Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 7 Min.

Samstag, 21. März 2020


MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 01.02.2020

Namenstag: sel. Christian von Köln (erster Abt von St. Pantaleon, † 1002) · sel. Richeza von Polen († 1063) · Absalon von Lund (Axel, Bischof, † 1201) · Emilie Schneider (Ordensfrau, Mystikerin, † 1859)

Morgengebet

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Ehre sei dem Vater …

Hymnus

Nun ruft ein heil’ges Fasten aus,
wie es die Väter uns gelehrt.
Gekommen ist im Jahreslauf
der vierzig Tage heil’ge Zeit.

So hat es das Gesetz verlangt,
so der Propheten ernster Ruf.
Und Christus selbst hat diese Zeit
geheiligt durch sein eignes Tun.

Nach seinem Beispiel lasst auch uns
das Fasten üben in ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von MAGNIFICAT - Das Stundenbuch. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 3/2020 von ZUM TITELBILD. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
ZUM TITELBILD
Titelbild der Ausgabe 3/2020 von Benedictus. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Benedictus
Titelbild der Ausgabe 3/2020 von Magnificat. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Magnificat
Titelbild der Ausgabe 3/2020 von Das Bild im Blick: Saat aus Licht. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Das Bild im Blick: Saat aus Licht
Titelbild der Ausgabe 3/2020 von 1. MÄRZ 2020. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
1. MÄRZ 2020
Titelbild der Ausgabe 3/2020 von Auslegung · Sonntag, 1. März: Auslegung zum Sonntagsevangelium. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Auslegung · Sonntag, 1. März: Auslegung zum Sonntagsevangelium
Vorheriger Artikel
FREITAG, 20. MÄRZ 2020
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel 22. MÄRZ 2020 4. FASTENSONNTAG (LAETARE)
aus dieser Ausgabe

... Geduld,uns Abbruch tun in Speis und Trank,nachsinnen über Gottes Wort.

Das Böse schwinde kraftlos hin,
das Gute blühe machtvoll auf,
Versöhnung finde jedes Herz,
das sich dem Werk der Buße weiht.

Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied.

Nach: Ex more docti mystico; Gregor der Große (?), † 604 Melodie: GL 297 · GL 1975 178 · KG 395 · EG 79

Psalm 119 Verse 121–128 Ajin

Ich tue, was recht und gerecht ist. *
Gib mich meinen Bedrückern nicht preis!

Verbürg dich für das Wohl deines Knechtes, *
damit die Stolzen mich nicht unterdrücken.

Meine Augen sehnen sich nach deiner Hilfe, *
nach deiner gerechten Verheißung.

Handle an deinem Knecht nach deiner Huld *
und lehre mich deine Gesetze!

Ich bin dein Knecht. Gib mir Einsicht, *
damit ich verstehe, was du gebietest.

Herr, es ist Zeit zu handeln; *
man hat dein Gesetz gebrochen.

Darum liebe ich deine Gebote *
mehr als Rotgold und Weißgold.

Darum lebe ich genau nach deinen Befehlen; *
ich hasse alle Pfade der Lüge.

Ehre sei dem Vater …

Wie oft verfehlen wir unsern Vorsatz, nach deinem Willen zu handeln. Du unser Gott, wir sehnen uns nach deiner Hilfe. Handle an uns nach deiner Huld!

Lesung Jes 44, 21–22

Denk daran, Jakob, und du, Israel, dass du mein Knecht bist. Ich habe dich geschaffen, du bist mein Knecht; Israel, ich vergesse dich nicht. Ich fege deine Vergehen hinweg wie eine Wolke und deine Sünden wie Nebel. Kehr um zu mir; denn ich erlöse dich.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus:
Der Zöllner wagte nicht, die Augen zum Himmel zu erheben. Er schlug an seine Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig.

Bitten

Gott, in deinem Geist bist du uns nahe. Wir rufen zu dir:

A: Kyrie, eleison.

Du hast dich nicht gescheut, dich in deinem Sohn Jesus Christus den Ausgestoßenen zuzuwenden;
– befreie uns von Hochmut und Dünkel.

Erbarme dich unserer Schwäche und Resignation;
– stärke uns heute mit deinem Wort.

Dich dürfen wir Vater nennen;
– wende dich uns liebend zu, wenn wir vor uns selbst nicht bestehen können.

Vaterunser

Oration

Gütiger Gott, in geistlicher Freude begehen wir diese Tage der Buße. Gib, dass wir aus dem österlichen Geheimnis leben, damit uns sein voller Gnadenreichtum zuteilwird. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.

Texte zur Eucharistiefeier

Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt.
Ps 103, 2–3

Tagesgebet (Oration des Morgengebetes)

aus dem Buch Hosea Hos 6, 1–6

Kommt, wir kehren zum Herrn zurück! Denn er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; er hat verwundet, er wird auch verbinden. Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, am dritten Tag richtet er uns wieder auf, und wir leben vor seinem Angesicht. Lasst uns streben nach Erkenntnis, nach der Erkenntnis des Herrn. Er kommt so sicher wie das Morgenrot; er kommt zu uns wie der Regen, wie der Frühjahrsregen, der die Erde tränkt.

Was soll ich tun mit dir, Efraim? Was soll ich tun mit dir, Juda? Eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen und wie der Tau, der bald vergeht. Darum schlage ich drein durch die Propheten, ich töte sie durch die Worte meines Mundes. Dann leuchtet mein Recht auf wie das Licht. Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer.

