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ROMO MOTOR FESTIVAL OK 2021


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Chrom & Flammen - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 22.09.2021

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Bildquelle: Chrom & Flammen, Ausgabe 10/2021

Seit einigen Jahren gibt es diese Highlights auch in Europa. Setzt Euch einfach in Berlin in Euer Traumauto und fahrt auf der B5 Richtung Westen quer durch die Bundesländer bis zur dänischen Grenze! Nach 30 Minuten Fahrt erreicht Ihr einen zehn Kilometer langen, schmalen Damm. Rechts und links nur Wasser und am Ende, hinter den Dünen, der mit zwölf Kilometer längste und breiteste Sandstrand in Nordeuropa. Hier könnt Ihr cruisen, parken, campen, grillen – oder einmal im Jahr mit Eurem Hot Rod an einem der spektakulärsten Rennen teilnehmen.

Nach zwei Jahren Zwangspause sollte am vierten Augustwochenende endlich wieder die Motorbegeisterung eine ganze Insel einnehmen. Das Rømø Motor Festival, ein Strandrennen für amerikanische Fahrzeuge mit Baujahren vor 1941, ist mit Sicherheit das außergewöhnlichste historische Rennen der Saison in ...

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... Europa.

Über 100 Teilnehmer mit ihren Crews reisten am Freitag an, um nach einer technischen Abnahme der Fahrzeuge und Vorbereitungen am Samstag an den Start zu gehen. Neben einem Briefing der Fahrer mit allen Regeln und Sicherheitshinweisen gab es in Skaerbaek eine Begrüßung durch unzählige Schaulustige, die Gemeindevertreter und die Szene mit all ihren Fahrzeugen. Der ganze Ort samt Polizei stand voller Begeisterung hinter dem Event und ermöglichte einen reibungslosen Ablauf. Anwohner saßen an den Straßen und feierten, die Polizei regelte den Verkehr mit Rücksicht auf die Oldtimer und deren Kühlung mit Vorrang.

Das Partygelände war am ganzen Wochenende geöffnet; hier gab es Snacks, Bars, Fashion, Flohmarkt, Friseur, Hutmacher und einen offenen Saloon mit Live-Musik. Gleich nebenan befand sich der Campingplatz, der mit 1200 Gästen komplett ausgebucht war. Wer wollte, konnte am Freitagabend bei Sonnenuntergang am Wasser cruisen und sich mit Freunden treffen – oder einfach den Anblick der schönen Fahrzeuge genießen.

Die Veranstalter begannen am Samstag schon um 5:30 Uhr mit dem Aufbau der Rennstrecke, der Messtechnik und der Verkehrsführung auf dem Strand. Die Vorgaben der Behörden in Zusammenhang mit Covid-19 wurden überall eingehalten, und ohne Maskenpflicht fühlte es sich in Dänemark an, als wäre man back in time.

Vor 8 Uhr trafen schon die ersten Fans ein und sicherten sich die besten Zuschauerplätze direkt am Track oder auf der herrlichen Naturtribüne in den Dünen. Wer verschlafen hatte, wurde mit einem gigantischen Stau zur Insel begrüßt. Zwei Stunden vom Festland bis zum Strand waren im Auto bei Stop & Go einzurechnen. Die Veranstaltung, das Parken und die Nutzung des Strands waren komplett kostenlos für alle Besucher, die damit mehr Geld für Souvenirs am RMF-Shop oder für Beer, Grill & Ice Cream hatten.

Der Strand glich einem Werksgelände von Chrysler, Dodge, Ford, Chevrolet, Cadillac oder Buick – überall standen Fahrzeuge mit V8-Motoren, und die Zufahrtsstraße glich einer Kette aus Chromjuwelen. Die Polizei war auch hier aktiv – nicht als Spaßbremse, sondern um alle Besucher anzuweisen, schneller zu fahren, um einen Rückstau zu verhindern.

Alle Teilnehmer des Rennens und Personen im Paddock waren aufgefordert, sich in Vintage-Kleidung passend zu den Fahrzeugen und der Zeitepoche zu hüllen, was die ganze Veranstaltung noch authentischer machte und so manche schauspielerischen Talente befeuerte.

Pünktlich zum Start der Veranstaltung überflogen zwei Düsenjets in Formation die Rennstrecke. Ein letzter Hinweis an alle Teilnehmer zur Einhaltung der Sicherheitsregeln, zusammengefasst: comply or die!

Die Gentlemen starteten ihre Engines. Jeweils zwei Fahrzeuge traten im Duell gegeneinander an. Die Fahrer waren motiviert, ohne Rücksicht auf ihre wertvollen Unikate gab es nur Pedal to the Metal. Der Motor läuft, Helm und Brille auf, kurze Konzentration auf dem Vorfeld, ab zur Startlinie, Gang rein, Motor auf Drehzahl, Fuß auf der Kupplung wie der Finger am Abzug des Colts. Ein letzter Blick zum Gegner, dann auf das Gridgirl mit der Flagge. Go!

Blauer Himmel über der Piste, durchdrehende Reifen, Sandwolken. Die Fahrt über den festen Strand wirkte bei manchem Teilnehmer wie ein Rodeo-Ritt mit ausbrechenden Hinterrädern über viele Spurrillen. Nach wenigen Sekunden dann die Entscheidung an der 1/8-Meilen-Ziellinie und volle Kraft auf das Bremspedal der Seilzug-Trommelbremsen.

Die Brems- und Auslaufzone war in diesem Jahr verlängert worden, da für einen Teilnehmer aus Bayern mit seinem AmericanLaFrance vor zwei Jahren die Strecke etwas zu knapp bemessen gewesen war. Mit 9,5 Litern Hubraum und zwölf Zylindern aus einem Flugzeug ist dieser Roadster nichts für schwache Nerven.

Auf dem Rückweg zum Start standen die Fans an der Strecke und jubelten für den schnellsten Fahrer oder den spektakulärsten Auftritt. Fahrer aus den USA, Reporter aus Argentinien: Es hat sich herumgesprochen, was hier geboten wird. Ein High Five für die Veranstalter Carsten, Thomas, Finn, Holger und Steffen! Die Männer aus Skaerbaek und Kopenhagen, mit über 25 Jahren Erfahrung in der Restauration von historischen Autos und Motorrädern, haben ihren Traum verwirklicht. Die seit 1919 bestehende Tradition des Strandrennens in Dänemark ist seit 2016 wieder lebendig geworden.

Das fünfte Rømø Motor Festival war ein Erlebnis, das alle Teilnehmer und Besucher so schnell nicht vergessen – im nächsten Jahr ist man mit Sicherheit wieder dabei!

Ein kleiner Erlebnis-Tipp: Anreise mit dem Auto bis Niebüll, dann auf dem Zug nach Sylt, von dort aus mit der Fähre nach Rømø.

Text & Fotos: Uwe Simat