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RR7877 X-plorer S120 AI


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ETM Testmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 28.01.2022

Rowenta RR7877 X-plorer S120 AI

Allein dem Äußeren nach kann sich der RR7877 X-plorer S120 AI nicht in einem wirklich prononcierten Maße von den Modellen anderer Hersteller abheben. Das ihn von außen voll vereinnahmende Material ist größtenteils von einem modernen Weiß geprägt. Der Bauch kann vier Räder A vorweisen, von denen nur ein Radpaar auch mit dem Motor verbunden ist: Dieses Radpaar ist es, welches das Modell voran rollen lässt. Daneben sind die beiden sich während des Saugvorgangs gleichmäßig drehenden Seitenbürsten B vorhanden, die seitlich gelegene Partikel bis hin zum Einlass des Modells schieben, von wo sie schließlich eingesaugt werden können. Vor dem Einlass aber ist auch noch die Rollenbürste C des Modells auszumachen: Deren reichlich vorhandene, stabil-starre Borsten können durch die schnelle Drehbewegung während des Saugvorgangs bspw. auch solche Partikel lösen, die vorher ...

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Bildquelle: ETM Testmagazin, Ausgabe 2/2022

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... mit dem Schuhwerk im Textil eines Teppichs vertreten worden sind (Erde, Gras usw.). Alsdann wandern sie in den mit einem Volumen von 700 Millilitern (V max ) vollkommen ausreichenden Staubbehälter. Dieser lässt sich, wann immer er voll ist, mit einem Mal aus dem Modell herausheben, auskippen und endlich wieder herablassen. An ihm ist ein Filter der Filterklasse EPA zu sehen, der einen Großteil der durchs Modell schnellenden Partikel abscheiden und dadurch verhindern kann, dass sie sich schon während des Saugvorgangs wieder im Wohnraum verteilen. Den Filter sollte man regelmäßig alle sechs Monate auswechseln, auch wenn dies stark von der Anzahl und dem Ausmaß der verwirklichten Saugvorgänge abhängig ist: Ein neuer Filter ist bspw. im Onlineshop des Herstellers zu erwerben (10,99 €, inkl. 2 Seitenbürsten). Soll das Modell die Fußböden noch in einem weiter reichenden Maße säubern, so kann man es vor dem Saugvorgang auch noch mit einem zum Zubehörpack zählenden Tank (V max : 110 Milliliter) plus Wischmop verbinden. Dadurch lassen sich bspw. Fußböden aus Holz, Stein usw. auch noch vollends einheitlich abwischen.

+ Akku lässt sich außerordentlich schnell laden (0 – 100 % in TØ: 126 min); „gute“ bis „sehr gute“ Reinigungsleistung (abhängig vom Fußboden); kann viele Hindernisse erkennen; „sehr gute“ Systematik des Reinigungsvorgangs

- Akku kann keine ausgeprägte Ausdauer vorweisen (100 – 0 % im Eco- Modus in TØ: 94 min); durchwachsene Qualität der Bedienungsanleitung

Größe, Gewicht und Co.

Der Modellkörper ist zirkulär und mit 340 Millimetern (⌀ max ) nicht von einer ausnehmenden Größe. Schön vor allem ist die mit 97 Millimetern (H ) maßvolle Höhe, dank derer das Modell auch einen Großteil der Fußbodenareale anvisieren kann, die von verschiedenerlei Mobiliar wie bspw. Couches, Sesseln usw. verstellt werden. Dies ist von immensem Vorteil, da man diese Flächen von Hand nur mit erheblicher Mühe erreichen kann: Gerade Verbraucherinnen und Verbraucher mit einer über das normale Maß hinaus schießenden Größe müssen sich in solchen Situationen verrenken. Das Gewicht schließlich hält sich mit 3.860 Gramm (m , leer) ebenso in Grenzen: Das Modell lässt sich also mit einem Mal an-und anderswo hin heben, wenn es sich mal verrennen sollte.

