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Samsung GQ65Q70TGTXZG: Smarter und besser fernsehen: QLED-TV mit Dual-LED-Technik


Satvision - epaper ⋅ Ausgabe 10/2020 vom 25.09.2020
Artikelbild für den Artikel "Samsung GQ65Q70TGTXZG: Smarter und besser fernsehen: QLED-TV mit Dual-LED-Technik" aus der Ausgabe 10/2020 von Satvision. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Satvision, Ausgabe 10/2020

Die Fernseher von heute sind echte Technikwunder. Sie begeistern nicht nur mit beeindruckender Bild- und Klangqualität bei gleichzeitig flacher Bauweise, sondern auch mit vielen Ausstattungsmerkmalen, für die man eigentlich zwei oder mehr weitere Geräte benötigen würden. Der neue Samsung GQ65Q70TGTXZG ist ein 65 Zoll messender QLED-Fernseher mit Vollausstattung für lineares Fernsehen und gestreamte Video- und Musikinhalte. Darüber hinaus verwandelt er sich auf Knopfdruck in eine Fotoleinwand und nimmt gesprochene Kommandos und Suchanfragen entgegen. Set-Top-Box, Streaming-Stick und Smart-Speaker können ...

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... also Platz machen, wenn der große Ultra-HD-Fernseher die Bühne betritt. Darüber hinaus verspricht er dank neuartiger Dual-LED-Technik eine verbesserte Bildqualität in allen Lagen, unterstützt drei HDR-Formate für spektakuläre Heimkino-Momente und ist dank HDMI-2.1-Anschlüssen für die Zukunft gerüstet. Wir haben die TV-Neuheit von Samsung im Testlabor unter die Lupe genommen und verraten auf den folgenden Seiten, wie er sich im Test geschlagen hat, wie viel der Q70T kostet, was es mit „Made for Germany“ und „Samsung Collection“ auf sich hat und welches spannende Feature er für Smartphone-Nutzer an Bord hat.

Das QLED-TV-Lineup von Samsung besteht in diesem Jahr aus den 4K-Linien Q50R (2019er-Modell), Q60T, Q70T, Q80T, Q90T und Q95T sowie den 8K-Serien Q800T und Q950T. Hinzu kommen die zwei Lifestyle- Fernseher „The Serif “ und „The Frame“ (der drehbare „The Sero“ bietet hingegen kein QLED-Display). Nachdem wir mit dem Q90T (SATVISION- Ausgabe 07/2020) eines der 4K-Topmodelle bereits ausführlich getestet haben, wurde für diese Ausgabe der Q70T aus dem mittleren Preissegment bei uns vorstellig. Der 65-Zöller wird für rund 1.400,- Euro (durchschnittlicher Marktpreis) angeboten und ist außerdem in 55 Zoll und für XXL-Heimkinos in 75 und sogar 85 Zoll (ca. 215 cm Bildschirmdiagonale!) erhältlich. Die Preisübersicht findet sich in diesem Testbericht auf Seite 29. Mit dem Q70T lässt sich zudem bares Geld sparen. Er hat die „Samsung Collection“ an Bord, mit der sich Sky Ticket, DAZN, waipu.tv und HD+ jeweils sechs Monate lang kostenlos aktivieren und nutzen lassen. Außerdem bietet er als „Made in Germany“-Modell Vorteile wie Unicable 2 und HbbTV-Unterstützung. Mehr Infos dazu finden sich in der SATVISION- Ausgabe 06/2020.

