Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 3 Min.

ROCKABILLY FREAKOUT


The Unleashed - epaper ⋅ Ausgabe 23/2019 vom 15.10.2019

Ein Mann, ein Auto und eine Horrorgeschichte – das zusammen ist der „Rockabilly Freakout“. In diesem Bericht erzählen wir Euch, was hinter diesem Gesamtpaket steckt.


Artikelbild für den Artikel "ROCKABILLY FREAKOUT" aus der Ausgabe 23/2019 von The Unleashed. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: The Unleashed, Ausgabe 23/2019

Karl Büche, den wir mit seinem Auto auf dem Rollin Dudes Festival in Österreich kennenlernen durften, hatte die Rockabilly-Welle Mitte der 80er Jahre voll erwischt. Wie er uns erzählt, waren es die Musik, die Hot Rods und der Style der Billies und Teds in seiner Heimatstadt Linz, die ihn mit dem Virus infizierten. Wie fast jeder träumte auch er im Teenager-Alter von einem eigenen US-Car, was aber außer jeglicher Reichweite schien. Erst viel ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von The Unleashed. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 23/2019 von Vorwort. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Vorwort
Titelbild der Ausgabe 23/2019 von NEWS. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEWS
Titelbild der Ausgabe 23/2019 von SPO-DEE-O-DEE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SPO-DEE-O-DEE
Titelbild der Ausgabe 23/2019 von 20 Jahre Eddy and the Backfires: Wilder und lauter denn je!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
20 Jahre Eddy and the Backfires: Wilder und lauter denn je!
Titelbild der Ausgabe 23/2019 von ROCKIN’ BATZ: ROCKABILLY AUS HAMBURG. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
ROCKIN’ BATZ: ROCKABILLY AUS HAMBURG
Titelbild der Ausgabe 23/2019 von TOONABILLY. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TOONABILLY
Vorheriger Artikel
Paula van Perle aka Miss Eve Velvet
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel THE ROCKABILLY FREAKOUT STORY:
aus dieser Ausgabe

... später, durch einen Freund, der Hilfe bei einem US-Car Projekt benötigte, ergab sich die Gelegenheit. Heute ist Karl 47 Jahre alt, wohnhaft in Wien und stolzer Besitzer einer wahren Höllenmaschine.

Bei der Höllenmaschine handelt es sich um ein 49er Mercury Coupe mit feurigen 700 PS. Wie kam es zu dieser Idee und zur Umsetzung des Projekts? Dazu berichtet uns Karl, dass er die Idee von DEM ultimativen Rockabilly Kustom Auto hatte, das perfekt zu Filmen wie Sin City oder einem Stray Cats Cover passen würde. Auf Basis dieser Idee schrieb er ein Konzept und ging damit zu Knud Tirochs Hot Rod Hangar, der nur einige Minuten von seiner Arbeitsstätte entfernt liegt.

Knud war von der Idee und der Geschichte des Rockabilly Freakout begeistert und es vergingen kaum Tage, wo die beiden nicht irgendein Detail dazu erarbeiteten. „Es kam der Tag, als ich, ausgehend von den vielen Gesprächen, die wir hatten, die Geschichte „THE STORY OF THE ROCKABILLY FREAKOUT“ schrieb. Mit dieser Geschichte besaß Knud dann die ultimative Inspiration, um den 49er Mercury zu bauen.

The Mercury from Hell!

Mein Glück war, dass ich jemanden fand, der die notwendigen handwerklichen und kreativen Fähigkeiten besaß und mich hundertprozentig verstand.“
Das Resultat ist ein radikal umgebauter Mercury, der sich deutlich von klassischen Verwandten abhebt. Außerdem, so Karl, entstand besonders durch dieses Projekt eine echte Freundschaft mit Knud, die das Projekt für ihn so einzigartig und nicht wiederholbar macht.

