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ROCK AND ROLL


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Mens Health - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 16.11.2022
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Bildquelle: Mens Health, Ausgabe 12/2022

?The Rock? in Action: Die Vorbereitung auf den Film ?Black Adam? verlangte Dwayne Johnson mehr ab als jede andere Rolle zuvor

Neben Dwayne

Johnson in seinem Büro steht eine lebensgroße Nachbildung eines T-Rex-Schädels, was ein wirklich maskuliner Briefbeschwerer ist, der aber sehr gut zu einem Mann passt, der sich „The Rock“ nennt.

In einem Regal hinter ihm stehen Flaschen seines Tequilas Teremana. Dwayne Johnson selbst trägt ein eng anliegendes schwarzes Project-Rock-Muscle-T-Shirt, aus dessen Ärmeln Tattoos auf seinen bergigen Bizeps ragen, und rote Shorts. Es versteht sich wohl von selbst, dass „The Rock“ natürlich in Topform ist.

Es ist das dritte Mal, dass ich Johnson interviewe, obwohl wir uns heute zum ersten Mal persönlich treffen. Ich sage ihm, dass es gut ist, seinem Namen ein Gesicht zuordnen zu können. Er lacht zustimmend. „Dito. Ich habe mich immer gefragt, wie zum Teufel Ben aussieht.“ Ich hoffe, er ist nicht enttäuscht. Johnson ist hier, um über seinen neuen Film „Black Adam“ (seit 20. Oktober in den Kinos) ...

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... zu sprechen, ein leidenschaftliches Projekt, an dem er schon seit 15 Jahren dran ist, und eine aus mehreren Gründen bemerkenswerte Ergänzung zu Johnsons bisherigen Filmen. Viele fragen sich: Ist Johnson vielleicht ein zu großer Star für eine Comicverfilmung? Werden die Kraft seiner Persönlichkeit und die Stärke seines Charismas in hautengen Hosen irgendwie kastriert? Das wird die Zeit zeigen.

Des Weiteren verlangte der Film vom wohl beliebtesten Schauspieler seiner Generation, einen Antihelden zu spielen. Und schließlich musste Johnson sich in die beste Form seines Lebens bringen und sie beibehalten. Selbst für jemanden wie Johnson, der schon immer viel im Fitness-Studio trainiert hat, war das eine Herausforderung. „Ziel war, dass ich die bestmögliche Figur bekomme“, sagt Johnson. „Die Herausforderung dabei ist nicht nur, dass man die Messlatte hoch ansetzt, was in Ordnung ist … nur zu! Aber dann merkt man auch, dass man die Form über Monate hinweg beibehalten muss. Wie jeder weiß, kann man eine großartige Figur normalerweise nur für ein sehr begrenztes Zeitfenster aufrechterhalten“, sagt er. „Ob du ein Boxer bist, der für seinen Kampf abnimmt, oder ein Bodybuilder, der auf die Bühne tritt, du befindest dich nur für einen sehr kurzen Zeitraum in diesem Zustand, der dir alles abverlangt, normalerweise ein oder 2 Tage, vielleicht eine Woche. Ich musste das monatelang durchhalten!“ Johnson hat sich außerdem einer zusätzlichen Herausforderung gestellt und auf die Polsterung verzichtet, die Schauspieler normalerweise tragen, um Superheldenkostüme auszufüllen. Er ist wie Kinostar Christopher Reeve im Original-Superman, nur mit Trapezmuskeln in Everest-Größe, die aus seinem Shirtkragen herausragen. „Wir hätten auch sagen können: ‚Scheiß drauf, packt die künstlichen Muskelpakete in den Anzug.‘“

