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RPA-Markt 2022: Der Trend geht in Richtung Plattform


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Computerwoche - epaper ⋅ Ausgabe 38/2022 vom 16.09.2022
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Obwohl es RPA bereits seit vielen Jahren gibt, steckt nach wie vor viel Musik in diesem Markt. So wuchs der weltweite Umsatz mit RPA-Software 2021 laut Gartner mit einer Wachstumsrate von 31 Prozent deutlich stärker als der gesamte Softwaresektor (16 Prozent). Für das laufende Jahr rechnen die Marktforscher mit einem Anstieg von 19,5 Prozent auf ein Volumen von voraussichtlich 2,9 Milliarden Dollar. Auch für 2023 wird noch ein zweistelliges Wachstum von 17,5 Prozent prognostiziert.

Angesichts dessen verwundert es nicht, dass der RPA-Softwaremarkt ...

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... wettbewerbsintensiv ist und sich die Anbieterlandschaft ständig verändert. So haben mittlerweile Player aus angrenzenden Märkten damit begonnen, eigene RPA-Funktionen anzubieten und sich nicht mehr nur auf einen API-First-Ansatz zu verlassen. Im Gegenzug bauen reine RPA-Anbieter ihre API-Integrationsfähigkeiten aus, sodass sie ihren Kunden sowohl User-Interface-Scraping als auch API-First-Automatisierungsansätze anbieten können. Bis 2024, so schätzt Gartner, werden 95 Prozent der RPA-Player-Automatisierung sowohl über API- als auch über User-Interface(UI)-Integration anbieten.

Wie bereits im Vorjahr prognostiziert, wird das Feature-Angebot der RPA-Produkte immer breiter. Der Trend geht in Richtung umfassender Technologieplattformen für die Hyperautomatisierung. Sie bieten neben Bot-gestützter Prozessautomatisierung auch Low-Code-Anwendungsplattformen, Process-Mining, Task-Mining, Entscheidungsmodellierung, iPaaS, Computer Vision und IDP-Funktionen.

Großen Anbieter wie IBM, Microsoft, Salesforce (MuleSoft) und SAP sind in den RPA- Markt eingetreten und haben die Angebotslandschaft nicht nur in technischer Hinsicht verändert. Wie Gartner berichtet, nehmen diese Softwaregiganten mit ihren aggressiven Angeboten und niedrigen Einstiegspreisen vor allem ihren bestehenden Kundenstamm ins Visier – zum Leidwesen von reinen RPA-Anbietern mit ihren vergleichsweisen geringen Umsätzen und ihrer begrenzten geografischen Präsenz. Noch gelingt es aber zumindest den größeren RPA-Playern, den Angriffen standzuhalten. So entfallen laut Gartner auf die zehn größten RPA-Anbieter mehr als 75 Prozent des Marktes (gegenüber 70 Prozent im Jahr 2021). Die drei größten Anbieter teilen mehr als die Hälfte des Marktes (52 Prozent) unter sich auf.

Dennoch hat die Konzentration im Markt begonnen. So übernahm SS&C Technologies im März 2022 das britische Schwergewicht Blue Prism. Der Workflow-Spezialist Nintex schluckte den Konkurrenten Kryon und die Salesforce-Tochter MuleSoft kaufte Servicetrace.

RPA-Funktionen: Pflicht und Kür

Für die Auswahl des richtigen Produkts empfiehlt Gartner, Software-Entwickler und Business-Verantwortliche eng zusammen- arbeiten zu lassen. Sie sollten die wichtigsten Funktionen der Produkte auf ihre geschäftsspezifischen Automatisierungsfälle abstimmen. Umfang und Komplexität müssen bewertet werden, um die richtigen Anwendungsfälle für RPA auszuwählen.

