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SAMSTAG, 1. JUNI 2019 HEILIGER JUSTIN


MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 01.05.2019

Justin wurde um 100 geboren und ist ein Kirchenlehrer der frühen Kirche. Er entstammte einer heidnischen Familie. Beim Studium der philosophischen Strömungen seiner Zeit erkannte er schließlich das Christentum als die für ihn einzig wahre Philosophie. Im Alter von 30 Jahren ließ er sich taufen und wirkte als Prediger und Missionar. Er verfasste Apologien, in denen er die Richtigkeit der christlichen Lehre darlegte. Als erster christlicher Theologe versuchte er, die christliche Glaubenslehre mit der griechischen Philosophie zu verbinden, und legte damit einen Grundstein für die weitere christliche ...

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Justin wurde um 100 geboren und ist ein Kirchenlehrer der frühen Kirche. Er entstammte einer heidnischen Familie. Beim Studium der philosophischen Strömungen seiner Zeit erkannte er schließlich das Christentum als die für ihn einzig wahre Philosophie. Im Alter von 30 Jahren ließ er sich taufen und wirkte als Prediger und Missionar. Er verfasste Apologien, in denen er die Richtigkeit der christlichen Lehre darlegte. Als erster christlicher Theologe versuchte er, die christliche Glaubenslehre mit der griechischen Philosophie zu verbinden, und legte damit einen Grundstein für die weitere christliche Theologie. Ihm verdanken wir die ältesten Zeugnisse frühchristlicher Liturgie. 165 wurde er mit sechs seiner Schüler gefangen genommen, gegeißelt und dann enthauptet, da sie sich dem Götzenkult verweigerten.
Schrifttexte: Lesung: 1 Kor 1, 18–25; Evangelium: Mt 5, 13–19 Namenstag: Luitgard von Bassum (Äbtissin, 9. Jh.) · Simeon von Trier (Diakon, Mönch, Einsiedler, † 1035)

Morgengebet

Herr, öffne meine Lippen. Damit mein Mund dein Lob verkünde. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Hymnus

O Durchbrecher aller Bande, der du immer bei uns bist,

bei dem Schaden, Spott und Schande lauter Lust und Himmel ist, übe ferner dein Gerichte wider unsern Adamssinn, bis dein treues Angesichte uns führt aus dem Kerker hin.

Ist’s doch deines Vaters Wille, dass du endest dieses Werk; hierzu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk’, dass du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es aus dem Treiben führest zu der süßen Ruhestatt.

Ach so musst du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht’, ob wir wohl von allen Leuten als gefangen sind geacht’, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns veracht’ und schnöd gemacht.

Liebe, zieh uns in dein Sterben; lass mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirst nicht säumen, lass uns nur nicht lässig sein; werden wir doch als wie träumen, wenn die Freiheit bricht herein.

Gottfried Arnold 1698 EG 388, Strophen 1–3, 7

CanticumSpr 9, 1–6.10–12

Antiphon: Die Antiphon wird zu Beginn und am Ende eines Canticums gebetet. Anfang der Weisheit ist die Gottesfurcht, die Kenntnis des Heiligen ist Einsicht.

Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, * ihre sieben Säulen behauen. Sie hat ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt * und schon ihren Tisch gedeckt.

Sie hat ihre Mägde ausgesandt / und lädt ein auf der Höhe der Stadtburg: * Wer unerfahren ist, kehre hier ein. Zum Unwissenden sagt sie: /

Kommt, esst von meinem Mahl * und trinkt vom Wein, den ich mischte.

Lasst ab von der Torheit, dann bleibt ihr am Leben, * und geht auf dem Weg der Einsicht!

Anfang der Weisheit ist die Gottesfurcht, * die Kenntnis des Heiligen ist Einsicht.

Ja, durch mich werden deine Tage zahlreich, * nehmen die Jahre deines Lebens zu.

Bist du weise, so bist du weise zum eigenen Nutzen, * bist du aber unbeherrscht, hast du allein es zu tragen.

Ehre sei dem Vater …

Lesung1 Kön 8, 60–61

Alle Völker der Erde sollen erkennen, dass niemand Gott ist als der Herr allein. Euer Herz aber bleibe ungeteilt beim Herrn, unserem Gott, sodass ihr seinen Gesetzen folgt und seine Gebote beachtet.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Benedictus, Magnificat und Nunc dimittis finden Sie auf einem heraustrennbaren Gebetsblatt am Anfang des Heftes. Die dazugehörigen Antiphonen werden jeweils vor und nach diesen Gesängen aus dem Evangelium gebetet. Antiphon zum Benedictus:

Mit jeder Gabe, die wir opfern, loben wir den Schöpfer aller Dinge durch seinen Sohn Jesus Christus im Heiligen Geist.

