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Rotation im Stillstand


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 80/2021 vom 03.10.2021

Text und Fotos: F. Schlichting

Artikelbild für den Artikel "Rotation im Stillstand" aus der Ausgabe 80/2021 von ANGELSEE aktuell. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Kein Stillstand, sondern ein spritziger Drill: Wenn die Forellen im Schwarm an der Oberfläche stehen, muss man sich einiges einfallen lassen, um sie zum Biss zu reizen.

Zunächst einmal was Grundsätzliches: Wenn ein Forellen-Schwarm gezielt angeworfen wird, bedeutet das nicht, dass der Köder direkt über dem Schwarm landen soll! Das würde die Fische sofort vertreiben. Es ist enorm wichtig, dass der Schwarm immer überworfen wird! Denn nur so wird vermieden, dass die Fische durch den Einschlag des Köders oder der Montage verschreckt werden. Je schwerer die Montage, desto weiter sollte der Abstand sein. Mit Sbirolinos sollte mindestens 10 m weiter geworfen werden, bei kleinen Spoons reichen aber schon 3 bis 5 m.

EINFACHE MONTAGE, GETEILTES VORFACH

Die Montage ist eigentlich ganz einfach: Lasse angelt mit einem schwimmenden Sbirolino und einem langen Vorfach von 3,0 bis 3,5 m Länge. Der Sbiro ist wichtig, weil sich nur damit die Forellen bequem überwerfen lassen. Und schwimmend muss er sein, weil die Forellen ja nur 10, 20 oder ...

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... maximal 30 cm unter der Oberfläche stehen, wenn sie vom Ufer aus zu sehen sind. Er verwendet dafür immer einen milchigen oder leicht durchsichtigen Sbiro, weil der am wenigsten auffällt. Er wird ganz normal auf die Hauptschnur gezogen und die Schnur dann am Wirbel festgeknotet. Als Knotenschutz kommt noch eine Gummiperle dazwischen.

Das entscheidende Detail bei dieser Montage befindet sich am langen Vorfach. Denn es ist durch einen zusätzlichen Dreifachwirbel zweigeteilt. Das erste monofile Stück wird an den Dreifachwirbel am Ende der Hauptschnur angeknotet und ist etwa 2,0 bis 2,5 m lang. Dann wird der besagte zweite Dreifachwirbel mit Karabiner angeknotet. Erst in diesen Karabiner wird dann die Schlaufe des eigentlichen monofilen Vorfachs eingehängt, das etwa 1,0 m lang und 0,16bis 0,18 mm dick sein sollte. Und als Köder kommt ein Propeller aus schwimmendem Forellenteig auf den 6er- bis 8er-Haken.

Nachdem der Forellenschwarm überworfen wurde, wird die Montage ganz langsam an die Fische herangezogen. Da der Teig zum Propeller geformt wurde, liegt natürlich die Vermutung nahe, dass der Köder durch den Schwarm hindurchgeschleppt wird. Aber genau das ist nicht der Fall! Denn der Teig schwimmt ja auf der Oberfläche.

Und der Dreifachwirbel hat nicht genug Eigengewicht, den Teig beim Schleppen auf Tiefe zu bringen. Deshalb lässt Lasse die Montage über den Forellen stehen. Und dabei entsteht dann der entscheidende Effekt: Im Stillstand hat der Dreierwirbel sehr wohl genügend Eigengewicht, um den Teig ganz langsam nach unten zu ziehen. Und diese langsame Absinkgeschwindigkeit reicht schon aus, dass der Propeller rotiert. Das heißt: Die Montage liegt, aber trotzdem bewegt sich der Köder! Und durch den Dreifachwirbel werden die Rotationen des Propellers nicht nur ausgeglichen, sondern auch erleichtert.

Ganz wichtig ist das Zusammenspiel zwischen Dreifachwirbel und Teig-Propeller. Der Wirbel muss so schwer sein, dass er den Propeller nach unten zieht und dieser sich auch tatsächlich dreht. Er darf aber auch nicht zu schwer sein, weil der Teig sonst zu schnell durch den Forellenschwarm sackt. Und wenn er zu leicht ist, bleibt der Teig an der Oberfläche.

Also nicht nur das Drehen des Propellers muss vorher im flachen Wasser gecheckt werden, sondern auch die Absinkgeschwindigkeit. Mit der Zeit bekommt man wie Lasse das richtige Gefühl, um Teig- und Wirbelgröße perfekt aufeinander abzustimmen.

AUF UND AB BIS ZUM ANSCHLAG

Wenn der Propeller von der Wasser- oberfläche schräg nach unten läuft, befindet er sich etwa 10 bis 20 Sekun- den im Sichtfeld der Forellen. Genug Zeit für die Fische, um zuzuschnap- pen. Sobald der Propeller durchge- sackt ist und sich unter den Fischen befindet, zieht Lasse die Montage 1 bis 2m an, so dass der Propeller wieder an die Oberfläche steigt und erneut absinkt. Auch bei diesem kurzen Anziehen können natürlich Bisse kommen. Wichtig ist dabei, dass sich der Teig auch tatsächlich dreht. Deshalb sollte die Drehfreudigkeit des Teigs immer vorher im Uferwasser getestet werden.

Die Bisse sind in der Regel als kurze Zupfer zu spüren. Dann wird die Rute am langen Arm etwas vorgeschoben, und dem Fisch etwas Schnur zu geben. Beim nächsten Zupfer kommt dann der Anschlag. Und wenn die Forellen sich wieder zusammengefunden haben oder nächste Schwarm in Sicht kommt, wird das Ganze wiederholt …