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Royales Schlitzohr: Der Welsh Corgi Pembroke!


Der Hund - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 08.01.2020

Etwas Märchenhaftes umgibt das charmante Schlitzohr mit dem liebenswerten Fuchsgesicht: Der Legende nach ein Geschenk des Feenvolkes an die Menschen, avancierte der einstige Bauernhund zum Internet-Star- und zum erklärten Liebling der englischen Königin. Mit seinem sprühenden Witz hat der Frechdachs den Monarchinnen-Alltag kräftig aufgemischt-doch sein Eigensinn hielt auch für die Royals Bewährungsproben parat. Dürfen wir vorstellen?


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Foto: Anna Uplegger

Zuckerschock gefällig? Dann geben Sie auf Youtube das Wörtchen „Corgi“ ein. Und schon können Sie in Hunderten von Videoclips - von den lustigsten ...

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... Corgi-Videos aller Zeiten bis hin zum Süßester-Corgi-Welpe-Contestdie unerhörte Niedlichkeit dieser Hunderasse anschmachten. Ja, der Corgi ist der

Lieblingshund des Internets. Das liegt nicht nur an seiner Drolligkeit, sondern auch an seinem einzigartigen Blick: wissend, verschmitzt - und irgendwie menschlich.

In Dirk Gentlys holistische Detektei, einer Fantasy-Serie nach dem gleichnamigen Buch von Douglas Adams, ist Corgi Rapunzel der heimliche Star. Die Serie liefert auch eine Erklärung für die verständige Corgi-Mimik: In Rapunzel steckt die Seele eines Mädchens. Es ist nicht zu leugnen: Etwas Verzaubertes umgibt den Corgi. Schon um die Herkunft dieser Hunderasse rankte sich folgende Legende: Einst fanden Bauernkinder zwei Welpen in den Bergen, fuchsähnlich und von goldener Farbe. Sie gehörten dem Feenvolk, das sie als Reittiere einsetzte - der Sattelabdruck ließ sich an der Fellzeichnung noch erahnen. Die Kinder nahmen die Welpen mit und so gelangten die Feenhunde in die Welt der Menschen.

Corgis sind ausdrucksstarke Hunde. So auch Instagram-Berühmtheit Marcel (@lecorgi), der weit über 120.00 Follower begeistert.


Foto: @lecorgi, Aurelie Four, www.photobya4.com

Ein Duke auf vier Pfoten

Zurück in die Wirklichkeit, denn hier entspann sich im Jahr 1933 in London eine kaum weniger märchenhafte Liebesgeschichte. Der Duke of York, Vater der kleinen Lillibet, holte einen Corgi in die royale Familie. Dem Welpen soll seine adelige Bestimmung ein wenig zu Kopfe gestiegen sein: Man sagt, er habe allerlei Allüren entwickelt und nur noch auf den Namen „Duke“ gehört. So wurde er kurzerhand Dookie getauft. Lillibet verlor ihr Herz an den frechen Kerl – und an den Welsh Corgi.

Als Queen Elisabeth II bestieg sie 20 Jahre später den Thron, und 30 Corgis haben sie durch ihre Regentschaft begleitet. Es heißt, die Lebensfreude der kurzbeinigen Clowns heitere die Königin auf und nähme ihren Gästen die Nervosität. Die lebhaften Tiere haben auch für so manche Turbulenzen gesorgt. Denn der Corgi ist alles andere als flauschige Palastdekoration: Im Herzen ist er noch heute ein Bauernhund mit teils recht rustikalen Manieren.

Treibhund auf kurzen Beinen

Wales im 11. Jahrhundert: In den Hügeln von Pembrokeshire grasen Rinder und stämmige Ponys – ohne Zäune oder Mauern, denn die weitläufigen Weiden sind Gemeinschaftsland. Um das Vieh zum Hof oder auf den Markt zu bringen, einzelne Tiere zu separieren oder abtrünnige Herdenmitglieder zurückzuholen, setzten die Bauern flinke, kurzbeinige Treibhunde ein.

Diese Hunde führten ihre Aufgaben eigenständig aus. Sie waren so souverän und energisch, dass sie sich mühelos gegenüber den großen Tieren durchsetzten. Als die Rinderhaltung der Schafhaltung wich und die Ponys als Transportmittel ausgedient hatten, war der Job des Corgis in Gefahr. Zum Glück ermöglichten einige engagierte Züchter ihm eine zweite Karriere als Begleit- und Familienhund, und so wurde er 1925 als Rasse offiziell anerkannt.