Gartner unterscheidet Software-Eigenschaften, die eine RPA-Plattform unbedingt mitbringen muss, von solchen, die nice to have sind. Obligatorisch sind demnach:

→ die Fähigkeit, über die Grafikschnittstelle mit Unternehmensanwendungen zu interagieren;

→Unterstützung der Skriptentwicklung mit Standard-Programmiersprachen oder anbieterspezifischen Low-Code-Lösungen – einschließlich grafisch unterstützter Entwicklung;

→die Möglichkeit, eine Aufgabe aufzuzeichnen und in ein Skript zu konvertieren, das bereitgestellt werden kann;

→die Unterstützung von Attended und Unattended Automation;

→die Möglichkeit der Orchestrierung und Verwaltung von Benutzern, Skripten und der Laufzeit, einschließlich Konfiguration, Überwachung und Sicherheit. Zu den optionalen Funktionen gehören:

→ erweiterte Fähigkeiten für Citizen Developer, wie integrierte KI-gesteuerte Workflow-Entwicklung mit geführter Navigation oder Chatbot-gestützten Funktionen;

→Task-Mining- und Task-Discovery-Funktionen;

→Automatische Generierung von Workflows via Task-Mining;

→Intelligente Dokumentenverarbeitung (IDP) wie Bilderfassung, Klassifizierung und Modelltraining;

→API-Konnektoren wie HTTP/REST, SOAP, Open APIs und andere;

→Low-Code-User-Experience (UX) für die Erstellung von GUI-Frontends für Bots

Stärken und Schwächen der RPA-Anbieter

Eine Hilfestellung bei der Auswahl gibt Gartner in seinem Magic Quadrant RPA 2022. Dort werden die 15 führenden RPA-Anbieter bewertet und den vier Quadranten Leaders, Visionaries, Challengers und Niche Players zugeordnet. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr sind 2022 klein, aber nicht unwesentlich: Im Leaders-Quadranten platzierten sich wie im Vorjahr die Pure-Play-Anbieter Uipath und Automation Anywhere sowie der neu formierte Automatisierungsspezialist SS&C Blue Prism (vormals Blueprism) und Microsoft. Neu hinzu kam lediglich das auf Contact Center und Attended RPA ausgerichtete Softwarehaus NICE.

Uipath trumpft mit Low-Code-Plattform

Zu den Stärken des nach Umsatz größten Anbieters Uipath zählen neben der Marktpräsenz und dem großen Kundenstamm insbesondere die Produktstrategie. Die Vision des Unternehmens umfasst laut Gartner eine integrierte Low-Code-Plattform, die RPA, App-Entwicklung, IDP, Process-Mining, Testautomatisierung, Cloud-Bereitstellung und API-Integration beinhaltet. Genutzt werden könnte die Uipath-Plattform von zahlreichen Rollen im gesamten Lebenszyklus der Prozessautomatisierung, so Gartner, von Software-Ingenieuren über Business-Technologen bis hin zu Fusion-Teams. Allerdings warnen die Analysten davor, dass die Servicequalität von Uipath nicht mit dem starken Wachstum mithalten könnte. Außerdem seien die von Uipath als Ergänzungen zu den RPA-Kernfunktionen angebotenen Technologien wie IDP, Process-Mining oder Testautomatisierung für fortgeschrittene Kunden möglicherweise nicht ausreichend.

Innovations-Champion Automation Anywhere

Konkurrent Automation Anywhere ist bekannt für die Entwicklung innovativer Funktionen wie AISense für Computer Vision, IQ-Bot für AI/ML Enablement, Multi-Persona-Entwicklung, die cloudbasierte Automation-360-Plattform und AARI für UX. Außerdem dürfte die kürzlich erfolgte Übernahme von Fortress IQ automatische Prozesserkennung und die Erstellung von Bots zu deren Unterstützung positive Auswirkungen auf das Angebot haben. Weitere Stärken sind laut Gartner das Konzept als cloudbasierte Automatisierungsplattform mit On-Demand-Zugriff über vier Releases pro Jahr sowie die Strategie, die Automatisierungen in Geschäftsanwendungen einzubetten. Die Vorteile der Automatisierung ließen sich nutzen, ohne dass Anwender ihre gewohnte Applikation verlassen müssten. Auf der Negativseite verweisen die Analysten darauf, dass die Automation-360-Plattform von Automation Anywhere keine eingebettete Prozesserkennung biete, die automatisch Prozessvorlagen generieren kann. Außerdem sei nur eine begrenzte Echtzeit-Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Entwickler-Personas möglich.

