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MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 01.09.2022

Karoł Wojtyła (1920–2005), der spätere Papst Johannes Paul II., wurde in Wadowice in der Nähe von Krakau geboren. Er wuchs in einem tiefgläubigen Elternhaus auf. Während der Besatzung Polens durch die Nationalsozialisten studierte er im Untergrund Theologie. 1946 wurde er zum Priester geweiht. Es folgten zwei Jahre Studium in Rom, wo er 1948 promovierte. Im selben Jahr kehrte er als Vikar und Universitätsseelsorger nach Krakau zurück. Ab 1951 nahm er seine Studien der Philosophie und Theologie wieder auf und wurde Professor für Moraltheologie und Sozialethik in Krakau und Lublin, 1958 Weihbischof in Krakau. 1964 folgte die Ernennung zum Erzbischof von Krakau und 1967 zum Kardinal. 1978 wählte das Konklave Karoł Wojtyła zum Papst. Er nahm den Namen Johannes Paul II. an und unterstrich damit die Kontinuität zu seinen drei Vorgängern. Sein Pontifikat war mit fast 27 Jahren eines der längsten der ...

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Karoł Wojtyła (1920–2005), der spätere Papst Johannes Paul II., wurde in Wadowice in der Nähe von Krakau geboren. Er wuchs in einem tiefgläubigen Elternhaus auf. Während der Besatzung Polens durch die Nationalsozialisten studierte er im Untergrund Theologie. 1946 wurde er zum Priester geweiht. Es folgten zwei Jahre Studium in Rom, wo er 1948 promovierte. Im selben Jahr kehrte er als Vikar und Universitätsseelsorger nach Krakau zurück. Ab 1951 nahm er seine Studien der Philosophie und Theologie wieder auf und wurde Professor für Moraltheologie und Sozialethik in Krakau und Lublin, 1958 Weihbischof in Krakau. 1964 folgte die Ernennung zum Erzbischof von Krakau und 1967 zum Kardinal. 1978 wählte das Konklave Karoł Wojtyła zum Papst. Er nahm den Namen Johannes Paul II. an und unterstrich damit die Kontinuität zu seinen drei Vorgängern. Sein Pontifikat war mit fast 27 Jahren eines der längsten der Kirchengeschichte. In dieser Zeit brachte er vieles auf den Weg: die Reform des Kanonischen Rechts (abgeschlossen 1983), die Erarbeitung eines neuen „Katechismus der Katholischen Kirche“ (1992), die Reorganisation der römischen Kurie, Enzykliken und andere päpstliche Schreiben, zahlreiche Heilig- und Seligsprechungen. Eine Aufhebung des Zölibats lehnte er ab, ebenso die Frauenordination. Immer wieder sprach er sich gegen Empfängnisverhütung und Abtreibung aus. Als erster Papst unternahm er viele apostolische Reisen in alle Welt und begeisterte aufgrund seines Charismas die Menschen. Er führte die Weltjugendtage ein und förderte den Dialog mit den Juden und den Repräsentanten anderer Religionen, die er zum Friedensgebet nach Assisi einlud. Sein entschiedenes Eintreten gegen den Kommunismus trug dazu bei, die kommunistische Herrschaft im gesamten Ostblock zu beenden. Papst Johannes Paul II. überlebte ein Attentat, bei dem er im Mai 1981 schwer verletzt wurde. Sein späteres „öffentliches Leiden und Sterben“ bewegte die Menschen, die bei seinem Begräbnis mit dem Ruf „Santo subito“ seine baldige Heilig-sprechung forderten. Sein Nachfolger Papst Benedikt XVI. folgte diesem Wunsch, indem er auf die vorgeschriebene Fünfjahresfrist verzichtete und sogleich den Kanonisierungsprozess einleitete. So wurde Johannes Paul II. bereits im Mai 2011 selig- und im April 2014 heiliggesprochen. Als Gedenktag wurde der Tag seiner Amtseinführung, der 22. Oktober, gewählt.Schrifttexte: Lesung: Jes 52, 7–10; Evangelium: Joh 21, 15–17 Namenstag: hl. Cordula (Märtyrerin, 4. Jh.) · hl. Ingbert (Einsiedler im Saarland, 6. Jh.) · Blandina Ridder (Kölner Cellitin, Röntgenschwester im Bürgerhospital, † 1916) Ökumenischer Gedenktag: Jeremias Gotthelf (Schweizer Schriftsteller, 1797–1854) Morgengebet Herr, öffne meine Lippen. Damit mein Mund dein Lob verkünde. Ehre sei dem Vater ... Halleluja. Hymnus O Gott, von dir kommt alles Licht; dein Wort bringt uns den Tag herauf. Im ersten Schein des neuen Lichts schufst du den Urbeginn der Welt. Das Chaos schwand, als dein Befehl den Morgen mit dem Abend band; du hast die Spanne Tag genannt. Erhöre uns, du Quell des Lichts! Gib, dass der Mensch in seiner Schuld des Lebens Fülle nicht verliert, wenn er das Ewige vergisst und in das Böse sich verstrickt. Hilf uns, zu fliehn, was schädlich ist, das Schändliche von uns zu tun: Und dann gib Hoffnung auf dein Reich und schenke uns des Lebens Preis. Neues Stundenbuch Melodie: GL 144 · GL 1975 474 · KG 40 · EG 288 Psalm 68 Verse 12–21 Der Herr entsendet sein Wort; * groß ist der Siegesbotinnen Schar. Die Könige der Heere fliehen, sie fliehen. * Im Haus verteilt man die Beute. Was bleibt ihr zurück in den Hürden? * Du Taube mit silbernen Schwingen, mit goldenem Flügel! Als der Allmächtige die Könige vertrieb, * fiel Schnee auf dem Zalmon. Ein Gottesberg ist der Baschanberg, * ein Gebirge, an Gipfeln reich, ist der Baschan. Warum blickt ihr voll Neid, ihr hohen Gipfel, / auf den Berg, den Gott sich zum Wohnsitz erwählt hat? * Dort wird der Herr wohnen in Ewigkeit. Die Wagen Gottes sind zahllos, tausendmal tausend. * Vom Sinai zieht der Herr zu seinem Heiligtum. Du zogst hinauf zur Höhe, * führtest Gefangene mit; Du nahmst Gaben entgegen von den Menschen. * Auch Empörer müssen wohnen bei Gott, dem Herrn. Gepriesen sei der Herr, Tag für Tag! * Gott trägt uns, er ist unsre Hilfe. Gott ist ein Gott, der uns Rettung bringt, * Gott, der Herr, führt uns heraus aus dem Tod. Ehre sei dem Vater ... Du, unser Gott, trägst uns, du bist unsere Hilfe. Sei gepriesen Tag für Tag! Lesung 2 Petr 1, 10–11 Meine Brüder, bemüht euch noch mehr darum, dass eure Berufung und Erwählung Bestand hat! Wenn ihr das tut, werdet ihr niemals scheitern. Dann wird euch in reichem Maß gewährt, in das ewige Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus einzutreten.Benedictus – Lobgesang des Zacharias Antiphon zum Benedictus: Licht aus der Höhe, leuchte allen, die in Finsternis sind und im Schatten des Todes. Bitten Heute vor 100 Jahren wurde St. Matthias in Trier erneut zur Abtei geweiht und wieder von Benediktinern bezogen. Bitten wir unseren gütigen Vater: A: Dein Reich komme. – Lass uns Menschen deine Stimme hören und mach uns bereit, ihr zu folgen. – Öffne unsere Ohren für die Klage der Armen und mach uns Mut, uns für Gerechtigkeit einzusetzen. – Lass alles, was wir in deinem Namen tun, für deine Schöpfung zum Segen werden. Vaterunser Oration Heiliger Gott, mache unser Herz hell durch den Glanz der Auferstehung deines Sohnes, damit das Dunkel des Todes uns nicht befalle und wir zum ewigen Licht gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben. Texte zur Eucharistiefeier Tagesgebet Barmherziger Gott, hab Erbarmen mit uns und verschone uns, da wir unsere Sünden vor dir bekennen. Verzeihe uns alle Schuld und schenke uns deinen Frieden. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Lesung aus dem Epheserbrief Eph 4, 7–16 Schwestern und Brüder! Jeder von uns empfing die Gnade in dem Maß, wie Christus sie ihm geschenkt hat. Deshalb heißt es: Er stieg hinauf zur Höhe und erbeutete Gefangene, er gab den Menschen Geschenke. Wenn er aber hinaufstieg, was bedeutet dies anderes, als dass er auch zur Erde herabstieg? Derselbe, der herabstieg, ist auch hinaufgestiegen bis zum höchsten Himmel, um das All zu beherrschen. Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi. So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen. Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, hin und her getrieben von jedem Widerstreit der Mei-nungen, dem Betrug der Menschen ausgeliefert, der Verschlagenheit, die in die Irre führt.Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten und in allem wachsen, bis wir ihn erreicht haben. Er, Christus, ist das Haupt. Durch ihn wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt in jedem einzelnen Gelenk. Jedes trägt mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und wird in Liebe aufgebaut. Antwortpsalm Ps 122, 1–5 Kehrvers: Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern. Ich freute mich, als man mir sagte: * „Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.“ Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem: / Jerusalem, du starke Stadt, * dicht gebaut und fest gefügt. – Kehrvers Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn, / wie es Israel geboten ist, * den Namen des Herrn zu preisen. Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht, * die Throne des Hauses David. – Kehrvers Kehrvers siehe Vers 1b, ferner GL 68, 1 (VI. Ton) oder GL 1975 645, 2 (VIII. Ton) oder KG 648 (I. Ton) Ruf vor dem Evangelium Ez 33, 11 Halleluja. Halleluja. So spricht Gott, der Herr: Ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran, dass er umkehrt auf seinem Weg und am Leben bleibt. Halleluja. Aus dem hl. Evangelium nach Lukas Lk 13, 1–9 In jener Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, sodass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte. Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden – meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine. Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen? Der Weingärtner erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen. Impuls zum Evangelium Die einen kommen zu schwerem Schaden, verlieren gar ihr Leben, durch Krankheit, Unglück oder Untat, die anderen bleiben verschont. Warum? Die Freunde Ijobs hatten ein einfaches Schema, um sein Unglück zu erklären: Wo Leid, da Schuld. Diese Meinung war ebenso zur Zeit Jesu verbreitet. Aber auch heute kann man ihr begegnen. „Von nichts kommt nichts“ oder „bei der Lebensweise“, heißt es dann kühl. Jesus erteilt solch Menschen verachtender Sicht eine klare Absage. Er führt sie ad absurdum, indem er auf aktuelle Bluttaten und Unglücksfälle verweist. Nein, Glück und Unglück sind auf dieser Welt blind verteilt, und ein Hans oder eine Grete (oder ein Maxi und eine Amelie) im Unglück hat nicht mehr Schuld auf sich geladen als ein Hans oder eine Grete (oder ein Maxi und eine Amelie) im Glück. Sie alle ruft Jesus, der Botschafter von Gottes leidenschaftlichem Vergebungswillen, uns alle ruft Jesus, drängend, flehend, umzukehren und neu zu beginnen, ganz neu. Abendgebet am Vorabend O Gott, komm mir zu Hilfe. Herr, eile, mir zu helfen. Ehre sei dem Vater ... Halleluja. Hymnus Sei gegrüßt, Herr Jesus, der Tag ohne Abend bist du, sei gegrüßt, alles durchdringendes Licht! Sei gegrüßt, der den Irrenden Heimat gibt. Sei gegrüßt, du leuchtender Stern in der Nacht. Halleluja, Halleluja, Halleluja. Sei gegrüßt, Herr Jesus, die Mitte des Weltalls bist du, sei gegrüßt, du verleihst allem Geschaffenen Sinn. Sei gegrüßt, du verbindest die Menschheit mit dir. Sei gegrüßt, aus