Das fertige Monster kann sich innen wie außen sehen lassen und ist ein wahres Liebhaber-Auto.
Die Dachsäulen des alten 49er Coupes wurden gekürzt, Lampenringe gefrencht, die Karosserie gechannelt und Teilbereiche entfernt und neu zusammengefügt. Das eingebaute Air-Ride-System sorgt für eine satte, tiefe Straßenlage. Für die 700 PS unter der Haube, die sich durch einen speziellen Totenkopf-Öffner mit handgemachtem Öffnungsmechanismus aufklappen lässt, sorgt ein 572 ci Chevrolet Big Block Crate Engine.
Der in Handarbeit gestaltete Innenraum besteht aus rotschwarzer Lederausstattung und Karo-Nähten, Schalter und Wählhebel des Lokar-Shifters sind mit Totenkopf-Verzierungen versehen, dazu kommt ein angepasstes Grant-Lenkrad. Für zuverlässige Fahrinformationen beim Hell-Cruise sorgen die Autometer-Instrumente mit roten Zifferblättern und weißen Zeigern.

Als Karosseriefinish bekam der Freakout eine Kombination aus Chromgrill und speziell angemischter Moccl-ulack-Lackierung mit Flammen. In die Flammen und die Stahlscheibenräder mit Bullet Caps wurden kunstvolle, hologrammartige Totenkopfschatten eingearbeitet. Weitere Besonderheiten sind die Suicide Doors und die offenen Radausschnitte mit breiten Radläufen, wo oft bei Mercurys die Hinterräder durch Fenderskirts verdeckt sind. Zum Abschluss sei noch der gravierte Greaser Ghost Rider auf der Kofferraumhaube erwähnt, über den die Rockabilly Freakout Story erzählt.

Eines darf natürlich bei einem Greaser abgesehen vom passenden Auto nicht fehlen – die Pomade! Karl ist Geschäftsführer eines mittelständigen österreichischen Kosmetikunternehmens und konnte so seine eigene Pomade produzieren – die Rockabilly Freakout Pomade. Es handelt sich dabei um eine Pomade mit mittlerem Halt und süßem

Honigduft. Das Besondere daran ist, dass mit dem Kauf ein Projekt für sozial benachteiligte Jugendliche unterstützt wird. Mit Merchandise auf Basis von freiwilligen Spenden sammelt Karl Geld für sein Sozialprojekt 4 Teens, ein Patenschaftsprogramm für Jugendliche in Wien, das Jugendlichen in prekären Lebensverhältnissen Hilfe bietet. „Wir organisieren Paten, die sich um die Jugendlichen kümmern und ihnen so zur Seite stehen, wie es das Umfeld der Jugendlichen nicht leisten kann. Mit dem Rockabilly Freakout Pale Ale, dem Rockabilly Freakout CD-Song, T-Shirts und der Rockabilly Freakout Pomade akquirieren wir etwas Geld für 4 TEENS.“

Der Rockabilly Freakout CD-Song wurde übrigens von Curtis Jensen zur Verfügung gestellt. Und wo wir schon beim Thema Musik sind, wollten wir von Karl wissen, welche drei musikalischen Künstler bei seinem Cruise nicht fehlen dürfen. Die Antwort lautet Johnny Powers, Pat Cupp und die Stray Cats, von Letzteren hat es ihm besonders das Album „Blast off“ angetan. Übrigens präsentiert Karl das Auto nicht nur auf verschiedenen Events, sondern fährt damit auch im Alltag. Die wichtigsten Preise, die er mit dem Kustom gewinnen konnte, sind u.a. der Billy F Gibbons Special Award bei der Elmia Motor Show, Jönköping, Schweden, der Best of Show KKF, Deutschland und der Sonax Crystal Award of Excellence from John D’Agostino. Die Rockabilly Freakout Pomade ist bald bei uns im Shop erhältlich und mit dem Kauf unterstützt man das genannte karitatives Projekt für sozial benachteiligte Jugendliche.


Bilder: Dirk ,Pixeleye‘ Behlau