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Sagenhafte Orte


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LandIDEE - Die schönsten Ausflüge in Deutschland - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 27.04.2022

LANDREISE

Artikelbild für den Artikel "Sagenhafte Orte" aus der Ausgabe 1/2022 von LandIDEE - Die schönsten Ausflüge in Deutschland. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
In der Drachenschlucht bei Eisenach lebte der Sage nach vor unzähligen Jahrhunderten ein Drache, der Menschen fraß

TEXT: FRANK NEUBAUER

1 RUNGHOLT

SCHLESWIG-HOLSTEIN

Der Legende nach ist die Inselsiedlung Rungholt vor über 600 Jahren in der Nordsee versunken. Angeblich wurde den reichen Händlern, die dort lebten, ihre Gottlosigkeit zum Verhängnis. 1892 setzte der Lyriker Detlev von Liliencorn mit seinem Gedicht „Trutz, blanke Hans“ Nordfrieslands Atlantis ein Denkmal. Erst als ein Heimatforscher 1921 Überreste eines Schleusentores im Watt entdeckte, wurde die Legende real.

Weitere Informationen

Von Mai bis September bietet die Nationalpark-Wattführerin Christine Dethleffsen Rungholt-Wattwanderungen zu der 1362 untergegangenen Ortschaft an. Termine und Anmeldungen unter Tel. 0 46 71/66 14.

2 BARBAROSSA-HÖHLE

THÜRINGEN

Ende des 19. Jahrhunderts stießen Bergleute auf der Suche nach Kupferschiefer zufällig auf die Höhle. Die von der Decke herabhängenden Gipslappen und die kristallklaren, grün schimmernden Seen ...

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... locken jedes Jahr Tausende Touristen in die riesigen Grotten, wo sich der Sage nach Kaiser Barbarossa versteckt hält. Seit Jahrhunderten soll er schlafend an einem Tisch sitzen, um den sich sein feuerroter Bart schlingt. Wenn der Bart dreimal um den Tisch herumgewachsen ist, steigt der Kaiser hinauf in die Welt, um erneut zu regieren.

Weitere Informationen

Die Barbarossahöhle im Geopark Kyffhäuser ist von April bis Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr, von November bis März täglich (außer montags) von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Mehr Infos auf www.barbarossahoehle.de

3 LORELEY

RHEINLAND-PFALZ

Wegen der starken Strömung und der gefährlichen Untiefen ist die Flussbiegung am Loreleyfelsen bei Schiffern berüchtigt. Die Felsenriffe im Rhein stellten im Mittelalter eine zusätzliche Gefahr dar. Viele Schiffe versanken, und viele Menschen mussten ihr Leben lassen. Die Schuld daran gab man damals einer wunderschönen Nixe, die auf dem Schieferfelsen sitzend ihr goldenes Haar kämmte und dabei eine liebliche Melodie sang. Von der Anmut und der Schönheit der Frauengestalt in ihren Bann gezogen, achteten die Schiffer nicht auf die gefährlichen Strudel, und ihre Schiffe zerschellten an den Riffen. Heute lockt die Aussicht auf die Rheinkurven und die mittelalterliche Burg Katz in St. Goarshausen die Besucher aus aller Welt auf den 132 Meter hohen Felsen, der zum Mittelpunkt der Rheinromantik wurde.

Weitere Informationen

Der Aussichtspunkt am Loreleyfelsen südlich der Stadt St. Goarshausen ist jederzeit frei zugänglich. Das Besucherzentrum Loreley ist vom 30. März bis zum 31. Oktober täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Neben dem Mythos der Loreley werden die spektakuläre Landschaft, die Kultur und die Menschen der Region beleuchtet. Mehr dazu unter www.loreley-touristik.de

4 GESPENSTERWALD NIENHAGEN

MECKLENBURG-VORPOMMERN

Das Nienhägerholz rund um das Seebad Nienhagen wirkt besonders bei Nebel oder in der Abenddämmerung außerordentlich gespenstisch. Der rund 180 Hektar große Mischwald aus bis zu 170 Jahre alten Buchen, Eichen und Eschen wurde 1943 zum Naturschutzgebiet erklärt. Über die Jahrzehnte haben die salzhaltige, feuchte Luft der Ostsee und die starken Stürme das Aussehen des Waldes geprägt. Fotografen finden hier spektakuläre Motive. Die bizarr geformten Stämme sorgen für eine mystische Stimmung. Die Salzluft macht das Holz morsch und brüchig. Lediglich die Baumwipfel tragen Blätter und scheinen vor dem Wind zu flüchten. Seit jeher ranken sich viele Sagen, Märchen und Legenden um den Gespensterwald.

Weitere Informationen

Der Europäische Rad-und Wanderweg E9 führt direkt an der Küste entlang zum Gespensterwald. Von dem ehemaligen Fischerdorf Warnemünde sind es etwa zehn Kilometer bis zum Gespensterwald, von der Hansestadt Rostock etwa 16 Kilometer. www.ostseebad-nienhagen.de

5 DRACHEN-SCHLUCHT EISENACH

THÜRINGEN

Bereits 1832 wurde der damals noch Steingraben genannte Teil des Annathals südlich der Lutherstadt Eisenach für Spaziergänger passierbar gemacht. Ihren zugkräftigen Namen verdankt die Schlucht dem Eisenacher Stadtpatron, dem heiligen Georg. Der Sage nach soll der Ritter hier einen großen Lindwurm getötet haben, der von den Menschen Opfer forderte. Heute gehört die Klamm zum Naturschutzgebiet „Wälder und Schluchten zwischen Wartburg und Hohe Sonne“. Zahlreiche Engstellen machen die Wanderung durch die bemoosten Felsen der Drachenschlucht zu einem besonderen Erlebnis. An der engsten Stelle ist der Weg nur 68 Zentimeter breit.