Das die Technik des Modells von außen einschließende Material ist von einem einheitlichen Weiß, das dem Modell einen verhalten-vornehmen Stil verleiht. Was den ein oder anderen aber verdrießen wird: Das Weiß kann durch die während der Arbeit im Haus empor wirbelnden Partikel schnell verschandeln. Wenn man die Ästhetik aber einmal außen vor lässt, so ist das Material des Modells von einer exzellenten Qualität: Schließlich kann das Material bspw. auch Stöße vor Wände, zu denen es dank der smarten Sensoren nur ausgesprochen selten kommt (s. S. 91), schadlos aushalten. Auch sind an den Stellen, an denen verschiedene Teile des Modells im Werk verbunden worden sind, keinerlei Makel in Gestalt von ausnehmenden Spalten o. Ä. zu erspähen.

Das Zubehörpack schließt auch eine Station ein, die den Hub des Modells darstellt und dessen Akku (U: 14,8 V & Q: 2.200 mAh) immer wieder mit Strom speisen kann. Bei der Wahl des Abstellorts ist vor allem sicherzustellen, dass das Modell auch seitlich ausreichenden Spielraum hat, um sich in die Station hinein manövrieren zu können, ohne anderswo vor zu stoßen. Dadurch aber, dass das ans Stromnetzwerk des Hauses anzuschließende Stromkabel nicht von einem wirklich erheblichen Maß (L max : 1,5 Meter) ist, ist der Aktionskreis bei der Wahl des Abstellorts schon von vornherein nicht enorm. Die Station aber ist mit einer Größe von 135 × 215 × 133 Millimetern (L max ×B × ​H ) nicht anspruchsvoll und lässt sich daher auch in einen Winkel des Wohnraums stellen. Auch sie ist von einem sie voll vereinnahmenden Weiß und an ihrem zum Fußboden hin weisenden Bauch vereinzelt mit Strips aus Grip vermittelndem Gummi versehen: Dadurch wird die Station auch dann, wenn das Modell mal schneller in sie hinein rollen sollte, nur um den ein oder anderen Millimeter verschoben.

Die Bedienung

Will man das Modell einschließlich all seiner Funktionen voll verwenden, muss man vorab sein Smartphone resp. Tablet mit der Rowenta Robots-App versehen. Diese ist schnell und simpel zu installieren, einerlei ob man nun Android (ab Version 5.1) oder iOS (ab Version 13.4) verwenden sollte. Das wirklich Wesentliche aber, also die Basics des Modells, lassen sich auch an demselben anstoßen: An seiner Oberseite ist schließlich ein wunderbar zu erreichendes Tastenpaar mit klassischkonventioneller Mechanik zu sehen, mit dem man den Saugvorgang starten oder stoppen sowie das Modell in seine Station zurückschicken kann. Diese Tasten sind mit 36 × 18 Millimetern (L max ×B ) allemal ausreichend, um sich nicht zu verdrücken. Außerdem vermittelt der präzise Druckpunkt des Modells mechanisches Feedback. Anhand der verständlichen Graphiken der Tasten lässt sich mit einem Mal erkennen, welche Funktionen man mit ihnen erreichen kann. Am Bauch des Modellkörpers schließlich ist noch ein Kippschalter vorhanden, über den man das Modell an-und wieder ausschalten kann.

Neben den Tasten außerdem zu erspähen sind drei LEDs, die den aktuellen Status des Modells nach außen hin erkennbar machen sollen. So lässt sich hier bspw. erkennen, ob sich das Modell mit dem WLAN des Hauses verbunden hat, sodass man es per App erreichen kann. Wie viel Strom der Akku des Modells noch vorweisen kann, wird leider nicht vollkommen präzise von 0–100 %, aber immerhin anhand von drei Leveln veranschaulicht (i. e. 0–33 %, 34–66 % & 67–100 %). Schließlich lässt das Modell hier auch noch erkennen, ob aktuell ein Problem auszumachen ist, bspw. weil sich das Modell an einem Hindernis verrannt hat. Schön ist die mit 12 × 15 Millimetern (L max ×B ) ausladende Größe der LEDs: Sie strahlen solchermaßen stark, dass man sie auch aus dem ein oder anderen Meter noch sicher sehen kann.