Design und Ausstattung

Beim TV-Design ist sich Samsung auch in diesem Jahr treu geblieben. Der GQ65Q70TGTXZG tritt trotz seiner enormen Größe mit einer Bildschirmdiagonale von 163 Zentimetern dezent und mit schlankem Rahmen auf. Der Standfuß ist T-förmig und auf der Rückseite des Fernsehers montiert. Die Rückwand bietet eine aufgeräumt Optik, wenn auch kein echtes 360-Grad-Design. Die Anschlusskabel von rechts und das Stromkabel von links lassen sich mittig durch eine Kabeldurchführung im Standfuß nach unten verlegen, so dass von vorne ein weitgehend aufgeräumtes Gesamtbild entsteht. Die Bluetooth-Fernbedienung besteht aus matt-schwarzem Kunststoff und bringt aufgrund ihrer reduzierten Tastenzahl und handlichen Größe sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich (siehe Seite 26).


„QLED-Einsteiger mit gehobener Ausstattung und guter Bildqualität“


Der UHD-QLED-Fernseher ist in der Lage, die 4K-Auflösung mit 3.840 mal 2.160 Pixeln darzustellen und dank des „4K Quantum Prozessors“ alles, was niedriger aufgelöst ist, intelligent und in Echtzeit hochzuskalieren. Die drei HDR-Formate HDR10 (statisch), HLG (abwärtskompatibel) und HDR10+ (dynamisch) werden unterstützt und in Verbindung mit entsprechenden Inhalten bei Netflix, Amazon Prime Video und über Satellit lassen sich auf dem Q70T kontraststarke und intensive Bilder mit realistischer Schärfe bestaunen. Es handelt sich um ein natives 100-Hertz- Panel für hohe Bildstabilität und Bewegtbildschärfe bei actionreichen Sequenzen. Die namensgebende Quantum- Dot- Technologie verstärkt die Leuchtkraft und präzisiert die Farbwiedergabe des Fernsehers.

Während die Top-Modelle aus Samsungs QLED-Armada auf eine Direct- LED-Hintergrundbeleuchtung setzen, wurden beim Q70T Edge-LEDs verbaut. Hier befindet sich das Backlight im unteren Rand des Bildschirms, was eine flache und preiswertere Bauweise ermöglicht. In diesem Jahr hat der TV-Marktführer dieser Bildschirmtechnologie allerdings ein Upgrade spendiert, welches unter dem Namen „Dual LED“ geführt wird. Anstelle von einfarbigen Hintergrund-LEDs (i. d. R. in Blau oder Weiß) hat Samsung beim Q70T zusätzliche Warmton-LEDs verbaut. Diese sollen Farbe und Kontrast bei ungünstigem Blickwinkel erhalten, indem Helligkeitsverluste gemindert werden. Der Q70T unterstützt sämtliche HDMI-2.1-Teilspezifikationen, welche auch die anderen 4K-QLEDTVs von Samsung in diesem Jahr an Bord haben (siehe Seite 30). Für eine optimierte Klangqualität hat der Q70T die zwei Techniken „Adaptiver Ton+“ und „Aktiver Sprachverstärker“ an Bord, die wir im letzten Abschnitts dieses Testberichts genauer beschreiben.

PRO

Filmmaker-Modus, HDR10, HLG, HDR10+, freihändige Sprachsteuerung (Alexa, Bixby & Google Assistant), App-Angebot, HDMI 2.1 (Teilspezifikationen), Ambient-Modus, Bild-in- Bild-Modus, Apple AirPlay, Bluetooth, Twin-Tuner, gute Erstinstallation, guter Media-Player, HD+ integriert, Unicable 2, Samsung Collection, Universal Guide, Samsung Sportworld

CONTRA

Einschränkungen bei HD+, auf Standfuß nicht drehbar, keine klassische Fernbedienung, kein USB 3.0, kein Kopfhörerausgang, kein Bild-in- Bild für UHD-Sender, nur 1× CI+, kein Dolby Vision, Schwankungen im Deep-Standby, Umschaltzeiten

Wussten Sie schon, …

dass der Q70T integriertes HD+ über HbbTV („TVkey embedded“) bietet? Nach der Installation lässt sich diese Funktion aktivieren, um sechs Monate lang die Privaten in HD und UHD ohne Registrierung oder zusätzliche Kosten schauen zu können. Außerdem wird die Komfort- Funktion von HD+ freigeschaltet, die viele Vorteile mit sich bringt.