Weitere Informationen

Für den Weg durch die Drachenschlucht sollten etwa 1,5 Stunden eingeplant werden. Die Klamm ist ganzjährig frei zugänglich. Festes Schuhwerk ist ein Muss. Nach Sturm, Starkregen oder durch Vereisung ist eine kurzfristige Sperrung aus Sicherheitsgründen möglich. Mehr Informationen unter www.eisenach.info

6 GOLLENSTEIN

SAARLAND

Seit rund 4000 Jahren ragt nahe der Barockstadt Blieskastel ein fast sieben Meter hoher Monolith empor. Der größte Menhir Mitteleuropas besteht aus ortsfremdem Gestein. Wer ihn errichtet hat und zu welchem Zweck, bleibt bis heute ein Rätsel. Einer Sage nach nutzte der Riese Goliath die Säule als Wetzstein. 1939 legte die Wehrmacht den Menhir um, der dabei in vier Teile zerbrach. Erst im November 1951 wurde der Stein wieder zusammengesetzt und aufgestellt. Wissenschaftler vermuten heute, dass der Hinkelstein kultischen Zwecken gedient haben könnte.

Weitere Informationen

Der Zugang zum Gollenstein ist jederzeit frei möglich. Vor Ort gibt es keine Parkplätze. Stellen Sie Ihr Auto in der Altstadt ab und verbinden Sie den Besuch des Gollensteins mit einem etwa 30-minütigen Spaziergang. Mehr Infos unter www.saarpfalz-touristik.de

7 SONNENOBSERVATORIUM GOSECK

SACHSEN-ANHALT

1991 entdeckten Wissenschaftler auf einem Luftbild die Umrisse eines steinzeitlichen Sonnenobservatoriums. Die vor rund 7000 Jahren errichtete Anlage diente der Erforschung des Himmels zur Bestimmung von Saat-und Erntezeiten. Bei Grabungen gefundene Werkzeuge, Scherben, Tierknochen und Menschenskelette deuten daraufhin, dass sich die Steinzeitmenschen hier auch zu rituellen Festen getroffen oder ihre Toten bestattet haben.

Weitere Informationen

Das Sonnenobservatorium ist ganzjährig frei zugänglich. Zwischen April und November finden jeden Sonntag um 14 Uhr Führungen statt. Im nahe gelegenen Schloss befindet sich eine Ausstellung zu der Anlage. www.himmelswege.de

8 BURGRUINE NEIDECK

BAYERN

Im Jahr 1219 wurde Burg Neideck erstmals urkundlich erwähnt. Sie war Stammsitz des mächtigen Geschlechts der Schlüsselberger, bis Graf Konrad von Schlüsselberg bei einer Belagerung von einem Wurfgeschoss getroffen und besiegt wurde. Der Legende nach saß der Graf gerade auf dem stillen Örtchen, das über die Mauer hinausragte, als in der Tod ereilte. In der Zeit der Romantik wurde die Burgruine von Literaten, Dichtern und Malern häufig beschrieben, gezeichnet und gemalt. Heute ist sie ein Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz, gelegentlicher Schauplatz für kulturelle Veranstaltungen und ein beliebtes Ausflugsziel.

Weitere Informationen

Der Zugang zur Burgruine ist jederzeit kostenlos möglich. Mit dem Auto ist die Ruine nicht erreichbar. Vom Freibad im Luftkurort Streitberg führt ein breiter Wanderweg zur Burgruine hinauf. Der Anstieg ist zunächst mäßig, steigt aber vor dem Ziel steil an. In Streitberg lässt sich außerdem die Binghöhle besichtigen. Mehr Infos auf www.wiesenttal.de

9 HEXENTANZPLATZ

SACHSEN-ANHALT

Jedes Jahr versammeln sich zur Walpurgisnacht am 30. April angeblich auf einem Felsplateau in Thale Hexen und Teufel, um gemeinsam zu feiern. Schon im Mittelalter wurden an diesem Kultort in der Nacht zum 1. Mai Feste zu Ehren der Wald-und Berggöttinnen abgehalten. Nach dem Verbot des Kultes durch den christlichen König bewachten Soldaten den Platz -bis sie von als Hexen und Teufel verkleideten Sachsen verjagt wurden.

Weitere Informationen

Der Hexentanzplatz ist kostenlos zugänglich. Wer mit der Seilbahn hochfahren möchte, sollte Fahrzeiten beachten. Hexenführungen finden von Mai bis Oktober jeden Samstag statt. Mehr Infos: www.bodetal.de

10 BLAUTOPF

BADEN-WÜRTTEMBERG

Im Talkessel von Blaubeuren liegt der märchenhafte Blautopf: eine 21 Meter tiefe Karstquelle, der Ursprung der Blau, die nach 22 Kilometern in die Donau mündet. Die leuchtend blaue Farbe des Wassers zieht seit jeher Besucher in ihren Bann. Einem Märchen von Eduard Mörike nach lebte hier einst die schöne Lau, die von ihrem Gemahl in den Blautopf verbannt wurde. Mit Hilfe der Blaubeurer Frauen wurde sie wieder fröhlich.

Weitere Informationen

Der Zugang zum Blautopf ist jederzeit kostenlos möglich. Von April bis Oktober findet jeden Sonntag um 11 Uhr eine offene Stadtführung durch die mittelalterliche Altstadt zum Blautopf statt. Weitere Infos unter www.blaubeuren.de