SS&C Blue Prism gewinnt durch Übernahme

Mit dem Zusammenschluss von SS&C Chorus und Blue Prism zu SS&C Blue Prism werden die RPA-Funktionen von Blue Prism durch die BPA-Plattform und die Dokumentenverarbeitungsfunktionen von SS&C Chorus unterstützt. Dieses kombinierte Produktportfolio ist laut Gartner eine der Stärken, da SS&C Blue Prism nun eine einheitliche Plattform mit einer breiten Palette von Funktionen anbieten könne, die für Unternehmenskunden interessant sei. Außerdem habe die Klientel des fusionierten Unternehmens nun Aussicht auf ein verbessertes Angebot mit robustem Kundenservice und Support. SS&C zählt über 100 Niederlassungen in 40 Ländern und betreut mehr als 20.000 Kunden. Blue Prism setzt auf eine Community von mehr als 50.000 Benutzern in 5.000 Unternehmen.

Gartner verweist jedoch darauf, dass sich die Kunden wie bei allen Übernahmen auf Störungen einstellen sollten. Möglicherweise müssten sie mit neuen Vertriebs- und Supportmitarbeitern kooperieren und nach Abschluss der Integrationsbemühungen könne es zu Änderungen bei der Preisgestaltung kommen. Kunden sollten darauf achten, wie das Unternehmen die Entwicklung neuer Funktionen angeht. In der Vergangenheit hat Blue Prism bei der Entwicklung von Produktmerkmalen hinterhergehinkt.

Microsoft nutzt Integrationsvorteil

Mit seiner Cloud-First-Automatisierungsplattform „Power Automate“ nimmt Microsoft eine gewisse Sonderstellung ein, da die Kunden die RPA-Lösung häufig im Rahmen ihrer Microsoft- 365-Unternehmenslizenz mit einem Preisnachlass erwerben können. Laut Gartner ergeben sich damit gleich zwei Vorteile – für Microsoft und auch für die Anwender: Power Automate senke die anfänglichen Startkosten für RPA und biete Nutzern von Microsoft-Anwendungen zudem ein vertrautes Erscheinungsbild. Bei mehr als 500.000 Unternehmen, die Power Automate nutzen, verfügt die Power Platform zudem über ein robustes Partner-Ökosystem mit mehr als 500 Implementierungspartnern und einer Community von mehr als zwei Millionen Nutzern. Außerdem lässt sich die RPA-Lösung in die Vielzahl beliebter Microsoft-Anwendungen sowie auch in andere Enterprise-Applikationen integrieren.

Gartner moniert jedoch, dass Power-Automate-Benutzer oft Schwierigkeiten hätten, zwischen verschiedenen Schnittstellen zu navigieren, da die Plattform eine Mischung aus dem API-zentrierten Cloud-Flow von Microsoft, dem RPA-Desktop-Flow von Power Automate for Desktop sowie Konnektoren und Apps von Teams bietet. So sei Power Automate for Desktop der Eckpfeiler von Microsofts RPA, die Automatisierung beginne jedoch oft im Power-Automate-Webportal. Einen weiteren Schwachpunkt sehen die Analysten im Bereich Unattended Automation. Außerdem erfordere Power Automate für ein End-to-End-Lifecycle-Management von Automatisierungen mehrere Microsoft-Komponenten, die in Azure und der Power Platform verfügbar sind.

NICE wird falsch eingeschätzt

NICE, laut Gartner fünftgrößter RPA-Anbieter, leidet aus Sicht der Analysten unter der – falschen – Wahrnehmung der Kunden, hauptsächlich Attended RPA anzubieten und auf Contact Center und Kunden-Support fokussiert zu sein. Außerdem verfüge das RPA-Produkt über eher begrenzte Echtzeit-Kollaborationsfunktionen für Entwickler – insbesondere zwischen Fachbereichen und IT – und unterstütze noch keine fortgeschrittenen Funktionen wie Videos zur Fehlerprotokollierung, AutoML und natives IDP. Damit nicht genug: Anwender müssen sich bei zwei Tools anmelden, um Automatisierungen zu entdecken, zu entwerfen, zu entwickeln und einzusetzen.

Zu den Stärken zählt laut Gartner dagegen die Innovationskraft von NICE. So wurde etwa der Automation Finder durch Semisupervised Learning erweitert, um eine genaue Priorisierung der gefundenen Prozesse zu ermöglichen. Außerdem basiere die elastische Cloud-Architektur von NICE auf Microservices, die vollständig „gedockert“ und mit Kubernetes containerisiert seien. Der RPA-Assistent „NEVA“ könne mithilfe von Sprachanalysen jeden beliebigen Satz aufgreifen und die nächstbeste Aktion empfehlen. Außerdem biete NICE einen relativ niedrigen Einstiegspreis für sein RPA-Produkt und ermögliche es Kunden, aus verschiedenen Preisstrukturen zu wählen, darunter Abonnement-, Dauer-, Use-Case- oder transaktionsbasierte Modelle.