Front


Das Design des Q70T lässt sich trefflich als schlicht und zeitlos beschreiben. Der schwarze Rahmen ist dezent und an allen Seiten gleich schlank gehalten. Der T-förmige Standfuß unseres Testkandidaten besteht aus Metall sowie Kunststoff und bietet auf der Rückseite die Möglichkeit zur Kabeldurchführung. Leider lässt sich der Fernseher darauf nicht drehen. Das matte Display spiegelt nur leicht.

Smart Hub


Der „Smart Hub“ ist das Herz der Tizen-Benutzeroberfläche. Mit der Home-Taste ruft der Anwender die Menüleiste am unteren Bildrand auf, die Einstellungen, Apps und Funktionen bereithält. Darüber wird je nach ausgewählter Kachel eine weitere Zeile mit passenden Inhalten oder Einstellungen geöffnet. Der „Smart Hub“ lässt sich anpassen, um bestimmte Features schneller erreichen zu können. Dazu einfach die Ok-Taste länger gedrückt halten und das Element verschieben oder entfernen. Unterhalb befindet sich zudem der „Universal Guide“ - ein EPG für TV-Programme und Streaming-Dienste.

Fernbedienung


Dem Q70T legt Samsung die „Smart Remote“ aus schwarzem Kunststoff bei. Sie ist kompakt gehalten und bietet nur die wichtigsten Tasten. Auf den Ziffernblock beispielsweise wurde verzichtet, um ein schlankes und modernes Design zu ermöglichen. Diese Entscheidung wird sicher nicht jedem Nutzer gefallen. Zwar lassen sich die Benutzeroberfläche und Apps mit der smarten Fernbedienung flott und gut bedienen, doch beispielsweise das Einschalten eines Senders, der sich weiter hinten in der Programmliste befindet, ist im Gegenzug umständlicher. Die Sprachsteuerung (siehe Seite 27) ist eine Möglichkeit, um die TV-Bedienung zu vereinfachen.

Bedienung, fernsehen und aufnehmen

Auf das erstmalige Einschalten des Q70T folgt die Einrichtung, durch die ein hilfsbereiter Installationsassistent geleitet. Dieser nimmt Neulinge an die Hand und führt durch alle wichtigen Schritte wie die Netzwerkverbindung, Sendersuchläufe und die Vorauswahl einiger Apps für den Startbildschirm „Smart Hub“. Dass sich der TV-Marktführer einige Gedanken gemacht hat, sieht man beispielsweise daran, dass Teile der Installation wie der Programmsuchlauf im Hintergrund ausgeführt werden, während der Anwender bereits die nächsten Einstellungen vornimmt. Das verkürzt die für die Erstinstallation benötigte Zeit deutlich. Unterm Strich benötigten wir für die Einrichtung je nach Sendersuchlauf zwischen zehn und 20 Minuten.

Für den Empfang von TV-Programmen ist der Q70T dank dreier Twin- Tuner gut ausgestattet. Die gängigen TV-Empfangswege (DVB-S2, -C und -T2) sind damit abgedeckt. Die Senderlisten für die Empfangswege Satellit und Kabel sind nach den entsprechenden Suchläufen gut sortiert, die DVB-T2-Liste hingegen ist automatisch alphabetisch aufgereiht und das kann auch nur manuell geändert werden. Am besten wird dafür der kostenlose PC-Editor „ChanSort“ verwendet. Eine ausführliche Schrittfür- Schritt-Anleitung haben wir auf satvision.de veröffentlicht. Alternativ lassen sich die Sender jedoch auch direkt am TV umsortieren oder den Favoritenlisten zuordnen.