dir strömt die Quelle des Lebens. Halleluja, Halleluja, Halleluja. Sei gegrüßt, Herr Jesus, du bist unser aller Freund. Sei gegrüßt, du gehst dem Verlorenen nach. Sei gegrüßt, du hörst unseren bittenden Ruf. Sei gegrüßt, du trittst bei Gott für uns ein. Halleluja, Halleluja, Halleluja. Sei gegrüßt, Herr Jesus, der einer der Unsrigen ward. Sei gegrüßt, der du unser Schicksal geteilt. Sei gegrüßt, der darniedergeworfen ward. Sei gegrüßt, der sich für die andern verzehrte. Halleluja, Halleluja, Halleluja. Sei gegrüßt, Herr Jesus, du gibst unseren Herzen Klarheit und Licht. Sei gegrüßt, du führst uns heraus aus der Nacht. Sei gegrüßt, du bist die Kraft auf dem Weg. Sei gegrüßt, du gehst selber an unserer Seite. Halleluja, Halleluja, Halleluja. Albert Höfer (* 1932), © beim Autor Melodie: Hymnos akathistos, Ukraine GL 854 (Anhang Bozen-Brixen) Psalm 18 Verse 2–7 Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke, * Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter, mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, * mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht. Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!, * und ich werde vor meinen Feinden gerettet. Mich umfingen die Fesseln des Todes, * mich erschreckten die Fluten des Verderbens. Die Bande der Unterwelt umstrickten mich, * über mich fielen die Schlingen des Todes. In meiner Not rief ich zum Herrn * und schrie zu meinem Gott. Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen, * mein Hilfeschrei drang an sein Ohr. Ehre sei dem Vater ... Dich zu loben, Gott, unser Schöpfer, ist die Quelle unserer Kraft. Aus deiner Fülle wollen wir allezeit leben. Lesung Dtn 4, 7 W Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? elche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Antiphon zum Magnificat: Das Flehen des Armen dringt durch die Wolken, es ruht nicht, bis es am Ziel ist. Fürbitten Barmherziger Gott, du hörst das Rufen deiner Getreuen. Wir bitten dich: A: Verschaffe uns Recht, du unser Vater. Auch heute werden die Armen immer ärmer; – lass sie nicht mutlos werden und gebiete ihren Ausbeutern Einhalt. Ältere Menschen werden bei uns zusehends an den Rand gedrängt und vereinsamen; – hilf uns, ihre Lebenserfahrung schätzen zu lernen, und befreie uns von törichtem Jugendkult. Kinderreiche Familien sind bei uns in vieler Hinsicht benachteiligt; – gib, dass sie in unserer Gesellschaft als Lernorte gegenseitiger Verantwortung gewürdigt werden. Du tröstest die Trauernden; – vereine sie mit ihren verstorbenen Angehörigen durch deine Leben schaffende Gnade. A: Verschaffe uns Recht, du unser Vater. Vaterunser Oration Allmächtiger, ewiger Gott, mehre in uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Gib uns die Gnade, zu lieben, was du gebietest, damit wir erlangen, was du verheißen hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Der erhabene Gott, der hinabschaut in die Tiefe und den Schwachen aus dem Staub emporhebt, er segne uns und alle, die uns nahe sind. Er schenke uns Frieden und Freude. Nach Ps 113, 6f. Salve Regina (Seite 379) Von Woche zu Woche Rechtgläubig Auch damals gab es Menschen, die, von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt … die anderen verachteten, sich über sie stellten: Fromme Leistungsträger allemal, Stützen der Gesellschaft: – Vorbildlich? Auch damals gab es Menschen, die um ihre Grenzen wussten, um ihre Fehler und Fehlbarkeit, um ihren Mangel an Geduld und an Liebe. – Beschämend? In Jesu Gleichnis stehen beide vor Gott. – Wo stehen wir? (zu Lk 18, 9–14) Dorothee Sandherr-Klemp