Welsh Corgi: Pembroke und Cardigan

Den Welsh Corgi gibt es in zwei Varianten: Pembroke und Cardigan. Früher wurden beide in derselben Rasse gelistet, seit 1935 gelten sie als eigenständig. Sie unterscheiden sich optisch und charakterlich. Der Welsh Corgi Cardigan hat keinen Stummelschwanz und eher runde Stehohren, während die Ohren des Pembrokes eher spitz sind. Dem Cardigan sagt man ein etwas reservierteres Wesen nach.

Ein tapferer Kerl: Corgi Jasper Islington hat degenerative Myelopathie (DM), eine Erbkrankheit, die bei der Rasse auftreten kann. Seine Instagram-Follower können mitverfolgen, wie er damit lebt: @jasperislington


Foto: @jasperislington

Die Vorfahren der Corgis behaupteten sich als Treibhunde sogar in Rinderherden. Heute sind Corgis zumeist Begleit- und Familienhunde und noch immer durchsetzungsstark und selbstständig.


Foto: dmkostylev/stock.adobe

Der ursprüngliche Verwendungszweck prägt das Erscheinungsbild des Corgis. Durch gezieltes Schnappen oder Zwicken in die Fersen dirigierte der Treibhund seine Tiere in die gewünschte Richtung. „Heelen“ nennt sich das. Mit seinem tiefergelegten Körperbau hatte der Corgi dafür genau die richtige Einsatzhöhe. Gleichzeitig bewegte er sich so dicht über dem Boden, dass er kaum in die Reichweite ausschlagender Hufe kam.

Stummelschwanz und kräftiger Kiefer

Laut Rassestandard hat der Corgi eine Schulterhöhe von 25 bis 30 Zentimetern – damit gehört er zu den kleinsten Hütehunden der Welt. Die kurzen Beine sind, ebenso wie beim Dackel, eine Folge erblich bedingter Zwergwüchsigkeit (Achondroplasie). Das Gewicht von durchschnittlich 12 Kilogramm zeigt, dass der Corgi keineswegs zartgliedrig ist. Im Gegenteil: Er ist kompakt gebaut und seine Kiefer sind so kräftig, wie es sich für einen Treibhund gehört. Einige Corgis haben einen angeborenen Stummelschwanz, den Natural Bobtail. Lange Ruten wurden bei Arbeitshunden früher kupiert.

Auch wenn rote Corgis heute am bekanntesten sind, gibt es die Rasse auch in weiteren Farbschlägen wie Sable oder Tricolor, mit weißen Abzeichen an Kopf, Hals und Brust oder ohne. Alle neigen dazu, eindrucksvolle Mengen an Haaren zu verlieren – das gesamte Jahr über. Mindestens einmal in der Woche sollte man das dichte, mittellange Doppelfell bürsten, um loses Haar zu entfernen.

Gesundheitlich ist der Corgi robust: Zwar können einige wenige Erbkrankheiten auftreten – wie die Bluterkrankheit Von Willebrand oder die neurologische degenerative Myelopathie (DM) –, die meisten Züchter führen jedoch freiwillig entsprechende Gentests durch. Eine HD-Untersuchung ist bei Zuchttieren Pflicht. Im Durchschnitt werden Corgis 12 bis 15 Jahre alt. Um ihre Gesundheit zu erhalten, ist eine schlanke Taille wichtig. Das ist nicht immer einfach, denn Corgis sind ausgesprochen futterversessen.

Intelligenter Schelm mit Eigensinn

Laut Intelligenzforscher Stanley Coren rangiert das britische Kurzbein in der Liste der schlauesten Hunderassen auf einem respektablen elften Platz. Der Corgi scheint jedes Wort zu verstehen, nimmt regen Anteil am Leben seines Halters und geht gutgelaunt auf Menschen zu. Draußen lebhaft, döst er zuhause mit Vorliebe auf dem Rücken liegend, den pelzigen Bauch wohlig in die Höhe gestreckt. Berüchtigt ist der Humor des Corgis – er kann überaus kreativ Verbote umgehen. „Dreist und geschickt“ sind die Eigenschaften, die laut Rassestandard sein Wesen auszeichnen.

In dem kleinen Hund steckt so manche Überraschung – seine laute Stimme etwa, die er in tausend Modulationen einzusetzen weiß. Manch rassefremder Vierbeiner fühlt sich vom burschikosen Spielverhalten des Corgis etwas überrumpelt. Dieser legt im Übrigen großen Wert darauf, von anderen Hunden höflich behandelt zu werden – und er weiß, wie man sich Respekt verschafft. Wen eine herangaloppierende Kuh nicht aus der Ruhe bringt, lassen auch große Hunde unbeeindruckt.

Die royalen Corgis haben ihr Frauchen auf viele Reisen begleitet. Der neugierige Brite ist ein perfekter Partner für fast alle Unternehmungen – auf seinen Körperbau sollte man dabei stets Rücksicht nehmen. Treibball ist eine wunderbare Möglichkeit, den bewegungsfreudigen Arbeitshund rassegerecht auszulasten, doch er kann sich auch für viele andere Hundesportarten begeistern.