Johnson: „Ich hatte das Gefühl, dass wir es anders machen sollten. Dass wir alle Muskelpakete entfernen und den Anzug so eng gestalten sollten, als wäre er meine Haut. Dann sieht man jedes Detail. Es ist so, als hättest du dein Hemd ausgezogen. Mann, das war eine Arbeit, monatelang wurde daran gefeilt.“ Johnson ist stolz darauf, in jedem Raum, in dem er sich befindet, der am härtesten Arbeitende zu sein – sollten er und Tom Cruise, der ähnlich veranlagt ist, jemals gemeinsam auf der Leinwand zu sehen sein, würde das Zelluloid womöglich in Flammen aufgehen. Es ist diese Disziplin, die ihn seit über 2 Jahrzehnten an der Spitze des Hollywood-Rudels hält. Auch mit 50 lässt Johnson nicht locker. Wenn überhaupt, so sagt er, ist dies die Zeit, in der man die harte Arbeit verdoppeln muss. Nur der Mann, der Unbequemlichkeit und Strapazen nicht scheut, erzielt Ergebnisse. Wie ihm das gelingt, verrät der Star im großen Interview, das auf der nächsten Seite beginnt! Let’s rock! ?

Ich lasse mich nicht in eine Schublade stecken. Sag mir also nicht, wer ich sein soll

Men’s Health: Was hast du heute bisher so gemacht? Dwayne Johnson: Ich bin mit den Kids aufgestanden. Egal, wann man ins Bett geht, sie sind um 6 Uhr morgens wach und stürzen sich auf uns. Also, erst die Kids, dann habe ich mein Ding gemacht, hier gearbeitet. In 2 Stunden gehe ich trainieren.

Lass uns über den Film „Black Adam“ reden, der auf dem ikonischen Comic basiert. Was hat dich an der Rolle gereizt?

Eine Figur im Superhelden-Genre zu spielen, die es noch nie zuvor gegeben hat. Kein Schauspieler vor mir hat Black Adam gespielt, ihn zum Leben erweckt. Es bot sich mir die aufregende Gelegenheit, etwas zu tun, was noch keiner getan hatte. Aber wichtiger als das war die Möglichkeit, in das Superhelden-Genre einzusteigen und es zu verändern. Eine Figur wie Black Adam ist, je nachdem, wie man seine Philosophien interpretiert, ein Superheld, ein Antiheld oder einfach ein böser Kerl. Das finde ich aufregend. Ich hatte dieses Projekt schon sehr lange im Auge und war wirklich mit Leidenschaft dabei. Das klingt oft wie ein Klischee, aber in diesem Fall ist es tatsächlich fast 15 Jahre her, dass wir zum ersten Mal über die Realisierung des Films gesprochen haben. Ich hatte die Möglichkeit, etwas abzuliefern, das, wie ich finde, ziemlich cool ist. Es gibt viele, die nichts über Black Adam wissen. Wenn man sich nicht für DC begeistert, kennt man meist nur Superman, Batman, Wonder Woman, Flash, Aquaman, Lex Luthor oder die Suicide Squad. Was ich den Leuten gerne sage, ist, dass Black Adam, was seine Superkräfte angeht, mit Superman mithalten kann. Superman hat allerdings einen ethischen Kodex, an den er sich hält, und deshalb ist er der größte Superheld aller Zeiten. Er tötet niemanden.

Black Adam ist anders. Wenn du ihm oder seiner Familie etwas antun willst, kannst du nicht mal deinen Satz vollenden, bevor er dir das Licht ausknipst.

Hattest du ein Problem damit, einen Antihelden zu spielen, oder hast du es gar genossen?

Ich habe mich total darauf gefreut und mochte die Möglichkeit, diese Figur zum Leben zu erwecken. Zu einem der Gründe, warum ich mich mit Black Adam identifiziert habe, gehört, dass er zwar in einer Grauzone lebt, seine Philosophie aber schwarz-weiß ist: Verletzt du meine Familie, die Menschen, die ich liebe oder mein Land, dann wirst du dafür bezahlen. Es werden weder Fragen gestellt, noch weitere Gespräche geführt. Du wirst nicht festgenommen, nicht angeklagt. Du stirbst. Was mich auch angesprochen hat, ist, dass er sich nicht in eine Schublade stecken oder sagen lässt, wie er zu sein hat. Nach dem Motto: „Das darfst du nicht, und dies und jenes musst du tun.“ Ich hatte das Gefühl, während meiner Karriere Ähnliches erlebt zu haben, etwa als ich vor 20 Jahren nach Hollywood kam. Da hieß es: „Du kannst dich nicht ,The Rock‘ nennen. Rede nicht über Wrestling. Du bist zu groß. Du darfst nicht so viel trainieren. Ändere deine Diät. Nimm ab. Wenn du so sein willst wie Will Smith, Johnny Depp, George Clooney.“ Das waren die größten Stars, als ich damals erstmals ins Rampenlicht trat. Nun, ich habe das ein paar Jahre probiert und schließlich gesagt: „Scheiß drauf. Ich bin nicht so wie diese Typen und könnte auch nie wie sie sein. Ich lasse mich eben nicht in eine Schublade stecken, also sag mir nicht, wer ich sein soll. Ich will einfach ich selbst sein.“ Das Gleiche kann man über Black Adam sagen. Auch deswegen habe ich mich mit der Figur sehr verbunden gefühlt.

