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ROTWILD: Füttern gegen Verbiss?


Wild und Hund - epaper ⋅ Ausgabe 22/2019 vom 21.11.2019

Die Wirkungen von Rotwild-Winterfütterungen sind umstritten. Können sie wirklich helfen, Waldbestände zu schützen?


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Foto: Reiner Bernhardt

Die Winterfütterung von Rotwild ist eine gängige Managementpraxis in Nordamerika und in Europa, mit dem Ziel, Wildschäden zu vermeiden, aber auch um die Wildart ans eigene Revier zu binden und den Jagderfolg zu erhöhen. Futterressourcen, natürliche wie künstliche, können das Raum-Zeit-Verhalten von Wildtieren stark beeinflussen. Obwohl flächendeckend eingesetzt, gibt es bislang nur wenige Studien, die die Wirkungsweise der künstlichen Futtervorlage eindeutig belegen. ...

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Die Winterfütterung von Rotwild ist eine gängige Managementpraxis in Nordamerika und in Europa, mit dem Ziel, Wildschäden zu vermeiden, aber auch um die Wildart ans eigene Revier zu binden und den Jagderfolg zu erhöhen. Futterressourcen, natürliche wie künstliche, können das Raum-Zeit-Verhalten von Wildtieren stark beeinflussen. Obwohl flächendeckend eingesetzt, gibt es bislang nur wenige Studien, die die Wirkungsweise der künstlichen Futtervorlage eindeutig belegen. Um offene Fragen ein Stück weit besser beantworten zu können, wurde in einem dreijährigen Forschungsprojekt der Institute für Wildbiologie und Jagdwirtschaft sowie für Waldbau der Universität für Bodenkultur Wien der Einfluss der Winterfütterung auf die Habitatwahl einer Rotwildpopulation in der Steiermark untersucht. Dabei stand insbesondere die Frage nach der Effizienz der Rotwildfütterung in Bezug auf das Vermeiden von Wildschäden in verbiss- und schälgefährdeten Forstbeständen im Fokus.

Die Studie wurde im steirischen Nockberggebiet zwischen Murrtal und der Grenze zu Kärnten (Österreich) auf den Flächen eines privaten Forstbetriebes durchgeführt. Das Untersuchungsgebiet umfasst etwa 13 000 ha und erstreckt sich über submontane bis hoch subalpine Lebensräume von etwa 850 bis 2 200 m Meereshöhe. In niedrigeren Lagen finden sich anteilig auch Laubbaumarten, wie Bergahorn und Esche, daran schließt sich die für den inneralpinen Bereich typische Fichten-Tannen-Übergangzone an. In den höheren Lagen finden sich anschließend Lärchen, Zirben und auch Latschen. Im November 2002 kam es in der Region zu einer massiven Windwurfkatastrophe.

Im Studiengebiet kommt Rotwild , wie auch Reh- und Gamswild, ganzjährig als Standwild vor. Mithilfe von Simultanzählungen an den Winterfütterungen wurde die Rotwilddichte dort auf etwa neun Stücke pro 100 ha geschätzt. Außerhalb der Vegetationsperiode wurden die sieben im Studiengebiet etablierten Winterfütterungen mit unbeschränkten Heugaben sowie Saftfuttervorlage beschickt. Die Fütterungsperiode erstreckt sich je nach Witterung von etwa Oktober/November bis April/Mai.

An ausgewählten Winterfütterungsstandorten wurden durch ein Team aus Veterinären, Wildbiologen und Berufsjägern elf Individuen (sieben Hirsche und vier Tiere) zunächst betäubt und dann mit einem GPS-Halsbandsender versehen. Sie wurden über einen durchschnittlichen Zeitraum von etwa zwei Jahren überwacht, wobei alle drei Stunden eine Ortung aufgezeichnet wurde. Die für den Datensatz verwendete Anzahl an verwertbaren Peilungen belief sich auf etwa 30 000. Mit statistischen Methoden wurde die Habitatwahl sowohl für die Fütterungsperiode (im folgenden Winter) als auch für die Nicht-Fütterungsperiode (im folgenden Sommer) berechnet. Im Fokus stand dabei insbesondere der Einfluss der Winterfütterungspraxis als Ablenkfütterung.

Ein gewisser Grad an Verbiss und Schäle sollte immer toleriert werden. Beides ist Ausdruck natürlicher Verhaltens- und Lebensweisen unseres Rotwilds.