Dass man viele Features des Modells von vornherein nur mit der App erreichen kann, hat natürlich den Nachteil, dass man immer von ihrer Funktionalität und auch derjenigen des im Hause vorhandenen WLANs abhängig ist. Das aber ist annehmbar: Schließlich kam es innerhalb der vier Wochen, in denen wir die Rowenta Robots-App regelmäßig verwendet haben, nicht auch nur einmal zu einem in der App wurzelnden Fehler. Ferner spielt sich die Kommunikation mit dem Modell wirklich schnell ab: Maximal 2 Sekunden (T max ) nach dem Anklicken einer Funktion in der App wird dieselbe von dem Modell verwirklicht. Nur während des Einrichtens der App kann es mal hakeln, da sie sich ab und an allem Anschein nach nicht mit dem Modell verbinden will: Durch einen Neustart der App und/oder des Modells ließ sich dieses Problem aber immer rasch beheben.

Wer einen Smart Speaker (Amazon Alexa & Google Home) in seinem Haus verwendet, der kann das Modell auch über einen solchen ansprechen – wenn auch nur mit sehr simplen Sprachkommandos. So lässt sich das Modell bspw. dazu veranlassen, ins Haus zu rollen und sich ans Werk zu machen. Dass man derlei Aktionen auch mit dem Mittel der Sprache anstoßen kann, ist ausgesprochen bequem: So muss man schließlich nicht immer zum Modell hin wandern oder auch nur sein Smartphone resp. Tablet zur Hand nehmen, was in manchen Momenten, in denen man sich nur noch ausruhen will, wirklich wertvoll sein kann.

Wenn man dies wünschen sollte, kann man die Arbeit des Modells aber auch voll automatisieren, wie es Fans von Smart Home-Mechanismen sicherlich willkommen heißen werden: Dies lässt sich durch den Timer verwirklichen. Mit ihm kann man die Arbeit des Modells an einem vorab einzuprogrammierenden Arbeitsplan ausrichten, es also bspw. immer zu bestimmten Terminen ans Werk rollen lassen (Mo. – So. & 00 : 00–23 : 59 Uhr). Obendrein lässt sich auch noch der Modus vorsehen, in dem das Modell werken soll (i. e. Eco, Standard oder Boost). Verwendet man keinen Timer, kann das Modell aber auch von sich aus einen solchen proponieren: Durch eine Analyse all der von ihm vorher verwirklichten Sessions innerhalb des Hauses. Clever! Auch sonst kann das Modell per App diverse Hinweise erteilen, bspw. wann der Start einer Session sinnvoll ist, wann man sich des Modells annehmen sollte usw.: Das Modell will dadurch sicherstellen, dass man es optimal verwendet.

Da sich all diese Funktionen nur durch die App erschließen, kommt man ohne ein Smartphone resp. Tablet nicht aus. Daran wird sich vielleicht der ein oder andere stoßen: Doch ist dieses Prinzip mittlerweile bei vielen smarten Modellen zur Selbstverständlichkeit avanciert. Das ist auch durchaus verständlich: Wie sollte man bspw. am Modell einen wirklich anspruchsvollen, verschiedene Areale innerhalb des Hauses auseinander haltenden Arbeitsplan einprogrammieren?

Wenn das Modell immer seine volle Funktionalität ausspielen soll, dann muss man sich dasselbe in regelmäßigen Abständen vornehmen. Wesentlich vor allem ist das Leeren des Staubbehälters: Auch wenn dieser ein pralles Volumen von 700 Millilitern (V max ) vorweisen kann, ist es doch sinnvoll, ihn am Ende einer Session immer wieder auszuleeren. Dies ist auch innerhalb eines Moments zu verwirklichen: Der Staubbehälter lässt sich schließlich in einem Mal hoch-und aus dem Modell heraus heben. Auch andere Teile der hier vorhandenen Technik muss man sich dann und wann ansehen. Wann man bspw. den Filter auswechseln muss, lässt sich aus der Dokumentation ableiten. Filter wie auch alle anderen hier wesentlichen, weil verschleißenden Teile lassen sich im Onlineshop des Herstellers ordern. Bei der Bürstenreinigung ersprieß-lich zu verwenden ist das schon von Werk aus im Zubehörpack enthaltene Reinigungswerkzeug: Dieses bietet nämlich einen Kamm sowie ein Messer, mit dem sich bspw. auch Tierhaare abschneiden und im Weiteren heraus ziehen lassen. Auch die Sensoren muss man immer mal wieder abwischen, um sicherzustellen, dass sie das Haus weiter verlässlich scannen können.