Während deiner Anfangszeit im Wrestling warst du ein Bösewicht und wurdest der beliebteste Typ. Springen Fans auf deine Authentizität an?

Ja. Als ich zu World Wrestling Entertainment kam, wurde ich zunächst als so genanntes Babyface geholt – das ist in der Wrestling-Terminologie ein guter Kerl. Vince McMahon sagte damals zu mir: „Du musst lächeln und dankbar sein, dass du hier bist, und das musst du auch zeigen, wenn du da rausgehst.“ Dabei darf man nicht vergessen, zu erwähnen, dass ich aus der Welt des College-Footballs kam, von der Universität von Miami. Ich war dort Teil des herausragenden Football-Teams, das zu Hause 10 Jahre ungeschlagen blieb. Wir haben allen in den Arsch getreten und es genossen, das hinterher auch noch herumzuposaunen. Mein Image passte also nicht zu dem des Babyface, auch wenn ich immer freundlich blieb und lächelte, außer wenn es ums Geschäftliche ging. Das war eine echte Umstellung für mich. Natürlich ist die Welt des Wrestlings anders als die des MMA, weil man vorher weiß, wer gewinnt, und trotzdem gegeneinander kämpfen muss. Da gibt es kein Lächeln. Ich musste mich an meine Rolle gewöhnen und fing an, ständig zu lächeln und mich zu freuen, dabei zu sein. Die Fans spürten einfach, was ich auch fühlte, nämlich: Ich wirkte einfach nicht authentisch, nicht echt. Nach ein paar Monaten erkannten mich die Wrestling-Fans und sagten: „Mann, ich habe dich an der Universität von Miami spielen sehen. So bist du nicht.“ Und sie fingen an, mich jeden Abend in den Arenen auszubuhen. Nun, das ist nichts Ungewöhnliches beim Wrestling, denn die Fans buhen jeden aus. Aber das Problem war, dass ich als guter Kerl groß herauskommen sollte. ?

Jedes Mal, wenn ich angekündigt wurde, und es hieß, „Aus Miami, Florida, Rocky Maivia“, ging das Gebuhe los. Ich grinste, sagte, „Hey, hey, ja, danke“. Dann kam irgendwann der Punkt, an dem es die Fans verrückt machte, dass ich nicht ich selbst war. Als sie anfingen, „Fuck you!“ zu rufen, wurde ich echt wütend, und es hat mich umgebracht, nicht sagen zu können: „Komm in den Ring. Zeig mir, wie hart du bist.“ Das durfte ich natürlich nicht. Als World Wrestling Entertainment mich dann zum Intercontinental Champion ernannte, kam das nicht gut an. Das Publikum buhte mich aus dem Gebäude, also nahm man mir den Gürtel wieder ab. Ich verletzte mich, riss mir das Kreuzband und musste nach Hause. Das war im Sommer 1997.

Wann hat sich denn das Blatt für dich gewendet?