Foto: Michael Breuer

Wie erwartet hatte die Winterfütterung einen starken Einfluss auf den Bestand während der kalten Jahreszeit: Das Rotwild bevorzugte sehr stark die Gebiete rund um die Fütterungen (s. Abb. 1). Dieser Effekt erstreckte sich aber auch auf die Aufsuche-Wahrscheinlichkeit wildschadensanfälliger Forstbestände. Die besenderten Stücke suchten während der Fütterungsphase eindeutig viel seltener verbiss- und schälgefährdete Forstbestände auf. Dieser durchaus positive Effekt zeigte sich bis zu einem Radius von etwa 1,3 (bei Windwurfflächen) bis 1,5 Kilometern (bei verbiss- und schälgefährdeten Beständen) rund um die Fütterungsplätze.

Außerhalb dieser Distanz suchte das Rotwild die sensiblen Forstflächen wieder gezielt auf. Die Wirksamkeit der Winterfütterung bzgl. des Vermeidens wildschadensanfälliger Bereiche beschränkte sich im Untersuchungsgebiet folglich etwa auf 38 % der Gesamtstudienfläche. Zudem zog das Rotwild während des Winters verstärkt auf Wiesenflächen und bewegte sich häufig auf und in der Nähe von Forststraßen. Es hat sich außerdem gezeigt, dass einzelne Stücke sogar mehrere Fütterungsstandorte aufsuchten.

Abb. 1: Das Schaubild zeigt die Rotwildaktivität innerhalb eines 125 m-Radius rund um eine Winterfütterung und innerhalb von wildschadengefährdeten Lebensraumtypen. Jeder Punkt steht für die Häufigkeit des Auftretens von mit GPS-markierten Rotwild (11 Stücke) innerhalb eines bestimmten Lebensraumtyps zu einem bestimmten Tageszeitpunkt (2009 bis 2011). Die vertikalen gepunkteten Linien stehen für Sonnenaufgang und -untergang.


Im Sommer hingegen war die Lebensraumwahl deutlich unterschiedlicher: Insbesondere Verjüngungsflächen, wie Windwurf- und Jungwuchsflächen, sowie Wiesen und alpine Rasen wurden vom Rotwild aufgesucht. Vorangegangene Einzelanalysen haben gezeigt, dass vor allem für Alttiere die Windwurfflächen interessant waren. Vermutlich müssen sie aufgrund der Laktation (Milchabgabe) und des damit verbundenen erhöhten Nährstoffbedarfs leicht verfügbare, hochwertige Äsung aufnehmen. Auch bevorzugten sie steilere Bereiche und Forststraßen im Gegensatz zu den männlichen Stücken.

Die Wirkungsweise der Rotwildfütterung ist bislang noch nicht eindeutig belegt. Einige Studien zeigen, dass sie durchaus dazu beitragen kann, Wildschäden zu vermeiden, andere hingegen weisen darauf hin, dass sie kontraproduktiv ist und sogar Wildschäden fördern kann z. B. durch ungeeignetes Futter, das in der Zusammensetzung nicht der natürlicher Äsung entspricht. Dabei ist die Wirkungsweise von Fütterungen sehr kontextgesteuert und wird von vielen, bislang oft noch ungeklärten Faktoren beeinflusst. Nicht nur im Hinblick auf die Präventionseffizienz ist die Winterfütterung auch kritisch zu hinterfragen, denn im ökologischen Kontext gibt es Hinweise darauf, dass Fütterungen eine Vielzahl an indirekten und unerwarteten Effekten auf die Zieltierart oder auch anderen Wildtiere und Ökosystemfunktionen haben kann, die nicht verschwiegen werden sollten.

Einige nationale wie internationale Untersuchungen haben gezeigt, dass beispielsweise die Konkurrenz gesteigert oder eine Futterabhängigkeit gefördert werden kann. Der Futterbedarf wird durch eine künstliche Bereitstellung von Futter in den Wintermonaten erhöht. Sehr viel Wild an Fütterungsplätzen kann sogar mit einem höheren Risiko von Krankheitsübertragungen wie z. B. der Rindertuberkulose einhergehen. Weiterhin können durch die Winterfütterung natürliche Mechanismen wie z. B. die Selektion in der Jugendklasse ausgeschaltet werden oder traditionelle Verhaltensweisen wie z. B. das Überleben in hohen Lagen (Steinhirsche) oder das Nutzen von Migrationswegen verloren gehen, wodurch der Genpool einer Population gefährdet werden und deren natürliche Anpassungsfähigkeit verloren gehen kann.

