preolympics sowie einen weiteren World Cup zurück.

Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer
Der Juli in Kiel war intensiv und produktiv zugleich! Bei wechselhaften Bedingungen konnten wir seit der Kieler Woche den Frust der verlorenen Medaillen im Juni auf heimischem Revier gut abschütteln und einige messbare Fortschritte machen. Jetzt steuern wir geradewegs auf unseren nächsten Saisonhöhepunkt zu: Das Olympische Testevent in Enoshima/Japan steht auf dem Programm und wir können es nicht erwarten, unserem Training Top-Ergebnisse folgen zu lassen und dem Olympiarevier von 2020 gegen die internationale Konkurrenz unseren Stempel aufzudrücken. So jedenfalls der Plan!
Was erwartet uns dort? In einem „europäisch angehauchten“ Hotel untergebracht, nah genug um täglich mit dem Fahrrad in den Bootpark zu fahren, werden wir ab dem 8. August fünf Wochen in Japan verbringen. Unter der Aufsicht und in Zusammenarbeit mit unserem Trainer und den deutschen Supportern vor Ort gilt es dann, die wenigen Wochen auf dem so komplexen Revier möglichst effizient zu nutzen, maximale Segelstunden aufs Wasser zu bringen und das Revier bestmöglichen zu analysieren.
Aber auch die Gewöhnung an die kulturellen und alltäglichen Unterschiede zu Europa steht ganz oben auf unserer Jobliste. Neben anderen Essgewohnheiten werden von uns auch andere in Europa unübliche Benimmregeln erwartet, denen es sich anzupassen gilt. Nach unseren Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr freuen wir uns auf die Zeit und danken allen, die uns auf unserem Weg dorthin unterstützt haben und es weiterhin tun!

SVSH-Fotowettbewerb in nächster Runde

Nachdem der Kalender des Seglerverbandes Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr durch die Bilder aus dem Fotowettbewerb bestückt worden ist, geht dieser Wettbewerb in die nächste Runde. Alle Mitglieder eines SVSH-Vereins sind aufgerufen, ihre schönsten Bilder einzusenden. Eine Jury wählt dann die zwölf Bilder aus, aus denen der Jahreskalender erstellt wird. Alle Teilnehmer, deren Bilder für den Kalender ausgewählt werden, erhalten drei Exemplare des Kalenders – ein perfektes und persönliches Weihnachtsgeschenk. Und die ersten Drei werden mit Geldpreisen prämiert. 300, 200 und 100 Euro erhalten die Preisträger.
Wettbewerber senden ihre Bilder (am besten im Querformat) bis zum 30. September als hochauflösende jpg-Datei an die SVSH-Geschäftsstelle (info@segler. lsv-sh.de). Mit dem Einsenden der Bilder ist das Einverständnis für die Verwendung und Veröffentlichung gegeben.

Roland Mattern gewann im vergangenen den Wettbewerb mit dem Bild der Yacht-Flotte


unter Spinnaker vor der Fehmarn-Sund-Brücke.

Foto: Mattern

LJM gastiert vor Glücksburg

Acht Jahre nach den letzten gemeinsamen Landesjugendmeisterschaften beim Flensburger SC kehrt das Event zurück nach Glücksburg. Im ständigen Wechsel zwischen den großen Revieren Kiel, Lübeck und Flensburg ist nun wieder der FSC als Ausrichter des Großevents für die Jugend an der Reihe. Am 31. August und 1. September werden die Nachwuchstalente in zehn Klassen erwartet, um die Besten von Schleswig-Holstein zu ermitteln. Ausgeschrieben sind die LJM/LJüM aber offen, so dass auch Segler anderer Landesverbände teilnehmen können.
Kurz vor Ende der Sommerferien (zur Drucklegung dieser Segler-Zeitung) liefen die Meldungen noch etwas schleppend ein, so dass in den verbleibenden Wochen bis zum Event noch mehr Teilnehmer erhofft werden, um tatsächlich alle Klasse (Opti A, Opti B, O›pen Skiff, Laser 4.7, Laser Radial, Europe, Teeny, Pirat, 420er und 29er) auf den Kurs schicken zu können. Gemeldet wird über das Portal manage2sail. com.
Geplant sind für alle Klasse mit Ausnahme der 29er sechs Rennen. Die 29er wollen acht Wettfahrten segeln. Der erste Startschuss erfolgt am Samstag, 31. August, um 13 Uhr. Neben dem sportlichen Wettstreit ist die Landesjugendmeisterschaft auch immer Gelegenheit zur Zusammenkunft für die Segler aus den unterschiedlichen Landesbereichen und Vereinen. Das gemeinsame Campen auf der großen Wiese beim DHH schweißt die Jugend zusammen und lässt neue Verbindungen entstehen.

Die LJM zum Auslaufen des Sommers ist für die Jugendlichen noch mal ein echter Regatta-Höhepunkt mit bester Gelegenheit, Segler aus anderen Vereinen kennenzulernen.


Foto: ra

LYC-Jugend auf Ocean Racer

Zur Travemünder Woche machte die LYC-Jugend einen Törn auf der „CJ Legend“.