Zu dieser Zeit war die Ultimate Fighting Championship nicht so populär, aber eine Gruppe namens Pride war in Japan sehr beliebt. Ich kannte die Kämpfer und fragte mich: „Soll ich das machen? Ich könnte mehr verdienen und zumindest ich selbst sein.“ Doch dann rief mich Vince McMahon an: „Hör zu, wenn du im August zurückkommst“, das war im Mai, „möchte ich, dass du einer Gruppe namens Nation of Domination beitrittst. Das ist eine Gruppe schwarzer Bösewichte. Und du wirst einer von ihnen sein.“ Ich sagte zu ihm: „Okay. Aber ich habe eine Bitte an dich.“ Er fragte: „Was für eine?“ Ich antwortete: „Wenn ich zurückkomme, brauche ich nur 2 Minuten am Mikrofon, um den Leuten zu sagen, worum es mir geht. Und ich will beweisen, dass ich zur Nation of Domination gehöre, obwohl ich halb schwarz und halb samoanisch bin. Dass ich Teil der Gruppe bin, hat nichts mit meiner Hautfarbe, sondern mit Respekt zu tun.“ Er war einverstanden. Ich ging also am ersten Abend da raus und sagte den Leuten das, was ich Vince McMahon gesagt hatte: „Es geht nicht darum, ob ich schwarz oder weiß bin, es geht um mich, und es geht um Respekt.“ Von diesem Moment an war ich authentisch und reagierte auf die Leute so, wie ich es wollte. Innerhalb eines Monats war ich der heißeste Bösewicht in der Firma. Irgendwann war ich so böse, dass die Fans sagten: „Das ist mein Typ. Er ist echt. Er ist authentisch. Und ich liebe ihn.“ Lange Rede, kurzer Sinn, mit Black Adam ist es genauso: Er ist ganz er selbst.

Mein Ziel war es, den besten Körperbau meiner Karriere zu erreichen

Lass uns über deine Fitness sprechen. Du warst bereits in erstaunlicher Form. Musstest du dich noch mehr ins Zeug legen, um das Black-Adam-Kostüm auszufüllen?

Und wie! Denn mein Ziel war es, den besten Körperbau meiner Karriere zu erreichen, und das schließt meine Jahre als Footballer, Wrestler und Schauspieler ein. Ich arbeite seit über einem Jahrzehnt sehr eng mit meinem Trainer, Dave Rienzi, zusammen. Die Herausforderung lag darin, Diät, Ausdauerund Krafttraining sowie die 12 Stunden Arbeit am Set unter einen Hut zu bringen. Das war sehr anspruchsvoll. Und dann sollte ja auch noch Zeit für Erholung bleiben. Das über Monate hinweg durchzuhalten war am schwierigsten. Man muss da mit einer sehr differenzierten Strategie herangehen und kann sich nicht einfach durchbeißen. Das hält kein Körper aus, da brichst du zusammen, ob du 20 oder 60 Jahre alt bist, spielt dann keine Rolle. Wir mussten also mit echter Wissenschaft an die Sache herangehen. Dave war während der Dreharbeiten dabei und hat auf meinen Körper geschaut, um zu sehen, wie er reagiert. Wie hoch ist meine Natriumaufnahme? Wie sieht es mit den Kohlenhydraten aus? Wie steht es um dies und jenes? Es gab viel, auf das wir achten mussten.

Du bist im Mai dieses Jahres 50 geworden. Wie geht es dir damit? Hat sich das auf dein Training ausgewirkt?

