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SAISONBILANZ: BILDER DER SAISON


Die Deutsche Bühne - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 02.08.2019

Auch jenseits der bestplatzierten Theater haben unsere Autorinnen und Autoren uns zahlreiche Hinweise auf nennenswerte Kunstler und Buhnen gegeben. Auf den folgenden Seiten bringen wir eine kuratierte Auswahl von Fotos mit Kommentaren zu Einzelnominierungen


Artikelbild für den Artikel "SAISONBILANZ: BILDER DER SAISON" aus der Ausgabe 8/2019 von Die Deutsche Bühne. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Die Deutsche Bühne, Ausgabe 8/2019

Lena Entezami und Roman Mucha in Matthias Heßes Projekt „Illuminatics“ am Schlosstheater Moers


A BSEITS DER ZENTREN:Schlosstheater Moers

„Das Schlosstheater Moers hat in dieser Spielzeit ungewohnliche Inszenierungen gezeigt wie ,Korperatlas. Expedition in die Eingeweide‘ von ,vorschlag:hammer‘ oder ,Illuminatics. Ein Mindfuck-Workout in 23 Stufen‘ von ...

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... Matthias Hese. Diese Stucke zeigen ungewohnliche Themen wie Verschworungstheorien oder das Innere des Korpers auf eine besondere, intensive und gut durchdachte Art und Weise.“ Maike Grabow

GESAMTLEISTUNG:Oper Chemnitz

Cornelia Ptassek (Gutrune) in Elisabeth Stöpplers „Götterdämmerung“- Inszenierung am Theater Chemnitz


„,Der Ring des Nibelungen‘ von vier Regisseurinnen ist ein groser Wurf und kann sich uberregional auch durch die musikalische Leistung behaupten. Zwei Entdeckungen – Faccios ,Amleto‘ und Suppes ,Der Teufel auf Erden‘, entstanden in Koproduktionen – sind fur die mitteldeutsche Theaterlandschaft neu und deshalb innovativ, weil sie aus den bewahrtbewahrten Repertoiregeleisen ausbrechen. Spontan reagierte die Oper Chemnitz im November 2018 auf die politischen Ausschreitungen von rechts mit einer schnell eingeschobenen Produktion von Udo Zimmermanns ,Weiser Rose‘ und brachte in der Urauffuhrung von Bohmer/Lunds Musical ,Drachenherz‘ aktuelle Befindlichkeiten mit der Siegfried-Sage zusammen. Sattes Gesamtpaket, das Musiktheater-Reisende anzieht und das regionale Publikum fordert.“
Roland Dippel

ABSEITS DER ZENTREN

Auftritt beim 21. „internationalen figuren.theater.festival“ Erlangen, Nürnberg, Fürth, Schwabach: Nikolaus Habjan präsentiert den Dirigenten Karl Böhm


Das 21. „internationale figuren.theater.festival“

„Das 21. ,internationale figuren.theater.festival‘ als Vier-Städte-Turnier mit den Schwerpunkten in Erlangen und Fürth: Neben dem an Avantgarde-Ambition bei gleichzeitiger Volksfest-Stimmungslage kaum zu übertreffenden Festivalzentrum an einem Dutzend vernetzter Spielstellen in Erlangen behauptet im kleineren Rahmen der sorgsam gepflegte literarische Akzent dieser absolut ,merkwürdig‘ bleibenden Sparte im Fürther Spielplan (Kulturforum, Stadttheater) besondere Bedeutung. Auch Nikolaus Habjan mit seinem Puppenspielwunderwerk ,Böhm‘ war da – und den könnte man von der freien Szene über das innovative Format bis zum Bühnenbild sowieso in mindestens drei Kategorien dieser Umfrage nominieren.“Dieter Stoll

F REIE SZENE:Theater Grand Guignol, Braunschweig

Szene aus „Die obere Koje“ am Theater Grand Guignol


GESAMTLEISTUNG:Staatstheater Mainz

Szene aus „Avis de tempête“ am Staatstheater Mainz


„Die anspruchsvolle Programmdramaturgie am Staatstheater Mainz bringt Urauffuhrungen und deutsche Erstauffuhrungen in der Oper (beispielsweise Aperghis’ ,Avis de tempete‘ und Rued Langgaards ,Antikrist‘), zudem Rareres wie Prokofjews ,Liebe zu den drei Orangen‘ und Janaˇceks ,Katja Kabanova‘. Das Schauspiel zeigt politische Stucke wie das Dokudrama ,In Memoriam Anna Politkowskaja‘ von Stefano Massini. Zudem gibt es ein interessantes Konzertprogramm mit ein paar Neuentdeckungen: Bei der Reihe ,Auf Wiederhoren‘ entscheidet das Publikum, welches zeitgenossische Werk wieder aufgenommen werden soll; es gibt ganze Portratreihen mit zeitgenossischen Komponisten.“ Hannah Schmidt„Die anspruchsvolle Programmdramaturgie am Staatstheater Mainz bringt Urauffuhrungen und deutsche Erstauffuhrungen in der Oper (beispielsweise Aperghis’ ,Avis de tempete‘ und Rued Langgaards ,Antikrist‘), zudem Rareres wie Prokofjews ,Liebe zu den drei Orangen‘ und Janaˇceks ,Katja Kabanova‘. Das Schauspiel zeigt politische Stucke wie das Dokudrama ,In Memoriam Anna Politkowskaja‘ von Stefano Massini. Zudem gibt es ein interessantes Konzertprogramm mit ein paar Neuentdeckungen: Bei der Reihe ,Auf Wiederhoren‘ entscheidet das Publikum, welches zeitgenossische Werk wieder aufgenommen werden soll; es gibt ganze Portratreihen mit zeitgenossischen Komponisten.“
Hannah Schmidt