Ein Windwurfereignis im Jahr 2002 schuf im Untersuchungsgebiet unterschiedliche Lebensräume für das Rotwild. Wird Astmaterial nicht entfernt, kann es die Verjüngung auf natürliche Weise schützen.


Foto: Christoph Burgstaller

Winterfütterung kann die Populationsdichte von Rotwild erhöhen und mitunter das „Wildschadens-Problem“ auch verschärfen. Für die Population selbst geht eine höhere Bestandsdichte mit Veränderungen einher: So zeigten Studien, dass sich bei höheren Tier-Dichten die Setzzeiten nach hinten verschoben und auch die Zahl überlebender Kälber geringer waren. Auch deren Geschlechterverhältnis verschob sich hin zu den Wildkälbern. Weiterhin wurden die Spießergeweihlängen geringer, und die Geweihlängen der Hirsche sanken. Andere Nebenwirkungen, wie bspw. Veränderungen in der Vegetationszusammensetzung sowie in den Verbreitungswegen von Samen (endozoochore Verbreitung), können auftreten. Auch erhöhte Prädationsraten bei Bodenbrütern in der Nähe von Fütterungsplätzen wurden dokumentiert.

Alttiere benötigen während der Laktation nährstoffreiche, hochwertige Äsung. Vermutlich suchen sie daher im Sommer zum Beispiel Windwurfflächen vermehrt auf.


Foto: Stefan Meyers

Ob und wie solche möglichen Effekte durch Fütterungen eintreten, hängt allerdings erheblich von den Gegebenheiten ab und kann daher kaum vorhergesagt werden.

Aus den Studienergebnissen ergeben sich verschiedene Empfehlungen für die Praxis. Mit waldbaulichen und jagdlichen Mitteln kann der Wildeinfluss auf Bestände beeinflusst werden, so viel ist sicher. Dabei gilt die Prämisse, einen Ausgleich zwischen nahrungsunabhängigem Besiedlungsanreiz (z. B. ein attraktiver Standort hinsichtlich Äsungsausstattung, Witterungsschutz oder Deckung) und dem Nahrungsangebot (z. B. Pflanzenquantität und- qualität sowie deren Zusammensetzung und Erreichbarkeit) zu finden. Eine gute Balance zwischen den beiden Standortfaktoren kann den Gefährdungsgrad für Wildschäden deutlich reduzieren. Dabei muss der Fokus auf der Ausstattung des Winterlebensraums liegen: Rotwilddichten müssen an diesen angepasst werden, um den Wildeinfluss auch in dieser Jahreszeit gering zu halten. Waldbauliche Methoden, wie beispielsweise Vorausverjüngung, Verbesserung des Lichtregimes am Boden durch frühe Durchforstung sowie Femel- oder Saumschläge, beeinflussen positiv die Äsungsquantität, -qualität und -verteilung sowie die Umweltbedingungen für unser Wild. Dabei gilt, dass strukturreiche Forstbestände – und zwar vertikal wie horizontal – weniger wildschadenanfällig sind als eindimensionale, äsungsarme Waldbilder. Ein gewisser Grad an Verbiss und Schäle sollte jedoch immer toleriert werden. Sie sind doch Ausdruck natürlicher Verhaltens- und Lebensweisen. Eine realistische Zielformulierung des Forsteigentümers unter Beachtung waldbaulicher wie aber auch wildbiologischer Vorgaben hilft, Ziele zu erreichen und eine nachhaltige Forstwirtschaft wie auch Wildbewirtschaftung sicherzustellen.

An Fütterungsstandorten kommt sehr viel Wild auf engem Raum zusammen. Dadurch steigt das Risiko, dass Krankheitserreger übertragen werden.


Foto: Naturfoto Hofmann

Abb. 2 Streifgebietsgrößen des besenderten Rotwildes im Winter und Sommer. Während der Fütterungsperiode im Winter zog das Rotwild deutlich weniger weit. Die farbige Box zeigt 50 % der Werte an, während der Strich in der Box den Mittelwert (Median) angibt. Die davon ausgehenden Linien zeigen die Min.- und Max.-Werte der Daten.