Apps


Der App-Store versteckt sich im „Smart Hub“ hinter den vier Punkten. Praktischerweise gibt es hier eine Suchfunktion, mit der sich der App-Store durchsuchen lässt, um die passende Anwendung zu finden. Insgesamt waren zum Testzeitpunkt rund 280 Applikationen zu finden. Die Auswahl ist aus unserer Sicht fast lückenlos und übertrifft die der meisten anderen TV-Hersteller.

TV-Programm


Der Standard-EPG von Samsung ist sehr aufgeräumt und bietet eine gute Programmübersicht. Wird das integrierte HD+ aktiviert, wird er beim Satellitenempfang durch den HD+-EPG ersetzt. Dieser ist ebenfalls aufgeräumt und ermöglicht dank der Komfort-Funktion den Zugriff auf Mediatheken, Neustart und die gelungene interaktive Suchfunktion. Ausprobieren lohnt sich!

Wie bei den meisten Fernsehern üblich, ist der Q70T auch dazu fähig, verschlüsselte Programme zu empfangen. Unterschied: Der CI+-Einschub ist als Adapter im Lieferumfang enthalten und nicht fest integriert. Neben Modulen ergeben sich allerdings noch weitere Möglichkeiten. Über die Sky- Q-App kann der Samsung-TV mit dem Sky-Q-Receiver im Haushalt verbunden werden. Außerdem ist die Sky-Ticket-App an Bord. Für HD+ bieten sich mit der Unterstützung des HD+-USB-Sticks (TVkey) sowie der integrierten HD+-App ebenfalls zwei Optionen, um kodierte Sender ohne Modul zu empfangen. Das integrierte HD+ stellt hier insofern eine Besonderheit dar, als das nach der Installation Teile der Benutzeroberfläche durch die Komfort-Funktion von HD+ ersetzt werden. Beispielsweise bietet der EPG eine interaktive Suchfunktion und den Direktzugriff auf Extras wie Neustart und Mediatheken. Allerdings gibt es auch ein paar Probleme, die wir von Panasonic-Fernseh- ern, die HD+ als erste unterstützten, nicht kennen. Weniger gravierend ist, dass die privaten SD-Sender aus der Liste verschwinden. Allerdings funktioniert beispielsweise der direkte Senderwechsel zwischen zwei Kanälen („Swap“) nicht mehr. Hier muss Samsung noch ein wenig nachbessern beziehungsweise eine bessere Integration der HD+-App realisieren. Ansonsten bietet das integrierte HD+ schon einen großen Mehrwert - nicht alleine, weil die 23 HD-Sender sechs Monate kostenlos geschaut werden können.

Ambient Mode


Ein in dieser Form einzigartiges Feature ist der „Ambient Mode“. Dieser verwandelt den TV-Bildschirm auf Knopfdruck in ein stimmungsvolles Hintergrundbild, einen Info-Screen, ein Kunstwerk oder eine eigene Fotowand. Wird der Fernseher nicht benutzt, ist der „Ambient Mode“ eine ansehnliche Alternative zum schwarzen Bildschirm an der Wand.

Wurde eine USB-Festplatte angeschlossen, lassen sich TV-Sender auch aufnehmen. Es sind sogar zwei parallele Aufzeichnungen möglich. Zudem kann der Zuschauer das TV-Programm jederzeit pausieren (Timeshift) und später fortsetzen. Mit der Bild-in-Bild-Funktion ist es möglich, zwei Sender gleichzeitig darzustellen. Für zwei UHD-Kanäle gilt das nicht, doch so viele (reguläre) 4K-Programme gibt es bislang leider ohnehin noch nicht. Dafür bietet der Samsung umfangreiche Optionen für die PiPDarstellung und außerdem noch ein ganz besonderes Extra, welches wir im Anschluss an diesen Testbericht ausführlich vorstellen.