DAS INNOVATIVE FORMAT:Prinzip Gonzo

„Game over“, ein Theaterprojekt von „Prinzip Gonzo“ in Kooperation mit dem Théâtre de la Manufacture (Nancy) unter Verwendung der TOTO-App von „nebelflucht GmbH“


„,Prinzip Gonzo‘ brauchen für ihre immersiven Arbeiten wie zuletzt ,Fleck und Frevel‘ am Ballhaus Ost Berlin und ,Game Over‘ am Staatstheater Saarbrücken keine Riesenapparate an Technik und Ausstattung, um komplexe Welten zu entwerfen. In den faszinierenden, immer etwas selbst gebastelt wirkenden Raumwelten von Thea Hoffmann-Axthelm entdeckt man – ob mit App oder analog – am Ende immer die eigenen Fragen, Wünsche, Abgründe.“Georg Kasch

Oper:Yoel Gamzou

Yoel Gamzou, Generalmusikdirektor am Theater Bremen und musikalischer Mittäter bei experimentellen Musiktheaterprojekten von Armin Petras, Paul-Georg Dittrich oder Marco Štorman


„Yoel Gamzou, GMD am Theater Bremen, bereichert die Oper und durchaus auch die Inszenierungen durch seine frisch zupackenden Dirigate, klugen Eingriffe in Partituren und leidenschaftliche Musikvermittlung – ob es sich nun um David Bowies ,Lazarus‘, Beethovens ,Fidelio‘, Korngolds ,Die tote Stadt‘, eine Chabrier-Operette, Familien- oder Jugendkonzerte handelt.“Jens Fischer

FREIE SZENE:Flinn Works

Lea Whitcher in „Global Belly“


„,Flinn Works‘ mit ihrer Theaterperformance ,Global Belly‘ uber eine transnationale Leihmutterschaft haben eine Nominierung verdient! Das ehemalige Flinntheater, gegrundet in Kassel und jetzt auch mit Sitz in Berlin, arbeitet seit 2009 an aktuellen Fragen der globalisierten Welt und entwickelt hier ein erschreckendes Panorama der Kinderwunschindustrie. Subtiles, emotionales und hochaktuelles Theater der beiden Schwestern Sophia und Lisa Stepf.“
Juliane Sattler-Iffert

DAS INNOVATIVE FORMAT:Gintersdorfer/Klaßen

Szene aus dem „Nathan“-Projekt von „Gintersdorfer/Klaßen“


„,Gintersdorfer/Klasen‘ binden mit ihrer ,Nathan der Weise‘- Adaption am Theater Bremen den Klassiker ans reale Leben zuruck, indem das Trennende der Konfliktparteien erkannt, das Gemeinsame neu definiert und die Bedeutung fur heute analysiert und auch noch getanzt wird – auch aufgrund des diversen Ensembles ein perspektivenreiches Diskursformat mit asthetischem Mehrwert!“
Jens Fischer

FREIE SZENE:Anna-Sophie Mahler, CapriConnection

„CapriConnection“: Christiane Dankbar, Anna-Sophie Mahler und Susanne Abelein (v.l.)


„Die Zutaten zu der bemerkenswerten Produktion ,Hotel der Immigranten‘ sind nicht neu: Recherche, Erzahlerin, Livemusiker, eine Raumbuhne, bei der das Publikum zwischen den Ausfuhrenden sitzt. Aber WIE das gemacht wird, mit seinem perfekt getakteten Kern und seinen ausfransenden Randern, ist so genau wie stimmig, eine subkutane Informations- wie Emotionsdramaturgie, die sich leise anschleicht und einen dann hinterrucks erwischt. Klug zeigt der Abend neue Perspektiven auf das erschopft wirkende Thema Migration, lasst am Ende eine – gar nicht so aussichtslose – Utopie aufscheinen.“ Georg Kasch

DAS INNOVATIVE FORMAT:Elena Mendoza und Matthias Rebstock

Szene aus „Der Fall Babel“ bei den Schwetzinger Festspielen


„Elena Mendoza und Matthias Rebstock prasentierten bei den Schwetzinger Festspielen mit ,Der Fall Babel‘ ein im besten Sinne transdisziplinares Musiktheaterkonzept, das klangliche, bildliche, sprachliche und buhnenarchitektonische Elemente ungewohnlich verklammerte.“Jörn-Peter Hiekel


Fotos: Lupi Spuma/Schauspielhaus Graz (l.), Theo Voerste (o.r.), Andreas Etter (u.r.)

Fotos: Thea Hoffmann-Axthelm (l.), Christian Debus (r.)

Fotos: Philine Rinnert (l.o.), Knut Klaßen (l.u.), Donata Ettlin/CapriConnection (r.o.), Elmar Witt (r.u.)