Königlich kernig

Von der bestechenden Putzigkeit des Corgis sollte man sich nicht täuschen lassen: Sein Charakter ist ebenso der eines Arbeitshundes wie sein Körperbau. Als Treibhund bringt er ein ausgeprägtes Überlegenheitsgefühl mit. Das kernige Kerlchen braucht einen glaubwürdigen, souveränen und konfliktfähigen Menschen. Seine Zweibeiner dürfen nicht verzweifeln, wenn ihr puscheliger Welpe sich auf einmal von seiner kratzbürstigen Seite zeigt – und die Körperpflege missgelaunt verweigert.

Die Royal Corgis: 7 Insider-Fakten

Corgis im englischen Königshaus – das sind über 60 Jahre voller turbulenter Anekdoten.

Corgi-Namensorakel:
Als Prinz William zum zweiten Mal Vater wurde, wetteten die Waliser auf den Namen des Sprösslings – mithilfe von Corgis. Diese lagen aber daneben: Anstatt Alexander wurde Charlotte geboren.

Corgi-Leckerli:
Zum 90. Geburtstag der Queen brachte The Dog Treat Company Hundekekse mit dem Namen „God save the Corgi“ heraus.

Corgi-Models:
Im Jahr 2016 schafften es die Corgis der Queen auf das Cover des berühmten Magazins Vanity Fair.

Corgi-Paradies:
Im Buckingham Palace gab es einen Corgi-Room mit erhöhten Weidenkörbchen, in dem frisches Kaninchen serviert wurde.

Corgi-Geschenke:
An Weihnachten freuten sich die Corgis über gefüllte Socken voller Spielsachen und Leckerlis.

Corgi-Schwips:
Im Jahr 1999 degradierte die Queen einen Diener, nachdem er den Corgis Schnaps ins Wasser gemischt und sich über ihr Torkeln amüsiert hatte.

Corgi-Agenten:
In der Filmsequenz zur Eröffnung der Olympischen Spiele 2012 in London holt James Bond (Daniel Craig) Queen Elisabeth II in einem Hubschrauber ab. Drei der royalen Corgis stahlen ihm dabei fast die Show.

Je flauschiger, desto beliebter! Corgi-Hinterteile versetzen die User im Internet in Verzückung. Es gibt Fotos, Videos und Artikel darüber sowie Kissen, Tassen & Co. rund um den Po.


Foto: ccestep8/stock.adobe

Lernt ein Welpe nicht, dass das Heelen unerwünscht ist, schnappt er sich – in Ermangelung einer Kuhhaxe – Tischbeine oder auch eine menschliche Wade. Im englischen Königshaus kann man ein Lied davon singen: 1989 wurde ein Hundepsychologe engagiert, um weiteren Zahnabdrücken auf den Beinen teurer Möbel und leidgeprüfter Diener vorzubeugen. Mit wohlwollender Beharrlichkeit wird aus dem Dickkopf aber ein zuverlässiger, lernfreudiger und anhänglicher Kamerad.

Blick in die Zukunft

In Filmen und Serien stehlen Corgis ihren zweibeinigen Schauspielkollegen immer wieder die Schau und auch in den sozialen Medien sind sie weit vorn dabei. Ein ungesunder Rasseboom blieb ihnen zum Glück aber erspart. Sie blicken denoch auf steigende Zahlen: Gab es im Jahr 2017 noch 89 neue Welpen, verzeichnete der VDH in 2018 schon 137 Welpen – und 2019 werden es wohl knapp über 200 sein.

In den USA rangieren Corgis sogar unter den 15 beliebtesten Hunderassen. Und die Corgis der Queen? Nach dem Tod von Willow und Whisper in 2018 hat Elisabeth II schweren Herzens keinen neuen Corgi in den Palast geholt. Die heute 93-jährige Queen möchte keinen Hund zurücklassen, wenn sie stirbt. Ihre Liebe zum Corgi aber bleibt ungebrochen. Long live the Queen – long live the Corgi.

Perdita Lübbe-Scheuermann beschreibt die Rasse aus Sicht einer Hundetrainerin.privat

Der Welsh Corgi Pembroke ist eines gewiss nicht: langweilig. Nein, er ist ein temperamentvoller und sehr schneller Hund, der eine Vielzahl von Talenten hat. In der Regel sind Welsh Corgi Pembroke fröhlich, witzig und immer für einen Spaß zu haben. Mit seinem Charme wickelt manch einer seinen Menschen um die Pfote.