Karoł Wojtyła (1920–2005), der spätere Papst Johannes Paul II., wurde in Wadowice in der Nähe von Krakau geboren. Er wuchs in einem tiefgläubigen Elternhaus auf. Während der Besatzung Polens durch die Nationalsozialisten studierte er im Untergrund Theologie. 1946 wurde er zum Priester geweiht. Es folgten zwei Jahre Studium in Rom, wo er 1948 promovierte. Im selben Jahr kehrte er als Vikar und Universitätsseelsorger nach Krakau zurück. Ab 1951 nahm er seine Studien der Philosophie und Theologie wieder auf und wurde Professor für Moraltheologie und Sozialethik in Krakau und Lublin, 1958 Weihbischof in Krakau. 1964 folgte die Ernennung zum Erzbischof von Krakau und 1967 zum Kardinal. 1978 wählte das Konklave Karoł Wojtyła zum Papst. Er nahm den Namen Johannes Paul II. an und unterstrich damit die Kontinuität zu seinen drei Vorgängern. Sein Pontifikat war mit fast 27 Jahren eines der längsten der Kirchengeschichte. In dieser Zeit brachte er vieles auf den Weg: die Reform des Kanonischen Rechts (abgeschlossen 1983), die Erarbeitung eines neuen „Katechismus der Katholischen Kirche“ (1992), die Reorganisation der römischen Kurie, Enzykliken und andere päpstliche Schreiben, zahlreiche Heilig- und Seligsprechungen. Eine Aufhebung des Zölibats lehnte er ab, ebenso die Frauenordination. Immer wieder sprach er sich gegen Empfängnisverhütung und Abtreibung aus. Als erster Papst unternahm er viele apostolische Reisen in alle Welt und begeisterte aufgrund seines Charismas die Menschen. Er führte die Weltjugendtage ein und förderte den Dialog mit den Juden und den Repräsentanten anderer Religionen, die er zum Friedensgebet nach Assisi einlud. Sein entschiedenes Eintreten gegen den Kommunismus trug dazu bei, die kommunistische Herrschaft im gesamten Ostblock zu beenden. Papst Johannes Paul II. überlebte ein Attentat, bei dem er im Mai 1981 schwer verletzt wurde. Sein späteres „öffentliches Leiden und Sterben“ bewegte die Menschen, die bei seinem Begräbnis mit dem Ruf „Santo subito“ seine baldige Heilig-sprechung forderten. Sein Nachfolger Papst Benedikt XVI. folgte diesem Wunsch, indem er auf die vorgeschriebene Fünfjahresfrist verzichtete und sogleich den Kanonisierungsprozess einleitete. So wurde Johannes Paul II. bereits im Mai 2011 selig- und im April 2014 heiliggesprochen. Als Gedenktag wurde der Tag seiner Amtseinführung, der 22. Oktober, gewählt.