Bitten

Gott, du hast Justin nach langem Suchen zu dir geführt. Wir bitten dich:
V: Ziel unsres Lebens, A: komm uns entgegen. Öffne unsere Augen und Herzen,
– damit wir die Zeichen erkennen, die du uns gibst. Lass uns nicht verzagen, wenn wir deine Nähe nicht spüren;
– sende uns Menschen, die uns Geborgenheit schenken. Lass uns den Suchenden treue und wahrhaftige Weggefährten sein,
– damit sie deine Stimme hören und zu dir finden.

Vaterunser Oration

Gott, du hast den heiligen Märtyrer Justin in der Torheit des Kreuzes die erhabene Weisheit Jesu Christi erkennen lassen. Hilf uns auf seine Fürsprache, dass wir nicht falschen Lehren folgen, sondern im wahren Glauben feststehen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Bei d e n Orationen, die mit „Darum bitten wir durch Jesus Christus“ enden, soll die oben angegebene abschließende Formel gebetet werden.

Der Gott aller Gnade, der uns in Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat,

stärke, erhalte und vollende uns. Sein ist die Herrschaft in Ewigkeit.

Texte zur Eucharistiefeier

Volk Gottes, verkünde die großen Taten des Herrn. Er hat uns aus der Finsternis herausgeführt in sein wunderbares Licht. Halleluja.Vgl. 1 Petr 2, 9

Tagesgebet(Oration des Morgengebetes)

Lesung aus der ApostelgeschichteApg 18, 23–28

Nachdem Paulus einige Zeit in Antiochia in Syrien geblieben war, zog er weiter, durchwanderte zuerst das galatische Land, dann Phrygien, und stärkte alle Jünger.

Ein Jude namens Apollos kam nach Ephesus. Er stammte aus Alexandria, war redekundig und in der Schrift bewandert. Er war unterwiesen im Weg des Herrn. Er sprach mit glühendem Geist und trug die Lehre von Jesus genau vor; doch kannte er nur die Taufe des Johannes.

Er begann, offen in der Synagoge zu sprechen. Priszilla und Aquila hörten ihn, nahmen ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer dar.

Als er nach Achaia gehen wollte, ermunterten ihn die Brüder dazu und schrieben den Jüngern, sie möchten ihn freundlich aufnehmen. Nach seiner Ankunft wurde er den Gläubigen durch die Gnade eine große Hilfe. Denn mit Nachdruck widerlegte er die Juden, indem er öffentlich aus der Schrift nachwies, dass Jesus der Messias sei.

AntwortpsalmPs 47, 2–3.8–10

Kehrvers: Halleluja– oder: Herr, du bist König über alle Welt.

Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; * jauchzt Gott zu mit lautem Jubel! Denn furchtgebietend ist der Herr, der Höchste, * ein großer König über die ganze Erde.– Kehrvers

Denn Gott ist König der ganzen Erde. * Spielt ihm ein Psalmenlied! Gott wurde König über alle Völker, * Gott sitzt auf seinem heiligen Thron.– Kehrvers

Die Fürsten der Völker sind versammelt * als Volk des Gottes Abrahams. Denn Gott gehören die Mächte der Erde; * er ist hoch erhaben.– Kehrvers

Kehrvers vgl. Vers 8a, ferner GL 52, 1 · GL 1975 529, 8 · KG 622 (VIII. Ton)

Ruf vor dem Evangeliumvgl. Joh 16, 28 Halleluja. Halleluja.

Ich bin ausgegangen vom Vater und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater. Halleluja.

Aus dem hl. Evangelium nach JohannesJoh 16, 23b–28

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, amen, ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist.

Dies habe ich in verhüllter Rede zu euch gesagt; es kommt die Stunde, in der ich nicht mehr in verhüllter Rede zu euch spreche, sondern euch offen den Vater verkünden werde.

An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst liebt euch, weil ihr mich geliebt und weil ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Vom Vater bin ich ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.

Impuls zum Evangelium

Dem Christentum wurde immer wieder der Vorwurf gemacht, es setze das Bittgebet an die Stelle verantwortlichen Handelns. Doch wer Beten für Weltflucht hält, hat nichts verstanden. Das Gebet ist keine Flucht vor der Verantwortung für die Welt. Vielmehr kommt es aus der Zuständigkeit für diese Welt und führt tiefer in sie hinein. Immer wieder werden wir ja mit schlimmen Realitäten konfrontiert, die unsere Kräfte übersteigen. Ich denke an hartnäckig selbstzerstörerische Verhaltensmuster eigentlich reifer und reflektierter Menschen, aber auch an die von uns achselzuckend akzeptierten globalen Kollateralschäden unseres Lebensstils, an die hemmungslose Herrschaft von Sachzwängen, die unheimliche Macht der Märkte, Marken und Medien, an unseren besinnungslosen Umgang mit dem verletzlichen Erdplaneten. Wenn uns all das nicht mutlos, mundtot oder todmüde macht, haben wir das nicht dem Gebet zu verdanken? Wenn uns trotz allem Hoffnung bleibt und Hoffnung uns zum Handeln treibt, ist dies nicht der Zusage Jesu geschuldet: „Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben“?