Der Welsh Corgi Pembroke ist in der Regel ein sehr aufmerksamer, intelligenter und pfiffiger Hund. Gelehrig ist er auch, allerdings kann es passieren, dass ihm manchmal seine eigenen Ziele wichtiger sind, statt dass er sich auf Übungen mit dem Menschen konzentriert. Der Welsh Corgi Pembroke ist durchaus eigenständig und kann sehr hartnäckig und ausdauernd sein. Er versucht dann deutlich, seine eigenen Interessen durchzusetzen. Vertreter der Rasse sind meist selbstbewusst und furchtlos. Es handelt sich um einen robusten Hundetyp, der sich tendenziell unerschrocken zeigt.

Jagdverhalten ist oftmals vorhanden. Mäuse und Ratten sind nicht unbedingt sicher vor ihm. Welsh Corgi Pembrokes sind anhänglich bei ihren Bezugspersonen, sie sind jedoch gegenüber Fremden eher skeptisch. Das Territorium wird bewacht. Es bleibt dabei meist beim Melden von fremden Menschen.

Halter der Rasse Welsh Corgi Pembroke kommen zu uns in die Hundeschule, um Verlässlichkeit in Hinblick auf den Gehorsam zu erreichen. Auch Beschäftigung steht auf dem Programm, um diesen unternehmungsfreudigen Hundetyp auszulasten.
www.hundeakademie.de

Jochen H. Eberhardt kommentiert aus Sicht eines Zuchtrichters.

Die Corgwn (so heißt die korrekte Mehrzahl der Hunde dieser Rasse in der walisischen Sprache, der Region, aus der diese Rasse ursprünglich kommt) haben in den letzten Jahren erhebliche Zuwächse bei ihren Eintragungen zu verzeichnen. Waren es 2004 noch nur 20 Eintragungen des Typs Pembroke, so sind 2018 schon 137 Pembroke Corgwn beim Club für Britische Hütehunde eingetragen worden. Dies spiegelt sich ebenso im Ausstellungsgeschehen.

Mit den Corgwn zeigen sich überaus bewegliche und selbstsichere „Schäferhunde auf kurzen Beinen“. Mit ihren Kollegen vom Typ „Cardigan“ sind sie von anderen Rassen allein wegen ihres bodennahen Formats leicht auch für Laien erkenntlich. Ihre aufrechtgetragenen Ohren und ihr unverwechselbares „Schäferhundgesicht“ machen sie auch für Hundeanfänger attraktiv, folglich ist die Nachfrage nach Corgi-Welpen doch erheblich.

Die ausgestellten Corgwn bestechen mit großer Lauffreude und zuverlässigem Verhalten, das dichte Haarkleid zeugt von ihrer ursprünglichen Hüteaufgabe und der dafür unerlässlichen Wetterfestigkeit. In der wahrhaft großen FCI-Gruppe der Hüte- und Treibhunde ist es für kleinere Rassen nicht immer leicht, sich so zu präsentieren, dass sie mindestens für die Vorauswahl der besten Hunde der Gruppe berücksichtigt werden. Aber gerade in den letzten Jahren hat sich dies doch merklich gewandelt: Immer wieder stehen Corgwn auf dem Podest der Gruppenbesten. Und dies zu Recht!

VEREINSINFO

Club für Britische Hütehunde e. V.
Tel: 04154/22 21
www.cfbrh.de

DIE RASSE IN KÜRZE

Ursprung: Der Corgi war im 11. Jahrhundert als Bauernhund in der Grafschaft Pembroke verbreitet. Möglicherweise geht die Rasse auf den ebenfalls kurzbeinigen Schwedischen Vallhund zurück, der mit den Wikingern nach England kam. Einer anderen Theorie zufolge stammt er von nordischen Spitzen ab.

Ursprungsland: Großbritannien

Wesen: sehr selbstsicher, selbstständig, überlegen, freundlich, extrovertiert, intelligent, lebhaft, fröhlich, robust, humorvoll, anhänglich, durchsetzungsstark, bellfreudig, wachsam

Verwendung: Der Welsh Corgi Pembroke wurde zum Treiben von Großvieh eingesetzt, hielt die Höfe von Ratten frei und meldete Fremde. Heute ist er ein liebenswerter Begleit- und Familienhund. Aufgrund seines souveränen Wesens kann der Corgi auch als Besuchs- und Therapiehund arbeiten.

Besonderheiten: Der Corgi gehört zu den zwergwüchsigen Rassen, auf seine Rückengesundheit sollte stets geachtet werden. Corgis neigen zu Übergewicht und haaren außergewöhnlich stark. Das Heelen, also das Zwicken in die Fersen, ist eine angeborene Eigenschaft, die schon im Welpenalter in richtige Bahnen gelenkt werden sollte.


Foto: Debra Bardowicks

Foto: privat