Schrifttexte: Lesung: Jes 52, 7–10; Evangelium: Joh 21, 15–17

Namenstag: hl. Cordula (Märtyrerin, 4. Jh.) · hl. Ingbert (Einsiedler im Saarland, 6. Jh.) · Blandina Ridder (Kölner Cellitin, Röntgenschwester im Bürgerhospital, † 1916)

Ökumenischer Gedenktag: Jeremias Gotthelf (Schweizer Schriftsteller, 1797–1854)

Morgengebet

Herr, öffne meine Lippen.

Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Hymnus

O Gott, von dir kommt alles Licht; dein Wort bringt uns den Tag herauf.

Im ersten Schein des neuen Lichts schufst du den Urbeginn der Welt.

Das Chaos schwand, als dein Befehl den Morgen mit dem Abend band; du hast die Spanne Tag genannt.

Erhöre uns, du Quell des Lichts!

Gib, dass der Mensch in seiner Schuld des Lebens Fülle nicht verliert, wenn er das Ewige vergisst und in das Böse sich verstrickt.

Hilf uns, zu fliehn, was schädlich ist, das Schändliche von uns zu tun:

Und dann gib Hoffnung auf dein Reich und schenke uns des Lebens Preis.

Neues Stundenbuch Melodie: GL 144 · GL 1975 474 · KG 40 · EG 288

Psalm 68 Verse 12–21

Der Herr entsendet sein Wort; * groß ist der Siegesbotinnen Schar.

Die Könige der Heere fliehen, sie fliehen. *

Im Haus verteilt man die Beute.

Was bleibt ihr zurück in den Hürden? *

Du Taube mit silbernen Schwingen, mit goldenem Flügel!

Als der Allmächtige die Könige vertrieb, * fiel Schnee auf dem Zalmon.

Ein Gottesberg ist der Baschanberg, * ein Gebirge, an Gipfeln reich, ist der Baschan.

Warum blickt ihr voll Neid, ihr hohen Gipfel, / auf den Berg, den Gott sich zum Wohnsitz erwählt hat? *

Dort wird der Herr wohnen in Ewigkeit.

Die Wagen Gottes sind zahllos, tausendmal tausend. *

Vom Sinai zieht der Herr zu seinem Heiligtum.

Du zogst hinauf zur Höhe, * führtest Gefangene mit;

Du nahmst Gaben entgegen von den Menschen. *

Auch Empörer müssen wohnen bei Gott, dem Herrn.

Gepriesen sei der Herr, Tag für Tag! *

Gott trägt uns, er ist unsre Hilfe.

Gott ist ein Gott, der uns Rettung bringt, *

Gott, der Herr, führt uns heraus aus dem Tod.

Ehre sei dem Vater ...

Du, unser Gott, trägst uns, du bist unsere Hilfe. Sei gepriesen Tag für Tag!

Lesung 2 Petr 1, 10–11

Meine Brüder, bemüht euch noch mehr darum, dass eure Berufung und Erwählung Bestand hat! Wenn ihr das tut, werdet ihr niemals scheitern. Dann wird euch in reichem Maß gewährt, in das ewige Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus einzutreten.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus:

Licht aus der Höhe, leuchte allen, die in Finsternis sind und im Schatten des Todes.

Bitten

Heute vor 100 Jahren wurde St. Matthias in Trier erneut zur Abtei geweiht und wieder von Benediktinern bezogen. Bitten wir unseren gütigen Vater:

A: Dein Reich komme.

– Lass uns Menschen deine Stimme hören und mach uns bereit, ihr zu folgen.

– Öffne unsere Ohren für die Klage der Armen und mach uns Mut, uns für Gerechtigkeit einzusetzen.

– Lass alles, was wir in deinem Namen tun, für deine Schöpfung zum Segen werden.

Vaterunser

Oration

Heiliger Gott, mache unser Herz hell durch den Glanz der Auferstehung deines Sohnes, damit das Dunkel des Todes uns nicht

befalle und wir zum ewigen Licht gelangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

Texte zur Eucharistiefeier

Tagesgebet

Barmherziger Gott, hab Erbarmen mit uns und verschone uns, da wir unsere Sünden vor dir bekennen. Verzeihe uns alle Schuld und schenke uns deinen Frieden. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Lesung aus dem Epheserbrief Eph 4, 7–16

Schwestern und Brüder! Jeder von uns empfing die Gnade in dem Maß, wie Christus sie ihm geschenkt hat.