Die Winterfütterungspraxis als Werkzeug, um Wildschäden zu vermeiden, kann funktionieren, auch wenn sie dies in der vorliegenden Studie nur zu einem gewissen Grad erfüllte. Sie steht aber auch für einen inneren Konflikt, denn einerseits sollen Wildschäden vermieden werden, andererseits wird auch von Teilen der Jägerschaft darauf geschaut, die Wilddichten möglichst hoch zu halten sowie das Wild an das eigene Revier zu binden. So gilt meist: Wer füttert, muss auch mehr erlegen. Dies ist aber lokal nicht immer so einfach umzusetzen. Die Jagd sollte sich am Bestand der weiblichen Stücke, der Zuwachsträger, orientieren. Ein Bejagungsdruck an Schwerpunkten muss über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden, wobei revierübergreifende Jagden sehr hilfreich sind. Weitere Maßnahmen zum Schutz der Baumverjüngung vor Verbiss und Schäle können durch mechanische oder chemische Mittel, wie Schutzmanschetten oder Repellentien auf den Terminaltrieb, erfolgen. Nicht zu vernachlässigen, aber aufgrund des Borkenkäferrisikos aktuell meist nicht durchführbar, ist, dass das Windwurfmaterial auf Windwurfflächen belassen wird. Studien haben gezeigt, dass dadurch ein wichtiger Schutz der neu aufkommenden Verjüngung gewährleistet werden kann. Das gleiche Prinzip funktioniert auch im Forstbestand: Totholz, Astmaterial und Strauchwerk, das nicht entfernt wird und im Bestand verbleibt, kann die Verjüngung auf natürlichem Weg vor Verbiss schützen.

Rotwild reagiert sensibel auf Störungen. Insbesondere in den späten Wintermonaten kann dies Wildschäden im Wald provozieren.


Foto: Bildagentur Schilling

Ein zusätzlicher, nicht unerheblicher Aspekt in diesem Zusammenhang sind Störungen. Es ist belegt, dass gerade Rotwild sehr sensibel auf Störungen – insbesondere in den späten Wintermonaten – reagiert, was wiederum Schäden aufgrund eines erhöhten Äsungs- und Schälbedürfnises provozieren kann. Auch die Jagd muss sich am Ruhebedürfnis des Wildes orientieren. Weiterhin gibt es einen Unterschied zwischen dem Raum-Zeit-Verhalten im Sommer und dem im Winter: Die Sommerstreifgebiete sind sowohl bei Alttieren wie auch Hirschen deutlich größer (s. Abb. 2), und auch die Verteilung auf der Fläche mit einer viel unterschiedlicheren Lebensraumnutzung unterscheidet sich deutlich von der im Winter. So liegt gerade in der kalten Jahreszeit eine große Verantwortung im Rotwildmanagement bei einigen wenigen Winterfütterungsbetreibern. Im Sommer hingegen haben sehr viele Grundeigentümer und Jäger aufgrund der größeren Streifgebiete Anteil am Rotwildmanagement.

Forst- und Jagdpraktiker sollten beim Errichten und Betrieb von Rotwildfütterungen sorgfältig Pros und Kontras lokal abwägen und dabei alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Wald und Wild in einer natürlichen Balance zu halten. Das Wissen um die Möglichkeiten besteht, nun gilt es, diese umzusetzen und an die jeweilige Situation anzupassen. Nur so werden wir dem Wald sowie unserer größten heimischen Schalenwildart gerecht.

Dr. Johanna Maria Arnold

Foto: privat

studierte Forstwissenschaften an der Technischen Universität München. Heute arbeitet sie bei der Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg im Bereich Wildtiermonitoring.

Weitere Autoren der Studie sind:

DI Philipp Gerhardt und Prof. Dr. Eduard Hochbichler (Institut für Waldbau, BOKU Wien) Dr. Sam M.J.G. Steyaert (Norwegian University of Life Sciences & University College of Southeast Norway)

Die Studie wurde gefördert von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, der Fürstlich Schwarzenberg’schen Familien Stiftung, Vaduz, Liechtenstein sowie den Steirischen und Kärntner Jägerschaften, dem Bezirksjagdamt Murau sowie dem Steirischen Jagdschutzverein.