Smart-TV-Funktionen

Der Q70T ist nicht nur für den klassischen TV-Empfang gut gerüstet, sondern auch für die moderne vernetzte Welt. Der Fernseher lässt sich sowohl kabelgebunden (LAN) als auch kabellos (WLAN) mit dem Heimnetzwerk verbinden. Nach der Installation findet sich der Anwender auf dem Startbildschirm, dem sogenannten „Smart Hub“ wieder. Dieser ist Bestandteil des Samsung-eigenen Betriebssystems Tizen, das in diesem Jahr in Version 5.0 auf den QLED-TVs läuft. Sämtliche Anwendungen und Grundfunktionen des Fernsehers lassen sich darüber aufrufen. Mit Anwendungen ist der Q70T bestens bestückt und mit Apps wie Sky Ticket, Sky Q, waipu.tv, Steam Link, Netflix, Amazon Prime, Disney+, Apple TV+ und vielen mehr stellt er die meisten Konkurrenten in dieser Disziplin in den Schatten. Im App-Store befinden sich insgesamt mehr als 280 Applikationen und Spiele. Die Sportworld bietet als erster Sport-EPG einen guten Überblick über anstehende Ausstrahlungen bei Sky, DAZN und im Free-TV. Bluetooth, Miracast und Apple AirPlay 2 liefern weitere Möglichkeiten, um Inhalte auf dem Fernseher zu genießen oder umgekehrt den TV-Sound über einen kabellosen Kopfhörer auszugeben. Per SmartThings-App kann der Fernseher mit einem Mobilgerät bedient und mit anderen vernetzten Smart-Home- Komponenten verbunden werden.

Bildmessungen


Der Samsung-TV ist ab Werk auf den Bildmodus „Standard“ eingestellt. Wir empfehlen den neuen Filmmaker-Modus oder die bewährte Voreinstellung „Film“. Wir haben im Zuge unserer Kalibrierung mit CalMAN außerdem noch etwas Fein-Tuning bei den Weißwerteinstellungen vorgenommen. Unsere empfohlenen Bildeinstellungen finden sich auf Seite 30 in diesem Testbericht. Der Q70T bietet unterm Strich eine gute Bildqualität mit referenznahen Grauabstufungen und Farben sowie einer vorbildlichen Gammakurve. Der Filmmaker-Modus liefert einen harmonischen Bildeindruck mit warmen Farben und natürlicher Bildschärfe. Bei der HDR-Kalibrierung fielen die Messergebnisse etwas ab, konnten sich allerdings immer noch sehen lassen. Die beiden erweiterten Farbräume P3 und BT.2020 kann der Q70T zu rund 94 beziehungsweise 70 Prozent darstellen. Die Maximalhelligkeit ist solide und liegt in den beiden empfohlenen HDR-Modi bei 465 Nits. Etwas heller (knapp 490 Nits) leuchtet der Q70T in der Spitze, wenn der intelligente Bildmodus in den Einstellungen aktiviert wurde, der für ein adaptives, an Raumhelligkeit und Inhalt angepasstes Bild sorgt.

Das bereits erwähnte integrierte HD+ benötigt ebenso eine Internetverbindung wie die zahlreichen Apps. Die Multimedia-Wiedergabe per DLNA hingegen kommt bereits mit einem Netzwerk ohne Online-Verbindung aus. Der Samsung unterstützt die beiden Sprachassistenten Bixby und Alexa von Haus aus - das heißt ohne zusätzliche Hardware. Der Google Assistant soll in diesem Jahr noch folgen. Mehr zu diesem Thema kann in der Infobox auf Seite 27 nachgelesen werden.