Deshalb heißt es: Er stieg hinauf zur Höhe und erbeutete Gefangene, er gab den Menschen Geschenke.

Wenn er aber hinaufstieg, was bedeutet dies anderes, als dass er auch zur Erde herabstieg? Derselbe, der herabstieg, ist auch hinaufgestiegen bis zum höchsten Himmel, um das All zu beherrschen.

Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi. So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen.

Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, hin und her getrieben von jedem Widerstreit der Mei-nungen, dem Betrug der Menschen ausgeliefert, der Verschlagenheit, die in die Irre führt.

Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten und in allem wachsen, bis wir ihn erreicht haben. Er, Christus, ist das Haupt. Durch ihn wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt in jedem einzelnen Gelenk. Jedes trägt mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und wird in Liebe aufgebaut.

Antwortpsalm Ps 122, 1–5

Kehrvers: Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.

Ich freute mich, als man mir sagte: * „Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.“

Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem: /

Jerusalem, du starke Stadt, * dicht gebaut und fest gefügt. – Kehrvers

Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn, / wie es Israel geboten ist, * den Namen des Herrn zu preisen.

Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht, * die Throne des Hauses David. – Kehrvers

Kehrvers siehe Vers 1b, ferner GL 68, 1 (VI. Ton) oder GL 1975 645, 2 (VIII. Ton) oder KG 648 (I. Ton)

Ruf vor dem Evangelium Ez 33, 11

Halleluja. Halleluja.

So spricht Gott, der Herr: Ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran, dass er umkehrt auf seinem Weg und am Leben bleibt.

Halleluja.

Aus dem hl. Evangelium nach Lukas Lk 13, 1–9

In jener Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, sodass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte.

Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.

Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden – meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.

Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine.

Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen?

Der Weingärtner erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen.

Impuls zum Evangelium

Die einen kommen zu schwerem Schaden, verlieren gar ihr Leben, durch Krankheit, Unglück oder Untat, die anderen bleiben verschont. Warum? Die Freunde Ijobs hatten ein einfaches Schema, um sein Unglück zu erklären: Wo Leid, da Schuld.

Diese Meinung war ebenso zur Zeit Jesu verbreitet. Aber auch heute kann man ihr begegnen. „Von nichts kommt nichts“ oder „bei der Lebensweise“, heißt es dann kühl. Jesus erteilt solch Menschen verachtender Sicht eine klare Absage. Er führt sie ad

absurdum, indem er auf aktuelle Bluttaten und Unglücksfälle verweist. Nein, Glück und Unglück sind auf dieser Welt blind verteilt, und ein Hans oder eine Grete (oder ein Maxi und eine Amelie) im Unglück hat nicht mehr Schuld auf sich geladen als ein Hans oder eine Grete (oder ein Maxi und eine Amelie) im Glück. Sie alle ruft Jesus, der Botschafter von Gottes leidenschaftlichem Vergebungswillen, uns alle ruft Jesus, drängend, flehend, umzukehren und neu zu beginnen, ganz neu.

Abendgebet am Vorabend

O Gott, komm mir zu Hilfe.

Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Hymnus

Sei gegrüßt, Herr Jesus, der Tag ohne Abend bist du, sei gegrüßt, alles durchdringendes Licht!

Sei gegrüßt, der den Irrenden Heimat gibt.

Sei gegrüßt, du leuchtender Stern in der Nacht.

Halleluja, Halleluja, Halleluja.

Sei gegrüßt, Herr Jesus, die Mitte des Weltalls bist du, sei gegrüßt, du verleihst allem Geschaffenen Sinn.

Sei gegrüßt, du verbindest die Menschheit mit dir.

Sei gegrüßt, aus dir strömt die Quelle des Lebens.

Halleluja, Halleluja, Halleluja.