Foto: Ekke Erben, www.cj-legend.de

Action auf dem Wasser sind die Kinder des Lübecker YC gewöhnt: Sie segeln Opti, Laser, O’pen Skiff und 29er. Zur Travemünder Woche war der LYC-Nachwuchs aber auf einem wesentlich größeren Schiff unterwegs, dem 72-Fuß-Ocean-Racer „CJ Legend“. Der Maxi, gebaut für das Whitbread Round The World Race (später Volvo Ocean Race), war zu Gast auf der Segelwoche. Die Yacht trat 1989 als „Charles Jourdan“ beim Rennen um die Welt an und erreichte als sechstes Schiff das Ziel. Später gewann es mehrfach Regatten wie das Fastnet Race und schaffte als erstes Schiff ein Etmal von 400 Seemeilen. Heute segelt die „CJ Legend“ unter deutscher Flagge und steht in Kiel auch für Mitsegeltörns zur Verfügung.
Für Organisator Kai Stehler ist es selbstverständlich, der Jugend diese Chance zu bieten. „Wir sind von unserem Heimathafen an der Kieler Förde nach Travemünde gesegelt. In Kiel trafen wir auf die ‹Einstein› vom Offshore Team Germany und die ‹Akzo Nobel›. Das waren drei Generationen des Ocean Race zusammen auf dem Wasser. In Travemünde konnten wir, unsere Begeisterung für dieses Schiff an die junge Generation weitergeben.“
Skipper Matthias Genske machte für die Jugend die Sicherheitseinweisung, seine Crew erklärte Winschen, Backstag und die vielen Leinen im Pit. Die Kinder durften mithelfen, wo immer es ging – auch am Grinder. Das Setzen von 250 m² Segelfläche ist anstrengend. Hier helfen weder Elektrik noch Hydraulik. Die Segel müssen mit Muskelkraft in den 32 Meter hohen Mast gezogen werden. Gut, dass so ein Grinder mit zwei Personen bedient werden kann.
Der neunjährige Viktor segelt im LYC Opti. Mit leuchtenden Augen und hoch konzentriert stand er am Ruder des Ocean Racers. Die „CJ Legend“ legte sich auf die Seite und nahm zwölf Knoten Fahrt auf. „So ein großes Segelschiff wollte ich immer schon mal steuern. Aber dass ich schon so früh dazu komme, hätte ich nie gedacht. Das ist wirklich toll!“, sagte Viktor.
Als am Horizont schwarze Wolken auftauchten, übernahmen Skipper und Crew wieder das Schiff. Als dann die ersten Sturmböen über das Wasser peitschten, lag der Ocean Racer bereits wieder sicher im Hafen vertäut. Die Kinder gingen von Bord und waren sich einig: Es hat Spaß gemacht! Und wer weiß, vielleicht ist der eine oder andere in Zukunft ja mal als Crew auf der „CJ Legend“ oder einem anderen Ocean Racer dabei.

Sailing Kids: Jetzt bewerben!

Mit dem Programm Sailing Kids schreibt der SVSH einen Wettbewerb zur Anerkennung und Förderung der Nachwuchsarbeit der Segelvereine im Landesseglerverband aus. Prämiert werden die drei besten Clubs mit Preisgeldern von 1000, 500 und 250 Euro. Beurteilt bei dem Wettbewerb werden:
Nachwuchssuche (Schwerpunkt der Bewertung): Beurteilt werden hier Umfang, Mittel/Aktionen, Wege der Suche sowie die Anzahl jugendlicher Neuzugänge in den vergangenen drei Jahren.
– Nachwuchsausbildung/-förderung: Hier gehen das Konzept, die Größe und der Organisationsaufbau, die Schwerpunkte und Besonderheiten der Ausbildung und Förderung sowie die Innovationen der vergangenen drei Jahre ein.
Voraussetzung für die Bewerbung ist die Mitgliedschaft des Vereins im SVSH (Mitgliedsnummer ist anzugeben). Die Bewerbung muss schriftlich per Post (Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel) oder Mail (als PDF) eingesendet werden (max. 5 DIN A4-Seiten). Einsendeschluss ist jeweils bis zum 31. Oktober.

Ausbildung im SVSH

Der Seglerverband SH bietet diverse Lehrgänge im Jahresverlauf an. Dabei sind Ausbildungen zu den verschiedenen Bereichen enthalten:
– Sportassistenten-Lehrgang – Trainer C Breitensportlehrgang
– Trainer C Leistungssportlehrgang
– Trainerfortbildung
– Wettfahrtleiterlehrgang
– Schiedsrichterlehrgang
– Pyroschein
– Meteorologie
Informationen zu den einzelnen Lehrgängen, ihren Inhalten, Kosten und Daten gibt es auf der Homapage www.seglerverband-sh.de im Bereich Ausbildung/Lehrgänge. Anmeldungen zu allen SVSH-Lehrgängen erfolgt über das Anmeldeportal VEASY (über die SVSH-Homepage verlinkt) oder über die Geschäftsstelle des SVSH (Tel.: 0431/64 86 170, Email: info@segler.lsv-sh.de).