Kaum Herausforderer im RPA-Markt

Im Quadranten der Challengers befindet sich nach dem Aufstieg von NICE und dem Ausscheiden von Edgeverve nur noch ein Anbieter: Workfusion, der hauptsächlich in Nordamerika aktiv ist und sich auf stark regulierten Branchen wie Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen konzentriert. Unter den Visionären platziert Gartner wie im Vorjahr Pegasystems und Appian, neu hinzu kamen SAP und Salesforce (MuleSoft).

SAP Process Automation ist Teil des Business-Technology-Platform(BTP)-Stacks und bietet Kunden eine KI-gestützte, einheitliche Lösung für RPA, Workflow-Management und Business Rules. Wie Gartner positiv hervorhebt, hat SAP eine klare Vision für eine End-to-End-Automatisierung, die RPA, Process-Mining, BPA und Cloud-ERP-Funktionen umfasse. Die Lösung biete mehr als 300 vorgefertigte Bots und mehr als 80 Workflows für verschiedene Geschäftsfunktionen. Zu den Stärken von SAP im RPA-Umfeld zählt Gartner außerdem das große Ökosystem von SAP.

Die Analysten weisen allerdings auch darauf hin, dass viele Kunden das RPA-Produkt von SAP als zu SAP-zentriert wahrnähmen. Außerdem würden die Walldorfer RPA als eine Schlüsselfunktion ihrer breiten Automatisierungsplattform bewerben. Potenzielle Käufer von SAP Process Automation sollten daher die Kosten und den Wert von SAP Process Automation mit denen von reinen RPA-Anbietern vergleichen.

Die Salesforce-Tochter MuleSoft will nach der Übernahme von Servicetrace im Herbst 2021 RPA-, BPA-, AI-ML-, native OCR-, IDP- und Task-Mining-Funktionen in einer Plattform, genannt „MuleSoft RPA“ vereinen. Das Herzstück des Angebots ist die Funktion „Self Building Bot“. Sie nutzt eine automatische Aufzeichnung von Benutzeraktionen wie Mausbewegungen, um einen Workflow mit einem BPMN-2.0-Pfad automatisch zu erstellen. Darüber hinaus bietet MuleSoft RPA einen laut Gartner beeindruckenden Funktionsumfang, einschließlich AI/ML-basierter nativer OCR, Computer Vision mit Mustererkennung, einem intelligenten Prozessrekorder und einer eingebetteten Open-Source-BPM-Engine von Camunda.

Wenngleich die Analysten davon ausgehen, dass MuleSoft weitere Ressourcen in das Thema RPA investieren wird, warnen sie so kurz nach dem Zusammenschluss vor Unklarheiten und möglichen Einschränkungen der Plattform.

IBM punktet mit KI

Zu den RPA-Nischenanbietern zählen die Gartner-Analysten auch IBM. Dessen „Robotic Process Automation“ biete Funktionen auf Unternehmensniveau, die in der Cloud und stationär einsetzbar seien. Die Lösung kann als eigenständiges Angebot oder im Rahmen von IBMs Cloud Paks erworben werden und punktet laut Gartner vor allem durch ihren KI-Fokus. So biete IBMs RPA native KI mit für Citizen Developer geeigneten Klassifizierungs- und Entscheidungsmodellen. Damit könnten Kunden NLP-gesteuerte Bot-Assistenten für den Bau von Self-Service-Automatisierungen erstellen. IBM RPA vereinfache außerdem das Erstellen von Chatbots, indem es Kunden ermögliche, dieselbe RPA-Skriptsprache wie bei Attended- und Unattended-Bots zu verwenden oder die RPA-Befehle im IBM RPA Studio zu nutzen. Gartner verweist jedoch darauf, dass viele der Funktionen auf professionelle Entwickler ausgerichtet seien. Außerdem sei es für Kunden schwierig zu beurteilen, ob IBM sich auf den Wettbewerb im RPA-Markt konzentriere und nicht auf den breiteren BPA-Markt.