Sei gegrüßt, Herr Jesus, du bist unser aller Freund.

Sei gegrüßt, du gehst dem Verlorenen nach.

Sei gegrüßt, du hörst unseren bittenden Ruf.

Sei gegrüßt, du trittst bei Gott für uns ein.

Halleluja, Halleluja, Halleluja.

Sei gegrüßt, Herr Jesus, der einer der Unsrigen ward.

Sei gegrüßt, der du unser Schicksal geteilt.

Sei gegrüßt, der darniedergeworfen ward.

Sei gegrüßt, der sich für die andern verzehrte.

Halleluja, Halleluja, Halleluja.

Sei gegrüßt, Herr Jesus, du gibst unseren Herzen Klarheit und Licht.

Sei gegrüßt, du führst uns heraus aus der Nacht.

Sei gegrüßt, du bist die Kraft auf dem Weg.

Sei gegrüßt, du gehst selber an unserer Seite.

Halleluja, Halleluja, Halleluja.

Albert Höfer (* 1932), © beim Autor Melodie: Hymnos akathistos, Ukraine

GL 854 (Anhang Bozen-Brixen)

Psalm 18 Verse 2–7

Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke, *

Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter,

mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, * mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.

Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!, * und ich werde vor meinen Feinden gerettet.

Mich umfingen die Fesseln des Todes, * mich erschreckten die Fluten des Verderbens.

Die Bande der Unterwelt umstrickten mich, * über mich fielen die Schlingen des Todes.

In meiner Not rief ich zum Herrn * und schrie zu meinem Gott.

Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen, * mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.

Ehre sei dem Vater ...

Dich zu loben, Gott, unser Schöpfer, ist die Quelle unserer Kraft. Aus deiner Fülle wollen wir allezeit leben.

Lesung Dtn 4, 7

W Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? elche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie

Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? elche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie

Antiphon zum Magnificat:

Das Flehen des Armen dringt durch die Wolken, es ruht nicht, bis es am Ziel ist.

Fürbitten

Barmherziger Gott, du hörst das Rufen deiner Getreuen. Wir bitten dich:

A: Verschaffe uns Recht, du unser Vater.

Auch heute werden die Armen immer ärmer; – lass sie nicht mutlos werden und gebiete ihren Ausbeutern

Einhalt.

Ältere Menschen werden bei uns zusehends an den Rand gedrängt und vereinsamen; – hilf uns, ihre Lebenserfahrung schätzen zu lernen, und befreie uns von törichtem Jugendkult.

Kinderreiche Familien sind bei uns in vieler Hinsicht benachteiligt; – gib, dass sie in unserer Gesellschaft als Lernorte gegenseitiger

Verantwortung gewürdigt werden.

Du tröstest die Trauernden; – vereine sie mit ihren verstorbenen Angehörigen durch deine

Leben schaffende Gnade.

A: Verschaffe uns Recht, du unser Vater.

Vaterunser

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, mehre in uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Gib uns die Gnade, zu lieben, was du gebietest, damit wir erlangen, was du verheißen hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der erhabene Gott, der hinabschaut in die Tiefe und den Schwachen aus dem Staub emporhebt, er segne uns und alle, die uns nahe sind.

Er schenke uns Frieden und Freude.

Nach Ps 113, 6f.

Salve Regina (Seite 379)

Von Woche zu Woche

Rechtgläubig

Auch damals gab es Menschen, die, von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt … die anderen verachteten, sich über sie stellten:

Fromme Leistungsträger allemal, Stützen der Gesellschaft: – Vorbildlich?

Auch damals gab es Menschen, die um ihre Grenzen wussten, um ihre Fehler und Fehlbarkeit, um ihren Mangel an Geduld und an Liebe. – Beschämend?

In Jesu Gleichnis stehen beide vor Gott. – Wo stehen wir?

(zu Lk 18, 9–14)

Dorothee Sandherr-Klemp