Ja. Ich denke, das Leben bringt bestimmte Meilensteine mit sich. Wenn wir Männer in die Dreißiger kommen, denken wir, dass wir unser Leben im Griff haben – aber eigentlich haben wir keine Ahnung. Man versucht halt, seinen Scheiß auf die Reihe zu kriegen. Und man gibt vor, zu wissen, was man tut. Du kommst in die Vierziger, gründest hoffentlich eine Familie, hast ein paar Dinge erreicht, hast dich eingerichtet, fühlst dich wohl. In den Vierzigern macht man auch viel durch, aber ich wollte sichergehen, dass ich meinen Groove gefunden habe, wenn ich die fünfte Stufe erreiche, und ich wollte sichergehen, dass mein Körper in einem guten Zustand ist. Ich wollte nicht eines Tages aufwachen und denken: „Oh Mann, ich muss diese und jene Operation machen lassen.“ Schon bevor ich mit dem Wrestling aufhörte, in meinen Dreißigern und frühen Vierzigern, spürte ich die Auswirkungen des Wrestlings und all meiner Verletzungen. Und dann zog ich mir bei meinem letzten Kampf 2013 eine schwere Verletzung zu, bei der ich mir den oberen Teil meines Quadrizeps und die Adduktoren aus dem Becken gerissen habe, was dazu führte, dass meine Bauchdecke an 3 Stellen riss. Ich musste mich einer Notopreration unterziehen. Der obere Teil meines Quadrizeps wurde nicht wieder angenäht, weil der Arzt sagte: „Wenn ich das tue, dauert die Heilung ein Jahr. Der Muskel wird vernarben, und Sie können weiter trainieren, müssen Ihr Training aber sehr klug gestalten.“ Mit 40 sagte ich mir also: „Okay, ich werde das nächste Jahrzehnt damit verbringen, so schlau wie möglich zu trainieren und auch Familie und Arbeit so gut wie möglich unter einen Hut zu bringen, jeden Tag zu lernen und das Gelernte anzuwenden, aber mich nicht um mein Ego sorgen. Ich mache mir also keine Gedanken über das Gewicht, das ich auf die Stange lege, ich treibe mich nur selbst an, damit meine Gelenke gut in Form sind und ich in der Lage bin, meinen Trainingszustand nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern auch Muskeln aufzubauen, und zwar richtig dichte. Das ist eine lange Antwort, um dir zu sagen, dass ich mich ziemlich gut fühle.

„THE ROCK“ HAT BOCK

Kurz gefragt: 5 schnelle Antworten von Johnson

MEISTGEHASSTE übung?

Vorgebeugtes Rudern mit Langhantel. Leider ein notwendiges Übel.

liebstes Cheat-meal?

Das ist, als ob du mich fragen würdest, welche meiner Töchter ich am meisten liebe. Vielleicht eine Kombination aus Cheeseburger, Pommes und Dessert, Kekse zum Beispiel. Aber nagele mich nicht auf ein Keksrezept fest, da habe ich keine Regeln. Ich werfe alles Mögliche in meinen Keksteig: Erdnussbutter, Schokosplitter, Karamell. Da stehe ich drauf.

coolster Karaoke-song?

„The Blues Man“ von Hank Williams Jr.

grösster Held?

Eine meiner Töchter.

bestes lebensMotto?

Sei bescheiden. Sei hungrig. Sei der, der am härtesten arbeitet.

Mit 40 sagte ich zu mir: „Das nächste Jahrzehnt werde ich so schlau wie nur möglich trainieren“

SO HART TRAINIERT „THE ROCK“

Um einen krassen Typen zu spielen, muss man wie einer trainieren. Hier verrät Dwayne Johnsons Coach Dave Rienzi (Bild oben rechts), wie er ihn in Superhelden-Form gebracht hat – und über lange Zeit dort halten konnte

„Wir sind mit dem Ziel an das Projekt herangegangen, Black Adam zum Leben zu erwecken, was bedeutete, Dwayne in die beste Form seines Lebens zu bringen, seine Muskeln auf ein ganz neues Niveau zu heben und den ultimativen Superhelden-Körperbau zu schaffen. Um das zu erreichen, waren 18 Monate vonnöten. Die ersten 12 Monate konzentrierten wir uns darauf, allmählich schlanke Muskeln aufzubauen und gleichzeitig seinen Körperfettanteil beizubehalten, und in den letzten 6 verlagerten wir den Schwerpunkt darauf, die Details, die Form und die Rundungen der Muskeln zu maximieren. Sobald wir den Look erreicht hatten, ging es darum, diesen während der 5-monatigen Dreharbeiten beizubehalten, was angesichts von Dwaynes zermürbendem 12-Stunden-Drehtagen und intensiven Actionsequenzen ein gewaltiges Unterfangen war. Dies erforderte Fingerspitzengefühl und eine enge Kommunikation. Es war ein Balanceakt, die Intensität des Trainings und die Ernährung so zu gestalten, dass das Aussehen erhalten bleibt, und gleichzeitig die körperlichen Anforderungen der Dreharbeiten und der Schauspielerei zu berücksichtigen. Dwaynes Leistung auf der Leinwand ist das Wichtigste, und die Energie, die er dafür braucht, hat oberste Priorität. Das Endergebnis ist eine von seinen bisher besten Leistungen.“