Abendgebet am Vorabend

O Gott, komm mir zu Hilfe. Herr, eile, mir zu helfen. Ehre sei dem Vater … Halleluja.

Die vollständige Fassung der Eröffnungen von Morgen- und Abendgebet finden Sie mit Noten auf Seite 377.

Hymnus

Komm, Heil’ger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit deiner Kraft.

Dein Schöpferwort rief uns zum Sein: Nun hauch uns Gottes Odem ein. Komm, Tröster, der die Herzen lenkt, du Beistand, den der Vater schenkt; aus dir strömt Leben, Licht und Glut, du gibst uns Schwachen Kraft und Mut.

Dich sendet Gottes Allmacht aus im Feuer und in Sturmes Braus; du öffnest uns den stummen Mund und machst der Welt die Wahrheit kund.

Entflamme Sinne und Gemüt, dass Liebe unser Herz durchglüht und unser schwaches Fleisch und Blut in deiner Kraft das Gute tut.

Die Macht des Bösen banne weit, schenk deinen Frieden allezeit. Erhalte uns auf rechter Bahn, dass Unheil uns nicht schaden kann.

Lass gläubig uns den Vater sehn, sein Ebenbild, den Sohn, verstehn und dir vertraun, der uns durchdringt und uns das Leben Gottes bringt.

Den Vater auf dem ew’gen Thron und seinen auferstandnen Sohn, dich, Odem Gottes, Heil’ger Geist, auf ewig Erd und Himmel preist. Amen.

Nach: Veni, Creator Spiritus; Rabanus Maurus, † 856 Melodie: GL 342 · GL 1975 241 · KG 481

Psalm 4

Wenn ich rufe, erhöre mich, * Gott, du mein Retter!

Du hast mir Raum geschaffen, als mir angst war. * Sei mir gnädig und hör auf mein Flehen! Ihr Mächtigen, wie lange noch schmäht ihr meine Ehre, * warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen?

Erkennt doch: Wunderbar handelt der Herr an den Frommen; * der Herr erhört mich, wenn ich zu ihm rufe. Ereifert ihr euch, so sündigt nicht! * Bedenkt es auf eurem Lager und werdet stille! Bringt rechte Opfer dar * und vertraut auf den Herrn!

Viele sagen: „Wer lässt uns Gutes erleben?“ * Herr, lass dein Angesicht über uns leuchten! Du legst mir größere Freude ins Herz, * als andere haben bei Korn und Wein in Fülle. In Frieden leg ich mich nieder und schlafe ein; * denn du allein, Herr, lässt mich sorglos ruhen. Ehre sei dem Vater …

Du, Gott, lässt uns Gutes erleben, du erfüllst uns mit Freude. Dir danken wir, dir wollen wir folgen.

Lesung1 Petr 2, 9–10

Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das Gottes besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. Einst wart ihr nicht sein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; einst gab es für euch kein Erbarmen, jetzt aber habt ihr Erbarmen gefunden.

Magnificat – Lobgesang Mariens

Antiphon zum Magnificat:

Ich lasse euch nicht als Waisen zurück: Ich gehe hin und komme wieder zu euch, und euer Herz wird sich freuen. Halleluja.

Fürbitten

Jesus, Gott mit uns, wir bitten dich für alle, die sich ihres Lebens nicht freuen können:

A: Tröste uns durch deinen Geist.
– Für alle, die einsam und verlassen sind.
– Für alle, die von anderen Menschen schwer enttäuscht wurden.
– Für alle, die an einer unheilbaren Krankheit leiden.
– Für alle, die das Gefühl haben, nicht mehr gebraucht zu werden.
– Für alle, die verbittert und unversöhnt sterben.

Vaterunser Oration

Allmächtiger Gott, wir bekennen, dass unser Erlöser bei dir in deiner Herrlichkeit ist. Erhöre unser Rufen und lass uns erfahren, dass er alle Tage bis zum Ende der Welt bei uns bleibt, wie er uns verheißen hat. Er, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Der ewige Gott, der ist, der war und der kommen wird, bewahre uns diese und alle Nächte in seiner Hand, bis wir auf immer seinen Frieden genießen.

Von Woche zu Woche

Leuchttürme(zu Joh 17, 20–26)

Lieben Bitten Einen Geben Hingeben Vollenden: Leuchttürme biblischer Sprache.

Lieben – auch – ein Allerweltswort, ein Schnulzenwort, ein Tabuwort. Und doch vor allem Signalwort, göttliches Schlüsselwort.

Es eröffnet uns die Einheit von Gott und Liebe, die auch Jesus erfüllt:Ich in ihnen und du in mir.

Sehen wir die Strahlen? Und: Senden wir sie aus?

Dorothee Sandherr-Klemp