Wer noch nie ein solches smartes Technikwerk wie das Modell in den Händen hielt, der wird die alles Wesentliche einschließende Dokumentation des Herstellers willkommen heißen. Was aber – vor allem im Lichte des immensen Wertes der App – wirklich verwunderlich ist: Dass die Dokumentation zu ihr keinerlei (!) Wort verliert. Hier muss man sich also im Stile von Trial & Error hindurch manövrieren, was aber schon dank der verständlichen Struktur der App auch machbar ist. Dennoch: Die Dokumentation enthält den ein oder anderen durchaus wertvollen Hinweis, verbunden mit vielen die Verständlichkeit verbessernden Graphiken. Störend ist nur, dass diese Hinweise immer in 18 verschiedenen Sprachen parallel gegeben werden, sodass die Dokumentation an Übersichtlichkeit vermissen lässt.

Die Systematik

Damit sich das Modell immer planvoll durch das Haus manövrieren kann, scannt es dasselbe vorher ab, um sich im Weiteren an der so erstellten Map orientieren zu können. Dies setzt nur voraus, dass man das Modell vorab, ehe es sich wirklich ans Werk machen soll, einmal durchs Haus rollen lässt. Wirklich eindrucksvoll ist, dass währenddessen schon die verschiedenen Räume des Hauses von alleine als solche erkannt werden. Wenn sich das Modell hier einmal verhaspeln sollte, kann man die Grenzen der Räume auch anschließend noch immer über die App anpassen. Doch das ist noch nicht alles: Die Räume lassen sich, was die Arbeit mit der App sehr viel simpler machen kann, individuell mit Namen (bspw. Arbeitszimmer, Wohnzimmer usw.) versehen; obendrein kann man das Material des hier vorhandenen Fußbodens (bspw. Holz, Textil usw.) einprogrammieren, sodass das Modell die Power des Motors in dem Moment, in dem es in den Raum hinein rollt, an die Ansprüche des Fußbodens anpassen kann: Für Fußböden aus Holz bspw. ist dies der Standard-Modus; man kann aber, wenn man dies wünschen sollte, auch einen anderen Modus vorsehen. Auch lassen sich innerhalb ein und desselben Raumes mehrere Zonen einprogrammieren: Dies ist bspw. dann sinnvoll, wenn nur ein Teil des in einem Raum vorhandenen Fußbodens aus Holz, Stein o. Ä. von einem Teppich vereinnahmt wird. Dann kann man von vornherein einstellen, dass das Modell nur den Teppich im Boost-Modus abrollen soll. Auch No-Go-Zonen lassen sich vorsehen: Diese vermeidet das Modell während seiner Sessions verlässlich.

Noch ein abschließend Wort zu den Karten: Gleich vier verschiedene können von dem Modell erstellt werden.

Wann dies sinnvoll ist? Wenn sich das Modell nicht nur eines Stockwerks des Hauses annehmen soll.