Bild- und Tonqualität

Die beste Figur macht der QLEDTV allerdings dann, wenn möglichst 4K-Inhalte auf dem Bildschirm zu sehen sind. Diese stehen erfreulicherweise in Form von UHD-Blu-rays, Video-on- Demand-Inhalten und einer noch überschaubaren Anzahl an linearen TV-Sendern in stetig wachsender Zahlzur Verfügung. In der Regel schaut man heute allerdings TV-Sendungen noch in SD- oder HD-Qualität. SDQualität sollte man trotz des Upscalers nach Möglichkeit meiden, da dieser - wie auch bei anderen (großen) Fernsehern - hier an seine Grenzen stößt. Mit dem integrierten HD+ haben zumindest Satellitenhaushalte unverbindlich und kostenlos die Option, sich von der sichtbar besseren HDQualität zu überzeugen. Gerade bei einem Fernseher mit einer solchen Bildschirmgröße, sollte man seinen Augen etwas Gutes tun.

Anschlüsse


Die Anschlussmöglichkeiten befinden sich auf der rechten Rückseite des Fernsehers. Mit HDMI 2.1, drei Twin-Tunern und weiteren Daten- und AVAnschlüssen hat Samsung an das meiste gedacht. Lediglich ein Kopfhörerausgang fehlte unseren Testern. Der CI+-Steckplatz ist adaptiert.

SmartThings


Tablet-PC und Smartphone Version 1.7.50-21: Android 7.0+ Version 1.6.49: iOS 10.0+
Die virtuelle App-Fernbedienung hat Samsung in die mobile Anwendung „SmartThings“ integriert. Diese ist zudem in der Lage andere Unterhaltungselektronik- und Smart- Home-Geräte des koreanischen Herstellers zu bedienen. Voraussetzung ist, dass sich TV und Smartphone oder Tablet im selben Heimnetzwerk befinden. Per App nimmt der Anwender dann die grundlegende Bedienung des Fernsehers vor, startet Applikationen wie Netflix, zeigt den „Universal Guide“ an und stellt den „Ambient Mode“ ein. Live-TV-Streaming bietet die SmartThings-App leider nicht.

Am besten sehen naturgemäß native 4K-Inhalte mit ihren großen Detailreichtum aus. HDR- Inha l te stellt der Q70T mit beeindruckender Farbtiefe und satten Kontrasten dar, auch wenn die Spitzenhelligkeit von unter 500 Nits keine Rekorde zu brechen vermag. Den Unterschied zwischen SDR und HDR erkennt man allerdings auch bei unserem Testkandidaten auf den ersten Blick. Drei unterstützte HDR-Formate decken ein recht breites Spektrum ab, auch wenn gerade Netflix-Abonnenten den 12-Bit-Standard Dolby Vision vermissen werden.

Auch wenn auf Edge-LED-Technik statt Direct-LEDs gesetzt wurde - technisch braucht sich der Q70T nicht zu verstecken. Das 100-Hertz-Panel sorgt für eine stabile Wiedergabe auch von schnellsten Sequenzen, Testbildern wie Laufschrift oder Kameraschwenks. Alle vier HDMI-Eingänge unterstützten vier HDMI-2.1-Teilspezifikationen. Der Blickwinkel reicht nicht an den eines OLED-Fernsehers oder LED-TVs mit IPS-Panel heran. Trotzdem sorgt die neue Dual-LED-Technik für einen geminderten Kontrastverlust bei seitlicher Betrachtung und die Farbtreue bleibt recht gut erhalten. Das Display spiegelt selbst in hell erleuchteten Räumen nur leicht und der Schwarzwert kann sich für einen Edge-LED-Fernseher absolut sehen lassen.