Impuls zur Lesung

Es gibt Leute, die wissen haargenau, wer Gott ist und wie man ihn zu behandeln hat. Sie kennen sich super aus, mit Gott. Zieht man die fromme Verpackung ab, so gleicht ihr Wissen aber eher einer Gebrauchsanweisung für einen Automaten. Sie sind Gottestechniker. Sie würden es nicht so sagen, aber Gott ist für sie eine sichere Nummer. Gegen eine solche Haltung wendet sich der Prophet. Gott ist keine Maschine. Er reagiert nicht auf Knopfdruck. Er lässt sich nicht für unsere Zwecke programmieren. Was heißt es aber dann, Gott zu kennen und ihm zu trauen, auf ihn zu bauen? Sucht seine Nähe, ohne ihn zu vereinnahmen, ohne der Versuchung zu erliegen, ihn in die Tasche zu stecken. Gott ist nahe! Doch bitte – keine Handgreiflichkeiten. Bleibt in seiner Nähe, harrt aus, und bleibt gerade dort empfänglich für seine Unbegreiflichkeit.

Antwortpsalm Ps 51, 3–4.18–21

Kehrvers:
Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer.

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, *
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!

Wasch meine Schuld von mir ab, *
und mach mich rein von meiner Sünde! – Kehrvers

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben; *
an Brandopfern hast du kein Gefallen.

Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, *
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verschmähen. – Kehrvers

In deiner Huld tu Gutes an Zion, *
bau die Mauern Jerusalems wieder auf!

Dann hast du Freude an rechten Opfern, /
an Brandopfern und Ganzopfern, *
dann opfert man Stiere auf deinem Altar. – Kehrvers

Kehrvers vgl. Hos 6, 6a, ferner GL 301 (IV. Ton) oder GL 1975 536, 2 (VII. Ton) oder KG 543 (V. Ton)

Ruf vor dem Evangelium Ps 95, 7d.8a

Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

Wenn ihr heute seine Stimme hört, verhärtet nicht euer Herz!

Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

Aus dem hl. Evangelium nach Lukas Lk 18, 9–14

In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Beispiel:

Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort. Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.

Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!

Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Abendgebet am Vorabend

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater …

Hymnus

Christus – mächtiger Gott!
Du, Allherrscher der Schöpfung,
lenkst die kreisenden Welten –
wandelst auf Wogen,
wendest die Stürme –
rufst deine Engel,
zwingst die Dämonen –

König der Welt!
Allem verleihst du das Sein,
Wort des allmächtigen Vaters!

Christus – Heiland der Welt!
Aus dem Schoße des Vaters
steigst du rettend hernieder:
wirst unser Bruder,
teilst unsre Armut –
trägst unsre Leiden,
tilgst unsre Sünden –
hebst uns empor:
Erster des neuen Geschlechts,
das du erlöst und geheiligt.

Christus – göttliches Haupt!
Wie der Weinstock die Reben
nährst du uns, deine Glieder:
senkst in die Seelen
göttliches Leben,
einigst die Völker
in deiner Kirche
heiligem Leib.
Zieh uns auf ewig an dich,
Mittler unsterblichen Lebens!

Zeitgenössisch

Canticum Phil 2, 6–11

Antiphon:
Als wir tot waren durch die Sünde, hat Gott uns mit Christus lebendig gemacht aus großer Liebe.

Christus Jesus war Gott gleich, *
hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,

sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave *
und den Menschen gleich.

Sein Leben war das eines Menschen; /
er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, *
bis zum Tod am Kreuz.

Darum hat ihn Gott über alle erhöht /
und ihm den Namen verliehen, *
der größer ist als alle Namen,

damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde *
ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu

und jeder Mund bekennt: /
„Jesus Christus ist der Herr“ – *
zur Ehre Gottes, des Vaters.

Ehre sei dem Vater …

Antiphon:
Als wir tot waren durch die Sünde, hat Gott uns mit Christus lebendig gemacht aus großer Liebe.

Lesung Tit 2, 11–12

Die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. Sie erzieht uns dazu, uns von der Gottlosigkeit und den irdischen Begierden loszusagen und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt zu leben.

Magnificat – Lobgesang Mariens

Antiphon zum Magnificat:
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

Fürbitten

Auch heute werden Gottes Getreue verfolgt und misshandelt.
Darum lasst uns Gott bitten:

A: Sorge für alle, die sich zu dir bekennen.

– Für alle, die sich um Verständigung zwischen den Religionen bemühen.

– Für die verfolgten Christen in Afrika und Asien.

– Für die Gemeinden, deren Gotteshäuser zerstört worden sind.

– Für alle, die beim Gebet oder während des Gottesdienstes umgebracht werden.

Vaterunser

Oration

Herr, unser Gott, du hast in deinem Sohn die Menschheit auf wunderbare Weise mit dir versöhnt. Gib deinem Volk einen hochherzigen Glauben, damit es mit froher Hingabe dem Osterfest entgegeneilt. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der barmherzige Gott behüte unser Leben,
er gebe uns Gesundheit an Leib und Seele
und schenke uns sein Heil.

Ave Regina caelorum (Seite 379)

Von Woche zu Woche

Das Licht der Welt

(zu Eph 5, 8–14)

Wunder des wachsenden Lichts
im lichten Lindgrün des Lenz:
Lengde – Verlängerung des Lichts.

Das Licht der Welt erblicken:
Grunderfahrung
des Christseins.

Unwahrscheinliches Himmelsblau,
glitzerndes, spiegelndes Wasser:
Warum diese Freude am Licht?

Warum diese Sehnsucht
nach der tröstlichen Helligkeit
eines anbrechenden Morgens?

Licht und Finsternis sind Urworte,
elementare Erfahrungen
widerstreitender Mächte.

Doch nicht Spielball sind wir!
Geboren werden heißt,
das Licht der Welt erblicken!

Das Licht der Welt erblicken:
Grunderfahrung
des Christseins.

Worauf blicken wir?

Dorothee Sandherr-Klemp