Die verschiedenen Sensoren leisten vorbildliche Arbeit und erlauben es dem Modell daher, sich souverän durch alle Winkel des Hauses zu manövrieren und dabei den hier und da vorhandenen Hindernissen (Mobiliar, Wänden usw.) sicher auszuweichen, ohne dass es währenddessen zu Kollisionen käme. Allein Hindernisse mit einer Höhe von bis zu 50 Millimetern (H max ) können die Sensoren nicht erkennen. Dass es hier ab und an zu Stößen kommen kann, ist zu verschmerzen: Schließlich verrichtet das Modell seine Arbeit mit einem Tempo von nur circa 0,4 Metern pro Sekunde. Da solcherlei Hindernisse aber selten vorkommen, kann das Modell die Fußbodenreinigung regelmäßig smooth abwickeln. Schön ist außerdem, dass die Sensoren auch schlanke Hindernisse (B min : 20 Millimeter) ohne Weiteres erkennen können: Dies sieht schließlich bei vielen auch höherpreisigen Modellen anderer Hersteller anders aus. Hervorzuheben sind auch noch die Sturzsensoren, die den Fußboden vor dem Modell andauernd scannen und eine herab weisende Klippe, also bspw. eine Treppe, erkennen: Sie halten das Modell dann dazu an, seinen Winkel zu ändern und anderswohin zu rollen. Eindrucksvoll ist noch, dass sich das Modell auch in verwinkelten Arealen nur sehr selten verrannt hat: Hier konnte er sich regelmäßig wieder von alleine heraus manövrieren. Wenn dies aber einmal nicht hinhauen sollte, so kann das Modell sich dies einprägen und anschließend per App den Hinweis erteilen, hier doch lieber eine No-Go-Zone einzuprogrammieren – ein wirklich cleverer Mechanismus, um sicherzustellen, dass das Modell seine Sessions problemlos abwickeln kann.

Wie sich das Modell manövrieren soll, lässt sich anhand eines Moduspaars einstellen: Der Alle-Modus ist regelmäßig vorzuziehen, schließt er doch alle Flächen des Fußbodens in die Session des Modells ein. Die Systematik, die das Modell währenddessen verwirklicht, ist exzellent: Es rollt von einem Teil des Hauses in den anderen und vollzieht dabei immer ein und dasselbe Muster. So nimmt es sich vorab der äußeren, an die Wände anschließenden Areale an, um sich anschließend den inneren Arealen zu widmen. Währenddessen versucht das Modell, die volle Fläche in einheitlichen, parallelen Bahnen abzurollen, um wirklich alle Teile des Fußbodens zu erreichen. Auch wenn dies bspw. durch die einzelnen Bahnen versperrende Hindernisse nicht klappen sollte, rollt das Modell dennoch einen Großteil des Fußbodens ab (96 % von A max ).

Wenn das Modell aber nicht alle Fußböden des Haushalts säubern soll, so kann man anstelle des Alleauch den Spot-Modus einstellen: Das Modell rollt dann ausschließlich in die vorab per App zu wählenden Teile des Fußbodens hinein und schmeißt auch nur in denselben seinen Motor an. Auch lässt sich während einer Session noch ein Teil des Fußbodens markieren, den das Modell alsdann anvisieren soll. Dies ist wertvoll, wenn wirklich nur in einem solchen Areal Partikel vorhanden sind, die man alsbald los werden will, wie bspw. von draußen mit dem Schuhwerk hinein kommende Gras-und Erdpartikel.

Muss das Modell einzelne Teile des Fußbodens regelmäßig anrollen, weil sie schneller verdrecken als andere Teile, so kann man von der Favoriten-Funktion Gebrauch machen: Diese erlaubt die Einprogrammierung individueller Sessions, bei der sich das Modell nur die hier einzustellenden Teile des Fußbodens vornimmt. Diese Sessions lassen sich anschließend immer wieder anstoßen.

Wann immer sich das Stromreservoir leeren sollte, versucht das Modell schnellstens wieder seine Station zu erreichen. Dies klappt auch in 95 % aller Fälle, ehe der Strom vollends verbraucht ist. Dabei ist es auch nicht weiter wesentlich, wie es sich mit dem aktuellen Abstand des Modells zur Station verhält, da sich das Modell deren Abstellort einzuprägen weiß, also nicht irrlichternd durchs Haus rollen muss.