Die Klangqualität ist ordentlich und für den alltäglichen TV-Konsum sowie den gelegentlichen Filmabend absolut angemessen. Dialoge werden klar und verständlich ausgegeben, Musik klingt dynamisch und bei Actionfilmen kann die Lautstärke auch mal erhöht werden, ohne dass die TV-Lautsprecher verzerren. Ein Bass-Feuerwerk darf man ohne integrierten Subwoofer allerdings nicht erwarten. Der Samsung Q70T bietet zwei interessante Audiooptionen. Der „Aktive Sprachverstärker“ unterstreicht Dialoge und generell Gesprochenes dezent und hebt es bei Hintergrundgeräuschen hervor, so dass die Sprachverständlichkeit gesteigert wird. Unsere Tester waren vom neuen Feature „Adaptiver Ton+“ beeindruckt, das bei Umgebungsgeräuschen den Ton verstärkt. Auch hier profitieren insbesondere Dialoge, wenn beispielsweise im Nebenzimmer ein Staubsauger in Betrieb ist. Dolby Atmos dekodiert der Q70T zwar nicht selbstständig, kann dieses 3D-Format über eARC allerdings an eine kompatible Soundbar wie die Samsung HW-Q70T (Test in dieser Ausgabe ab Seite 34) weiterleiten.

Wärmebilder


Der Q70T erwärmte sich auch nach dreieinhalbstündigen Dauerbetrieb im TV-Modus nur leicht. Zwar erreichten Hotspots am unteren Bildschirmrand Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius, doch der Großteil des Bildschirms blieb deutlich kühler. Auf der Rückseite wurde der Samsung-TV im Bereich der Anschlüsse und insbesondere am adaptierten CI+-Steckplatz wärmer. Temperaturen von über 42 °C wurden hier in der Spitze erreicht.

Sprachsteuerung

Der Q70T hat mit Bixby von Samsung und Alexa von Amazon zwei Sprachassistenten direkt an Bord, zwischen denen der Anwender bei der Erstinstallation oder später in den Einstellungen wählen kann. Der Google Assistant funktioniert gegenwärtig nur per Smart-Speaker, soll aber noch in diesem Jahr per Update ebenfalls integriert werden. Neben der manuellen Aktivierung per Tastendruck ist auch die sprachgesteuerte Aktivierung per „Alexa“ oder „Hi, Bixby“ möglich. Beide intelligenten Helfer funktionieren in der Praxis ordentlich, wobei uns Bixby mehr überzeugen konnte. Gerade die grundlegende TV-Bedienung und die Suche nach Inhalten funktionierte schon sehr gut. Einige Features sind allerdings noch ausbaufähig. So wusste Bixby mit dem Sender „ProSieben HD“ nichts anzufangen, zappte aber auf „Programm 7“. Unsere Meinung: Die freihändige Sprachsteuerung funktioniert mit beiden Sprachassistenten schon gut, hat aber noch Luft nach oben.

Fazit

Der Q70T bietet ein gelungenes Gesamtpaket aus gutem Bild, ordentlicher Klangqualität, hohem TV-Komfort und überragenden Smart-TV-Funktionen. Bei einer Bilddiagonale von 65 Zoll und dem Gebotenen ist der Preis in Höhe von rund 1.400,- Euro unserer Meinung nach angemessen. Insbesondere die üppige Auswahl an Apps, die zum Teil sogar zusätzliche Hardware ersetzen (Stichwort: Sky Q) dürfte für den einen oder anderen bei der Kaufentscheidung eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Auch die gut umgesetzte (freihändige) Sprachsteuerung sowie einzigartige Features wie der „Ambient Mode“ oder die Sportworld sind Argumente, die für den Q70T sprechen. In anderen Ausstattungsmerkmalen wie dem integrierten HD+ sehen wir einen großen Mehrwert, jedoch auch noch etwas Verbesserungspotential. Bei der Bildqualität lieferte der Q70T im Test gut ab, kann allerdings nicht mit den Top-Modellen von Samsung mithalten. Die Spitzenhelligkeit und der Blickwinkel sind ordentlich, wenn auch nicht spektakulär. Der Q70T bietet bei TV- und VoD-Inhalten ein sehenswertes Bild und hat bis auf Dolby Vision alle HDR-Formate für intensivere Farben und mehr Kontrastdetails an Bord. Unterm Strich erreichte der Samsung GQ65Q70TGTXZG in unserem Test eine gute Bewertung von 91,3 Prozent und verfehlt die Bestnote „sehr gut“ nur knapp.