Die Reinigungsleistung

Auch wenn vielerlei Verschiedenes in die Qualität des Modells einspielen kann, ist doch vor allem Eines wesentlich: Wie wirksam ist das Modell wirklich darin, die im Haus vorhandenen Fußböden zu säubern? Will man immer das Optimum aus der Mechanik des Modells herausholen, so muss man die Power des Motors an die Ansprüche des Fußbodens anpassen, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Ausdauer des Akkus zum einen und der Saugleistung zum anderen zu erzielen. Wer in seinem Haus bspw. vornehmlich plane Fußböden aus Holz, Stein, Polyvinylchlorid usw. haben sollte, der wird den nur maßvoll Strom verbrauchenden Eco-Modus als vollkommen ausreichend ansehen: Hier verschwinden schließlich 96 % aller Partikel in nur einer Session, ohne dass die Größe der Partikel wirklich erheblich wäre. Allein bei der Arbeit an den Fußbodenabschlüssen (Fußleisten) und in den Ecken des Fußbodens hat sich das Modell als schwächer erwiesen: Das Modell kann schließlich nicht voll in die Ecken hineinrollen und auch die Seitenbürsten reichen mit ihren 61 Millimetern (L max ) nicht solchermaßen weit, dass sie alle Partikel erreichen würden. Dennoch kann das Modell auch hier noch circa 89 % aller Partikel einziehen, sodass man nur vereinzelt von Hand nacharbeiten muss. Für die Teppichreinigung aber ist der Boost-Modus vorzuziehen, da das Modell nur dann in ausreichendem Maße Power hat, um auch die im Textil des Teppichs vertretenen Partikel herausziehen zu können. Dies klappt dann auch wirklich ordentlich: Mit einem Mal verschwinden schon 90 % der Partikel aus dem Textil; wenn das Modell während einer Session noch ein weiteres Mal über den Teppich rollen sollte, sind es schon 96 %.

Was den ein oder anderen auch verlocken wird, ist die Versatilität des Modells: Mit ihm kann man schließlich plane Fußböden aus Holz, Stein usw. auch wischen. Will man dies verwirklichen, so ist das Modell vorab mit dem zum Zubehörbündel zählenden Tank zu versehen, was sich innerhalb von einer Minute abwickeln lässt. Mit dem Tank ist anschließend nur noch ein Tuch zu verbinden. Dieses Tuch, in das immer wieder mehrere Milliliter des im Tank enthaltenen Wassers nachrinnen, schiebt sich während einer Session des Modells druckvoll über den Fußboden und löst währenddessen anspruchslosere Flecken, wie sie bspw. von Espresso, Milch usw. verursacht werden, in einem Mal ab. Der Tank kann mit maximal 110 Millilitern (V max ) Wasser versehen werden: Wir haben hier Flächen von 40 Quadratmetern (A ) abwischen können, ehe das Wasser vollends verbraucht war.

Strom & Schall

Dem RR7877 X-plorer S120 AI wurde ein moderner Lithium-Ionen-Akku (U: 14,8 V & Q: 2.200 mAh) verliehen, den man vor dem Start der ersten Session des Modells noch in dasselbe hinein schieben muss. Das ist deshalb hervorzuheben, weil es heißt, dass man den Akkumulator auswechseln kann: Wenn es also bspw. zu einem die Ausdauer des Modells in erheblichem Maße vermindernden Verschleiß des Akkumulators kommen sollte, muss man nur denselben aus-wechseln, nicht aber das volle Modell. Das ist willkommen zu heißen, weil so keine der durchaus wertvollen, in dem Modell vorhandenen Ressourcen verschwendet werden. Die Ausdauer des Akkus ist vor allem von dem aktuellen Modus abhängig: Während das Modell im Eco-Modus eine Session von 94 Minuten (T max ) verwirklichen und anschließend noch 33 Minuten (T ) versuchen kann, sich wieder in seine Station zu manövrieren, sind es im Standard-Modus nur noch 77 Minuten (T ) und im Boost-Modus schließlich 57 Minuten (T ). Bis das Stromreservoir wieder voll ist, muss das Modell 126 Minuten (T max ) am Stromnetzwerk verweilen – das ist ein wirklich starker Wert. Der Schallausstoß des Modells reicht von 65,3 dB(A) im Eco-Modus über 67,1 dB(A) im Standard-Modus bis zu 69,0 dB(A) (je L P aus d: 1,0 Meter) im Boost-Modus.